DE83026C - - Google Patents

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DE83026C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13KSACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
    • C13K3/00Invert sugar; Separation of glucose or fructose from invert sugar

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende, auf die Inversion von Saccharose und Raffinose bezügliche Erfindung besteht darin, die Hydrolyse, statt wie seither üblich, durch flüchtige oder nicht flüchtige Säuren vermittelst sauer reagirender Metallsalze der Gruppe der SesquiOxyde R2 O8, insbesondere der Sulfate, z. B. Aluminiumsulfat oder Eisensulfat, zu bewirken und diese Salze nach beendigter Inversion durch Ausfällung mittelst Erdalkalialuminate und ähnlicher Verbindungen der Sesquioxyde mit Erdalkalien wieder zu entfernen.
Der Vortheil, welcher sich aus der Anwendung der genannten Salze ergiebt, besteht darin, dafs sie die Inversion bei mäfsiger Temperatur rasch durchzuführen ermöglichen, sowie eine genaue Regelung der Hydrolyse gestatten, ohne Veranlassung zu der bei Inversion mittelst freier Säure so leicht eintretenden Bräunung infolge partieller Zersetzung der Zuckerlösung zu geben.
Die Anwendung insbesondere von Thonerdeverbindungen, sei es in Form von Thonerdesulfat als Inversionsmittel, sei es in Form von Erdalkalialuminat als Fällungsmittel, bietet aufserdem den Vortheil, dafs das ausfallende Thonerdehydrat zugleich auch klärend und stark entfärbend auf die Lösung einwirkt. Nach den Erfahrungen des Erfinders scheint das sich ausscheidende, also gewissermafsen im Entstehungszustande einwirkende Thonerdehydrat besonders kräftig niederschlagend auf die Mefallsesquioxyde (von der Formel R2 O8) zu wirken. So wird aus nicht zu stark invertirten Zuckerlösungen z. B. das Eisen, das sich sonst aus Zuckerlösungen nur sehr schwer entfernen läfst, bis auf eine äufserst geringe Menge abgeschieden.
Wegen des Einflusses des Thonerdehydrates ist es am vortheilhaftesten, das Verfahren so auszuführen, dafs man mit Thonerdesulfat invertirt und mit Erdalkalialuminat ausfällt, indem so eine gröfsere Menge Thonerdehydrat zur Wirkung kommt.
Als für das Verfahren typisch sei seine Ausführung beispielsweise mittelst Aluminiumsulfat und Baryum- oder Strontiumaluminat beschrieben.
Lösungen von Saccharose u. s. w. von circa 70 ° Bx. werden je nach ihrer Reinheit mit einem kleineren oder gröfseren Procentsatz (0,5 bis 3 und mehr Procent) an Thonerdesulfat versetzt und bei circa 850C. bis zur gewünschten Höhe invertirt. Bei einer Zuckerlösung von einem Quotienten von 98 bis 99 wird mit 1,5 pCt. Thonerdesulfat in circa 3 Stunden vollständige Inversion erreicht. Nach Beendigung der Inversion wird eine möglichst starke Lösung von Baryum- oder Strontiumaluminat bis zur Neutralisation zugegeben, unter Einwirkung eines schwachen Kohlensäurestromes die Temperatur rasch auf ioo° gesteigert, filtrirt und im Vacuum bei guter Luftleere bis zur gewünschten Concentration eingedickt.
Die Einwirkung des Aluminates geht nach folgender Gleichung vor sich:
2Al2(SOJ3 + 18ff2 O + 3 Ba2Al2 O5 + 5H2 O
ioAl(OH)a
O.
Aus dem in der Filtrirvorrichtung zurückgehaltenen Niederschlag kann nach Zerstörung
der niedergerissenen Verunreinigungen und Farbstoffe durch Glühen die Thonerde und das Aluminat in bekannter Weise regenerirt werden.
Das beschriebene Verfahren ist mit den einfachsten, in jeder Zuckerfabrik vorhandenen technischen Mitteln ausführbar. Es setzt ferner nicht die Anwendung von festem Zucker voraus, der vorher aufzulösen wäre, sondern kann direct· auf Säfte geringerer Reinheit (93 bis 95 Quot.) ohne Filtration über Knochenkohle u. s. w. mit gutem Erfolg angewendet werden. Der Aschengehalt wird durch vorbeschriebenes Verfahren zum mindesten nie erhöht und die Reinheit der Säfte erheblich verbessert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Inversion von Saccharose und Raffinose, darin bestehend, dafs man die zur Inversion benutzten, sauer reagirenden Sulfate der Sesquioxyde des Aluminiums und Eisens durch Neutralisation mit Aluminaten von Erdalkalien, nämlich Baryum- oder Strontiumaluminat (Thonerde-Baryt oder Thonerde-Strontian) aus der Lösung niederschlägt.
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