DE320656C - Verfahren zur Herstellung von Lacken - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lacken

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DE320656C
DE320656C DE1916320656D DE320656DD DE320656C DE 320656 C DE320656 C DE 320656C DE 1916320656 D DE1916320656 D DE 1916320656D DE 320656D D DE320656D D DE 320656DD DE 320656 C DE320656 C DE 320656C
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CHEM FAB FLOERSHEIM DR H NOERD
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CHEM FAB FLOERSHEIM DR H NOERD
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins
    • C09F1/02Purification

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Lacken. Es ist bisher nicht gelungen, brauchbare Lacke aus Nadelholzteerenherzustellen. Einesteils werden aus Nadelholzteeren beim Verarbeiten auf Lack Erzeugnisse. erhalten, die nur verhältnismäßig langsam trocknen, und anderenteils bietet die Herstellung von Lacken aus rohen Nadelholzteeren dadurch SchwIerigkeiten, daß sich dabei äußerst unangenehme und gesundheitsschädlich wirkende Dämpfe entwickeln. Zudem entsteht dabei durch die Verdampfung der leichtflüchtigen Bestandteile ein nicht unerheblicher--Verlust.
  • Die Versuche der Erfinderin haben nun ergeben, daß man alle diese Übelstände. beseitigen kann und zudem außerordentlich harund rasch trocknende Lacke, die besondereantiseptische und konservierende Eigenschaften besitzen, erhält, wenn man die rohen Nadelholzteere einer besonderen Vorbehandlung unterwirft und sie -dann erst zur Lackherstellung benutzt. Diese Vorbehandlung besteht in der Entfernung der bis etwa 200' übergehenden Anteile durch Destillation. Vorteilhaft wird diese -Destillation unter vermindertem Drucke vorgenommen, -wobei selbstverständlich die Destillationstemperatur nach. Maßgabe der Verminderung des Druckes erniedrigt wird. Man kann. auch so verfahren, da.ß man die rohen Teere im Dampf- oder Luftstrom mit oder ohne Vakuum destilliert.
  • Die so gewonnenen Lacke .unterscheiden sich von den aus Nadelholzpech erhältlichen Lösüngen durch ihre hellere Farbe, ihre größere Elastizität und Klebefreiheit. Überdies liefert Nadelholzpech beim Härten mit Kalk unlösliche Produkte. Beispiel: iooo kg heller. Kienteer werden bei ioo bis i6o° C mit überhitztem Wasserdampf destilliert, bis keine öligen Bestandteile mehr im Destillat enthalten sind. Man erhält etwa 700 kg zähflüssigen Rückstand und etwa Zoo kg eines leichten terpentinölhaltigen Destillates. Der erhaltene Rückstand wird mit 5 Prozent Kalkhydrat bei =6o bis 200" gehärtet und alsdann mit der nötigen Menge eines geeigneten Lösungsmittels versetzt.
  • Die so erhaltenen Lacke sind je nach .der Farbe -des angewandten Rohteers hell- -bis dunkelbraun, sie trocknen rasch und glänzend auf, ohne zu kleben, . und besitzen insbesondere auf Holz gestrichen bemerkenswerte antiseptische und konservierende Eigenschaften,-die sie zur Verwendung als fäulnisverhindernde Anstriche besonders geeignet machen.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRU cHE: i. Verfahren zur Herstellung von antiseptisch und konservierend wirkenden, hart und rasch trocknenden Lacken und Farbbindemitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man - Nadelholzteer in geeigneter Weise durch Destillation von den unter 200 ° siedenden Bestandteilen befreit und den Destillatonsrückstand. in bekannter Weise härtet oder in Trockner verwandelt, worauf das erhaltene Erzeugnis in der für Lacke üblichen Weise in Lösung gebracht wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Destillation bei vermindertem Druck vornimmt.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Destillation im Luft- oder Dampfstrom vornimmt. q.. Ausführungsform des Verialirens nach Ansprueh 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Destillation im Luft- oder Dampfstrom bei vermindertem Druck vornimmt.
DE1916320656D 1916-04-16 1916-04-16 Verfahren zur Herstellung von Lacken Expired DE320656C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748686C (de) * 1940-01-26 1944-11-08 Verfahren zur Herstellung von Lackharzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE748686C (de) * 1940-01-26 1944-11-08 Verfahren zur Herstellung von Lackharzen

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