DE841685C - Verfahren und Anordnung zur Erzeugung von Lichtblitzen, insbesondere fuer photographische Zwecke - Google Patents
Verfahren und Anordnung zur Erzeugung von Lichtblitzen, insbesondere fuer photographische ZweckeInfo
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- F21K5/00—Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices
- F21K5/02—Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices ignited in a non-disrupting container, e.g. photo-flash bulb
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Description
- Verfahren und Anordnung zur Erzeugung von Lichtblitzen, insbesondere für photographische Zwecke Zur Erzeugung von Lichtblitzen, insbesondere für photographische Zwecke sind bereits verschiedene Verfahren und Anordnungen bekannt. Es werden beispielsweise sogenannte Blitzlichtpulver verwendet, die durch Flammen oder Funken zur Entzündung gebracht werden. Bei den bekannten Vakuumblitzen wird die Oxydation von leicht oxydierbaren -Materialien in geschlossenen Glasgefäßen vorgenommen und zur Lichtblitzerzeugung ausgenutzt. Eine weitere Art der Lichtblitzerzeugung ist die kurzzeitige elektrische Stoßbelastung einer ionisierbaren Gasstrecke. Schließlich ist ein Verfahren zum Patent angemeldet, bei dem Glühlampen sehr kurzzeitig hochbelastet werden, und zwar in der Art, daß einerseits eine relativ hohe Lichtausbeute entsteht und andererseits die Belastung leistungsmäßig und zeitlich so gewählt ist, daß die Fadentemperatur mit Sicherheit unterhalb der Schmelztemperatur des Fadenmaterials bleibt, so daß ein Schmelzen der Glühfäden sicher vermieden wird.
- Alle diese Verfahren und Anordnungen weisen verschiedene erhebliche Nachteile auf. Das Abbrennen von Blitzlichtpulver ist feuergefährlich, häufig mit einer sehr unangenehmen Rauchentwicklung verbunden, und die damit erzielten photographischen Aufnahmen weisen nicht selten Bewegungsunschärfen auf wegen der nicht unerheblichen Abbranddauer. Die Blitzlichterzeugung mit Vakuumblitzen ist sehr kostspielig. Die Erzeugung von Lichtblitzen mit ionisierbaren Gasstrecken erfordert einen sehr erheblichen Geräteaufwand. Die Erzeugung von Lichtblitzen durch kurzzeitig hohe Belastung von Glühlampen erfordert einerseits einen nicht unerheblichen Geräteaufwand und bedingt andererseits eine sehr starke kurzzeitige Belastung der Energienetzleitungen, so daß normale Absiche--rungseinrichtungen gefährdet sind.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung und die Anordnung gemäß der Erfindung zur Durchführung des Verfahrens vermeiden weitestgehend alle diese Nachteile. Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, daß Materialien hohen Schmelzpunktes unmittelbar durch elektrische Energie mindestens bis zum Schmelzpunkt erhitzt werden und der die Erhitzung bewirkende elektrische Strom durch das Schmelzen und/oder Verdampfen des Materials selbsttätig unterbrochen wird.
- Nachstehend ist das Verfahren gemäß der Erfindung und die zur Durchführung dieses Verfahrens erfindungsgemäße Anordnung in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt und erläutert.
- In Fig. i sind mit 1 und 2 die Klemmen einer elektrischen Energiequelle bezeichnet. -Mit Hilfe eines Schalters 3 kann ein Strom durch das hoch zu erhitzende und infolgedessen Licht emittierende Materialstuck 4 eingeschaltet werden. Sobald die Temperatur des '.Materialstückes 4 dessen Schmelztemperatur überschreitet, schmilzt und/oder verdampft dieses und unterbricht dadurch den Stromkreis.
- Gemäß der weiteren Erfindung wird das Material vorteilhafterweise in Form von Federn, Stäben oder Bändern ver-,vendet, wobei die Anordnung in einfacher Zickzack-, Mäander- und/oder Wendelform erfolgt.
- Versuche haben ergeben, daß man bei '%,7erwendung von Wolfram ein Drahtstück von nur o,o5 g Gewicht und etwa 5 Ohm Kaltwiderstand an eine Spacinung Von, 220 V anzulegen hat, um einen Lichtblitz von etwa '/so Sek. Lichtdauer mit etwa 5ooo Lutnensek. zu erhalten. Die dem Energienetz entnommene Stoßstromstärke ist so gering, daß die üblichen Sicherungselemente von 6 Amp. nicht ansprechen.
