DE830593C - Bremseinrichtung, z.B. fuer Winden - Google Patents

Bremseinrichtung, z.B. fuer Winden

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DE830593C
DE830593C DESCH2033A DESC002033A DE830593C DE 830593 C DE830593 C DE 830593C DE SCH2033 A DESCH2033 A DE SCH2033A DE SC002033 A DESC002033 A DE SC002033A DE 830593 C DE830593 C DE 830593C
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DE
Germany
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brake
gear
epicyclic
gears
braking device
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DESCH2033A
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DE1615546U (de
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Dipl-Berging Richard Schiel
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DIPL BERGING RICHARD SCHIEL
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DIPL BERGING RICHARD SCHIEL
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66DCAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
    • B66D5/00Braking or detent devices characterised by application to lifting or hoisting gear, e.g. for controlling the lowering of loads
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66DCAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
    • B66D2700/00Capstans, winches or hoists
    • B66D2700/03Mechanisms with latches or braking devices in general for capstans, hoists or similar devices as well as braking devices actuated electrically or by fluid under pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Bremseinrichtung, z. B. für Winden Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Bremse, die für verschiedene abzubremsende Maschinen, insbesondere für Winden, verwendet werden kann.
  • Der Vorgang des Bremsens besteht fast ausschließlich darin, daß Energie der Bewegung in Wärme umgewandelt wird. Das geschieht auf mechanischem oder hydraulischem oder auch auf pneumatischem Weg.
  • Mechanische Bremsen an drehenden Maschinenteilen bestehen meist aus drehenden Scheiben, an die Körper (Bremsklötze oder Bremsbänder usw.) angepreßt werden. Die hierbei vernichtete Leistung erwärmt die Bremsscheibe, den Bremsbelag' und andere Teile, die mit ihnen verbunden sind. Handelt es sich hierbei nur um kleine Bremsleistungen, so ist diese Erwärmung nicht störend; kommen aber große Bremsleistungen in Frage, so ist die Wärmeabfuhr schwierig. Die reibenden Teile werden dann heiß, der Verschleiß der teuren Bremsbeläge ist groß, und es kann auch Funkenbildung auftreten, die z. B. bei Bergwerksmaschinen eine gewisse Gefahr darstellt. Luft- oder Wasserkühlung der Bremsteile können diese Schwierigkeiten zwar verbessern, aber nicht ganz beseitigen. Die Bremsleistung muß immer in Form von Wärme abgeführt werden, und zwar an einer Stelle, die technisch oft ungünstig ist, nämlich an der Bremsscheibe selbst.
  • Man ist deshalb dazu übergegangen, für große Bremsleistungen hydraulische Bremsen zu verwenden. Hierbei wird die Bremsleistung durch Flüssigkeitsreibung vernichtet; die Flüssigkeit kann dann leicht an geeigneter Stelle wieder auf die Ausgangstemperatur gebracht werden. Dieses Verfahren ist also bezüglich der Wärmeabfuhr recht günstig. Die hydraulischen Bremsen haben aber den Nachteil, daß ihre Wirkung der dritten Potenz der Drehzahl proportional ist. Die hydraulische Bremse ist darum eigentlich eher ein Drehzahlregler. Übergroße Geschwindigkeiten lassen sich mit ihr leicht verhindern, aber bei kleinen Geschwindigkeiten hört ihre Wirkung nahezu auf. Sie muß darum meist doch noch mit einer mechanischen Bremse kombiniert werden.
  • Große Leistungen unter Vermeidung yon erheblichein Materialverschleiß leicht und regelbar abzubremsen, ist die Aufgabe der hier vorgeschlagenen Bremsvorrichtung.
  • Kennzeichnend hierfür ist, daß zwischen eine abzubremsende Maschine, z. B. eine Winde, und die dazugehörige Bremse ein vorzugsweise in Öl laufendes Umlaufrädergetriebe zwischengeschaltet wird, das eine hohe Scheinleistung hat und daher beim Anziehen der Bremse entsprechend dem Getriebewirkungsgrad einen Teil der dann auftretenden Scheinleistung in Wärme umsetzt, der so groß ist, daß die an der Bremsscheibe auftretende Wärmemenge gegen früher erheblich vermindert wird. Die Erkenntnisse über die Scheinleistung sind in der Literatur bereits in umfassender Weise behandelt worden und bekannt.
  • Um die Abbremsung -durch Hinzuziehung der Scheinleistung zu erreichen, wird ein Zahnradgetriebe derartig geschaltet, daß die Regelung, wie bei mechanischen Bremsen üblich, durch einen Handhebel bewerkstelligt wird,ider auf eine drehende Bremsscheibe einen Druck ausübt. Für diese Regelung ist aber nur ein Bruchteil der gesamten Bremsleistung nötig, denn der Hauptteil der Wärme wird im Zahnradgetriebe abgegeben, das seinerseits ein Ölbad erwärmt. Dieses wird dann in irgendeiner bekannten Weise rückgekühlt. Hierbei wird die örtliche übermäßige Erhitzung der Bremsscheibe vermieden, und damit können auch sehr große Leistungen genau regelbar und schlagwettersicher abgebremst werden.
  • Zur Veranschaulichung der Arbeitsweise und der Konstruktion der vorgeschlagenen Bremse dienen die Abbildungen. Sie sind stark vereinfacht und schematisiert und sollen nur als ein Beispiel der vielen Ausführungsmöglichkeiten dienen.
  • Die Abbildung zeigt rechts eine Bremse der vorgeschlagenen Art, links eine Bremse der bisher üblichen Art an einer Winde.
  • Hierin bedeuten i Trommel, 2 Seil, 3 Welle, mit der Bremsscheibe 4 und dem Zahnrad 5 fest verbunden, der Antrieb erfolgt von links, z. B. über eine nicht eingezeichnete Kupplung" 4 Bremsscheibe, 5 Zahnrad, 6 bis 12 Rahmen, der die Lager trägt in denen die Wellen gelagert sind, 13 Welle, fest verbunden mit den Zahnrädern 14, 15, 16, 14 bis 16 Zahnräder, 17 Zahnradritzel, um den fest gelagerten Zapfen 2o bzw. 21 -drehbar, 18 Zahnradritzel, um die Zapfen 22 drehbar, i9 Drehkörper mit zwei Innenverzahnungen, von denen die eine mit dem Zalinradritze117, die andere mit dem Zahnradritzel i8 kämmt, 20, 21 Zapfen, im Rahmen 9 fest verankert, 22, 23 Zapfen, mit der Bremswelle 24 fest verbunden, 24 Bremswelle, mit der Bremsscheibe 25 fest verbunden, 25 Bremsscheibe, 26 Bremshebel, der Übersichtlichkeit halber um 9o° gedreht, mit dem Bremsklotz 29 fest verbunden, 27 Bremshebel wie 26, jedoch mit dem Bremsklotz 28 fest verbunden, 28, 29 Bremsklötze, Q Last, P1 und P2 Bremsbetätigungskräfte.
  • Bei der bisher üblichen Art von mechanischen Bremsen wäre durch die Kraft P1 mittels Bremsliebe127 über den Bremsklotz 28 die Bremsscheibe4 abzubremsen, wenn die Last Q durch das Seil 2 über die Trommel i die Welle 3 dreht.
  • Bei der neu vorgeschlagenen Bremse ist die Anordnung so, wie der rechte Teil der Abbildung zeigt.
  • Durch die Welle 3 wird über die Zahnräder 5 und 14 die Welle 13 in Drehung versetzt und damit auch die Zahnräder 15 und 16, die bei diesem Beispiel gleichen Durchmesser haben; ist der Durchmesser des Zahnradritzels 18 etwas größer als der des Zahnradritzels 17, so dreht sich die Bremswelle 24 langsam trotz hoher Drehzahl der Welle 13. In diesem Getriebe treten demnach in bekannter Weise große Scheinleistungen auf, die sich aber entgegenwirken. Die Größe dieser Scheinleistungen hängt einerseits von der Drehzahl der Welle 13, andererseits aber auch von der regelbaren Bremskraft P2 ab. Die Scheinleistungen können also durch den Bremshebel 26, z. B. von Hand, je nach Wunsch bemessen werden.
  • Die gesamteReibung dieses Umlauf rädergetriebes hängt aber nicht von der durchgehenden Leistung, sondern von der im Getriebe umlaufenden Scheinleistung ab.
  • Ist der Bremshebel 26 gelüftet, so ist die Scheinleistung unerheblich, und das Getriebe übt keine Bremswirkung aus. Wird der Bremshebel 26 angezogen, so entsteht eine Scheinleistung von dem Mehrfachen der Bremsleistung an der Bremsscheibe 25, und ein gewisser Prozentsatz hiervon wird durch die Getriebereibung in Wärme umgesetzt. Diese Wärme geht in das Öl über und fließt von hier durch dien Drehkörper i9 nach außen ab.
  • Durch entsprechende Bemessung der Zahnräder ist nun zu erreichen, daß ein großer Teil der Bremsleistung in das Ölbad übergeht und nur noch der Rest an der Bremsscheibe 25 vernichtet werden muß. Dadurch ist aber die Bremsscheibe entlastet und die gestellte Aufgabe ist erfüllt, denn ,es ist nun möglich, mit verhältnismäßig kleiner Bremsbetätigungskraft P2 auf einer verhältnismäßig langsam laufenden Bremsscheibe 25 große Leistungen abzubremsen.
  • Konstruktiv läßt sich solch ein Getriebe naturgemäß recht verschieden gestalten, insbesondere können auch mehrere der geschilderten Getriebe in Serie geschaltet werden.

