DE83386C - - Google Patents

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DE83386C
DE83386C DENDAT83386D DE83386DA DE83386C DE 83386 C DE83386 C DE 83386C DE NDAT83386 D DENDAT83386 D DE NDAT83386D DE 83386D A DE83386D A DE 83386DA DE 83386 C DE83386 C DE 83386C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B27/00Starting of machines or engines
    • F01B27/02Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines
    • F01B27/04Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines by directing working-fluid supply, e.g. by aid of by-pass steam conduits
    • F01B27/06Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines by directing working-fluid supply, e.g. by aid of by-pass steam conduits specially for compound engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multiple-Way Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES /£M
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, um Verbundlokomotiven je nach Bedarf als Zwillingsmaschine mit getrenntem Auspuff für jeden Cylinder oder als Verbundmaschine arbeiten zu lassen. Die Vorrichtung ist gekennzeichnet durch ein mehrkammeriges Schiebergehäuse, dessen Schieberraum mit dem Auspuffraum des Hochdruckcylinders in Verbindung steht, 'wahrend von den anderen Kammern des Gehäuses, welche sich übrigens sämmtlich nach dem Schieberraum hin öffnen, die eine art eine Abzweigung der Frischdampfleitung, die zweite an den Schieberkasten des Niederdruckcylinders und die dritte an den Auspuff angeschlossen ist;
Der Schieber selbst besitzt zwei Vertheilungsräume, mittelst welcher in der einen Endsteilung des Schiebers einerseits der Dampfaustritt des Hochdruckcylinders mit dem Auspuff und andererseits gleichzeitig der Njederdruckcylinder mit der Frischdampfleitung in Verbindung treten (die Lokomotive arbeitet alsdann als Zwillingsmaschine mit getrenntem Auspuff, für jeden Cylinder), wahrend in der anderen Endstellung des Schiebers beide vorgenannte Verbindungen aufgehoben und der Dampfaustritt des Hochdruckcylinders mit dem Schieberkasten des Niederdruckcylinders in Verbindung gesetzt wird (die Lokomotive arbeitet nunmehr als Verbundmaschine).
Der Schieber zeichnet sich ferner durch seine vollständige Entlastung sowie dadurch aus» dafs seine Bewegung zWanglüufig bewirkt wird. · ■ ■. '■.■■.-'·■ ■·''■ '.·,:' '■'■ ■■ ·'■.' '■'■.■■■■■■"'..- . ■'■' Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform der vorliegenden Anfahr- und Wechselvorrichtung für Verbundloko-'motiven, bei welcher der Schieber A als Rundschieber und das Schiebergehäuse B entsprechend cylindrisch gestaltet ist.
1 Mit dem den Schieber aufnehmenden Innen-.'raum*-des Gehäuses B- stehen die drei in der doppelten Wandung des Gehäuses angeordneten Kammern/, h und dl in Verbindung, und zwar die Kammer/1 durch den Schlitz m, die Kammer h durch die Oeffnungen k und die Kammer dx durch die Oeffnungen c. Die Kammer/ ist an die von der Frischdampfleitung η (Fig. 5) abzweigende Leitung e, die Kammer /1 durch das Rohr i (Fig. 4 und 5) an den Schieberkaslen des Niederdruckcylinders JV, die Kammer d1 bei d an den Auspuff ;des Hochdruckcylinders H (Fig. 2, 4 und 5) und der Innenraum des Schiebergehäuses bei b an den Dampfaustritt des Hochdruckcylinders H (Fig. 5) angeschlossen. Der sich mittelst einer hohlen Achse/ in den Stirnwünden 0 o1 des Gehäuses B führende Rundschieber A besitzt zwei Vertheilungsraume g und r. Die Rliiime zwischen den beiden Enden des Schiebers und den beiden Stirnwänden 0 o1 des Gehäuses stehen durch ' die Rohre q ql .mit.-der freien Luft in Verbindung.
Hat der Schieber die durch Fig. 1 veranschaulichte Stellung, so gelangt der austretende Dampf des Hochdruckcylinders bei b in den Vertheilurtgsruum r des Schiebers, tritt durch die Schlipse t' (IHr. 1 um! a) in ilk·
M. Auflagt, au>gtgel>eti am 11. Märj ujui.i

Claims (1)

