DE830098C - Verriegelungsvorrichtung fuer Spritzgussmaschinen - Google Patents
Verriegelungsvorrichtung fuer SpritzgussmaschinenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D17/00—Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
- B22D17/20—Accessories: Details
- B22D17/26—Mechanisms or devices for locking or opening dies
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Description
- Verriegelungsvorrichtung für Spritzgußmaschinen
Formen auszuüben. Doch haben die in diesem Zusammenh.ang erwogenen Maßnahmen nicht befriedigt, (1a sie zu langsaim arbeiten und konstruktiv viel zu kompliziert gestaltet waren.1)ie 1?rfind'utig bezieht sich auf eine Verriege- lungsvorrichtung für Spritzgußinaschinen zur Sicherstellung eines innigen Kontaktes der beiden I#ortnteile beine Einspritzen von Gießgut in die Hohlräume der Formen. Bei Sl>ritgtißmascliitien und speziell bei Maschi- nen, die finit großer Geschwindigkeit arbeiten, be- steht ein besonderes Problem darin, die Formenteile wälirenc1 des Einspritzens von Gießgut in die Hohtl- räume der Form fest zusammen in innigem Kontakt miteinander zu halten. (3eschie'ht das nicht,, so ent- stehen 1)orösc Gußstiicke, was eine gewisse Menge von Ausschußware zur Folge hat, diie eingeschmol- zen und neu vergossen werden muß. Man hat be- reits daran gedacht, zur Überwindung dieser Schwierigkeiten einen verstärkten Druck auf die - 1)ie Erfindung hat sich die Aufiga@he gestellt, die geschilderten Nachteile zu beheben, indem in Komhination mit der Vorrichtung zum Öffnen und Schließen der Formen ein vornehmlich pneumatisch arbeitender Servomechanismus verwendet wird, welcher auf die Formen einen zusätzlichen Druck ausübt und diese während des Einspritzvorganges von Gießmaterial in die Hohlräume der Form fest geschlossen hält, wodurch die Porosität der Gußstücke verringert oder das Entstehen von porösen und unvollkommenen Gußstücken sogar ganz verinieden wird. Durch die Verwendung des in Frage stehenden Servomechanismus wird die für einen raschen .\r-lleitsvorgang erforderliche schnelle Wirkung erzielt und ferner werden die Formen derart kräftig aneinandergepreßt, daß es möglich wird, zum von Gießgut in die Formen höhere Drucke zur Anwendung zubringen.
- Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung besteht darin. (laß der Servomotor angebracht werden.kann, ohne mit einer üblichen Form oder dem Forrnträger der \laschine zu koltidieretl. Bei vorhandenen Maschinen braucht somit weder die Form noch deren Träger geändert zu werden, vielmehr kann nlan den normalen Aufbau der :Maschine beibehalten. Der tllechanisch-e lktätiigungsmechanis,mus muß insofern abgeändert werden, als eine Verbindung zwischen dem Stößel oder zusätzlichen Kolben mit (;(r11 Schlitten hergestellt werden muß, derart, daß d°r Schlitten mit der Form zusammen verschoben wird, wenn der Enddruck bei deretl Schließen wirksam wird. Der Servomechanismus besitzt ein Befestigungsmittel, und dieses Befestigungsmittel stört <las normale Öffnen und Schließen der Formen nicht. Weint man auf die Verwendung des \1ecllarlisrnus verzichten will so genügt es. die Luftzufuhr zum Kolben zu unterbrechen. Dadurch erhält der Kolben freie Beweglichkeit und kann frei über den Schlittenbetätigungsmechanismus gleiten.
- Iss ist ebenfalls klar, daß bei der Erfindung nur ehre minimale Luftmenge benötigt Zvird', um bei der Betätigung ' des pneumatischen Servomotors den Kolben zu verschieben, Z,-odurch eine besondere Wirtschaftlichkeit der Arbeitsweise gewährleistet ist. Ferner ermöglicht die Einfachheit der Einrichtung deren .Atlwetldutlg hei Maschinen verschiedenster :1r1.
- Weitere Merkmale der Erfindung und Einzelheiten der durch sie erzielten Vorteile ergeben sich a,:s der nachstehenden Beschreibung der in den Zeichnungen dargestellten -Ausführungsbeispiele der neuen \'erriegelungsvorrichtung.
- Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eitler l@ ührung für die Gußform, welche einen Teil der Betätigungseinrichtung zeigt, wobei Teile der Konstruktion weggebrochen und im Schnitt gezeichnet :: n d.
- Fig. 2 zeigt in ähnlicher Darstellung wie Fig. 1 eine andere Ausführungsform der Erfindung.
- In der Zeichnung sind zwecks Vereinfachung der Darstellung schematisch die Mittel zur Betätigung des einen Teils eines Formpaares dargestellt. Das Gegenstück ist mit einem gleichen Betätigungsniechanismus ausgerüstet.
