DE84445C - - Google Patents

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DE84445C
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Mittelst des neuen Apparates soll ein selbstthä'tiger Umlauf des Speisewassers in Dampfkesseln, sowie eine Ausscheidung des während des Kochens sich bildenden, im Wasser suspendirt bleibenden Kesselsteins erzielt werden. Der Apparat, welcher auf der Zeichnung beispielsweise für einen combinirten Walzenkessel dargestellt ist, besteht aus einem aufrechten Cylinder 1, dessen Höhe im Vergleich zu seinem Durchmesser eine beträchtliche ist, und welcher durch eine Filterschicht 4 in zwei Abtheilungen 2 und 3 getheilt ist. Diese Filterschicht besteht aus einer Lage Filz oder anderem durchlässigen Material, das zwischen zwei Metalltücher . oder gelochte Eisenblechscheiben gelegt ist. Unmittelbar über dem Filter befindet sich ein cylindrischer Einsatz 5 aus Gufseisen mit dem Rohrstutzen 6. Die Abtheilung 2 steht durch ein mit zwei Hähnen 9 und 20 ausgestattetes Rohr 8 mit dem Dom des Kessels 11 in Verbindung und trägt aufserdem ein Entlüftungsventil 7 mit trichterförmigem Aufsatz für das jeden Tag einzubringende Kesselsteinlösungsmittel. Ferner steht diese Abtheilung durch Rohr 12, welches · sich an den Rohrstutzen 6 anschliefst, mit dem oberen Walzenkessel in Verbindung; in dieses Rohr sind ein. Druckventil 13 und der Absperrhahn 14 eingeschaltet.
Die untere Abtheilung 3 steht mit dem Siederohr ι 5 durch Rohr 16 in Verbindung, in welches ein Saugventil 17 und ein Absperrhahn 18 eingeschaltet sind. Das Rohr 16 ist abgebogen und ragt in das Innere des Siederohres hinein, in welchem es sich möglichst an dessen unteren Theil anschmiegt. Am unteren Ende des Cylinders 3 ist ein Entleerungshahn 19 eingeschraubt.
Der Hahn 20 ist, wie aus Fig. 2 in gröfserem Mafsstabe ersichtlich, mit zwei Leitungswegen ausgestattet, und auf seinem aufsen in eine Rundstange übergehenden Küken sitzt ein Zahnrad 21 im Eingriff mit einem Zahnrad 22, dessen Achse an einem auf dem Deckel des Cylinders 1 gelagerten Bock 23 sich befindet. Auf dieser Achse sitzt ferner eine Trommel -24, um welche eine durch ein Gewicht 25 belastete Kette oder Schnur gewickelt ist; durch dieses ablaufende Gewicht wird das Hahnküken in Drehung versetzt und abwechselnd geöffnet und geschlossen.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Es ist angenommen, dafs die Hähne 9, 14 und 18, welche bei Untersuchung, sowie bei Reparaturen des Kessels geschlossen werden, während des Betriebes offen stehen. Angenommen, es befinden sich die Theile des Apparates in der Stellung Fig. 1, in welcher der Hahn 20 geschlossen ist, von welcher Stellung ausgegangen werden soll. Das Gegengewicht 25 senkt sich und dreht dadurch das Küken des Hahnes 20, welcher nun den Raum 2 mit dem Dom des Kessels in Verbindung setzt. Der Dampf tritt in den oberen Theil 2 des Cylinders über, dessen Wasserstand gleich demjenigen im Dampfkessel ist. Nachdem dann nach Ablauf einer gewissen Länge der mit Gewicht 25 belasteten Kette der Hahn 20 abgesperrt, also der Uebertritt von Dampf nach der Abtheilung 2 unterbrochen ist, wird der Dampf durch das in 2 vorhandene Wasser verdichtet, und es entsteht eine Luftverdünnung,
welche durch Rohr 16 das im Siederohr 15 vorhandene, mit Ablagerungen geschwängerte Wasser ansaugt.