- Gemäß der weiteren Erfindung können dem (rundmaterial Materialien anderen Schmelz- und Verdatnpfungspunktes und anderen Lichtemissions-#pektrums zugesetzt werden, wodurch man in der Lage ist, das emittierte Spektrum erheblich zu beeinflussen.
- Gemäß der weiteren Erfindung wird die Erhitzung des Materials und die dadurch erzeugte Lichtetnission in einem an sich bekannten Lichtreflektor, der mit einer elektrischen Anschlußvorrichtung versehen ist, durchgeführt, wobei der zur Betätigung erforderliche Schalter zweckmäßigerweise als Druckschalter ausgebildet ist, der nur während der Betätigungszeit den Stromkreis schließt. Dieser Druckschalter kann sich in an sich bekannter Weise in der Verbindungsleitung zur elektrischen Energiequelle oder unmittelbar am Lichtreflektor befinden. Der Druckschalter kann dabei in an sich bekannter Weise so ausgebildet sein, daß er gleichzeitig als mechanische Auslösevorrichtung für übliche Kameraverschlüsse wirkt. Selbstverständlich kann auch der Druckschalter als Magnetschalter ausgebildet sein, so daß er durch Schließen eines Betätigungsstromkreises in Funktion tritt.
- Schließlich kann die Anordnung mit einer Einsatzvorrichtung für Lichtfilter versehen sein, um mit Hilfe von Lichtfiltern unerwünschte Emissionsspektren auszuschalten.
- Gemäß der weiteren Erfindung können die Drähte, Stäbe oder Bänder von einem Gitter oder lichtdurchlässigem Rohr umgeben sein.
- Der für jede Lichtblitzerzeugung jeweils notwendige Einsatz der Materialstücke kann erfindungsgemäß auf zwei Arten erfolgen, nämlich entweder in der Form, daß die Drähte, Stäbe oder Bänder mit einer Halterung aus Isolierstoff und mit elektrischen Anschlußkontaktstücken versehen sind, oder in der Form, @daß das Material von einer Vorratsrolle abschnittsweise zwischen Stromzuführungskontakte eingeführt wird.
- In Fig. 2 ist der eine Erfindungsgedanke in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Dabei sind mit ,4 das Material, z. B. ein Wolframfaden, mit 5 die beiden Anschlußkontaktstücke und mit 6 die Halterung aus Isolierstoff bezeichnet.
- In Fig.3 ist der andere Erfindungsgedanke in 'einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Das Material 4, z. B. ein Wolframfaden, läuft von einer Vorratsrolle 7 durch die Stromzuführungskontakte8 und 9, die über den Druckschalter3 mit den Klemmen i und 2 der elektrischen Energiequelle verbunden sind. Mit io ist dabei ein Lichtreflektor bezeichnet.
- Sofern der Einsatz des Materials nicht gemäß Fig. 3 erfolgt, ist es gemäß der weiteren Erfindung zweckmäßig, die Halterung des Materials mit der Gitter- oder Rohranordnung in Form einer leicht auswechselbaren Patrone oder Lampe zu vereinigen.
- Fig. 4 zeigt ein schematisches Ausführungsbeispiel im Schnitt. Dabei ist mit ,4 der Materialfaden, mit 5 die elektrischen Anschlußkontaktstücke und mit i i ein lichtdurchlässiges Rohr bezeichnet. Dieses weist erfindungsgemäß eine konische Form auf, wodurch der Einsatz der Patrone leicht in Achsrichtung derselben in die mit dem Energienetz und Schalter verbundenen Kontaktanordnung 12 und 13 erfolgen kann.
- Gemäß der weiteren Erfindung werden die Halterungen hinsichtlich des Abstandes der Anschlußkontaktstücke oder ihrer Form so ausgebildet, daß nach Abschmelzen und/oder Verdampfen des Materials kein Lichtbogen bestehenbleibt. Bei der in Fig. 3 dargestellten Anordnung wird erfindungs= gemäß diese Maßnahme für die Stromzuführungskontakte getroffen. Selbstverständlich wird die gesamte Kontaktanordnung in bekannter Weise so durchgeführt, daß für den Benutzenden eine Berüh-' rung spannungsführender Teile ausgeschlossen ist: Gemäß der weiteren Erfindung kann der Reflektor mit einem Magazin zur Aufnahme der patronenartig ausgebildeten Materialhalterungen versehen sein. Auch kann gemäß der weiteren Erfindung eine <in sich bekannte Hinrichtung vorgesehen sein, durch die der Wechsel der patronenartig ausgebildeten Ilalterungen hei Betätigung des Druck- oder 'Magnetschalters selbsttätig erfolgt.
