DE831770C - Verfahren zur Herstellung elastischer quellfester Artikel aus synthetischen Kautschukmischungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung elastischer quellfester Artikel aus synthetischen Kautschukmischungen

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DE831770C
DE831770C DED4064A DED0004064A DE831770C DE 831770 C DE831770 C DE 831770C DE D4064 A DED4064 A DE D4064A DE D0004064 A DED0004064 A DE D0004064A DE 831770 C DE831770 C DE 831770C
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DE
Germany
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swell
rubber compounds
production
synthetic rubber
rubber
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Expired
Application number
DED4064A
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English (en)
Inventor
Dr Heinz Lohmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Oelfabrik Dr Grandel & Co Deut
Original Assignee
Oelfabrik Dr Grandel & Co Deut
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L81/00Compositions of macromolecular compounds obtained by reactions forming in the main chain of the macromolecule a linkage containing sulfur with or without nitrogen, oxygen or carbon only; Compositions of polysulfones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L81/04Polysulfides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung elastischer quellfester Artikel aus synthetischen Kautschukmischungen Die Erzeugung von synthetischen kautschukartigen, quellbeständigen Stoffen hat der Industrie die Möglichkeit gegeben, im Gegensatz zu dem bisher für diesen Zweck nicht in gleichem Maße verwendbaren Naturkautschuk, vulkanisierfähige Rohstoffe einzusetzen, um Mischungen zu erzeugen, die den Einwirkungen von Lösungsmitteln bzw. der stets damit verbundenen Ouellung wirksam zu begegnen gestattet.
  • Im Vordergrund des Interesses stehen naturgemäß, entsprechend den vorhandenen Mengen, die Beständigkeit gegenüber Erdölprodukten bzw. ähnlichen synthetischen Erzeugnissen, also mehr oder weniger gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen, wie sie unter den Bezeichnungen Benzin, Petroleum, Mineralöl, Schmieröl u. dgl. bekannt sind.
  • Als vulkanisierfähige synthetische quellfeste kautschukähnliche Industrieerzeugnisse sind beispielsweise die Mischpolymerisate aus Butadien-1, 3 und Aervlsäurenitril. Andere Produkte besitzen neben ,der Beständigkeit gegenüber aliphatisch.en Kohlenwasserstoffen noch eine solche gegenüber vielen'anderen Lösungsmitteln, besonders gegenüber Benzol und ähnlichen aromatischen Serbindungen, z. B. die Kondensationsprodukte aus Äthylenchlorid und Alkalipolysulfiden.
  • Für alle diese Kautschukkörper ist die Verwendung von Faktissen für die Fabrikation eine nicht zu unterschätzende Arbeitserleichterung, die die Steifheit des Materials und die Spritzeigenschaften sehr günstig verbessern. Dieser Verwendung steht aber die zumeist nicht unbeträchtliche Quellung der normalen Faktisse hindernd im Wege, die zum Teil Werte erreicht, die ein mehrfaches (les ursprünglichen Volumens der Faktisprobe beträgt.
  • Es ist bereits vorgeschlagen und in der Industrie auch durchgeführt worden, für diese Zwecke solche Faktisse einzusetzen. die bereits einen gewissen Anteil Mineralöl enthalten, also gewissermaßen mit '\fin,eralöl vorgequollen sind. Dieses Verfahren hat auch dann gute Ergebnisse gezeitigt, wenn diese Mischungen ausschließlich gegenüber Mineralöl Beständigkeit besitzen sollten. -Nicht anwendbar ist dieses Vorgehen aber, wenn die fertigen Vulkanisate eine Beständigkeit gegenüber anderen vornelimlich flüchtigen Lösungsmitteln, z. B. Benzin. besitzen sollen. Diese führen durch ihr LösungsvermÖgen dazu, daß im Laufe des Gebrauchs das im Faktis enthaltene Mineralöl gegeit das Lösungsmittel ausgetauscht wird. Äußerlich ist dieser Vorgang während des Gebrauchs nicht festzustellen. (la dieser Austausch sich nicht durch Volutnenveränderung bemerkbar macht; sowie aber der liegenstand aus dem Quellungsmittel herausgenommen wird, verdunstet diese:, und es erfolgt eine Volumenverminderung, deren Betrag gleich ist dem ini Faktis vorhandenen Mineralöl. Dieses Vorgehen führt also nur zu einem scheinbar quellfesten I#aktis, der ausschließlich für eingeengte Anwendungsgebiete brauchbar ist. So ergibt das Vulkanisat \7r. q der unten folgenden Gegenüberstellung, (las einen derartigen mineralölhaltigen Faktis enthält, nach Entfernen des Quellungsmittels durch Trocknung ein Volumen voll 851)/o, also gegenüber (lern Ausgangsvolumen einen Verlust voll 15 %.
