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Maschine zum Waschen, Spülen und Auspressen von Wäsche
| :\uf rlcin Gebict der Waschniaschiuen und Geräte |
| l;ilit es ehic Unzahl cori.\usfiilirttngen, die der Haus- |
| frau teils die eine oder aridere Arbeit beim Waschen |
| erleichtern soll. Abgesehen von den großen Wasch- |
| anlagen, die nur von Krankenhäusern u. dgl. be- |
| schafft werden können, muß die Hausfrau bei allen |
| 1laschinen und Geräten die Wäsche doch noch sehr |
| oft anfassen. Der Waschtag ist auch heute, trotz dem |
| scheinbar hohen Stand der Technik noch immer so |
| anstrengend, claß er nur von zwei Personen be- |
| %% ältil;t werden kann. :lußer(lein sind die einzelnen |
| Teile, wie Waschkessel, Waschmaschine, Wäsche- |
| presse USW., so teuer in der Anschaffung, daB auch |
| heute noch viele Hausfrauen ohne -Maschinenhilfe |
| die Wäsche mit den Händen bzw. mit dem Wasch- |
| brett bearbeiten müssen. |
| t)urch die 1?rtindun g soll dieser -Mangel dadurch |
| beseitigt werden, daß tnit einer heizbaren, mit Heiz- |
rippen versehenen Kochschale ein liegender Waschzylinder verbunden ist, in dessen
seitlichen Enden einerseits ein lose verschiebbarer Kolben und andererseits eine
feste Membran angeordnet sind, wobei zum \`'aschen ein hydraulisches oder mechanisches
Antriebsmittel derart auf die feste Membran einwirkt, daß die Waschflüssigkeit periodisch
hin und her bewegt wird, während beim Pressen nach Ablassen der Lauge das Antriebsmittel
den Kolben und die Membran gegeneinanderpreßt.
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Hiermit kann die Wäsche, nachdem sie vorher eingeweicht war, gekocht,
während des Kochens gewaschen, anschließend heiß gespült, danach kalt gespült und
endlich fast trockengepreßt werden, ohne sie noch einmal anzufassen. Die Maschine
ist für feinste Wäscheteile und auch für schmutzigste Arbeitskleider in gleichem
Maße verwendbar. Ebenso kann die Wäschelauge, ohne die Wäsche herauszunehmen,
abgelassen
und mehrmals benutzt werden. Hierdurch kann sofort nach dein Spülen und Trockenpressen
die abgelaufene Lauge durch die Saugwirkung der Membran sofort wieder angesaugt
und der Waschprozeß fortgesetzt werden, so claß der ganze Waschprozeß nur noch etwa
ein Drittel der bisher erforderlichen Zeit dauert. Die Hausfrau hat bei dieser Maschine
Feuer anzumachen, die Lauge zu stellen, die eingeweichte Wäsche in die Maschine
zu legen und dann die Hähne und Schalter zu bedienen. Die Wäsche kann also aus der
Maschine direkt zum Trocknen aufgehängt werden. Die Wäschelauge läuft nach dem Waschen
in einen besonderen, zur Maschine gehörenden Behälter ab. Vor dem nächsten Wäscheeinsatz
wird sie von der Membran wieder selbsttätig angesaugt. Die Hausfrau hat während
des ganzen Waschprozesses weder die Wäsche noch irgendwelche Waschmittel wie Wasser,
Lauge od. dgl. zu bewegen. Das Waschen wird vielmehr unter der Aufsicht der Hausfrau
vollautomatisch durchgeführt, und zwar mit einer intensiven Waschwirkung.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele dargestellt, und zwar
zeigt Abb. i eine einfache Maschine, die nur von einer Seite betätigt wird und von
der Gegenseite her die Wäsche preßt, im Auf rißschnitt, Abb. 2 eine Draufsicht zur
Abb. i, Abb. 3 eine doppelt wirkende Maschine mit Doppelmantel im Aufriß und Schnitt,
Abb. d die Maschine wie Abb. 3 in der Draufsicht. Die Wirkungsweise ist folgende:
Auf einem normalen Ofen a, der wie üblich mit dem Rost a.' und Rauchrohr a" versehen
ist, ist eine Schnellkochschale b so angeordnet, daß die Waschmaschine, wie Abb.
