DE84397C - - Google Patents

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DE84397C
DE84397C DENDAT84397D DE84397DA DE84397C DE 84397 C DE84397 C DE 84397C DE NDAT84397 D DENDAT84397 D DE NDAT84397D DE 84397D A DE84397D A DE 84397DA DE 84397 C DE84397 C DE 84397C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08HDERIVATIVES OF NATURAL MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08H3/00Vulcanised oils, e.g. factice

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Kautschuksurrogate werden bisher besonders in zwei Formen im Grofsen erzeugt. Einerseits werden OeIe mit Chlorschwefel zu festen Producten, sogen, weifsen Faktis, vereinigt; andererseits werden die betreffenden OeIe mit Schwefel gekocht, wobei unter Austritt von Schwefelwasserstoff dunkel gefärbte, mehr klebrige Surrogate, die sogen, braunen Faktis, erhalten werden.
Die zur Herstellung der weifsen Faktis nothwendigen Chlorschwefelmengen schwanken für die verschiedenen OeIe der Technik von etwa ■ 20 bis 40 pCt. des verwendeten Oeles. Durch vorherige Oxydation der OeIe bei höherer Temperatur gelingt es, den Chlorschwefelverbrauch in vielen Fällen bedeutend herabzudrücken. Derart erhaltene Producte wurden von Henriques im D. R. P. Nr. 73045 beschrieben.
Vorliegender Erfindung nun liegt die Beobachtung zu Grunde, dafs man unter gleichfalls sehr geringem Chlorschwefelverbrauch zu neuen eigenartigen Kautschuksurrogaten gelangt, wenn man vor der Behandlung der OeIe mit Chlorschwefel einen Theil der ungesättigten Affinitäten der die OeIe bildenden chemischen Verbindungen durch Schwefel absättigt. Ich gehe daher zur Herstellung der neuen Surrogate von den früher von mir als Additionsproducten erkannten Schwefelölen aus, welche man erhält, wenn man ungesättigten Kohlenwasserstoffreihen angehörige Fette oder OeIe mit Schwefel auf etwa 140 bis i6o° erhitzt, bis ein Tropfen des Productes beim Erkalten oder beim Lösen in Aether keinen Schwefel mehr abscheidet. Es hat sich nun gezeigt, dafs sich diese Producte durch Einwirkung von Chlorschwefel glatt zu technisch werthvollen Kautschuksurrogaten verarbeiten lassen und dafs zur Erzeugung geeigneter elastisch-krümlicher, trockener Reactionsproducte erheblich geringere Mengen Chlorschwefel nöthig sind als zur Umwandlung der ungeschwefelten OeIe, und zwar wächst der Minderverbrauch an Chlorschwefel mit der Menge des vorher durch Addition eingeführten Schwefels. Am günstigsten scheint sich dies Verhältnifs bei Einführung von etwa 10 pCt. Schwefel vom Gewicht der OeIe zu stellen, was annähernd 3 Atomen Schwefel auf 1 Mol. OeI entspricht. So erhält man aus Leinöl, nachdem es ι ο pCt. Schwefel durch Addition aufgenommen hat, bereits mit 10 bis 12 pCt. Chlorschwefel ein sehr elastisches festes Surrogat, während das ungeschwefelte Leinöl erst mit etwa 30 pCt. 'Chlorschwefel ein festes Product liefert. Die neue Methode, durch vorherige addirende Schwefelung der OeIe Ersparnifs an Chlorschwefel zu erzielen, führt zu schwefelreichen, aber chlorarmen Surrogaten, welche deshalb besonders geschmeidige und haltbare Gummiwaaren liefern·, auch ist diese Methode technisch sehr billig und einfach durchzuführen, da kurzes Erhitzen auf die niedrige Temperatur von etwa 1500 zur Aufnahme des Schwefels genügt und durch Bemessung des Schwefelzusatzes eine im Voraus genau zu bestimmende Verminderung des Chlorschwefelverbrauches erzielt wird. Die erhaltenen Pro-
ducte sind hellbraun gefärbt und haben mit den weifsen Faktis deren trockene, krümliche Beschaffenheit gemein.
Beispiel. Zur Darstellung des Schwefelleinöls erhitzt man ι kg Leinöl mit ioo g Schwefel in einem geeigneten Kessel etwa ι J/2 Stunde auf 140 bis 1600C, bis sich ein Tropfen, auf eine kalte Glasplatte gebracht, nicht mehr trübt. Zur Herstellung des Surrogates verrührt man 1 kg des so erhaltenen Schwefelleinöls mit etwa 100 bis 120 g Chlorschwefel S2 Cl0, eventuell unter Zusatz eines Verdünnungsmittels, wie Benzin, Schwefelkohlenstoff u. s. f., und läfst bis nach erfolgter Reaction stehen. Nach dem Zerreiben des fertigen Productes und Verdunsten der letzten Reste des Verdünnungsmittels,, gebildeter Salzsäure u. s. w., ist dasselbe sogleich zur Verarbeitung zu Kautschukwaaren zu verwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Kautschuksurrogaten,, darin , bestehend, dafs ungesättigte Kohlenwasserstoffreste ' enthaltende OeIe zuerst mit Schwefel durch - Erhitzen auf 140 bis i6o° C. (durch Addition) vereinigt und die so gewonnenen Schwefelöle durch-' Chlorschwefel zu festen Condensationsproducten umgewandelt werden.
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