DE8409C - Verfahren zur Befreiung der nach dem LE - Google Patents

Verfahren zur Befreiung der nach dem LE

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DE8409C
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BLANC - Prozefs erhaltenen rohen Soda und Potaschenlaugen von Schwefelmetallen. Chemische Fabrik RHEINAU in Mannheim
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D7/22Purification
    • C01D7/30Purification by oxidation

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  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

1879.
CHEMISCHE FABRIK RHEINAU in MANNHEIM.
Verfahren zur Befreiung der nach dem Le Blanc-Processe erhaltenen rohen Soda- und
Potaschenlaugen von Schwefelmetallen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Juli 1879 ab.
Die nach dem Le Blanc-Processe erhaltenen rohen Laugen enthalten stets wechselnde Mengen von Schwefelnatrium bezw. Schwefelkalium, welche bei der späteren Verarbeitung in mehrfacher Hinsicht von Nachtheil sind, da einestheils durch deren Gegenwart Schwefeleisen in Lösung gehalten und hierdurch die Farbe der erzielten Soda oder Potasche beeinträchtigt wird, anderntheils bei der späteren Verarbeitung der Laugen auf kaustische Soda proportional mit dem Gehalte an Schwefelmetallen der Verbrauch an Chilisalpeter zur Oxydation derselben zunimmt.
Die bisher vorgeschlagenen Methoden zur Beseitigung der Schwefelmetalle waren entweder zu zeitraubend oder zu kostspielig.
Das nachfolgend beschriebene Verfahren gründet sich auf das Verhalten der höheren Oxydationsstufen des Mangans, im fein zertheilten Zustande schon in der Kälte und noch besser bei gelindem Erwärmen Schwefelmetalle, die sich in alkalischer Lösung befinden, zu oxydiren.
Zu diesem Zwecke wird folgenderweise verfahren.
Von einer verdünnten Lösung irgend eines Mangansalzes wird der zu behandelnden Lauge, welche sich in, einem geräumigen Gefäfse befindet, das etwa 30 cbm fafst, soviel zugesetzt, dafs auf jedes Liter Lauge ungefähr 1 g Manganchlorür oder eine äquivalente Menge eines anderen löslichen Mangansalzes kommt. Hierauf bläst man einen kräftigen Luftstrom durch die vorher auf etwa 50 bis 60° C. angewärmte Lauge. Das gefällte Manganoxydul nimmt aus der Luft Sauerstoff auf und verwandelt sich in eine höhere Oxydationsstufe, welche aber im Momente ihres Entstehens ihren Sauerstoff an die Schwefelmetalle der Lauge abgiebt. Der weifse Niederschlag von Manganoxydul bleibt daher so lange fast ganz unverändert, als noch Schwefelmetalle vorhanden sind; sobald aber die letzten Spuren verschwunden sind, wird der Niederschlag braun und zuletzt schwarz. Ist dieser Punkt eingetreten, so stellt man das Gebläse ab, läfst absitzen und zieht die klare Lauge zur weiteren Verwendung ab. Je nach der Stärke des Gebläses und dem Schwefelgehalt der Lauge dauert die Operation 3 bis 8 Stunden. Auf den im Laugenbehälter zurückgebliebenen braunen oder schwarzen Schlamm bringt man wieder eine neue Quantität Lauge, erwärmt auf etwa 60 ° C, läfst das Gebläse an und verfährt wie vorher. Auf diese Weise können mit ein und derselben kleinen Menge von Manganoxyden aufs erordentlich grofse Massen von Lauge frei von Schwefelmetallen gemacht werden. Nach einigen Wochen, wenn durch die angesammelten Unreinigkeiten die Oxydation zu sehr verlangsamt werden sollte, entfernt man den alten Bodensatz und ersetzt ihn wieder durch neue Manganlösung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren zum Oxydiren der Schwefelmetalle der nach dem Le Blanc-Processe erhaltenen rohen Soda- oder Potaschelaugen mit Hülfe von Manganverbindungen als Sauerstoffträger, im wesentlichen wie beschrieben.
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