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Fassung für elektrische Glühbirnen An Fassungen für elektrische Glühbirnen
sind grundsätzlich zwei Arten zu unterscheiden: die Schraubfassung und die Steck-
oder Bajonettfassung. Beide Ausführungsformen haben ihre Vor-und Nachteile. Der
leichteren Ersatzbeschaffung wegen hat man sich aber in den meisten Ländern für
,die Einführung nur einer der beiden Arten entschieden. So findet man in Deutschland,
von einigen Sonderausführungen, z. B. für die Beleuchtung von Kraftfahrzeugen, abgesehen,
nur Schraubfassungen mit Gien dazu passenden Glühbirnen.
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.Außer den erwähnten Sonderausführungen für z. 13. Kraftfahrzeuge,
bei denen auch nicht die normalen Glühbirnen, wie sie für den Hausgebrauch üblich
sind, zur Anwendung kommen, gibt es aber auch noch andere Fälle, in denen Steckfassungen
den Schraubfassungen vorzuziehen sind, so z. B. überall da, wo in kurzer Zeit eine
große Zahl von Glühbirnen montiert oder abmontiert werden soll, wie dies bei von
Ort zu Ort ziehenden Schaustellern, bei Messen, Ausstellungen, Illuminationen u.
dgl. ständig vorkommt.
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Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Fassung für elektrische
Glühbirnen, in die die Glühbirnen so rasch eingesetzt werden können, wie bei den
normalen Steckfassungen, dabei aber die Eigenart und den Vorteil besitzen, daß jede
normale Glühbirne mit Schraubsockel in sie eingesetzt werden kann.
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Die erfindungsgemäße Fassung ist so gestaltet, daß sie nur auf einem
Teil der inneren Wandung mit einem Schraubgewinde oder Teilen eines solchen ausgekleidet
ist und ein mit 'Schraubgewinde versehener Teil der Fassung oder in sie eingebaute
Elemente von der Form oder mit der Oberfläche eines Schraubgewindes gegen Federzug
oder -druck so weit zur Seite geklappt oder geschoben werden können, daß der Sockel
der Glühbirne an den Gewindeteilen
der Fassung vorbei in diese
eingesteckt werden kann.
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Eine vorzugsweise Ausführungsform ist dadurch ausgezeichnet, daß sie
an einer Stelle ihrer Innen-\%-an([ einen Gewindestreifen trägt, sie diesem etwa
diametral gegenüber bogenförmig ausgebuchtet ist und zu beiden Seiten der tiefsten
Ausbuchtung wenigstens zwei mit dem Gewindestreifen etwa ein gleichseitiges Dreieck
bildende Federn in Stab-oder Streifenform besitzt, so daß der Sockel der Birne unter
Zurseitebiegen der Federn in die Fassung eingesteckt werden kann und nach Einstecken
durch den Gewindestreifen und die beiden Federn festgehalten wird.
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Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich in ihren verschiedenen
Abwandlungen bei der Herstellung der Fassung durch besondere Einfachheit aus tind
erlaubt es, auch gebräuchliche 'Schraubfassungen nachträglich ohne weiteres so auszugestalten,
<laß sie gleichzeitig als Schraub- wie als Steckfassungen verwandt werden können
und wohl noch mehr als die im vorangegangenen beschriebenen Fassungen geeignet sind,
nicht nur ein Bedürfnis für Sonderzwecke, wie Illuminationen u. dgl. zu befriedigen,
sondern sich in noch ausgesprochenerem Maße auch für alle möglichen Zwecke des Ge-«erhes,
im Haushalt usw. eignen.