  1. ■Kammer Jl des Schiebergehäuses und strömt aus dieser Kammer bei d nach dem Auspuff. Gleichzeitig tritt durch das Zweigrohr e frischer Dampf in die Kammer/; derselbe gelangt durch den Schlitz/» in den Ringraum g des Schiebers, strömt durch die Oeffnungen A- in die Kammer Λ und aus dieser durch das Rohr i in den Schieberkasten des Niederdruckcylinders, so dafs die Lokomotive- also als Zwillingsmaschine arbeitet. Der im Niederdruckcylinder verbrauchte Dampf gelangt in gewöhnlicher Weise in den Auspuff.
    Wird der Schieber A in die andere, durch Fig. .3 veranschaulichte Endstellung gebracht, so sind beide vorbeschriebene Verbindungen aufgehoben. Der aus dem Hochdruckcylinder H ausströmende, bei b. in den Schieberraum r gelangende Dampf tritt jetzt durch die Schlitze A-in die Kammer /lund strömt durch das Rohr i zum Schieberkasten des Niederdruckcylinders N. Aus letzterem geht ,der Dampf in den Auspuff. Die Lokomotive arbeitet somit bei dieser zweiten Schieberstellung als Verbundmaschine.
    Zur Bewegung des Schiebers können verschiedene Mittel benutzt werden. Im dargestellten Falle ist die Einrichtung so getroffen, dafs die Stellung des Schiebers A für Zwillirigswirkung der Dampfcylinder: in zwangläufiger Weise unmittelbar durch die Steuerung der Lokomotive selbst herbeigeführt wird. Zu diesem Zwecke ist das eine.Ende der Schieberachse ρ an eine Stange s angelenkt, deren anderes Ende mit einem um t drehbaren Hebel κ verbunden ist. Dieser Hebel u greift mittelst Stifte in Schlitzaugen zweier Arme ν und i'V ein, weiche mit dem Steuerungshebel w drehbar verbunden sind. Die Schlitzaugen in den Armen j' und v1 sind so bemessen, dafs bei dem Umlegen des Steuerungshebels w in der einen oder anderen Richtung der eine oder andere Arm ν bezw. v\ bereits vor beendeter Umsteuerung mit dem betreffenden Ende des Schlitzauges an dem bezüglichen Stift des Hebels ti anlangt und letzterer in jedem der beiden Fälle nunmehr während des Endes der Umsteuerung so umgelegt wird, dafs der Schieber A in die durch Fig. ι veranschaulichte Stellung gelangt.
    Die für die Verbundwirkung der Dampfcylinder erforderliche Stellung des Schiebers (Fig. 3) wird bei der dargestellten Ausführungsform durch Dampfdruck herbeigeführt. Zu diesem Zwecke ist das zweite Führungseride der Schieberaehse am äufseren Ende bei α etwas abgesetzt, so dafs in die in der Führungsbüchse angeordnete Kammer α1 eingelassener Frischdampf an dem Absatz eine geeignete KolbonrlSche findet und den Schieber aus der Stellung Fig. ι in diejenige Fig. 3 bewegt. Es leuchtet ohne Weiteres ein, dafs diese Rückbewegung des Schiebers Λ allerdings erst möglich ist, nachdem die Steuerung zurückgelegt worden ist, wie dies Fig. 4 veranschaulicht, und dafs ferner bei der vorbeschriebenen Verbindung des Schiebers mit der Steuerung der Füllungsgrad des Hochdruckcylinders, bei welchem die Zwillingswirkung eintritt, ein genau bestimmter ist.
    Sofern es jedoch erwünscht ist, die Zwillingswirkung bezw. die Verbundwirkung bei einem beliebigen Füllungsgrade eintreten zu lassen, kann dies dadurch erreicht werden, dafs die Schieberaehse an beiden Führungsendcn als Dampfkolben ausgebildet und die Verschiebung nach beiden Richtungen mittelst Dampfdruckes herbeigeführt wird, oder dafs der Schieber A mit einem besonderen Gestänge verbunden wird, mittelst dessen der Schieber vom Führerstande aus von Hand für sich um ein beliebiges Mafs nach jeder der beiden Richtungen bewegt werden kann. In allen Fällen kann die Vorrichtung sowohl auf der Hochdruck- als auch auf der■ Niederdruckseite angebracht werden.
    Für die Praxis empfiehlt sich am meisten eine Ausführungsform, bei welcher die zwangläufige Bewegung des kolbenartigen Vertheilungsschiebers nach beiden Richtungen hin mittelst Zuggestänges erfolgt. In diesem Falle braucht der eine Kolbenhals dann selbstredend nicht als Dampf kolben ausgebildet zu sein, und die Deckel ο und o1 wurden dann lediglich den Zweck haben, als Führung für die Kolbenachse und als ,Schutz gegen Abkühlung des Kolbens zu dienen. In Bezug auf die Wirkung der Ahfahr- und Wechselvorrichtung als solche sind die beiden Deckel des Gehäuses dagegen völlig belanglos und könnten dieselben auch ganz fehlen, da es bei der vorliegenden Einrichtung zwecks Erzielung einer vollständigen Entlastung eine Bedingung ist, dafs beide äufseren Kolbenflächen des Schiebers ständig unter gleichem Druck stehen, was eben am einfachsten dadurch erreicht wird, dafs sie beide unter den äufseren Atmosphärendruck gestellt werden. Aus diesem Grunde könnten auch in dem Falle, wo zur besseren Führung des Kolbens Deckel 0 o1 angeordnet werden, die Kanäle qq1 einfach durch Durchbrechungen in den Deckeln selbst ersetzt sein. - .
    Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R υ c η :
    Eine Anfahr- und Wechselvorrichtung für Verbundlokomotiven, bestehend aus einem an beiden Enden mit der freien Luft verbundenen doppelwandigen Cylinder//?,) mit drei in dieser Doppelwandung angeordneten Ringkammern (dlf'h), welche einzeln für sich durch je eine oder mehrere Öeffnungen nach dem Cylinderinnern münden und von denen die erste (dv) mit dem Auspuff, die zweite (f) mit der Frischdampfleitung, die dritte (It)mit dem Schieber-
    kasten des Niederdruckcylinders in Verbindung steht, scnvie aus einem in dem Cylinder zwang-* läufig bewegten, an beiden gleich grofsen Stirnenden geschlossenen Kolbenschieber (A) mit zwei getrennten ringförmigen Vertheiiungsrä'umen (g und r), von welchen der letztere fr) ununterbrochen mit dem Dampfaustritt des
    Hochdruckcylinders verbunden ist, derart, dafs der Schieber sowohl in seinen der Zwillingswirkung der Maschine einerseits und der Verbundwirkung andererseits entsprechenden Endlagen als auch während seiner Umstellung ununterbrochen vollkommen entlastet ist und verbleibt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN SEH REICHSDIlUCKEItEI.
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