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Leuchtstoffröhre mit Isolierstoffkappe und mit einer diese umgreifenden
Isolierstoffassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Leuchtstoffröhre mit aufgekitteter
Isolierstoffkappe und mit einer diese umgreifenden Isolierstoffassung, die durch
eine Überwurfmutter mit der Kappe vereinigt ist und der elektrischen Verbindung
eines oder mehrerer Fußkontakte der Kappe mit der Leitung dient.
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Leuchtstoffröhren dieser Art bieten gegenüber den gebräuchlichen,
mit aufgekitteten Metallkappen versehenen Röhren, die von federnden Blechstreifen
gehalten werden, den großen Vorteil, daß sich besondere Kaschierungsgehäuse zum
Berührungsschutz vor den stromführenden Organen erübrigen, die bei Hochspannungsröhren
eine Spannung von 6ooo Volt führen.
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Die bisher bekanntgewordenen Ausführungen der eingangs erläuterten
Leuchtstoffröhre mit aufgekitteter Isolierstoffkappe hat jedoch gegenüber den üblichen
Röhren mit Metallkappen einen Mangel, den zu beseitigen die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung ist. Dieser Mangel beruht darauf, daß verschiedene Röhren derselben Type
häufig gewisse Längenunterschiede aufweisen. Wenn nun die an den Enden der Röhre
aufgekitteten Isolierstoffkappen starr mit den Fassungen zu verschrauben sind, dann
können sich Schwierigkeiten ergeben, wenn eine alte Röhre gegen eine neue von etwas
anderer Länge auszuwechseln ist. Denn dann kann es gescheiten, daß der Abstand der
Fassungen nicht mehr mit dem Abstand der Kappen zusammenpaßt. Bei den üblichen Röhren
mit Metallkappen, die je in eine aus gebogenen, federnden
Blechstreifen
bestehende Kontaktklemme eingedrückt sind, spielen geringe Längenunterschiede keine
Rolle, weil die Metallkappen in Achsenrichtung zwischen den Blechstreifen etwas
verschoben werden können.
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Erfindungsgemäß wird die vorstehend erläuterte Aufgabe dadurch gelöst,
daß das aus der Isolierstoffkappe, aus der Isolierstoffassung und aus der Überwurfmutter
bestehende Aggregat in einer parallel zur Leuchtstoffröhrenachse verlaufenden Gleitführung
einer Grundplatte geführt ist. Man kann daher Längenunterschiede der auszuwechselnden
Röhren dadurch ausgleichen, daß man das Aggregat in der Gleitführung entsprechend
verschiebt.
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Vorzugsweise ist das in der Gleitführung geführte Aggregat durch eingefügte
Dichtungsringe nach außen abgedichtet. Auch bei Fortfall eines Kaschierungsgehäuses
ist dadurch die Möglichkeit geschaffen, die Röhre im Freien oder in feuchten Räumen,
ja sogar unter Wasser, anzuordnen.
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Die Erfindung ist sowohl auf Hochspannungsröhren als auch auf Niederspannungsröhren
anwendbar. Bei Anwendung auf Niederspannungsröhren empfiehlt sich eine Ausggstaltung,
bei welcher die Isolierstoffkappe einen quer zur Achse der Röhre vorspringenden
Zapfen hat, der die Fußkontakte trägt, und der die Isolierstoffkappe und die Überwurfmutter
aufnimmt. In diesem Falle können die dem Leitungsanschluß dienenden und sich an
die Fußkontakte der Kappe anlegenden Kontakte in der mit der Gleitführung versehenen
Grundplatte sitzen, und der Boden der Isolierstoffassung kann Öffnungen zum Durchtritt
der Fußkontakte haben.
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In Anwendung der Erfindung auf Hochspannungsröhren erstreckt sich
zweckmäßig in bekannter Weise die Achse der Fassung gleichachsig zur Röhre. In diesem
Falle ist erfindungsgemäß auf dasselbe Gewinde, das die Überwurfmutter trägt, ein
Halter aufgeschraubt, welcher in der Gleitführung sitzt.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt,
und zwar in den Fig. t bis 5 eine Hochspannungsröhre und in den Fig. 6 bis 14 eine
Niederspannungsröhre.
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Im einzelnen zeigt Fig. i das Ende einer Leuchtstoffröhre für hohe
Spannungen nebst der neuartigen Fassung, Fig. 2 eine Ansicht der in Fig. i gezeigten
Fassung von rechts gesehen nach Entfernen der Dichtungskappe, Fig. 3 den Längsschnitt
nach der Linie A-B der F ig. 2, Fig. 4 den Grundriß zur Fig. i, Fig. 5 eine der
Fig. 3 entsprechende Teilansicht einer abgeänderten Ausführungsform, Fig.6 die Seitenansicht
des einen Endes einer Niederspannungsleuchtstoffröhre mit der neuartigen Fassung,
Fig.7 die von rechts gesehene Seitenansicht der in Fig. 6 gezeigten Anordnung, Fig.
