DE837096C - Verfahren zur Herstellung von Acetoacetylharnstoff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acetoacetylharnstoff

Info

Publication number
DE837096C
DE837096C DEE1129A DEE0001129A DE837096C DE 837096 C DE837096 C DE 837096C DE E1129 A DEE1129 A DE E1129A DE E0001129 A DEE0001129 A DE E0001129A DE 837096 C DE837096 C DE 837096C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acetoacetylurea
urea
diketene
acetone
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEE1129A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinz Hupfer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Farbwerke Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG, Farbwerke Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEE1129A priority Critical patent/DE837096C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE837096C publication Critical patent/DE837096C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C273/00Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C273/18Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas
    • C07C273/1854Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas by reactions not involving the formation of the N-C(O)-N- moiety
    • C07C273/1863Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas by reactions not involving the formation of the N-C(O)-N- moiety from urea

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Acetoacetylharnstoff 1,:s ist bekannt. (Ltß sich Ilarnstoff mit Diketen itt Gegenwart inerter Lösungsmittel bei Temperaturen in der Nähe von ioo° unter Abspaltung von Wasser zu 4-1\I;ethyluracil kondensiert.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Aceto-:icetvlharnstoff der Zusammensetzung CH3COCH,CONHCONHz, eine bis'her nicht bekannte Substanz, als vermutliches Zwischenprodukt dieser Kondensation fassen läBt, wenn man Diketen auf Harnstoff in Gegenwart von inerten Lösungsmitteln und von organischen, ein tertiäres Stickstoffatom enthaltenden Verbindungen als Katalysator bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen einwirken läßt. Die neue Verbindung kann u. a. als Ausgangsprodukt für Synthesen von Farbstoffen und Kunstharzen wertvoll sein. Die Anlagerung erfolgt nach der Gleichung:
    CH3*CO-CH=CO---NH2-CO-NH2-+ CH, -CO-CH2-CO.NH CO -NH2
    Diketen Harnstoff Acetoacetylharnstoff
    .\eben dieser Reaktion her geht stets die I'olym-erisation eitles Teils des Diketens zu 1)eh@-tiract t.;iure ttnd ztt harzartigen Substanzen. Diese unerwiinschte Umsetzung läßt sich durch Anwendung von Harnstoff im Überschuß zurückariingen. Weitere Verluste an Diketen lassen sich durch Verwendung wasserfreier Substanzen verringern. Es ist notwendig, bei tiefen Temperaturen, wenigstens unterhalb 6o°, zu arbeiten, weil bei höheren Temperaturen unter den gewählten Bedingungen die Harzbildung aus Diketen überhandnimmt, während schon von rund 8o° an aufwärts Ringschluß des Acetoacetylharnstoffs zu 1lethyluracil unter Wasseraustritt erfolgen kann.
  • Als Lösungsmittel haben sich vor allem Ketone, insbesondere Aceton, als brauchbar erwiesen, ferner Äther, wie Diäthyläther oder Dioxan, sowie Ester, jedoch verläuft die Umsetzung in Ketonen am schnellsten. Als Katalysatoren sind allgemein tertiäre aliphatische und araliphatisahe Amine wirksam, wie Triäthylamin und Dimethy lanilin, vor,allem aber heterocvclische Verbindungen mit tertiär gebundenem Stickstoff, wieChinolin. Als wirksamster Katalysator hat sich Pyridin erwiesen. Die Katalysatormenge läßt sich zwischen etwa o,oi und io%, bezogen auf die Reaktionsmischung, variieren. Bei Verwendung von Pyri,din sind Mengen von o,1 bis 2% besonders günstig. Bei Anwendung günstiger Bedingungen gelingt es" 1>1s go% und mehr des eingesetzten Diketens an Harnstoff anzulagern.
  • Reines- Acetoacetylharnstoff ist eine in weißen Schuppen kristallisierende Substanz, die sich ohne Zersetzung oder Umwandlung durch Umkristallisieren aus heißem Aceton reinigen läßt, in dem sie leichter löslich ist als Harnstoff. In wäßriger Lösung wird sie insl>e.sondere beim Erwärmen zersetzt in Harnstoff und Acetessigsäure, die ihrerseits weiter in Aceton und Kohlensäure zerfällt. Acetoacetylli;irnstoff schmilzt zunächst bei rund 13o°, wandelt sich unter Wasserabspaltung zu festem Methvluracil um und zeigt beim weiteren Erhitzen dessen Schmelzverhalten (Fp. 315° Zers.). Die Verbindung ist weitgehend enolisiert und gibt in wäßrigerLösung mitFerrichlorid eine charakteristische rotviolette Färbung. Sie läßt sich mit Diazoniumverbindungen kuppeln, wobei Farbstoffe entstehen.
  • Aus Diketen und Harnstoff entsteht bei Anwendung des letzteren im Überschuß eine Additionsverbindung von Acetoacetylha.rnstoff mit Harnstoff im Molverhältnis i : i, die sich durch wesentlich leichtere Löslichkeit in Aceton und durch feinkristalline Form von Acetoacetylharnstoff unterscheidet. Bei Behandlung mit weiterem Diketen wird aus ihr Acetoacetylharnstoff erhalten. Die Additionsverbindung läßt sich durch Behandlung mit Wasser oder mit Salzlösungen zersetzen, wobei Acetoacetylharnstoff größtenteils ungelöst zurückbleibt, während der Harnstoff in Lösung geht. Beispiel i 75 g Harnstoff werden mit 200 ccm Aceton und 105 g Diketen vermischt, mit 2 ccm Pyridin versetzt und 8 Stunden bei 5° gerührt. Durch Abnutschen werden 135 g eines Produktes erhalten, das neben geringen harzartigen Verunreinigungen zu 2/s aus Acetoacetylharnstoff und zu '/s aus der Additionsverbindung von Acetoacetylharnstoff und Harnstoff besteht, die durch fraktionierte Kristallisation aus heißem Aceton voneinander getrennt werden. Beispiel e 225 g Harnstoff werden mit 5oo ccm Aceton und 1o-5 g Diketen vermischt, mit 2 ccm Pyridin versetzt und 8 Stunden bei 3° gerührt. Durch Absaugen unter Nachwaschen fallen 310 g eines hellen Produktes an, die Harnstoff und etwas Harz neben toi g der Additionsverbindung mit Acetoacetylharnstoff enthielten. Durch Auskochen mit Aceton und Umkristallisieren aus dein gleichen Lösungsmittel läßt sich die Additionsverbindung vom nicht umgesetzten Harnstoff trennen. In Beispiel i lagern sich somit rund 64% des Diketens und in Beispiel 2 rund 78% an Harnstoff an.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Acetoacetylharnstoff, dadurch gekennzeichnet, daß man Harnstoff bei Temperaturen unterhalb 6o° mit Diketen in Gegenwart inerter Lösungsmittel und organischer, ein tertiäres Stickstoffatom enthaltender Verbindungen umsetzt.
DEE1129A 1950-05-09 1950-05-09 Verfahren zur Herstellung von Acetoacetylharnstoff Expired DE837096C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE1129A DE837096C (de) 1950-05-09 1950-05-09 Verfahren zur Herstellung von Acetoacetylharnstoff