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Bei .dieser Fassung ist lediglich der in den meisten Fassungen des
Handels vorgesehene sog. Gewindekorb einer entsprechenden und sehr einfachen Änderung
unterworfen, indem er wenigstens an einer Stelle, bevorzugt aber an mehreren Stellen,
im wesentlichen parallel zu seiner Längsachse aufgeschnitten, aufgesägt oder ausgefräst
ist oder entsprechende Materialaussparungen in ihm auf sonstige Weise erzeugt sind,
während durch irgendeine federnde Vorrichtung, wie eine Feder oder ein Gummiband,
dafür Sorge getragen ist, daß der Ge-Nvindekorb oder seine Teile zusammengehalten
werden. Diese Federvorrichtung gewährleistet einen sicheren Kontakt zwischen den
stromführenden Teilen des Glühbirnensockels und der Fassung, läßt aber andererseits
dem Gewindekorb oder seinen Teilen so viel Bewegungsfreiheit in radialer Richtung,
daß der Sockel der Glühbirne beim Einstecken in die Fassung und beim Herausnehmen
aus ihr den Gewindekorb oder seine Teile so weit aufbiegen bzw. zur Seite schieben
kann, daß das Gewinde des Sockels an dem Gewinde der Fassung vorbei geschoben und
gezogen werden kann: Die Erfindung soll an Hand der Zeichnungen beispielsweise erläutert
werden. Es zeigt Abb. t eine Fassung mit eingesetzter Glühbirne von der Seite im
Schnitt, Abb. 2 einen Querschnitt der Fassung entsprecltend Schnittlinie 1-l' der
Abb. i, Abb. 3 tind 6 einen handelsüblichen Gewindekorb im Ouerschnitt und Grundriß,
Abb. 4 und !3 einen an zwei Stellen aufgeschnittenen Gewindekorb im Querschnitt
und Grundriß, Abb. 5 und io einen Gewindekorb mit 4 Ausfrästitt-en oder Ausstanzungen
im Querschnitt und Grundriß, Abb. 7, (9, 1i, 12 und 13 fünf weitere Ausgestaltungen
eines Gewindekorbs im Grundriß, Abb. 14 und i5 zwei Ausführungsformen des Gewindekorbs,
bei denen die Einschnitte oder Ausfräsungen oder Ausstanzungen nicht parallel zu
seiner Längsachse vorgenommen sind, im Querschnitt, Abb. 16 einen gespaltenen
Gewindekorb, der durch einen Federring zusammengehalten wird, :in Querschnitt.
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Zu Abb. i und 2 : a stellt die Fassung vor, b die Glühbirne mit ihrem
Scltraul>soc'kcl c. Die Fassung a (Abb. 2) besitzt statt des bei Schraubfassungen
üblichen Gewindes bei d nur einen schmalen Streifen eines solchen. Man kann sich
dies so vorstellen. daß ein normales Gewinde aus der Fassung bis auf das kleine
Segment hei d herausgeschnitten ist. Die innere, sonst kreisförmige und dem Gewinde
des Schraubsockels c der Glühbirne entsprechende Wandung der Fassung ist bei der
erfindungsgemäßen Fassung etwa diametral gegenüber d bei e bogenförmig
etwas ausgebuchtet, so daß eine in die Fassung gesteckte Birne, wären die im folgenden
noch zu besprechenden weiteren Vorrichtungen nicht vorhanden, jederzeit frei zwischen
dem Segmentstück d und der ausgefrästen Stelle e hin und her bewegt «-erden könnte.
Uni. mit einer möglichst geringen Ausfräsung oder Ausbuchtung der Fassung bei c
auszukommen, wird der Gewindestreifen d zweckmäßig nur so breit gehalten, daß er
seitlich durch die Tangente des Schraubgewindeinnendurchntessers der F assting begrenzt
wird.
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Bei f und g, mit der Mitte des Segmentstü.cl;s il (Abb. 2) etwa ein
gleichzeitiges Dreieck bildend, ist je ein federndes, vorteilhaft in der Art von
Lokkennadeln gewelltes Stäbchen angebracht, dessen Wellung dann dem Gewinde des
Gewindesegments d und damit- dem Gewinde des Sockels c angepaßt ist.
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Drückt man nun beim Einführen der Birne b in die Fassung a die beiden
Ställe f und g mit dem Sockel e der Birne leicht zur Seite, von d weg, so kann man
die Birne in einem Zug bis auf den Boden der Fassung und damit bis zur Berührung
mit der Kontaktfeder li einstecken. Hebt man jetzt den Druck gegen die Federn f
und g auf, so ruht die Birne fest zwischen den 3 mit Schraubgewinde versehenen Schienen
d, f und g. Der Kontakt zwischen dem unteren Pol i des Lampensockels e und
der Stromfeder 1i kann durch eine kleine normale Einschraubbewegung der Glühbirne
weiter sichergestellt werden. Beim Herausnehmen der Birne erfolgen die gleichen
Bewegungen wie beim Einsetzen, nur in umgekehrter Reihenfolge bzw. Richtung. Gegebenenfalls
nach Lockern des Sitzes der Birne durch eine kleine Drehbewegung werden die Stäbe
f und n mit dein Sockel der Birne nach außen gedrückt, wobei die Birne ohne weiteres
aus der Fassung gehoben werden kann.