Claims (1)

  1. PATE NTANSPRÜC1rE: i. Bremsvorrichtung, z. B. für Winden, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die abzubremsende Maschine und die dazugehörige Bremse ein vorzugsweise in Öl laufendes Umlaufrädergetriebe mit hoher Scheinleistung zwischengeschaltet ist, das beim Anziehen der Bremse einen dem Getriebewirkungsgrad entsprechenden Teil der Scheinleistung in Wärme umsetzt, so daß von der Bremsscheibe selbst nur ein Teil der Bremsleistung aufgenommen zu «-erden braucht. z. Bremsvorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein Umlaufrädergetriebe, bestehend aus einer angetriebenen Welle mit zwei Zahnrädern, je einem Satz Umlaufrädern für jedes Zahnrad und ein gemeinsames umlaufendes Gehäuse mit zwei Innenverzahnungen für die Umlaufrädersätze, wobei ein Umlaufrädersatz mit der Bremsscheibe verbunden und ein Umlaufrädersatz fest gelagert ist. 3. Bremsvorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Vorgelege zwischen der abzubremsenden Maschine und dem Umlaufrädergetriebe zur Erhöhung der Drehzahl des Umlauf rädergetriebets. ,4. Bremsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Umlaufrädersatz aus mindestens drei Zahnrädern besteht. Angezogene Druckschriften: VDI-Zeitschrift Bd. 83, S. 730 ... : »Leistungsverzweigung und Scheinleistung in Getrieben.«
DESCH2033A 1950-05-04 1950-05-04 Bremseinrichtung, z.B. fuer Winden Expired DE830593C (de)

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Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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