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Signaleinrichtung mit einem elektromagnetischen Relais-System zur
Anzeige des jeweiligen Betriebszustandes und zur Kontrolle der Isolation von elektrischen
Anlagen oder Einrichtungen Bei elektrischen Anlagen oder Einrichtungen z.B. in Fabrikanlagen,
Landwirtschaften, Lagerhäusern, Kirchen od. dg1. ist es erwünscht, von einer zentralen
Stelle aus den Isolationszustand der Leitungen über-I)rüfen und auch den Betriebszustand
kontrollieren bzw. überwachen zu l:ünuen. Beispielsweise ist es vorteilhaft, wenn
nach Fabrikschluß der Pförtner Oder ein anderer damit betrauter Beamter von einer
Zentrale aus durch einfache Schaltmaßnahmen festzustellen in der Lage ist, ob Türen
irrtümlich nicht geschlossen sind, oli Maschinen und Beleuchtungsk(*ir1ier oder
andere elektrische Geräte irrtümlich nicht ausgeschaltet wurden. damit unnützer
Stromverbrauch unterbunden und evtl. Unfälle vermieden \verden können. 1?rfiii<luiigsgemäß
wird dies durch eine Signal-. einrichtung mit einem elektrischen Relaissystem erreicht,
<las während der Betriebspausen einschaltbar ist und mindestens zwei in Reihe
,geschaltete Spulen unterschiedlicher Windungszahl mit-gemeinsamem Schaltanker enthält,.welcher
irr seiner Ruhelage je@;-eils mindestens einen Netzkreis an eine Kontrollspannung
legt, während er in seiner Arbeitslage unter Umgehung der Spule höherer Windungszahl
über die andere Spule den Netzkreis an die Betriebsspannung legt und ein Signalrelais
einschaltet. Dabei sind die Windungen der beiden Spulen derart bemessen, daß die
umgehbare Spule schon bei Unterschreitung des Mindestisolations-Widerstands im angeschalteten
Belastungskreis das
Relais zum Ansprechen bringt, die andere Spule
jedoch erst bei niedrigster Arbeitsbelastung dieses Kreises. Mit dieser Anlage werden,
wie aus der Beschreibung des Ausführungsbeispiels besser erkenntlich seinwird, unterschiedliche
Signale erzeugt, je nachdem, ob lediglich ein Isolationsfehler in einer der Leitungen
angezeigt werden soll oder die irrtümliche Nichtabschaltung eines Stromverbrauchers.
Beispielsweise ertönt das Signal in dem einen Fall mit Unterbrechungen, in dem anderen
Fall dauernd. Durch entsprechende Schaltmittel kann diese Relaisanlage auf beliebige
Netzkreise der Gesamtanlage geschaltet werden.
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Zur Anzeige besonderer Gefahrenmomente, beispielsweise Kurzschluß
in einer der Leitungen oder Feuergefahr od. dgl., kann ein zusätzliches, erst bei
sehr hohen Strömen ansprechendes Relais hinzugeschaltet sein, dessen Spule bei seiner
Ruhestellung mit den beiden Spülen des beschriebenen Relais in Reihe liegt, während
bei seiner Arbeitsstellung der Netzkreis unter Umgehung des gesamten ersten Relais
über die Spule des Zusatzrelais mit der Betriebsstromquelle verbunden und gleichzeitig
ein zugeordnetes Relais für besonders auffällige Signalgabe eingeschaltet ist.
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Vorzugsweise werden die Signalrelais als Ruhestromanlagen ausgebildet
und ihre Stromkreise derart über die Hauptschalter geführt, daß die Signalanlagen
ansprechen, sobald auch nur einer der Hauptschalter nicht geöffnet ist. Damit kann
nach Betriebsschluß überwacht werden, ob die Hauptschalter sich in der Öffnungslage
befinden.