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Besteht das Schraubsegntent (I aus Metall, so kann es als der eine
Pol der Stromzuleitung dienen, während als der andere Pol in üblicher Weise die
Kontaktfeder li wirkt. Ist (las Schraubsegment d alter aus einem nicht leiteitilen
Material hergestellt,
so ist, sofern sich die Stromzuführung über
einen der Federstäbe f und g als nicht zulässig erweist, ein weiterer Metallstall
k oder ähnliches Einbauelement aus leitendem Material mit einer dem Gewindegang
des Sockels ausgepaßten Oberfläche als Stromzuführung zum Gewinde des Birnensockels
vorgesehen.
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Die vorstehend beschriebene beispielsweise Ausführungsform kann natürlich
weitgehenden Ändertitigen unterworfen werden, ohne daß dadurch das Wesen der Erfindung
berührt würde. So kann z. B. (las Schraubgewinde d schmaler oder breiter, höher
oller niedriger sein, die Federstäbe f und g können ebenfalls in ihren Abmessungen
geändert, statt wellenförmig ausgebildet, mit einer wellenförmigen (>l)erfläche
versehen, durch einen oder mehrere weitere Stäl)e vermehrt oder einzeln oder zu
mehreren durch mehrere Streifen oder auch durch einen einzigen, gegebenenfalls im
Querschnitt zickzack-oder wellenförmigen Streifen ersetzt sein; die zwei oder mehr
Federstäbe oder -streifen können auch, z. B. mittels eines Drahtbügels, zu einem
einzigen l,'inl)atieletnent verbunden sein. Die ganze Fassung kann auch in zwei
Hälften geteilt sein, die bei i (:11@1@. i ) durch ein Scharnier zusammengehalten
werden und von denen sich die eine Hälfte, z. 13. die rechts von der Linie 11-1I'
der Abb. 2, gegen einen nicht eingezeichneten Federzug um (las Scharnier als Drehachse
zur Seite klappen läßt, wobei dann die Stäbe f und n oder ihr Ersatz und die .\usfr;isuttg
in Wegfall kommen und die Innenwand der Fassung in größerem Umfang durch ein Schraubgewinde
ausgekleidet sein könnte usw. Bei der zuletzt erwiilinteti Ausführungsform kann
der federnde Teil der Fassung je nach Ausbildung durch den Sockel der Glühhirne
selbst zur Seite geklappt oder geschoben werden oder dies, wie gegebenenfalls ,)ei
besonderer Ausbildung der beispielsweise beschriebenen Ausführungsform mit z. 13.
Knopf- oder Hebelbetätigung der Federn f und ,- auch bei dieser, von außen durch
eine zweite Band geschehen. Ebenso können die Stromzuführungen in der verschiedensten
Weise variiert werden. Wesentlich bleibt vor allem, daß der in die Fassring einzuführenden
Glühbirne während des I?inführens der Weg derart freigegeben wird, daß ihr Sockelgewinde,
ohne geschraubt werden zu müssen, an den an der Innenwand der Fassung befindlichen
Gewindeteilen vorbei bis an den Boden der Fassung bzw. die an ihm angebrachte Kontaktfeder
lt gesteckt werden kann und die Birne nach dein Einführen durch Federdruck zwischen
einem Schraubgewinde oder Teilen eines solchen festgehalten wird.
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Abb. 3 zeigt einen normalen Gewindekorb scheinarisch von der Seite,
Abb. 6 den gleichen Gewindekorb im Grundriß. Gemäß Abb. 7 ist ein solcher Gewindekorb
an einer Stelle, gemäß Abb.4 und S ati zwei einander diametral gegenü,berliependen
Stellen parallel zu seiner Längsachse aufgeschnitten, wahrend der Gewindekorb gemäß
Abb. o durch zwei Einschnitte in einen großen Kreisbogen i und einen kleinen Kreisbogen
2 aufgespalten ist. Nach Abb. 5 und io ist der Gewindekorb in zwei größere Teile
3 und 4 und zwei kleinere Teile 5 und 6 unter Materialaussparungen aufgeschnitten.
