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Kreuzstangenwähler für selbsttätige Telephonieanlagen Bei Kreuzstangenwä
hlern für* selbsttätige Telep'honieanlagen, deren Gruppen von Elementarschaltern
aus Kontaktfedersätzen bestehen, ist es üblich, doppelte Kontaktpunkte zu verwenden.
Dies trägt zur Zuverlässigkeit der Schalter bei und verhütet Schiefzielien des Federsatzes
bei geschlossenen Kontakten.
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Es sind Kreuzstangenwähler ibekannt, bei denen die festen Kontaktkörper
der Elementarschalter aus Gittern paralleler, gerader Metalldrähte bestehen. Diese
Drähte, Über welche die Kontaktstellen regelmäßig verteilt sind, arbeiten mit Reihen
von meist miteinander verbundenen, beweglichen Kontaktkörpern zusammen. Diese Reihen
liegen den Gittern gegenüber in einer Richtung quer zu derjenigen der festen Kontaktdrähte,
parallel zum Gitter. Ein solcher KreuzstangenWähler ist z. $. in der holländischen
Patentschrift 16662 beschrieben worden. Diese Kreuzstangenwähler werden im folgenden
Kreuzstangenwähler von der Kontaktdrahtart genannt.
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Bei den bekannten Kreuzstangenwählern dieser Art 'haben die Elementarschalter,
die durch einen festen Kontaktdraht und einen beweglichen Kontaktteil gebildet werden,
nur einen einzigen Kontaktpunkt. :Klan kann aber manchmal durch doppelte Anordnung
der festen Kontaktdrähte, entsprechend -den Seiten einer Mandoline, auch hierbei
den Vorzug eines Zweikontaktes erzielen.
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Die Erfindung bezieht sich auf Kreuzstangenwähler von der Kontaktdrahlart
mit doppelten festen Kontaktdrähten. Sie ibetrifft eine solche
Ausbildung
derartiger Wähler, daß das Vorhandensein doppelter fester Kontaktdrähte noch einen
anderen Vorteil als den bereits erwähnten 'hat.
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Beim Kreuzstangenwähler nach der Erfindung sind bei einem oder mehreren
Gittern feste Kontaktdrähte, die zum gleichen Paar gehören, voneinander isoliert
und gesondert mit einem Anschluß für einen Zuführungsleiter versehen. Dies hat den
Vorteil, daß man die Kontaktdrähte in einen Stromkreis aufnehmen kann, der durch
Berührung des beweglichen Kontaktteiles mit den beiden Drähten geschlossen werden
kann, wobei dann der Strom von einem Draht über den beweglichen Kontaktteil zum
anderen Draht fließt.
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Die weitere Ausbildung der Erfindung 'hat zu einigen Anwendungen geführt,
die nachstehend beschrieben sind.
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Eine dieser Anwendungen besteht darin, daß bei einem Gitter, dessen
feste zum gleichen Paar gehörende Kontaktdrähte voneinander isoliert sind, diese
Drähte mit je einem Ende der Spule des entsprechenden Stangenmagnets verbunden sind,
so daß diese Spule kurzgeschlossen und der Magnet infolgedessen außer Tätigkeit
gesetzt wird, wenn von einer der Brücken des Kreuzstangenwählers der Kanal, dem
dieser Magnet zugeordnet ist, belegt worden ist.
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Bei einer anderen Anwendung sind die Drähte in den Erregerstromkreis
eines Relais aufgenommen, das einen Schalter mit Ruhekontakt betätigt, der die Spule
des Stangenmagnets des erstfolgenden Kanals Überbrückt, damit die Kanäle in richtiger
Reihenfolge belegt werden.
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Weiter kann die isolierte Anordnung der festen Kontaktdrähte nach
der Erfindung zum Schließen eines Stromkreises benutzt werden, wenn in einem Kreuzstangenwähler
sämtliche Kanäle besetzt sind.