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Zur Anzeige von Feueralarm können Überwachungsgeräte in die Netzanlage
eingeschaltet sein, die beim Ansprechen einen besonders starken Strom durchlassen,
so daß in diesem Fall das besonders auffällige 'Signalrelais in Tätigkeit tritt.
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Schließlich können auch Türkontakte in das überwachte Netz eingeschaltet
sein, so daß sie Signale auslösen, wenn die Türen irrtümlich nicht geschlossen sind.
Je nach Bemessung des Widerstands aller dieser Einrichtungen können sie das eine
oder das andere Signal auslösen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist durch die Zeichnungen dargestellt.
Es zeigt Fig. i einen Schaltplan und Fig. 2 schaubildlich eine Ansicht des Relais.
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Die Relaisanlage A hat drei Wicklungen i, 2 und 3, die auf einem (in
Fig. i nicht dargestellten) gemeinsamen Eisenkern sitzen, sowie zwei (in Fig. i
nicht dargestellte) Anker, welche die Schalter 4 und 5 steuern. Einer wird von den
Wicklungen i und 2 und der andere von der Wicklung 3 betätigt. Die drei Wicklungen
sind hintereinandergeschaltet, und zwar die Wicklungen 2 und 3 unmittelbar, während
zwischen den Wicklungen i und 2 der Kontakt4a des Schalters4 liegt. EineAusführungsform
eines solchen Relais zeigt Fig. 2; sie wird später im einzelnen beschrieben. Die
Anker steuern die Schalter 4 bzw. 5.
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Durch einen Handschalter 6 kann wahlweise ein geerdeter Netzkreis
B, z: B. ein Lichtnetz, entweder unmittelbar mit einer Phase R der Drehstromquelle
RST verbunden oder über Relaisanlage an den positiven Pol einer Gleichstromkontrollspannurig
gelegt werden. Die Gleichstromquelle kann beispielsweise ein Gleichrichter L sein,
der über einen Transformator U mit einem Wechselstrom gespeist wird, der aus einer
Phase R der Drehstromquelle RST herrührt. Die Windungen der Wicklung i sind so bemessen,
daß diese ihren Anker bereits anzieht, wenn bei zu geringem Isolationswiderstand
(Isolationsfehler) des Netzkreises B ein schwacher Strom von der Gleichstromquelle
über die Relaisanlage, über den Netzkreis und den Isolationsfehler zur Erde läuft.
Dem gleichen Anker wie die Wicklung i ist die Wicklung 2 zugeordnet. Über einen
Ruhekontakt 4a eines Schalters 4 liegt sie in Reihe zur Wicklung i und verstärkt
diese. Ihre Windungen sind so bemessen, daß sie den Anker erst dann zu halten vermag,
wenn sie von einem Strom durchflossen wird, wie er bei einer normalen Niedrigbelastung
im Netzkreis B auftritt, z. B. wenn eine einzige Glühlampe in dem Stromkreis B eingeschaltet
ist. Die Windungen der mit der Wicklung 2 unmittelbar in Reihe liegenden Wicklung
3 schließlich sind so bemessen, daß ihr Anker nur bei Auftreten eines stärkeren
.Stroms angezogen wird, z. B. bei einer verhältnismäßig großen Belastung oder bei
Kurzschluß im Netzkreis B.
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Der Handschalter 6 hat, wie erwähnt, zwei Stellungen. Bei der@einen
ist die ganze Relaisanlage A durch die Unterbrechung der Kontakte 6a und 6b totgelegt
und die Drehstromphase R über einen Kontakt 6c unmittelbar an den Netzkreis B geschaltet,
so daß sie während der Belastungsperioden über die parallelen Netzzweige 7, 8, 9
die Stromverbraucher 7a, 8a, 9a speist. Bei der anderen Stellung des Handschalters
6 ist der Netzkreis B von derWechselstromquelleabgeschaltet und durch einen Kontakt
6 b an die Relaiswicklung 3 gelegt, während das eine Ende der Wicklung i über den
Kontakt 6a mit dem positiven Pol der Gleichstromquelle L verbunden ist. (Ihr negativer
Pol hat Erdung, die durch später beschriebene Vorrichtungen periodisch unterbrochen
wird.) Beim Anziehen ihres Ankers wird die Wicklung 2 der Relaisanlage A über einen
Kontakt 4 b des Schalters 4 mit der Wechselstromquelle verbunden und durch diese
gespeist. Gleichzeitig wird sie infolge öffnens des Ruhekontakts 4a von der Wicklung
i und der Gleichstromquelle I_ abgeschaltet und die Wicklung i selbst totgelegt.