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE1129A DE837096C (de) 1950-05-09 1950-05-09 Verfahren zur Herstellung von Acetoacetylharnstoff

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE837096C true DE837096C (de) 1952-04-21

Family

ID=7065105

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE1129A Expired DE837096C (de) 1950-05-09 1950-05-09 Verfahren zur Herstellung von Acetoacetylharnstoff

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE837096C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0280781B1 (de) Verfahren zur Herstellung von N-Alkyl-N'-methyl-alkylenharnstoffen, insbesondere N,N'-Dimethylalkylenharnstoffen
DE837096C (de) Verfahren zur Herstellung von Acetoacetylharnstoff
DE2265202B2 (de) Neue Dimethylmaleinimidylderivate
DE1795344A1 (de) 3-Amino-isothiazole
DE1493746C3 (de) 2- (p-Aminobenzoyloxy)-3-methylnaphtho-l,4-hydrochlnon und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2105473A1 (de)
DE1918253A1 (de) Verbessertes Verfahren zur Herstellung von 3-Hydroxyisoxazolverbindungen
EP0171584A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Alkyl-4,5-dihydroximethylimidazolen
DE1620564A1 (de) Salze des Bis-(4-hydroxyphenyl)-(chinolyl-2)-methans und Verfahren zur Herstellung
DE952980C (de) Verfahren zur Herstellung von Cumaronderivaten
DE942149C (de) Verfahren zur Herstellung substituierter Glycinamide
EP0033762B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2-Epoxycyclooctan
DE1545614C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Oxo-hexahydropyrimidinen
DE1445655C3 (de) Verfahren zur Herstellung von in 3-Stellung gamma-Aminopropylgruppen enthaltenden 3,4,5,6-Tetrahydropyridinderivaten
DE1135887B (de) Verfahren zur Herstellung eines Gemisches aus 2, 3- und 2, 6-Dichlorbenzonitril
DE2164104A1 (de) lO-Carbamoyl-phenothiazin-3-Sulfonamid
DE677127C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 3, 4-Dioxyphenylaminopropanols
AT308085B (de) Verfahren zum Herstellen von neuen Derivaten des Äthylendiamins
DE959097C (de) Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Diarylacetonitrilen
DE1927528B2 (de) Verfahren zur herstellung von alpha- aethinylaminen
CH395998A (de) Verfahren zur Herstellung von a-Pyrrolidino-valerophenonen
DE1445491A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Dihydroisoindalonen
DE1225633B (de) Verfahren zur Herstellung von Dithiomalonsaeurediphenylamiden
DE1216291B (de) Verfahren zur Herstellung von Bis-(trichlorvinyl)-disulfid
DE1249850B (de) Verfahren zur Her stellung von Trimethyladipmsauredmitril