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Zu diesem Zweck ist bei einem Gitter, dessen Drähte als Paare fester
Kontaktdrähte voneinander isoliert sind, jeder Draht, ausgenommen der erste und
der letzte, mit einem der Drähte des benachbarten Paares verbunden, derart, daß
bei Belegung sämtlicher Kanäle auch die äußeren festen Kontalktdrähte leitend miteinander
verbunden sind, und zwar über die anderen Drähte, die beweglichen Kontaktteile und
die Verbindungen zwischen den Paaren. Diese Außendrähte besitzen Verbindungen zur
Bildung eines Stromkreises, und zwar derart, daß der Strom in diesem Kreis zum einen
der Außendrähte und von den anderen hinwegfließt, wenn diese Drähte auf die geschilderte
Weise miteinander verbunden sind. Dieser Stromkreis kann z. B. dazu dienen, durch
ein Signal kennbar zu machen, daß der Kreuzstangenwähler besetzt ist. Auch kann
er dazu benutzt werden, bei Kreuzstangenwählern, die als Kupplungswähler zwischen
anderen Kreuzstangenwählern fungieren, an die z. B. die Teilnehmer angeschlossen
sind, die zum besetzten Kupplungswähler führenden Kanäle des letztgenannten Wählers
zu sperren. Hierdurch wird selbsttätig die Versbindung über einen Kanal geführt,
der an einem noch nicht ganz belegten Kupplungswähler angeschlossen ist. Dies 'kann
| mittels eines Relais erfolgen, dessen Kontakte die |
| Spulen der Stangenmagnete der zu sperrenden |
| Kanäle überbrückt und infolgedessen diese Magnete |
| außer Tätigkeit setzt. |
| Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung |
| beispielsweise näher erläutert. In dieser Zeichnung |
| zeigt |
| Fig. i schaubildlich die Lage der festen Kontakt- |
| drähte in einem Kreuzstangenwähler von der Kon- |
| taktdrahtart; |
| Fig.2 zeigt schematisch einen Schnitt eines ent- |
| sprechend Fig. i 'ausgebildeten Kreuzstangen- |
| wählers, mit einer Ebene parallel zum Gitter; |
| Fig.3 ist ein Schaltbild eines Beispiels der |
| Schaltung eines Kreuzstangenwählers nach der Er- |
| findung; |
| Fig.4 ist eine etwas geänderte Teilansicht der |
| in Fig.3 dargestellten Schaltung; |
| Fig. 5 zeigt, wie in einer Telep`honzentrale mit |
| einer Anzahl Kreuzstangenwähler, an deren |
| Brücken die Teilnehmer angeschlossen sind, die |
| Kanäle dieser Kreuzstangenwäbler mit Kupplungs- |
| wählern verbunden sind; |
| Fig.6 zeigt, wie bei derartigen Kupplungs- |
| wählern ein Gitter nach der Erfindung dazu ver- |
| wendet werden kann, wenn der Kupplungswähler |
| voll belegt ist, die mit ihm verbundenen Kanäle |
| zu sperren. |
| In Fig. i ist ein Kasten oder Rahnenwerk, in |
| dem der Kreuzstangenwähler untergebracht ist, mit i |
| bezeichnet. Dieser Kasten ist als ein rechteckiges |
| Parallelepipedon ausgebildet. Die Koordinaten- |
| richtungen der Rippen sind mit X, Y und Z be- |
| zeichnet. Die letztgenannte wird einfachheitshalber |
| als senkrecht angenommen, aber es kann der |
| Kasten selbstverständlich auch anders aufgestellt |
| werden. |
| In Richtung X erstrecken sich die festen Kon |
| taktdrähte 2. Diese kommen jeweils je zwei und |
| zwei vor und bilden sechs waagerechte Gitter über- |
| einander. Die sechs Paare iibereinanclerliegender |
| fester Kontaktdrähte sind einem und demselben |
| Kanal zugeordnet. Ihre Anzahl kann größer oder |
| kleiner sein, entsprechend der Anzahl von Drähten, |
| aus denen sich jeder Kanal zusammensetzt. Es |
| gibt den Sprechton führende Drähte und andere |
| zur Signalisierung, Prüfung oder zu schalttech- |
| nischen Zwecken dienende Drähte. An die aus der |
| Wand 13 'hervorragenden linden 3 können Zufüh- |
| rungsleiter angeschlossen werden. |
| In jedem Gitter sind sechs Paare fester Kontakt- |
| drähte dargestellt. Die beweglichen Kontaktkörper |
| sind in Fig. i nicht abgebildet. Sie liegen in Reihen |
| in Richtung Y einem jeden Gitter gegenüber. In |
| jeder dieser Reihen können sie miteinander ver- |
| bunden sein. |
| In Fig. 2 sind wieder der Kasten mit i und die |
| festen Kontaktdrähte mit 2 bezeichnet. Die Draht- |
| paare 2, von denen nur zwei der sechs Paare dar- |
| gestellt. sind, werden von Zwischenwänden 4 ge- |
| haltert. Zwischen diesen Zwischenwänden liegt je- |
| weils eine Kontaktstelle. Die Zwischenwände be- |
| stehen aus Isolierstoffstreifen in Richtung Y mit |
zwischenliegenden Spalten, in denen die beweglichen Koiitaktkiirl)er
liegen. Die Streifen der Zwischenwände 4 sind durch senkrechte Kämme 5 aus dem gleichen
Material, z. B. Kunstharz, miteinander verbunden.