  • Es wurde null gefunden, daß Vulkanisate quellfester Kautschuke, die unter Zusatz von haktissen aus Oxyfettsäuren bzw. deren Ester mit drei- oder mehrwertigen Alkoholen hergestellt sind, sich iin Quellverhalten gegenüber den aliphatischen Kohlenwasserstoffen wesentlich günstiger verhalten. Es werden zum Teil so niedrige Quellwerte erhalten, daß diese z. B. bei Mischpolymerisaten aus Butadicyn-i, 3 und :\crylsäuretitril unter <lern des faktisfreien Vulkanisates liegen, so daß sich hiermit sogar (las Quellverhalteri dieses Kautschuks verbessern läßt.
  • Für die Herstellung derartiger l aktisse werden entweder die freien Ox_vfettsäuren oder die Ester dieser Oxysäuren mit drei- oder mehrwertigen Alkoholen, gegebenenfalls unter Zusatz der für die Faktisherstellung üblichen Rohstoffe in bekannter \\'eise mit Schwefel in der Wärrne bzw. mit Chlorschwefel auf kaltem \\'ege zu Faktis polymerisiert.
  • Geeignete Naturprodukte liegen vor im Ricitiusöl bzw. in den aus diesem 01 stammenden 1,- etteätlren. z. 11. I2icinolsäure. Auch die handelsübliche, aus der Raftination von Ricinusöl stammende Iticinusölfetts:i@ire oder die DPstillationsrückstände von 17etts:iuren. die im allgemeinen reich all Oxyfettsätiren sind, können für die erfindungsgemäßenZweckevertvendet werden. Weiter können entsprechende Pro-
    dukte aus ungesättigten natürlichen oder synthe-
    tischen Fettsäuren durch geeignete Oxydations-
    niaßnahmenund \\'eitei-verarlteitttng ini augegebenetl
    Sinne erhalten werden. Die Verarbeitung derartiger
    Faktisse ist gegenüber den normalert Rübölfaktissen
    in keiner Weise abweichend. 7:s wird der gleiche
    Einfluß auf die .Rohkatitscliulaiiiscliuii.g festgestellt.
    der die normalen Rübölfaktisse als Verarlleitutlgs-
    hilfe so wertvoll macht. I?s wird also die Spritzbar-
    keit, Plastizität usw. der Kautschukmischungen
    verbessert. DieVulkauisation der fertigen Mischung
    wird in keiner Weise beeinflußt.
    Das Quellverhalten einer 1'rüfinischuug auf
    Basis Butadieti--\crylsätirenitrilniisclillolytnerisat
    unter Zusatz der 1>escliriel>encti Faktisse im Ver-
    gleich mit handelsüblichen Vaktissotten zeigt nacli-
    stehende Gegetiül>ei-stellung:
    Quellverlialten einer ]iutadic#tl-:@crvlsiittrettitril-
    polytnerisat-Mischung unter Zusatz' verschiedener
    Faktisse nach dreimonatiger Lagerttng iii Lack-
    lletizitl.
    Zusammensetzung derllischullg: i(u),ooButadietl-
    t, 3-Acrvlsätirenitril-\lisclil>olvnicrisat. ioO.ooFak-
    tis (s. unten), 20,°o Zinkox\-(1 aktiv. 2o.oo Gasruß.
    t,°° @ullcanisationsbc#schleuni@,cr, i.oo Schwefel.
    Heizung in der Presse ()0'/2 atü.
    Voluinzunahin(#
    i. Grundmischung ohne Fal<t1;ZU-SatZ , 32,00/"
    2. Faktis aus Rüböl finit 180/(i Schwefel 38,5°/o
    3. Faktis aus Rüböl finit ii°/o Schwefel (-)1,0%
    .4. Faktis aus Rüböl mit 16% Schwefel
    unter Zusatz voll 27"1() llilreralöl , . 2(),()°/o
    5. Faktes aus Riciitusöl finit 1 5%
    Schwefel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2;.00/0
    6. Faktis aus Ric.inusfettsäurc tnit 200/n
    Schwefel . . . . . . . . . . . . . . . .... . . . 22,5 %
    Ähnliche Werte ergehen sich 1>ei (lei-\-erarl)eituitg dieser Faktisse in entspreclie»d aufgebauten Mischungen aus anderen (luelll>eständigen Kunststoffen wie auch bei Austausch (;s Lackbenzins der obigen Vergleichsversu (he gegen andere Quellungsmittel, z.13. Mineralöl. 1)ie Quellungsunterschiedc bei den verschie(le» c#» lal:tis@en bleiben Ciltsprechend.

Claims (1)

  1. PATEN-r.aNst#Ht (:11: Verfahren zur llei-st"llti»g elastischer quell- fester Artikel aus syntlietisclien quelll>estän- digen Kautschukmischungen unter Verwendung von l#aktissen, dadurch geke»uzeichnet. (laß den kautschukartigen Rohstoffen, beispielsweise Kondensationsprodukten aus Ätlivlenchloriduil-(1 Alkalisulhden oder Nlischpolyinerisaten aus litita(1ieti-t, 3 111l(1 1@rvls:iurr»itril, quell- l>eständige l,aktisse aus niit Schwefel polvtileri- sierten unges:ittigtetl ( >x_, ietts:iur;#» un(L-"oder dereil mit @rhwetel oder @-hl@lrschwetel polv- inerisierten batet nlit drui- ((@1(#r @ncilrwertigetl :\lkoliolvn zngegelte» lv@r(1(-11.
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