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Die Wicklung 3 arbeitet mit dem Anker der Relaisanlage A zusammen,
der den Schalter 5 betätigt. Sobald sie ihn anzieht, ist sie über einen Kontakt
5 a des Schalters 5 mit der Wechselstromquelle R verbunden, so daß sie durch deren
Wechselstrom gespeist wird. Dabei ist die über den Kontakt 4b von der gleichen Stromquelle
R gespeiste Wicklung 2 durch den Kontakt 5 a kurzgeschlossen.
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Die Relaisanlage A steuert außerdem zwei Signalrelaiskreise. Der eine
besteht aus einem Ruhekontakt 4 c des Schalters 4, Ruhekontakten i i a und i 2 a
der Hauptschalter i i und 12 der Netzkreise C und D, einem Tür- od. dgl. Kontakt
i3,
einem Signalrelais io, ioa und einer als Batterie V bezeichneten
Gleichstromquelle. (Vorzugsweise ist diese Stromquelle im allgemeinen ein Gleichrichter,
beispielsweise der die Wicklungen des Relais A speisende Gleichrichter 1,; nur zwecks
Übersichtlichkeit des Schaltbilds ist sie hier als Batterie V dargestellt.) Der
Ruhekontakt ioa des Signalrelais ist in einem Stromkreis der Gleichstromquelle V
mit einer Glocke i4 verbunden.
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Der andere Sigtialrelaiskreis besteht aus einem Ruhekontakt 5 b des
Schalters 5, einem Signalrelais 15, 15 a und der Gleichstromquelle h. Sein Ruhekontakt
i5a ist in einem Stromkreis derGleichstromquelle V mit einem Tonalarmgerät 16, z.
B. einer Sirene, verbunden.
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Die beschriebene Relaisanlage arbeitet wie folgt: Wenn jede Belastung
im Netzkreis B abgeschaltet ist und der Handschalter 6 die dargestellte Stellung
einnimmt, steht der Netzkreis B über die drei in Reihe geschalteten Relaiswicklungen
1, 2, 3 vom Gleichrichter I_ aus unter einer Kontrollspannung. Ist die Isolation
einwandfrei, dann haben die Schalter .4 und 5 die gezeigten Stellungen. Vorausgesetzt,
daß die Hauptschalter i i und 12 für die Netzkreise C und D in der gezeigten Abschaltstellung
sind und der Türkontakt 13 geschlossen ist (die Tür ist zu und möglicherweise abgeschlossen),
ist dann der Signalrelaisstromkreis io geschlossen und sein Ruhekontakt ioa offen,
so daß die Glocke 14 nicht ertönt. Auch der Signalrelaisstromkreis 15 ist geschlossen
und sein Ruhekontakt i5a offen, so claß auch die Sirene 16 nicht ertönt.
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Tritt indessen irgendwo in dem Netzkreis B ein kleiner Isolationsfehler
auf, so läßt die Kontrollspannung einen schwachen Strom entstehen, welcher die Wicklung
i (nicht aber die ebenfalls durchflossenen, jedoch anders bemessenen Wicklungen
2 und 3) so weit erregt, daß sie ihren Anker anzieht. [)er hierdurch betätigte Schalter
4 öffnet die Kontakte 4a und 4c und schließt den Kontakt 4b. Bei dieser Betätigung
des Schalters ist zwar die Wicklung 2 über den geschlossenen Kontakt 4 b mit der
Wechselstromquelle verbunden; da jedoch der Isolationsfehler klein, ist, genügt
der Wechselstromfluß durch die Wicklung 2 nicht, um den Anker angezogen zu halten.