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Die beweglichen Kontaktkörper bestehen ebenfalls aus Metalldrähten,
von denen einer dargestellt und mit 6 bezeichnet ist. Die Drähte 6 sind mäanderförmig
gebogen. Sie weisen Bügel 7 und 8 auf, die miteinander abwechseln. Die Bügel ? dienen
zur Befestigung an den Kämmen 5 ; die Bügel 8 bilden die eigentlichen Kontaktkörper.
Sämtliche itbereinanderliegenden Kontaktbügel sind eine:ii und demselben Kanal zugeordnet
und werden von einem gemeinsamen Mitnehmer g, auch eine Leiter genannt, betätigt.
Dieser kann mittels eines Magnets io oder einer, von letzterem gespannten Feder
'heruntergezogen werden, wodurch die Kontaktbügel herahfedern und je mit einem Paar
fester Kontaktdrähte 2 in Berührung 'kommen. Ein aus einer Reihe Gruppen von Elementarschaltern,
die mittels eines und desselben Elektromagnets geschlossen und geöffnet werden,
den entsprechenden Mitnehmern, dem Magnet sowie dem Antriebsteil, mit dem den Mitnehmern
die Bewegung des Magnetankers übertragen wird, bestehender Block, wird Brücke genannt.
Der gemeinsame Magnet wird Kontaktmagnet oder Brückenmagnet genannt. Der Teil, durch
den die Mitnehmer mit dem Antriebsteil der Brücke gekuppelt werden, wird Stange,
und der Magnet, der diesen Teil betätigt, wird Stangenmagnet genannt. Eine Reihe
Gruppen von Elementarschaltern, die einem und denselben Stangenmagnet zugeordnet
sind, ist eine Stangenreihe.
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Beim Kreuzstangenwähler nach der holländischen Patentschrift 16662
sind die festen Kontaktkörper der Brücken miteinander verbunden, da sie von den
festen Kontaktdrähten gebildet werden. Die Leitungen .sind im vorliegenden Fall
an die Stangenreihen angeschlossen, deren bewegliche Kontaktteile vielfach verbunden
sind.
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Beim Kreuzstangenwähler nach der Erfindung, wie in Fig.2 dargestellt
ist, erstrecken sich die festen Kontaktdrähte in Richtung der Stangenreihen und
sind die beweglichen Kontaktkörper der Brücken miteinander verbunden. Trotzdem kann
auch ein Kreuzstangenwähler, bei dem sich die festen Kontaktdrähte in Richtung der
Brücken erstrecken, erfindungsgemäß ausgebildet sein.
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Angenommen wird weiter, daß beim beschriebenen Ausführungsbeispiel
die Eingangsleitungen an die Brücken angeschlossen werden. An die Stangenreihen
können Leitungen angeschlossen sein, die vom Kreuzstangenwähler weiter in die Telep'honzentrale
führen. Wird der Kreuzstangenwähler zur Kupplung zweier anderer verwendet, so werden
mit den festen Kontaktdrähten in der Regel keine Sprechstromdrähte verbunden.
