DE83082C - - Google Patents

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DE83082C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/14Production of collotype printing forms

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S7: Photographs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. Januar 1894 ab.
Das vorliegende Verfahren zur Herstellung von Lichtdruckplatten gestattet, ein besonders haltbares und hervorragend schönes Korn zu erzeugen, so dafs man nicht nur eine gröfsere (zehnfache) Zahl von Abzügen herstellen kann, ohne dafs das Korn seine Schärfe einbüfst, sondern auch der gleichzeitige Druck von Halbton-, Strich- und Punktmanier, sowie von In- und Unterschriften wie vom lithographischen Stein ermöglicht wird und ein Verschmieren des Randes der Druckplatte ausgeschlossen ist, die bisher gebräuchlichen Deckschablonen also in Wegfall kommen.
Diese Vortheile werden dadurch erzielt, dafs vor dem Aufbringen der Chromgelatine eine Unterschicht von Harzseife hergestellt wird. Zur Herstellung der Chromgelatine verwendet man am besten eine Lösung von basischem Ammoniumchromat, welche aus neutralem Ammoniumchromat durch Zusatz einer äquivalenten Menge Ammoniak zur wässerigen Lösung erhalten werden kann.
Die Wirkung der Harzseife auf die Kornbildung kann folgendermafsen erklärt werden:
Die Harzseife vertheilt sich in der Chromgelatineschicht und setzt sich, falls Kaliumbichromat benutzt wurde, mit diesem zu Harzsäure und neutralem Kaliumchromat um. Beim Behandeln der belichteten Chromgelatine mit Wasser quillt dieselbe, je nach der Einwirkung des Lichts, mehr oder weniger auf.
Die tiefsten Töne der Bildfläche bleiben zusammengeschrumpft; die an der Oberfläche befindlichen Harzsäuretheilchen stofsen nicht allein die Feuchtigkeit stark ab und erleichtern auf diese Weise die Aufnahme der Druckerschwärze, sondern saugen auch letztere infolge ihrer Verwandtschaft zu Fettstoffen beim Einwalzen begierig auf. Da demnach die Druckfarbe leichter haftet, kann man die gebräuchliche strenge, zähe Schwärze durch eine dünnflüssigere ersetzen, wodurch wiederum beim Druck ein Festkleben des Papieres, eine theilweise Bedeckung der Druckfläche durch anhaftende Papierfasern oder eine Zerstörung des Korns durch Abreifsen von Theilchen der Druckschicht vermieden wird. Ferner ist beim Drucken auch der sattesten Töne nur eine geringe Pressung erforderlich, so dafs ein Zerquetschen des Korns nicht stattfindet und auch das mehrfache Hindurchschicken des zu bedruckenden Papieres durch die Presse zum Wegfall kommt.
An den hellen Stellen der Bildfläche quillt dagegen die Chromgelatine stark auf und bedeckt die Harzsäuretheilchen der Oberfläche, welche daher unwirksam sind. Die Fettfarbe wird deshalb durch die in der aufgequollenen Chromgelatine zurückgehaltene Feuchtigkeit energisch abgestofsen, so dafs alle den dunklen Stellen des Negativs entsprechenden Partien, besonders der Rand, keine Schwärze annehmen und ein Verschmieren der Druckfläche und des Randes demnach ausgeschlossen ist.
Die Halbtöne der Bildfläche liegen in ihrem Verhalten zwischen den Lichtern und Schatten derselben.
Wird eine durch Ammoniakzusatz basisch gemachte Ammoniummonochromatlösung verwendet, so löst die alkalisch reagirende Gelatine anfangs die Harzseifentheilchen auf. Beim Trocknen zersetzt sich das basische Salz unter
Verlust von Ammoniak, das resultirende saure Chromat zersetzt die Harzseife in der oben beschriebenen Weise, und die Harzsäuretheilchen bleiben in der Gelatine suspendirt.
Die praktische Ausführung des Verfahrens gestaltet sich beispielsweise wie folgt:
Man trägt 150 g gepulvertes Harz (Kopal, Dammar, Schellack, Sandarak u. dergl.) in eine siedende Lösung von 45 g Aetznatron in 90 cbcm Wasser ein und fügt zu den erhaltenen 275 g Harzseife 2750 cbcm siedendes Wasser. Die resultirende zehnprocentige Normalharzseifenlösung kann beim Gebrauch noch (bis zu 6 pCt.) verdünnt werden. Es empfiehlt sich ferner ein geringer Zusatz von Alkohol, um ein leichtes Fliefsen zu erzielen.
Mit dieser Harzseifenlösung wird nun eine gut gereinigte Metall- oder Glasplatte bei Zimmertemperatur Übergossen und ohne Anwendung höherer Temperatur getrocknet.
Alsdann weicht man 335 g bester Gelatine in 2000 cbcm Wasser und löst dieselbe durch Erwärmen im Wasserbade. Zugleich werden 100 g neutrales Ammoniumchromat in 1 300 cbcm warmem Wasser gelöst und mit 50 cbcm zehnprocentigem kaustischem Ammoniak versetzt. Durch Zusammengiefsen beider Lösungen erhält man die als Üruckschicht dienende Chromgelatirielösung.
Man übergiefst die trockene Platte im Trockenofen bei 40 ° C. mit der auf gleiche Temperatur gebrachten Lösung und bringt dieselbe alsdann wieder in den Trockenofen auf nivellirte Unterlagen, worauf man die Temperatur schnell auf 550 C. erhöht. In einem geeigneten Trockenofen ist die Gelatineschicht in einer Stunde völlig trocken und nun höchst lichtempfindlich.
Die Platte wird nun unter dem Negativ in zerstreutem Tageslicht copirt. Bei normalem Negativ ist die Operation in 10 bis 15 Minuten beendet, und es resultirt ein zartes braunes Bild auf gelbem Grunde, welches alle Details in abgemessenen Abstufungen enthält. Die Platte wird schliefslich in schwach alkalischem WTasser gewaschen, bis alles lösliche Chromsalz entfernt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Lichtdruckplatten, dadurch gekennzeichnet, dafs vor dem Aufbringen der zweckmäfsig ammoniakalisches Ammoniumchromat enthaltenden Chromgelatine eine Unterschicht von Harzseife hergestellt wird.
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