Sobald aber die Wicklung i durch Öffnen des Kontakts 4a vom Gleichrichter I_ abgeschaltet
ist, fällt ihr Anker und mit ihm der Schalter 4 automatisch in seine Grundstellung
zurück, bei der er die Wicklung i wieder mit der Kontrollspannung verbindet. Im
Fall eines kleinen Isolationsfehlers in dem Stromkreis B pendelt daher Schalter
4 ständig zwischen seinen beiden Stellungen hin und her. Dabei wird bei jedem Betätigen
des Schalters 4 der Ruhekontakt 4c geöffnet und der Sigrialrelaisstromkreis io geöffnet.
Die Glocke 1.4 ert<int daher mit Unterbrechungen, solange der Schalter 4 hin
und her schwingt.
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Ist mittels des Handschalters 6 der Netzkreis B zwar abgeschaltet
(gezeigte Stellung), dabei aber in diesem Kreis eine geringe Belastung, beispielsweise
eine Glühlampe 7a, eingeschaltet, dann wird ebenfalls durch die Gleichstromquelle
L die Spule i erregt und Schalter4, wie vorher beschrieben, betätigt. In diesem
Fall erregt aber der aus der Wechselstromquelle kommende und über den geschlossenen
Kontakt 4 b laufende Strom die Wicklung 2 so weit, <läß sie den Anker des Schalters
4- angezogen hält. Die Glocke 14 ertönt daher ununterbrochen. Das gleiche tritt
ein, wenn die Belastung ein kleiner Widerstand 8a, z. B. eine rote Lampe, im Stromkreiszweig
8 ist mit einem Kontakt für eine Feuerschutztür.
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Der Relaisstromkreis io kann auch durch Öffnen des Türkontakts 13
unterbrochen werden, der z. B. mit einem Tor in Verbindung stehen kann. Auch dann
ertönt die Glocke 14 ununterbrochen.
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Ist der Netzkreis B über einen geringen Widerstand geschlossen, z.
B. über einen Feueralarmkontakt im Stromzweig 9 mit sehr kleinem Widerstand 9a,
so bewirkt nach Betätigen des Schalters 4 der aus der Wechselstromquelle R durch
die Wicklungen 2 und 3 laufende Strom, daß die Wicklung 3 ihren Anker anzieht und
der Schalter 5 betätigt wird. Dieser unterbricht beim Ruhekontakt 5 b den Relaisstromkreis
15, so daß der Ruhekontakt 15 a in Tätigkeit tritt und die Feueralarmvorrichtung
16 ertönt. , Das Relaissystem nach Fig. i ist ferner zur Kontrolle der Isolierung
von Dreiphasenmotor- und anderen Drehstrombelastungsstromkreisen durchgebildet,
wie sie beispielsweise C und D der Fig. i darstellen sollen. Zunächst soll der Dreiphasen-Stromkreis
C betrachtet werden: Der Hauptschalter i i hat drei Hilfskontakte 11 r, i i s, i
i t, welche geschlossen werden, wenn der Stromkreis abgeschaltet ist, und durch
welche jede Phase des Belastungsstromkreises C mit dem Relais A verbunden ist, sodaß
ein Stromweg von der Gleichstromquelle L durch die drei Wicklungen 1, 2, 3 des Relais
und einen der besagten Hilfskontakte zu irgendeinem der Phasenstromkreise, in welchem
ein Isolationsfehler auftreten könnte, besteht. Dieser Stromweg führt auch durch
einen in Reihe mit den Wicklungen i bis 3 geschalteten Widerstand 17, damit die
Wicklung 3 gegen Kurzschluß geschützt ist, und durch einen Kontakt 6 d des Handschalters
6, der in der in Fig. i gezeigten Stellung geschlossen ist, hinwiederum geöffnet
ist, wenn der Schalter, wie vorher beschrieben, in die Stellung gebracht ist, in
welcher der Stromkreis B Strom erhält. Der Stromweg geht weiter durch einen Vielfachdrehschalter
E.