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Meist übersteigt die Anzahl Eingangsleitungen (im beschriebenen Ausfiihrungsheispiel
also die Brückenzahl) die "Zähl Ausgangsleitungen oder Kupplungsleitungen. Das Ver'häl'tnis
dieser Zahlen ist von der zu erwartenden Verkehrsstärke und dem Zweck abhängig,
für den der Kreuzstangenwähler bestimmt ist. Der dargestellte Kreuzstangenwähler
hat sechs Stangenreihen und sieben Brücken, aber diese letztgenannte Zahl ist im
Verhältnis zur erstgenannten kleiner als üblich. Es können über diese Kreuzstangenwähler
höchstens sechs Gespräche geführt werden. Durch elektromagnetische Verriegelung
wird bewirkt, daß von jeder Eingangsleitung in niemals mehr als einer Gruppe die
Elementarschalter geschlossen sind.
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Die nach links aus dem Kasten hervorragenden Enden der festen Kontaktdrähte
2 sind in Kontaktbüchsen ii gesteckt, an denen Zuführungsdrähte 12 befestigt sind.
Diese Büchsen sind in der Wand 13 des Kastens dargestellt, aber sie können auch
in einer gesonderten Kontaktdose untergebracht sein.
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Das rechte Ende der festen Kontaktdrähte 2 ist in einer Zugplatte
befestigt, die aus Schichten 14 von Isolierstoff, z. B. Pertiniax, und einer metallenen
Abdeckplatte 15 'besteht, die mit einem Handgriff 16 versehen ist. Mittels dieser
Zugplatte können sämtliche festen Kontaktdrähte zugleich aus dem Kasten i herausgezogen
werden, wenn dies zur Prüfung oder für Reparaturen erforderlich ist.
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Jeder Kontaktbügel 8 stützt sich bei Kontaktgabe Kauf zwei feste Kontaktdrähte.
Diese können an der Seite der Zugplatte miteinander verbunden sein, wie bei 17 dargestellt
ist, und also ein Ganzes bilden. Nach der Erfindung sind jedoch in einem oder mehreren
Gittern die beiden Drähte eines solchen Paares voneinander isoliert, wie bei 18
dargestellt ist. Um auch das Ausziehen dieser Drähte mittels einer Zugplatte zu
erlauben, sind sie mit einem Wulst versehen, der sich nicht durch die Üffnungen
in der ersten der Isolierplatten 14 hindu:rchzubewegen vermag. Bei diesen Drähten
sind am freien Ende zwei gesonderte Kontaktbüchsen i i vorgesehen, die je einen
ZufÜhrungsdraht 'haben. Bei den miteinander verbundenen Drähten können die Kontaktbüchsen
der beiden Drähte des Paares zusammen aus einem Stück bestehen, und mit einem einzigen
Zuführungsdraht versehen sein. Dieser Unterschied erhellt aus der Zeichnung.
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Die Bedeutung der verschiedenen Teile des in Fiig. 3 dargestellten
Schaltbildes, wird in der folgenden Erläuterung der Wirkungsweise der Anlage erörtert.
Das Schaltbild, in dem die Anlage in Ruhelage dargestellt ist, bezieht sich auf
einen Kreuzstangenwähler, dessen Gitter je vier Paarre fester Kontaktdrähte besitzen.
Das Schaltbild kann aber beliebig auf eine größere Anzahl Kanäle ausgedehnt werden.
Dies gilt ebenfalls in bezug auf die Brücken, von denen in der Zeichnung 'auch nur
vier abgebildet sind.
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Die festen Kontaktkörper von vier Schaltern i9, 20, 21 und 22 sind
mittels eines Leiters 23 mit einem der Pole (angenommen wird der Pluspol) einer
nicht dargestellten Gleichstromquelle verbunden. Jeder dieser Schalter ist einer
Brücke zugeordnet. Ihre beweglichen Kontaktkörper sind mit einem der Zuführungsleiter
24. 25, 26 und 27 der
Spulen der entsprechenden Brückenmagnete 28,
29, 30 und 31 verbunden. Diese Magnete sind den Sätzen beweglicher Kontaktdrähte
zugeordnet und in Fig. 2 mit io bezeichnet. Die anderen Zuführungsleiter 32, 33,
34 und 35 der Spulen der Brückenmagnete können, wie aus folgenden hervorgeht, über
Schalter 36, 37, 38 und 39 mit dem anderen Pol der Stromquelle verbunden werden,
im vorausgesetzten Fall also mit dem negativen.