- In Uig. t sind bei 1o, 1o' die aneinanderliegenden "feile eitles Formpaares gezeigt, an deren Be.rühntngsflächen r r eine :Ausnehmung 12 zur Formung eines Gußstückes vorhanden ist. Bei 13 ist der Eingrrßkarial angedeutet, durch welchen mittels geeigneter Mittel Gießgut unter Druck in den Hohlraum 1.2 gespritzt wird. Die Form io ist in einer Führrrtrg 1q rnit eitler Verlängerung r5 angeordnet, in welcher sich der normale Betätigungsmechanismus
stattet. die Form in die offene Stellung zu verschiehen, damit das Gußstück ausgeworfen werden kann. Der Zylinder oder (las Gehäuse 28 hat eine Öffnung 37, um an der entgegengesetzten Seite des Kolbens 30 Luft aus der Kammer 38 strömen zu lassen.16 befindet. Dieser Mechanismus besteht aus einem Schlitten oder Kolben j7, welcher eilte Seite der Form io überquert und alit einer-scllrägenKulissen- balln 1l; versehen ist. in welcher ein Keil l9 läuft. Bei 20 ist ein den Schlitten bet'itigender Teil ge- zeigt. welcher durch geeignete Mittel von der Maschine aus betätigt wird, um über die Feder 21 den Schlitten 17 ztr versclliel>erl. Vorn Teil 2o aus erstreckt sich eine Führungsstange 22, welche frei durch die Bohrung 23 ;In Schlitten 17 hindurch- geht, um die Bewegung des Schlittens zuzulassen. wenn der Servomotor in Funktion gesetzt wird. Dies wird später noch lleschrieben. In diesem Zu- sammenhang sei noch erwähnt, daß in der Verlän- gerung 1,5 für den Schlitten 17 etlvas Spiel vor- handen ist. urn diesentsprechenden Bewegungen zu ermöglichen. Eine Seitenfläche rl.ea Schlitten: r7 ist mit Zäh- nen oder -Altsätzen 24 versehen. Weiter ist an einer Seite der Form io ein Stößel oder zusätzlicher Kolben 25 angeordnet, welcher am inneren Ende Zähne oder Ansätze 26 auftveist. \\-.eiche mit den Zähnen oder -Ansätzen 24 des Schlittens im Eingriff stehen 1111d über diese himvegschleifen. Der Stößel 25 besitzt an seinem iitrl,iereti Ende eilte \jerlänge- rung a;, welche sich in den Zylinder oder das Ge- häuse 28 erstreckt, das arrl rnit eineng Flansch ver- sehetlen 1=rrde 20 fier Führ trn<` 1 festgeschraubt ist. litt Zylinder oder lGell;itrse 218 ist ein Kolben 30 mit einer Koll)ertstarn;;e 31 angeordnet. welche die Verlät1ger111111 27 des Stößels 25 berührt. Zwischen (lern Kolben und (lern Gehäuse ist eine Feder 32 an- gebracht lvelche den Kohlen normalerweise gegen die Verschlußplatte 33 des Gehäuses, oder in Rich- tung dieser Platte drückt. hl der Mitte der Platte 33 befindet sich ein Luft- einlaß 34, an Nvelchen eine Luftleitung 35 ange- schlossen ist, durch welche Druckluft von einer Druckluftquelle leer in die Kammer 36 des Gehäu- ses oder Zylinders eindringt, um den Kolben 30 vorzutrei11er1 und auf den Stülael 25 und damit über den Schlitten 17 auf die 1#orm io einen Druck aus- zuüben. Beim Betrieb der \@or-riclltung, die in Fig. r sche- matisch dargestellt ist, wird die Form durch die Vorrichtung lfi in die offene oder geschlossene Stellung bewegt; die üblichen Mittel zur Bewerk- stelligung dieses Vorganges sind jedoch nicht dar- gestellt. In zeitlicher .\bllängil;keit von diesem Vorgang gelangt, sobald die Form in die geschlos- sene Stellung bewegt wurde. Luft in den Zylinder 28, tim auf den Kolben 30 einzuwirken und damit die Servowirkung; auf die F orln auszulösen und einen Anpreßdruck hervorzurufen. 1?s ist selbst- verst:indlich, daß dabei die (regenform lo' mit 1-lilfe einer gl.eicherr Vorrichtung, wie sie in Fig. r dargestellt ist. entsprechend betätigt \vird. Diese Servowirkung tritt vor doll Hinspritzen von Gieß- gut itt den Hohlratir11 r 1 eilt,. Unmittelbar danach wird der Druck durch :\trsströrnerr von Luft aus der- Kammer 36 gesenkt. Nvorauf die Feder 32 den Stößel 25 freigibt und damit denn Schlitten 17 ge- - 1» Fig. 2 der Zeichnung ist eine andere Ausführungsfortn der Erfindung gezeigt. hei welcher ein anderes Verfahren angewandt wird, um Druck auf die Formen einwirken zti fassen. In diesem Fall wird ein Hebel vertvetictet, welcher der aufgewendet-en Kraft noch eine weitere Kraft hinzufügt und diese somit verstärkt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist bei to" eine Form gezeigt, «-elche ähnlich der Form to ausgel)ildet und in einer geeigneten Führung t.4' angeordnet ist. Letztere unterscheidet sich dadurch von der Führung 1d, daß sie keinen Flansch 29 aufweist, aber eitlen Ansatz 39 besitzt. i;er am "heil 15' befestigt ist. In Fig. 2 ist der Betätigungsmechanismus i0' der gleiche wie in Fig. i, cl. h. die Teile r7', 20', 21' und 22' werden ebenfalls t-erwen(Ict. I>er Schlitten 17' hat Zähne oder AnsätZe 24' zum Dingritt mit entsprechenden Zähnen oder Ansätzen 26' atn Stößel oder zusätzlichen Schlitten 25'. Der letztere besitzt eine Verlängerung 27'. ähnlich (per Verlängerung 27. welche sich durch (las offene I-ai(le der Führung 14' erstreckt. wie au: der Zeichnung deutlich ersichtlich ist.