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Dieser Schalter E umfaßt einen aus einer Anzahl von Nockenscheiben
18 bis 24 zusammengesetzten Rotor. Der Rotor wird mit gleichmäßiger Geschwindigkeit
von einem Motor 25 über ein Getriebe 26 angetrieben. Der Motor 25 liegt in folgendem
Stromkreis: Phasen R und S derWechselstromquelle RST, Ruhekontakt 4 d des Schalters
4, Kontakt 6 e des Schalters 6 (letzterer wird gleichzeitig mit den Kontakten 6a,
6d geschlossen). Die Nockenscheiben 18 bis 24 öffnen und schließen ihnen zugeordnete
Kontakte i8a bis 24a zu verschiedenen Zeiten und für verschieden lange Zeitabschnitte.
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Der Stromkreis von Relais A über Kontakt 6d liegt in Reihe mit der
Parallelschaltung der Kontaktei
8a, iga,2oa des Drehschalters E.
Diese Kontakte sind _jeder für sich tnit einem der Hilfskontakte r r r, i i s,
i 'i t in der beschriebenen Weise verbunden. !edu entsprechende Nockeiischeibe
i8, io, 2o hat einen Nockenyr,y2,y3, welche das Schließen ihrer entsprechenden Kontakte
i8a, ig a, 2oa herbeiführen. Die Größe des Winkels jedes Nockens vi bis Y3 ist (io'',
und die Nocken sind uin einen gleichen Winkel versetzt, so daß sie zusammen die
Hälfte des Rotorunifanäs ausmachen. Dementsprechend wird der l"el.risstroml<reis
aufeinanderfolgend finit allen drei Hiasen des Belastungsstromkreises C." während
der t'indi-ehung des Schalters E verbunden. Der von der letzten N ockenscheibe 24
betätigte Kontakt 24a liegt an der Negativklemme des Gleichrichters L. und ist geerdet.
Die N ockensclieibe 24 hat einen Nocken w, der den Kontakt 24a schließt.
Dieser Nocken w macht die gleiche Hälfte des Rotc4rumfangs aus wie die drei Nockenyi,112,
y3. Bei einem Fehler in einer <fier Phasen des Belastungsstromkreises C gegen
Erde spricht das Relais A während des Zeitraums an, in welchem der Nocken yr, y2
oder 13 die entsprechenden Kontakte i8a, igaoder 20a. schließt. Ein Ende des Drehschalters
E trägt eine Scheibe 27 und die Rotorwelle einen Zeiger 28; mit dieser Vorrichtung
ist sichtbar gemacht, welche der Phasen zu irgendeinem Augenblick eingeschaltet
ist.
