DE83296C - - Google Patents
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- DE83296C DE83296C DENDAT83296D DE83296DA DE83296C DE 83296 C DE83296 C DE 83296C DE NDAT83296 D DENDAT83296 D DE NDAT83296D DE 83296D A DE83296D A DE 83296DA DE 83296 C DE83296 C DE 83296C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B5/00—Other centrifuges
- B04B5/12—Centrifuges in which rotors other than bowls generate centrifugal effects in stationary containers
Landscapes
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
KLASSE 8B: Wasserleitung.
Bisher fand die Reinigung der Gewässer aus Fabriken, Schlachthöfen u. s. w. sowie
anderweitiger Gewässer auf chemischem Wege oder durch Filtrirung u. s. w. statt. Diese
Verfahren bedürfen umständlicher Einrichtungen , welche die Anlagen unverhältnifsmäfsig
vertheuerten.
Nachstehend beschriebener und auf beiliegender Zeichnung dargestellter Apparat soll
die Ausführung der chemischen Reinigungsverfahren möglichst vereinfachen und die
Wirkung derselben noch dadurch erhöhen, dafs die Gewässer der Wirkung der Schleuderkraft
ausgesetzt werden, durch die eine Trennung der in den Gewässern enthaltenen Stoffe
vom Wasser stattfindet.
Die Gewässer ffiefsen durch ein Rohr α und
ein die Welle e umschliefsendes Rohr b in eine oben offene oder geschlossene, dann aber mit
Austrittsöffnungen am oberen Rande versehene Trommel d. Letztere wird durch Seil-, Riemenoder
Räderbetrieb in rasche Umdrehung versetzt, so dafs das Wasser gegen den Umfang der Trommel geschleudert wird, an diesem in
die Höhe steigt und schliefslich über den oberen Rand der Trommel oder durch die oben erwähnten
Austrittsöffnungen austritt., Die Bearbeitung des Wassers in einer einfachen
Schleudertrommel allein liefert aber keine günstigen Resultate und ermöglicht eine durchgreifende
chemische Behandlung in keiner Weise. Zu diesem Zweck wird die Schleudertrommel durch concentrisch angeordnete und am Boden
der Trommel befestigte Ringscheidewände c, die vortheilhaft nach dem Umfang der Trommel
hin höher werden, in mehrere ringförmige Kammern getheilt. In diese Kammern ragen
von oben herab feststehend angeordnete Ringwände,/"
bis fast an den Boden der Trommel hinein. Hierdurch wird das Wasser gezwungen , seinen. Weg in der Richtung "der
Pfeile g im Zickzackweg durch die Trommel d zu nehmen. Bei gleichzeitiger chemischer
Behandlung des Wassers werden die einzelnen Stoffe nach einander durch die zu diesem Zwecke hohl hergestellte Welle e mit
Oeffnungen ο und die an den Scheidewänden"^ angebrachten Rohre h h in das Wasser eingeführt
und innig mit dem Wasser vermischt, indem das Wasser in seiner Bewegung durch die feststehenden Wände f plötzlich gehemmt
wird und, sich hierbei überstürzend, nach dem Boden der Trommel d strömt. . Ist die Zuführung
von Luft oder Gasen erforderlich, so wird mit der Welle e ein Gebläse m in der
Weise verbunden, dafs das Rohr b als Leitung für die Luft oder Gase dient. An der äufsersten
beweglichen Trommel c ist durch Schrauben i ein Filter k befestigt und durch Gummieinlagen
verdichtet, das einen entsprechenden Druck auszuhalten vermag. Die Construction des Filters k entspricht auch auf der entgegengesetzten
Seite der ringförmigen Trommel c und kann zum Zweck der Selbstreinigung in umgekehrter Weise durch die Schrauben
i an der Trommel c zum weiteren Gebrauch befestigt werden. An diesem Filter k
ist eine von der stillstehenden Trommel f ausgehende, um die ganze Trommel führende
Schaufel / angebracht, welche in mehrere Messer η ausläuft. Von dieser Schaufel /
führen ziemlich steile und trichterförmige Oeffnungen u nach zwei ringförmigen Trommeln
P1 und pln welche auf dem Boden der
Centrifuge d befestigt sind. Diese beiden Trommeln p, und pn sind seitlich durchbrochen;
auch ist hier die Centrifuge d am Boden mit OefFnungen q versehen. Zwischen
den Oeffhungen q liegen die Oeffnungen der
seitlich durchbrochenen Trommeln pt und pn,
welche trichterförmig abgeschlossen sind, und
zwar so, dafs Stoffe, die die Oeffhung u
passiren, nur durch die Oeffhung q, und die Stoffe, die den Weg der Pfeile g passiren,
durch die Wände p, und pn nach der
äufsersten Trommel c gelangen können. Die Wirkungsweise der Maschine bezw. die .Vorgänge
in derselben sind wie folgt:
Das Wasser tritt durch die Rohre α und b am Boden der Trommel d in diese und wird
durch die Wirkung der Centrifugalkraft gegen die innere erste Wand c und über den oberen
Rand derselben gegen die innerste feststehende Wand f geschleudert. Die drehende Bewegung,
welche das Wasser in der Trommel d angenommen hatte, wird hier plötzlich gehemmt,
und überstürzend vermischt es sich innig mit den durch Rohre h h eingeführten