8 den zur Fig. 6 gehörigen Grundriß, Fig. 9 den Schnitt nach der Linie A-B der Fig.
7, Fig. io die in Fig. 9 gezeigten Teile auseinander gezogen je für sich, Fig. i
i den Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 7, Fig. 12 die untere Hälfte des Fassungsunterteils
im Grundriß, Fig. 13 eine Ansicht der Fußkontakte der Röhrenkappe und Fig.
14 eine abgeänderte Ausführungsform der oberen Hälfte des Fassungsunterteiles für
feuchte Räume.
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Auf das verjüngte Ende des Glaskörpers einer Hochspannungsleuchtstoffröhre
a ist an Stelle einer metallischen Elektrodenkappe eine Kappe b aus Preßstoff mit
einem Fußkontakt p (Fig. 5), aufgekittet, der mit der im Inneren des Glaskörpers
befindlichen Elektrode durch einen eingeschmolzenen Draht verbunden ist. Der Anschluß
der elektrischen Leitung an diesen Fußkontakt p erfolgt nun durch Aufschrauben einer
Fassung. Zu diesem Zweck ist in einer mit einem Flansch versehenen Buchse e eine
sog. Leuchtenklemme befestigt, d. h. ein starkwandiges Metallrohr mit einer Querbohrung
zur Aufnahme einer Madenschraube g. Diese Leuchtenkleinme trägt eine an ihr befestigte
U-förmige Kontaktfeder, die sich an den Fußkontakt p anlegt, wenn die Buchse e auf
einen zylindrischen Ansatz der Kappe b der Röhre aufgeschoben wird. Über die Buchse
e ist eine Überwurfmutter d gestreift, die ebenfalls aus Isolierstoff besteht .
und den Flansch der Buchse e unter Zwischenschaltung einer Dichtungsscheibe i an
die Kappe b andrückt. Das von der Isolierung befreite Ende der elektrischen Anschlußleitung
wird in die Leuchtenklemme eingeführt und durch die Schraube g festgeklemmt. Um
auch von dieser Seite her jeden Eintritt von Feuchtigkeit zu verhindern, kann auf
die Buchse e eine Stopfbuchsenkappe f aufgeschraubt werden, die einen Dichtungsring
h aus Gummi o. dg1. an den Isolierstoffmantel der Leitung andrückt.
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Wie man sieht, sind also die stromführenden Teile, nämlich der Fußkontakt,
die Kontaktfeder, die Leuchtenklemme und die Klemmschraube von den Isolierstoffteilen
e, d und f völlig umhüllt, so daßkeinerlei Berührungsgefahr besteht.
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Zum Befestigen der Röhre auf der Wand oder auf dem Sockeleines Kaschierungskastens
dient ein Halter c, der auf das Außengewinde der Kappe b aufgeschraubt wird und
mit einem schwalbenschwanzförmig profilierten Schenkel c in einer Schiene k geführt
ist. Das bietet die -Möglichkeit, die Lage des Halters c bei Auswechslung der Röhre
gegen eine solche anderer Länge zu verändern. In seiner endgültigen Lage wird der
Halter c durch eine in die Schiene k eingeschraubte Klemmschraube l gesichert.
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Im Bedarfsfall kann das Ende des Glaskörpers der Röhre durch eine
Isolierstoffbuchse mit Belüftungslöchern n abgedeckt werden, die auf das Außengewinde
der Kappe b aufgeschraubt wird. Dies bietet die Möglichkeit, die aufgekittete Kappe
b durch einen Ring nz abzudichten, der zwischen der Röhre, der Kappe b und der Buchse
eingeklemmt ist.
Die Schiene k kann sowohl beweglich als auch fest
am Unterteil eines Kaschierungskastens befestigt sein.
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Um bei feuchten Räumen mit Sicherheit jedes Eindringen von Feuchtigkeit
zu den stromführenden Teilen zu verhindern, wird die Bohrung für die Schraube g
nach Festklemmen des entmantelten Endes der Leitung verkittet.
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Das beschriebene Ausführungsbeispiel kann in mannigfacher Hinsicht
abgeändert werden. So wäre es möglich, an der Kappe b eine drehbar und unverschiebbar
auf ihr gelagerte mit Innengewinde versehene Hülse anzuordnen, deren Gewinde dazu
dient, die Buchse e zu ergreifen und an den Fußkontakt zu drücken.