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Während die erste Hälfte des umlaufenden Schalters E dazu dient, die
Isolation der einzelnen Phasen gegen Erde zumessen, wird die andere Hälfte des Schalters
für die Isolationsmessung der Phasen gegeneinander benutzt. Dies geschieht während
der Zeitabschnitte, wo die Erdung der Negativklemme dler Gleichstromquelle L abgeschaltet,
d. 1i. Kontakt 24a des Drehschalters durch den Nocken w nicht geschlossen
ist. Dazu hat die Nockenscheibe 18 einen zweiten Nocken z i und jede der Nockenscheiben
21, 22, 23 einen Nocken z4, z5, z6. Einige dieser Nocken z i und z4 bis z6
schließen teilweise die gleichen Winkel ein, und alle zusammen machen sie die zweite
Hälfte des Rotorumfangs aus.- Die Kontakte 21 a und 22 a liegen einerseits an der
Negativklemme der Gleicbstromquelle L und andererseits an den Hilfskontakten i i
s und i i t, und der Kontakt 23 a liegt einerseits am Relais A in Parallelschaltung
mit den Kontakten i8a bis 2oa und andererseits am Hilfskontakt i i s. Tritt ein
Isolationsfehler zwischen cer ersten und zweiten Phase des Belastungsstronikreises
C auf, so wird der Stromkreis: Relais A, Kontakt 18a während des Zeitabschnitts
des Kontaktschlusses über Nocken z i durch die Kontakte i i r, i r s und Kontakt
2i a, Negaticklemnie der Gleichstroinque lle geschlossen. Das Relais spricht deshalb
w.ihrend des Zeitabschnitts des Kontaktschlusses bei 2i a an; dieser Zeitabschnitt
umfaßt eine 1l:ilfte des Schließzeitabschnitts des Kontakts 18 a. Tritt ein Fehler
zwischen der ersten und dritten Phase ein, so wird der Relaisstromkreis geschlossen
über Kontakte i 8 a, i i y, i i t, 22 a,N egativklenime der Gleichstromquelle
L während eines Zeitabschnitts, bei dem die überlappenden Nocken z i und z 5 beide
ihre zugeordneten Kontakte schließen. Das Relais spricht deshalb während dieses
Zeitabschnitts an. Tritt schließlich ein Fehler zwischen der zweiten und dritten
Phase ein, so ist der Relaisstromkreis geschlossen über Kontakte 23 a, i i s, i
i t, 22 a, Negativklemme der Gleichstromquelle L während eines "Leitabschnitts,
bei dem die Nocken z 5 und z6 beide ihre zugeordneten Kontakte schließen. Demgemäß
spricht das Relais während dieses Intervalls an. Beobachtet man auf der Scheibe
27, bei welchem der sechs kreisläufigen Zeitabschnitte die Glocke 14 oder die Alarmsirene
16 ertönt, so kann man sofort feststellen, wo der Fehler in oder zwischen den Phasen
steckt.
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Als zusätzliche Kontrolle der Verbindung des Relais.d finit dem Dreiphasenbelastungsstromkreis
C kann der Drehschalter E ebenfalls die Verbindung des Relais mit dem Stromkreis
D kontrollieren, der als Einphasenbelastungsstromkreis Phase S, Phase 7', Hauptschalter
12 dargestellt ist. Zu diesem Zweck hat der Schalter 12 zwei den Hilfskontakten
i i r, i i s, i i t des Schalters i i ähnliche Hilfskontakte 12 s und 12 t, die
mit dem Drehschalter E und den Kontakten i i s und i i t in Parallelschaltung. liegen.
Das Relais A spricht deshalb bei Isolationsfehlern in dem Belastungsstromkreis D
an während der gleichen Zeitabschnitte wie bei der zweiten und dritten Phase des
Stromkreises C.
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Ausführungsbeispiel für das Relais gemäß Fig. 2: Das in dem vorher
beschriebenen System angewandte Relais A kann in vielfacher Weise durchgebildet
sein. Als Ausführungsbeispiel soll im folgenden nach der Fig. 2 eine Ausführungsform
des Relais beschrieben werden. Das Relais hat einen Eisenkern 31 in Form eines horizontal
liegenden H. Ein Schenkel 32 dieses 'Kerns ist mit einer Wicklung 33 (sie entspricht
der Wicklung i der Fig. i) versehen und hat viele Windungen aus dünnem Draht, so
daß diese Wicklung eine große Anzahl von Windungen und einen hohen Widerstand hat.