Chemikalien oder Gasen, gleitet an der Wand f herunter und gelangt in die nächstfolgende
Kammer der Trommel d, wo sich derselbe Vorgang wiederholt u. s. f. In den
inneren Kammern wird eine Trennung deinem Wasser beigemischten Stoffe nach dem
specifischen Gewicht und nachdem das Wasser mit den Beimengungen die Rotationsbewegung
wieder angenommen hat, erfolgen. Diese Trennung wird benutzt, um in der äufsersten
Kammer die Scheidung der suspendirten Stoffe vom Wasser zu vollziehen. Bekanntlich werden
durch die Centrifugalkraft die schwereren Körper weiter von der Drehachse fortgeschleudert
als die leichteren. Da nun die dem Wasser beigemengten Körper ein gröfseres specifisches Gewicht haben als das reine
Wasser, so werden sie auch weiter herausgeschleudert werden als letzteres, und es werden
, ähnlich wie bei den Milchschleudern — vergl. hierzu Dr. Kirchner, »Handbuch der
Milchwirthschaft«, 3. Aufl., 1881, S. 198 bis 218
—: die suspendirten Stoffe bestrebt sein, Schichten zu bilden, welche abgefangen werden
können. Wenn nun die Wassermassen mit den suspendirten Stoffen an der äufsersten
Trommel c durch die Centrifugalkraft emporsteigen , so nimmt das Filter k das Wasser
auf und führt es seitlich weiter, wohingegen die suspendirten Stoffe weiter emporgetrieben
und schliefslich von der Schaufel / aufgefangen werden. Die trichterförmigen Oeffnungen u
führen nun die vom Wasser geschiedenen Stoffe nach den Trichtern zwischen den Trommeln pt und pf/ weiter, und fallen jene
schliefslich durch die Oeffnungen q in die Behälter r. Die Lage der Schaufel / zur
Lage des Filters k ist abhängig von den Stoffen, welche vom Wasser getrennt werden
sollen.
Wird die trichterförmige Construction zwischen P1 Pn unter der Oeffnung q in entgegengesetzter
Form, also unterhalb des Bodens d an der Centrifuge angebracht und diese Anlage
zwischen den Trommeln c c vervielfältigt, wird ferner der feststehende Deckel s entsprechend
durchbrochen, so ist man in der Lage, durch die Umdrehungsgeschwindigkeit der Centrifuge eine ungeheuere Menge kalter
Luft durch den Apparat durchzuführen, welche die an den Wänden c emporsteigenden dünnen
Wasserschichten mit der gröfsten Schnelligkeit abkühlt (Gradirwerk).
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Schleudervorrichtung zur Reinigung verunreinigter. Gewässer mit oder ohne Zusatz von Chemikalien, gekennzeichnet durch senkrechte, um die hohle Rotationswelle concentrisch auf gemeinsamem Boden angeordnete Scheidewände, zwischen welche von der Decke eines die Schleudervorrichtung umschliefsenden ruhenden Gefäfses entsprechende Scheidewände sich herab erstrecken, so dafs die zu. reinigende, durch die hohle Welle eintretende Flüssigkeit zwischen den Scheidewänden von innen nach aufsen auf- und absteigt und somit nach dem specifischen Gewicht ihrer mechanischen Beimengungen entmischt wird, um endlich vor ein am äufsersten Umfang der Schleudertrommel angeordnetes Filter zu gelangen, welches von der Flüssigkeit durchdrungen wird, während die sich auf ihm absetzenden Schlammtheilchen in den rinnenförmigen, umgebogenen Rand der äufsersten feststehenden Scheidewand fallen.
- 2. Eine Ausführungsform der durch Anspruch ι gekennzeichneten Schleudervorrichtung, bei welcher die den Schlamm aufnehmende Rinne mit Abflufsöffnungen versehen ist, die mittelst Abflufsstutzen zwischen die concentrischen , auf dem rohrenden Boden angeordneten senkrechten Scheidewände ragen, welche letzteren röhrenförmige, radiale Durchtrittsöffnungen für die geschleuderte Flüssigkeit besitzen, während zwischen denselben Oeffnungen im Boden angeordnet sind, aus denen der aus der Rinne abfiiefsende Schlamm nach aufsen geschafft wird, während die gereinigte Flüssigkeit ■ aus einer mittleren Bodenöffnung des umschliefsenden Gehäuses abfliefsen kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE83296C true DE83296C (de) |
Family
ID=355623
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT83296D Active DE83296C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE83296C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2407653A1 (de) * | 1973-02-28 | 1974-09-05 | Donaldson Co Inc | Zentrifugenpatrone |
| EP0557832A1 (de) * | 1992-02-26 | 1993-09-01 | Maschinenbau Hubert Hamacher | Mehrkammerzentrifuge zum Ent- oder Begasen von Flüssigkeiten |
-
0
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2407653A1 (de) * | 1973-02-28 | 1974-09-05 | Donaldson Co Inc | Zentrifugenpatrone |
| EP0557832A1 (de) * | 1992-02-26 | 1993-09-01 | Maschinenbau Hubert Hamacher | Mehrkammerzentrifuge zum Ent- oder Begasen von Flüssigkeiten |
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