Abb. 11, 12 und 13 zeigen schließlieh drei weitere Ausführungsformen im Grundriß,
bei denen der Gewindekorb in acht Teile (Abb. i i) und in zwei bzw. drei Teile mit
größeren Materialaussparungen (Abb. 12 und 13) aufgeteilt ist.
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Eine besonders einfache, den Zusammenhalt des aufgeschnittenen oder
in sonstiger Weise unterteilten Gewindekorbs gewährleistende Vorrichtung geht aus
Abb. 16 hervor, nach der ein Federdraht 7 auf etwa eine Gewindelänge um den Gewindekorb
gelegt ist.
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Vorbesprochene Abbildungen stellen natürlich nur eine Auswahl erfindungsgemäßer
Ausführungsformen vor. 'Schon ein einfaches Aufschneiden des Gewindekorbs an einer
Stelle gemäß Abb. 7 kann den Erfindungszweck erfüllen. In der Praxis wird man aber
den Gewindekorb vorteilhaft an zwei oder mehr Stellen aufschneiden, ausfräsen, ausstanzen
oder auf andere Weise in eine Anzahl von Kreisbögen unterteilen, um eine bessere
Elastizität der einzelnen Teile des Gewindekorbs zu erzielen. Die Schnitt- oder
sonstigen Teilungslinien müssen (abei nicht unbedingt parallel zur Längsachse des
Gewindekorbs verlaufen; sie können, lvie dies Abb. 14 und 15 veranschaulichen, auch
eine mehr oder weniger schräge Lage zu ihr einnehmen und gegebenenfalls auch gewunden
sein.
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Statt an handelsüblichen Gewindekörben die Einschnitte, Ausfräsungen
usw. vorzunehmen, kann man auch einzelne Gewindeteile unter Belassung entsprechender
Zwischenräume auf dein aus Porzellan oller einem anderen geeigneten Isoliermaterial
bestehendep Sockel oder Stein der Fassung montieren. Nimmt man aber die ,Spaltung
oder Aufteilung eines handelsüblichen Gewindekorbs durch Aufschneiden usw. vor,
so hat es sich schon der besseren Montage wegen als vorteilhaft erwiesen, die Einschnitte
an dem ohnehin schon aus anderen Gründen, z. B. für die Anbringung von Kontaktfedern,
Aussparungen aufweisenden Gewindekorb an solchen Stellen vorzunehmen und sie nur
so weit von oben nach unten zu führen, daß der Gewindekorb wenigstens entlang seiner
Grundlinie ein zusammenhängendes Ganzes bleibt und nicht in einzelne Teile auseinanderfällt.
Für Schnitte, Ausfräsungen usw. hat sich ihr Einmünden in eine abgerundete Öffnung
(vgl. S in Abb. 5 und y in Abb. 14) als vorteilhaft erwiesen, um einem weiteren
Aufschlitzen des Gewindekorbs und einem Ausbrechen von Teilen von ihm entgegenzuwirken.
Wie der Gewindekorb oder seine Teile durch einen Federdraht oder auch deren mehrere
zusammengehalten werden kann, zeigt Abb. 16. An Stelle eines Federdrahtes oder anderer
metallischer Federn verschiedener Art und Form können zu gleichem Zweck auch andere
elastische Stoffe, ;vie z. B. Gummi in Gestalt von Ringen oder Bändern, vorgesehen
sein.
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Auch bei den besonderen Ausführungsformen gentfll:) A11). 3 bis 16
können die Fassungen wie gewöhnliche
Schraubfassungen verwandt
werden; man kann ein Einstecken in die Fassungen auch hier wiederum durch eine kleine
Schraubbewegung ergänzen und den Kontakt zwischen Lampensockel und Fassung dadurch
gewünschtenfalls noch zusätzlich sichern.
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Selbstverständlich kann man bei der erfindungsgemäßen Fassung die
Glühbirnen auch, ohne von den Vorteilen desEinsteckensGebrauch zu machen, in gewohnter
Weise ein- und ausschrauben.