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Eine derartige Ausgestaltung verwendet man zweckmäßig, wenn es sich
um eine Röhre für niedrige Spannungen handelt, die man, wie erwähnt, bisher mit
Stiftsockel ausrüstete.
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Eine solche Ausgestaltung der Erfindung ist in den Fig. 6 bis 14 gezeigt.
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Auf dem Ende des Glaskörpers l' der Röhre ist eine Kappe a' aus Isolierstoff
aufgekittet, die, wie Fig. io besonders deutlich erkennen läßt, einen die beiden
Fußkontakte k' tragenden zylindrischen Ansatz hat, der quer zur Achse der Röhre
verläuft und mit einem kurzen Gewinde p' versehen ist. Die Kappe und dieser Ansatz
haben zwei in Fig. 9 gestrichelt angedeutete Bohrungen zur Aufnahme der Elektrodendrähte,
die an den Fußkontakten k' angelötet sind. Welche Gestalt diese Fußkontakte haben,
zeigt Fig. 13 besonders deutlich.
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Auf dem Ansatz der Kappe a' ist eine Cberwurfmutter b' aufgeschoben.
Unter ihr ist auf das Gewinde p' eine Ringmutter c' aufgeschraubt, die die Ül>erwurfmutter
b' drehbar, aber unverschiebbar an der Kappe a' der Leuchtstoffröhre sichert.
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Diese Überwurfmutter b' dient nun dazu, an der Röhrenkappe a' lösbar
einen mit Kontakten versehenen 1# assungsunterteil e', g' zu befestigen. Zur Abdichtung
für feuchte Räume kann eine Dichtungsscheibe d' zwischen dem Unterteil e' und der
Ringmutter c' eingefügt werden.
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Die beiden Hälften e' und g' des Fassungsunterteils sind in der Richtung
der Leuchtröhrenachse aufeinander verschiebbar geführt. Zu diesem Zweck hat der
scheibenförmige Körper g' aus Isolierstoff eine mittlere in Durchmesserrichtung
verlaufende Nut q', in die eine Leiste r' eingreifen kann, die aus einem Stück mit
dem hülsenförmigen Körper e' besteht, und dessen mittlere Öffnung überbrückt. Ist
die Platte g' mit Hilfe von Schrauben, die durch die Löcher h' der Platte hindurchgehen,
auf der Unterlage festgeschraubt, und ergibt sich dann beim Einbau der Röhre zur
Ausgleichung etwaiger Längenabweichungen die Notwendigkeit einer Einstellung, so
erfolgt diese durch entsprechendes Verschieben des Körpers e' auf der Platte g'.
In der gewünschten Lage wird dann die Fassungshälfte e' auf der Scheibe g' mit Hilfe
einer Schraube f' festgeschraubt, die durch ein Langloch der Leiste r hindurchgeht,
wie Fig. i i besonders deutlich erkennen läßt. Ist das geschehen, so wird die Röhre
mit der Isolierkappe a' aufgesetzt, wobei der zylindrische Ansatz der Kappe ä in
die Fassung e', g' eingeführt und dann mit Hilfe der Überwurfmutter b' festgeschraubt
wird.
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Die die untere Hälfte der Fassung bildende Scheibe g' aus Isolierstoff
trägt beiderseits der Aussparung q' zwei Kontakte i', an denen die
Adern der Leitung befestigt sind. Auf diese Kontakte legen sich dann die Fußkontakte
k' der Röhrenkappe an, wobei eine zuverlässige, elektrische Berührung durch die
Verschraubung der Überwurfmutter b' mit der Fassungshälfte e' gewährleistet ist.
Im Bedarfsfall können die Kontakte i' als Federn ausgebildet sein.
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Soll die Röhre in einem feuchten Raum Verwendung finden, so empfiehlt
sich die in Fig. 14 gezeigte Gestalt der oberen Fassungshälfte e', die hierbei mit
einem glockenförmigen Ansatz versehen ist, der die untere plattenförmige Hälfte
g' umfaßt und an der Wand durch Ansätze n' mit Schlitzlöchern und durch Schrauben
befestigt wird. Der glockenförmige Ansatz erhält einen Ansatz m' für die Einführung
des Kabels. Dieser Ansatz kann mit einer Stopfbuchse ausgerüstet werden. Die Längsschlitze
der Ansätze n' gestatten die für den Längenausgleich erforderliche Verschiebung
der Fassungshälfte e' gegenüber g'. Da die Teile b', e' und g' aus Isolierpreßstoff
bestehen, kapseln sie berührungssicher die stromführenden Teile ein.