DE419912C - Verfahren zur Gewinnung von Kondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Kondensationsprodukten

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DE419912C
DE419912C DEB111311D DEB0111311D DE419912C DE 419912 C DE419912 C DE 419912C DE B111311 D DEB111311 D DE B111311D DE B0111311 D DEB0111311 D DE B0111311D DE 419912 C DE419912 C DE 419912C
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DE
Germany
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condensation products
production
products
methanol
oil
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Expired
Application number
DEB111311D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Albert Auerhahn
Dr August Eisenhut
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07GCOMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
    • C07G99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Kondensationsprodukten. Die bei der katalytischen Behandlung von Gasgemischen aus Oxyden des Kohlenstoffs mit Wasserstoff unter Druck und bei höherer Temperatur entstehenden Produkte enthalten je nach Wahl des Katalysators und der Arbeitsbedingungen vielfach neben Methanol oder auch stattdessen andere Verbindungen, wie höhere Alkohole, andere sauerstoffhaltige Verbindungen, Kohlenwasserstoffe usw.
  • Es «-erde nun gefunden, daß man aus diesen flüssigen, insbesondere öligen Substanzen andere wertvolle höhermolekulare organische Produkte bewinnen kann, wenn man sie ganz oder einzelne Fraktionen davon dem Einfluß von Kondensationsmitteln aussetzt. Dabei kann gegebenenfalls eine sachgemäße Vor-oder Nachbehandlung, wie Destillieren, Reinigen usw., vorgenommen werden. Die Kondensationsmittel können auerverschiedenster Natur, z. B. alkalischer, saurer oder neutraler Art, sein. Die erhaltenen Produkte können für sich oder in Mischung mit anderen Flüssigkeiten die mannigfaltigste Verwendung finden, z. B. als Treibmittel, Lösungsmittel u. a. für Celluloseester, natürliche und künstliche Harze der verschiedensten Art, für Lackzwecke, als Reinigungsmittel, Anstrichmittel usw. .
  • Beispielsweise kann man die bei der Destillation dem Methanol folgenden noch niedrig siedenden Anteile als Ausgangsmaterial verwenden. Matt erhält dann wertvolle terpentinähnliche Flüssigkeiten. Man kann hierbei folgendermaßen verfahren: Beispiel i.
  • Ein Methanolöl, das aus Methanol selbst, höheren Alkoholen und Kohlenwasserstoff en besteht, wird im Vakuum teilweise destilliert und aus dem Destillat der unter Atmosphärendruck bei 66 bis 72° siedende Anteil mit dem doppelten Volumen konzentrierter wäßriger Salzsäure eine Stunde am Rückflußkühler erhitzt. Dabei scheidet sich ein Öl ab, das nach dem Alkalischmachen und einer Wasserdampfdestillation ein schwach gelb gefärbtes 0l vom Siedepunkt id.o bis 155° liefert; dieses zeigt die wesentlichen Eigenschaften des Terpentinöls und kann wie dieses verwendet werden.
  • Beispiele. 2 Gewichtsteile eines durch katalytische Hydrierung von Kohlenoxyd gewonnenen entwässerten öligen Produktes vom Siedepunkt io8 bis 25o° werden mit i Gewichtsteil Zinkchlorid in einem Destilliergefäß auf 150 bis i8o° erhitzt. Die entweichenden Dämpfe werden in einer Vorlage aufgefangen, wobei sich in letzterer eine wäßrige und eine ölige Schicht bildet; letztere läßt man ständig wieder in das Erhitzungsgefäß zurückfließen. Nach io- bis i2stündigem Erhitzen scheidet sich aus den Dämpfen keine wäßrige Schicht mehr ab, und man destilliert nun das gesamte bis 26o° ülfergehende Öl ab. Aus dem Destillationsrückstand kann durch Behandlung mit Wasserdampf eine weitere Menge öligen Destillats gewonnen werden. Die überdestillierten, zum größten Teil farblosen, schwach sauer reagierenden öligen Produkte (etwa 6o Prozent des angewandten Rohproduktes) werden zweckmäßig mit verdünnter Natronlauge geschüttelt und nach dem Abtrennen des Alkalis fraktioniert destilliert.
  • Die bis 2oo° übergehenden Anteile sind farblos und von wesentlich angenehmerem Geruch als die gleichen Fraktionen des unbehandelten öles oder dieses selbst. Sie besitzen ein hervorragendes Lösungsvermögen für Kunst- und Naturharze sowie besonders für Nitrocellulose. Der nach der Wasser dampfbehandlung verbleibende braunrote, zähflüssige Rückstand ist nach der Reinigung mit :lther und Trocknung gut als Harz für Lackanstriche verwendbar; auch kann er einer Behandlung mit starker Salpetersäure unterworfen werden, wobei je nach der Konzentration der Salpetesäure und je nach der Dauer der Einwirkung bei gewöhnlicher Temperatur zähe oder spröde; harzartige, nitrierte Produkte erhalten werden, die ebenfalls in der harz- und lackverarbeitenden Industrie Verwendung finden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Kondensationsprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man die bei der katalytischen Hydrogenisation von Oxyden des Kohlenstoffs unter Druck und bei höheren Temperaturen neben oder statt Methanol entstehenden flüssigen, insbesondere öligen Produkte ganz oder in einzelnen Fraktionen mit Kondensationsmitteln behandelt.
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