Der gegenüberliegende Schenkel 34 hat eine Wicklung 35 (sie entspricht der Wicklung
2 der Fig. i), sie hat eine geringe Zahl von Windungen aus dickerem Draht. Die anderen
beiden Schenkel 36 tragen jeder eine hälfte einer dritten Wicklung 37 (sie entspricht
der 1\'icklung 3 der Fig. i) und hat noch weniger Windurigen aus dickerem Draht
als die Wicklung 35. Vor den Schenkeln 32 und 34 ist ein Anker 38 angeordnet; er
ist eine gerade Eisenstange, die auf einem U-förmigen Träger 39 befestigt
ist. Der Triiger ist bei 40 in einem feststehenden Rahmen oder Gehäuse des Relais
(nicht weiter dargestellt) schwingbar gelagert. Der Anker 38 trägt vorzugsweise
messerartige Vorsprünge 4i, die, wenn der Anker an die Polschuhe der Schenkel 32,
und 34 angezogen wird, in entsprechende :Aussparungen 42 in den Polschuhen eintreten
können. Diese Anordnung verringert den magnetischen Widerstand. Auf der Welle 40
ist ein Quecksilberkippschalter 43 befestigt (er entspricht dem Umschalter 4a und
4b in Fig. i). 1)en anderen beiden Schenkeln 36 ist ein zweiter _lriker 44 zugeordnet,
der in gleicher Weise wie der Anker 38 durchgebildet und auf einem U-förmigen Träger
45 angeordnet ist; er kann deshalb ebenfalls auf einer schwingbar in einem Gehäuse
oder
Rahmen gelagerten Welle 46 hin und her schwingen und ist mit der Welle 40 parallel.
Der Anker 44 hat außerdem eine Kontaktbrücke 47, die beim Anziehen des Ankers zwei
Kontaktglieder 48 berührt (die Elemente 47 und 48 entsprechen denn Kontakt 5 a des
Schalters 5 der Fig. i ; der andere Kontakt 5 b ist in Fig. 2 bei einer bevorzugten
Ausführungsform, von der jedoch bei dem Schaltungsbeispiel nach Abb. i kein Gebrauch
gemacht wird, nicht dargestellt). Die Anker 38 und 44 sind gelenkig miteinander
durch ein Gestänge 49 und 50 verbunden, wobei der Verbindungshebel 51 schwingbar
in dem Gestell oder Gehäuse gelagert ist. Diese Gelenkkupplung hält den Anker 38
in seiner angezogenen Lage, wenn der Anker 44 angezogen ist, selbst wenn keine magnetische
Kraft auf den Anker 38 einwirkt. Die Gelenkstange 49 ist an dem Träger 39 des Ankers
38 durch eine Sc'hlitz-Stift-Führung 52 angelenkt mit dem Erfolg, daß beim Anziehen
des Ankers 38 kein zwangsläufiges Mitnehmen des Ankers 44 in seine angezogene Stellung
stattfindet.
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Die Leitungsverbindung im Stromkreis des Relais ist in Fig. :, nur
angedeutet und gegenüber dem Schema der Fig. i durch Weglassen einiger Kontakte
der Schalter .4 und 5 vereinfacht.
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Die beiden Wicklungen 33 und 35 sind hinsichtlich ihrer Windungszahl
und ihres Widerstands so bemessen, daß die durch die Wicklung 33 allein eder auch
zusammen mit der Wicklung 35 erzeugte magnetische Kraft bei einem kleinen Stromfluß
durch die Wicklungen, wie er durch einen leichten Isolationsfehler bei dem vorhandenen
Kontrollwiderstand auftritt, den Anker 38 anzuziehen vermag, aber andererseits die
von der Windung 35 allein bei einem Stromfluß der gleichen Größe herrührende Kraft
ungenügend ist, um den Anker 38 angezogen zu halten. Die dritte Wicklung 37 schließlich
ist so bemessen, daß sie ihren Anker 44 nur bei größerer Strombelastung anzieht,
was bei einem beträchtlichen Widerstandsabfall in der Wicklung35 eintreten würde,
falls diese im Stromkreis verbleibt, anstatt über die Kontakte 47, 48 umgangen zu
werden.
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Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das vorstehend beschriebene
und dargestellte Ausführungsbeispiel, sie ist vielmehr im Rahmen des allgemeinen
1?rfindungsgedankens in mannigfacher Weise abwandlungsfähig.