- Ein durch die Betätigung des Druck- oder Magnetschalters selbsttätig erfolgender Vorschub kann gern;iß der weiteren Erfindung auch bei der _lnordinnig nach 3 ausgeführt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. \-erfahren zur Erzeugung von Lichtblitzen, insbesondere für photographische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, (laß Materialien hohen Schmelzpunktes unmittelbar durch elektrische Hnergie mindestens bis zur Schmelztemperatur erhitzt werden und der die t#_rhitzung bewirkende elektrische Strom durch das Schmelzen oder \'er<lanilifen des Materials selbsttätig unterbrochen wird. \-erfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet. (laß (lern Schmelzmaterial Materialien anderen Schmelz.- und Verdampfungspunktes und anderen Emissionslichtspektrums irrgesetzt werden. 3. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 Und z, dadurch gekennzeichnet, <lall die zur Lichthlitzerzeugung dienenilen _Xlaterialien die Form von Drähten oder dünnen Stäben bzw. Bändern aufweisen. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, (laß die Drähte, Stäbe oder Bän. der in Wendel-. Zickzack- oder -1ä anderform angeordnet sind. 3. Anordnung nach Anspruch 3 undd, dadurch gekennzeichnet. (laß die dem Anschluß an das 1?nergienetz dienenden Stromkontakte, an welche die @Anschlußkontaktstücke der Drähte, Stäbe oder Ninder leicht lösbar angeschlossen werden, tiii <#iiiein Lichtreflektor angeordnet sind. (i. :Anordnung nach Anspruch 3 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich in dein Stromkreis ein Druckschalter befindet, der nur während der Druckzeit den Stromkreis schließt. 7. Anordnung nach Anspruch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet. (laß mit dem Druckschalter eine mechanische Ausl<iseeinrichtung für übliche Kaineraverscliliisse vereinigt ist. B. Anordnung nach Anspruch 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckschalter als Magnetschalter ausgebildet ist. g. Anordnung nach Anspruch 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß durch Vorsatz von Lichtfiltern unerwünschte Lichtspektren ausgeschaltet werden. io. Anordnung nach Anspruch 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Drähte, Stäbe oder Bänder mit einer Halterung aus Isolierstoff und mit elektrischen Anschlußkontaktstücken versehen sind. i i. Anordnung nach Anspruch 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Lichtblitzerzeugung jeweils verwendeten Drahtstücke, Stäbe oder Bänder auf einer Vorratsrolle aufgespult sind und zur Benutzung zwischen die Stromzuführungskontakte geführt werden. 12. Anordnung nach Anspruch 3 bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen oder Stromzuführungskontakte so ausgebildet und angeordnet sind, daß nach dem Abschmelzen und/oder Verdampfen des Materials kein Lichtbogen bestehenbleibt. 13. Anordnung nach Anspruch 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Drähte, Stäbe oder Bänder von einem Berührungsschutzgitter oder lichtdurchlässigen Rohr umgeben sind. 1.4. Anordnung nach Anspruch 3 bis io und 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen Patronen- oder Lampenform aufweisen. 15. Anordnung nach Anspruch 3 bis 1:1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromanschlußkontakte mit einem Berührungsschutz versehen sind. 16. Anordnung nach Anspruch 3 bis io und 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger der elektrischen Anschlußkontakte mit einem Magazin zur Aufnahme der patronenartig ausgebildeten Materialhalterungen versehen ist. 17. Anordnung nach Anspruch 3 bis 1o und 12 1»s 16, dadurch gekennzeichnet, daß das ISagazin und die Stromanschlußfassungen so ausgebildet und angeordnet sind, daß durch Betätigung des Druck- oder Magnetschalters der Wechsel der patronenartig ausgebildeten Halterungen selbsttätig erfolgt. i8. Anordnung nach Anspruch 3 bis 9, 11, 12, 13 und i _s, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorschub der jeweils verwendeten Drahtstücke, Stäbe oder Bänder durch Betätigung des Druck-oder Magnetschalters selbsttätig erfolgt.
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