Dieses Wasser hebt das Saugventil 17 und tritt in den Raum 3 über. Hier findet eine Verlangsamung der Fortbewegung statt, infolge deren die unreinen Beimengungen nach dem Boden von 3 niedersinken. Das noch mit leichteren suspendirten Bestandtheilen geschwängerte Wasser geht darauf durch die Filterschicht 4, welche das Wasser klärt, welches nun nach 2 übertritt. Das Gleichgewicht im Druck wird wieder hergestellt, und das gereinigte Wasser kehrt aus 2 nach dem Gesetz der communicirenden Röhren durch Rohr 12 nach dem Kessel 11 zurück, nachdem es das während der Saugwirkung im Kessel 15 geschlossen gebliebene Ventil 13 angehoben hat. Die einzelnen Theile des Apparates haben jetzt ihre ursprüngliche Stellung wieder eingenommen, und der Vorgang kann sich wiederholen. Durch zeitweises Oeffnen des Hahnes 7 kann die im Cylinder 2 sich allmälig ansammelnde Luft zum Entweichen gebracht werden. Die Ablagerungen, welche sich am Boden des unteren Cylinders 3 abscheiden, werden durch den Entleerungshahn ig von Zeit zu Zeit entfernt.
In Fig. 3 und 4 ist eine andere Vorrichtung zur Zuleitung von Dampf angegeben. Hier steht der obere Cylinder 2 durch einen Einweghahn 26 mit dem Dampfkesseldom in Verbindung. Das Küken des Hahnes wird durch einen zweiarmigen Hebel 27 bethätigt, dessen Enden mit einem zweiten Hebel 28 in Verbindung stehen. Hebel 28 besteht aus einem vollen Theil und aus einem hohlen Theil 29 und beeinflufst einen Hahn 30 von besonderer Anordnung. Dieser in Fig. 4 in gröfserem Mafsstabe dargestellte Hahn ist aus zwei Scheiben mit je sechs (oder mehr) Oeffhungen gebildet, welche abwechselnd mit einander in Verbindung stehen. Am Hebel 28, 29 sitzt ein Gegengewicht 32. Auf dem Behälter 31 sitzt ein Entlüftungshahn 35.
Die Arbeitsweise dieses abgeänderten Apparates ist folgende: Bei Stellung der Theile, wie in Fig. 3, ist Hahn 30 geschlossen, der Dampfzuleitungshahn 26 dagegen offen. Der Dampf kann aus dem Kessel in den oberen Cylinder 2 übertreten, in welchem der Wasserstand derselbe wie im Kessel ist., Am Ende des betrachteten Vorganges ist Hahn 30 geschlossen und der Behälter 3 1 leer, so dafs durch Heben des letzteren die Theile ausschwingen und in die punktirt angedeutete Stellung übergehen. Der im Cylinder 2 eingeschlossene Dampf wird condensirt, es entsteht eine Luftverdünnung, welche durch Rohr 16 das mit Ablagerungen geschwängerte Wasser aus dem Sieder 1 5 (Fig. 1) ansaugt; dieses Wasser hebt das Ventil 17 an, tritt in den Cylinder 3 über, giebt hier seine Beimengungen ab, durchströmt die Filterschicht 4 und steigt bis zum Niveau des Hahnes 30; wenn dieser durch Uebereinanderstellen der Löcher in den Scheiben 33, 34 (Fig. 4) offen steht, so tritt das Wasser durch Rohr 29 in den Behälter 31 über; bei normalem Betriebe steht der an dieser Stelle eingesetzte Hahn offen. Der Behälter füllt sich mit Wasser und sinkt; bei dieser Bewegung entleert sich der Behälter, und der Vorgang wiederholt sich.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Reinigungsapparat für Kesselspeisewasser mit zwei über einander liegenden und durch eine Filterschicht von einander getrennten Cylindern, deren unterer beständig mit Wasser gefüllt ist und mit dem Unterkessel in Verbindung steht, während der obere abwechselnd mit Dampf und mit Wasser gefüllt wird, gekennzeichnet durch die Anordnung eines auf dem oberen Cylinder sitzenden Dampf hahnes (20), welcher entweder durch ein ablaufendes Gewicht (25, Fig. 1) oder durch einen schwingenden, sich zeitweise mit Wasser füllenden Behälter (31, Fig. 3 und 4) derart bethätigt wird, dafs er nach Füllung des oberen Cylinders mit Dampf, der das Wasser dieses Cylinders in den Kessel treibt, abgeschlossen wird, worauf der Dampf in genanntem Cylinder condensirt und durch die hierbei entstehende Luftverdünnung das Wasser aus dem unteren Cylinder durch die Filterschicht hindurch nach dem oberen Cylinder gesaugt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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