- Bei (per attsfiilirttttgsform nach Fig.2 hat die I#iilirung 1d' einen \teiterett Ansatz 4o, an welchem bei 4( ein Hebel 42 altgelenkt ist. Der Hebel 42 besitzt eitlen abgerundeten Teil 43, welcher an der \'erlängerttng 27' des Stößels 25' anliegt. Der freie hndteil des Helxls 42 erstreckt sich in eine Austtelittittttg 44 im :\ttsatz 39 ttti.d besitzt einen abgerundeten "feil 4.5, auf tvelclieti die Kolbenstange 31' eines Kolbens 30' drückt. Der Kolben 3 t' ist in einetti Zylinder oder Gehäuse 28' angeordnet, das im wesentlichen gleich ausgebildet ist wie das Ge-Itä ttsc- 28 und (las mittels einer Platte 33' abgeschlossen ist. 32' ist die Feder zur Rückführung (pes Kolbens in die kulivstellung ähnlich der Feder 32. 34' ist die Lufteitttritts<iffnu:ng und 35' die Leitung oder das Rohr, durch welches Druckluft in die Kammer 3(i' hreleitet wir(l. 323' ist die innere Kamnr<#r (pes Gehäuses, welche einen I_uftauslaß 37' hes:tzt.
- li:i der #\usfiilirtitigsfortii gemäß Fig. 2 wird die Wirkung des Servomotors statt wie in Fig. t direkt über den Hebel 42 auf die Form übertragen. \lit anderen \\-orten, wenn der Kolben 30' nach ;ttttttt lr#@@@gt wird. wird der Hebel d2 nach links bewegt, und der abgerundete Teil 43 übt dann einen Druck auf den Ansatz 27' des Schlittens 25' aus, wobei der Druck auf die Form io' übertragen wird.
- Es ist klar, daß ein gleicher Mechanismus, wie der in Fig. 2 gezeigte, für die andere Form verwendet wird wie bei der Ausführung nach Fig. i.
- In der Zeichnung ist die Anwendung des Servomotors an Hand einer bestimmten Vorrichtung zur Betätigung, der Formen gezeigt. Es ist !klar. daß die gleichen Maßnahmen angewendet werden können bei Maschinen, welche eine andere Art der Betätigung aufweisen, oder bei Formen von Gießmaschinen irgendeiner beliebigen Bauart, um wenn es erwünscht ist, diese fest geschlossen zu halten, damit sie den beim Einspritzen von Gießgut auftretenden hohen Drucken standhalten können.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verriegel@ungsvorrichtung für Spritzgußtnaschinen mit mechanischen Mitteln zum Öffnen und Schließen der Formen, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, die in Wirkverbindung mit den die Form schließenden Mitteln steht und auf diese beim Schließen der Form und beim Spritzvorgang einen zusätzlichen Druck ausübt.
- 2. Verriegelungsvorriclitung nach Anspruch r, gekennzeichnet durch einen Stößel, der von einem in einem Zylinder laufenden Kolben be-- tigt wird und derart in Wirkverbindung mit u der Form steht, daß er auf diese einen zusätzlicher Druck ausübt und sie in der Schließlage hält.
- 3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch i, bei welcher die Form und die mechanischen \l ittel zum Öffnen und Schließen der Formt in einer Führung verschiebbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein quer zur Form beweglicher und! mit dieser in Wirkverlrin dung stehender Schlitten in der Führung frei beweglich ist und über einen in der Führung angeordneten und rechtwinklig zum Schlitten stehenden Kolben durch Druckluft betätigt wird. .
- 4. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des den Formschluß bewirkenden Kolbens über einen an der Führung angelenkten Hebel in Wirkverbindung mit dem durch Luftdruck betätigteit Kolben steht, so daß die Bewegung des einen Kolbens auf den anderen übertragen wird.
Applications Claiming Priority (1)
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Country Status (1)
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1948
- 1948-12-02 DE DEP23320D patent/DE830098C/de not_active Expired
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