i zeigt, hierauf druckdicht befestigt werden kann. Eine besondere Heizflächenvergrößerung
in Form von Rippen b' und b" ermöglicht in wenigen Minuten die Erhitzung des Maschineninhaltes
und ist dann beliebig regelbar. Die Maschine c ist innen vollständig glatt, hat
nach oben' einen glatten Deckel c' und wird bei der einfachen Maschine von zwei
Seiten durch je eine Membran d verschlossen. Wird bei der einfachen Maschine (Abb.
i) die Membran d durch ein besonders hydraulisches Druckwerk hin und her bewegt,
so bewegt sich durch das Fehlen einer Öffnung der links in der Maschine eingelegte
Kolben d' entsprechend der Membranbewegung mit. Hierzu kann durch den Hahn h die
Luft je nach der Membranbewegung ein- und ausströmen.
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Die Wäsche wird dabei durch das ständige Hinundherschwenken in kochendem
Zustand gewaschen und anschließend nach dem Ablaufen der Lauge in den zugehörigen
Reservebehälter k unter Zulaufen von Frischwasser gespült. Ist die Wäsche auf diese
Weise gewaschen und gespült, dann kann durch entsprechendeEinstellung derDruckmittelpumpe
f über den Abschluß h" bei verschlossenem Luftstutzen h
die Wäche trockengepreßt
werden. Nach dem Herausnehmen der fertigen Wäsche kann die nächste Füllung sofort
wieder eingelegt werden und die nach dein ersten Waschen in den Behälter k abgelassene
Lauge durch entsprechende Einstellung des Hahnes h von der Saugwirkung der
Membran d mit den ersten Hinundherbewegungen der Membran sofort wieder iti
die Maschine bzw. auf die Kochschale b gesaugt werden, und der Vorgang des Waschens
kann sich wiederholen.
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Bei der doppelt wirkenden Maschine ist die Wirkungsweise folgende:
Wird hierbei die Membran d vorgeschoben, so wird gleichzeitig auch die Membran d"
vorbewegt, und die Lauge muß teilweise durch die öffnungen c" in den Doppelmantel
i, der seinerseits durch einen Lufthahn h' verschlossen werden kann, ausweichen.
Bei der Rückwärtsbewegung der beiden Membranen strömt die Lauge auf demselben Wege
zurück. Sie strömt dabei ständig intensiv durch die Wäsche, ohne daß ein schädigendes
Hinundherzerren der Wäsche selbst durch Drehkreuze od. dgl. erforderlich wird. Zum
Pressen ist bei der doppelseitigen :Maschine die Membran d" mittels Manschette beweglich
und wird wie bei der einfachen Maschine durch Einstellen der Druckmittelpumpe f
so weit vorgeschoben, daß die Wäsche,-wie beschrieben, fast trocken ausgepreßt wird.
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Das Waschen wird vorzugsweise mittels Gummikolben oder Membranen ausgeführt,
die erfindungsgemäß ohne Zahnradgetriebe zur Erzielung eines zuverlässigen und lautlosen
Betriebes hydraulisch betätigt werden. Der hydrsulische Antrieb ist im Schema in
Abb. i und 3 dargestellt, und zwar wird gegen die Membran d bei
d" ein Druckgehäuse e so befestigt, daß der von der Kreiselpumpe f
und dem Motor g an der Zwischenwand e' erzeugte hydraulische Überdruck von der Membran
d gesteuert und entweder gegen die Membran d oder von derselben in das Gehäuse e
zurückgeführt wird.
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Im Rahmen der Erfindung kann der Kolben d' oder die zweite Membran
d" auch von der Wasserleitung od. dgl. betätigt werden; ebenso können die Membranen
auch durch Kolben ersetzt oder in beliebiger Weise angetrieben werden. Auch kann
das Beheizen nicht nur mit festen Brennstoffen, sondern mit Gas, Öl oder
Strom erfolgen.