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Die beweglichen Kontaktkörper der Schalter i9 bis 22 sind außerdem
mit den beweglichen Kontaktkörpern der Schalter 40, 41, 42 und 43 verbunden, deren
feste Kontaktkörper durch eine Leitung 44 miteinander verbunden sind.
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Die Teilnehmergeräte sind mit den beweglichen Kontaktkörpern des Kreuzstangenwähl-ers
(Drähte 6 in Fig. 2) verbunden, so daß jeder der Schalter i9 bis 22 einem dieser
Geräte zugeordnet ist. Wenn ein Teilnehmer eine Verbindung wünscht, in dem er den
Hörer abhebt, wird von einem Relais (in der Zeichnung nicht dargestellt) sein Schalter
geschlossen. Gesetzt der Fall, daß dies der Schalter i9 ist. Der Pluspol der Stromquelle
wird dann über diesen Schialter mit dem Leiter24 und infolgedessen über den Schalter
4o mit dem Leiter 44 verbunden. Von da an kann jetzt Strom fließen über einen Kondensator
45 und drei Schalter 46, 47 und 48, so daß über die Spule eines Elektromagnets 49,
der also erregt wird, und weiter über einen Leiter 53 zum Minuspol der Stromquelle
Strom fließt.
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Während der Kondensator 45 geladen wird, beginnt auch Strom zu fließen
durch die Spule eines Elektromagnets 54, der parallel zum Kondensator geschaltet
ist und ,also allmählich ebenfalls erregt wird.
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Der Magnet 49 ist der dem ersten Satz fester Kontaktdrähte zugeordnete
Stangenmagnet und dient also dazu, die Mitnehmer der ersten Stangenreihe mit den
Antriebsorganen der Brücken zu kuppeln. Außer dem Stangenmagnet 49 weist das Schaltbild
drei weitere Stangenmagnete 50, 51 und 52 auf, aber diese sind über Schalter 46,
47 und 48 kurzgeschlossen und also außer Tätigkeit. Man kann sich zwischen den Stangenmagneten
49 und 50 und zwischen den Stangenmagneten 51 und 52 eine weitere Anzahl
Stangenmagnete denken, die auf die gleiche Art und Weise geschaltet sind. Bei einer
in der Praxis sehr geeigneten Ausbildung kann der Ausgangsschalter z. B. zehn Kanäle
und demnach zehn Stangenmagnete haben.
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Die Stangen werden zur Kupplung des Antriebsorgans der Brückenmagnete
mit den Mitnehmern vom Magnet 54 bewegt, sind jedoch in der Ruhelage nicht mit dem
Antriebsorgan dieses Magnets gekuppelt. Zu diesem Zweck muß zunächst der entsprechende
Stangenmagnet 49, 50, 51 und 52 erregt sein. Die Schaltung ist nun derart eingerichtet,
daß niemals zwei oder mehrere dieser Stangenmagnete zugleich erregt und infolgedessen
niemals zwei oder mehrere Stangen zugleich vom Magnet 54 bewegt werden.
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Wenn der Stangenmagnet 49 erregt wird, wird die mit der ersten Gruppe
fester Kontaktdrähte (erster Kanal) zusammen arbeitende Stange mechanisch mit dem
Antriebsorgan des Magnets 54 gekuppelt. Das Vorhandensein des Kondensators 45 bewirkt,
daß der Stangenmagnet 49 eher ;als dez Antriebsmagnet 54 erregt ist. Zunächst wird
die vom Magnet 49 betätigte Stange, die einfachheitshalber Stange 49 genannt wird,
obwohl sie nicht dargestellt ist, mit dem Antriebsorgan des Magnets 54 gekuppelt.
Wenn danach jauch der letztgenannte Magnet hinreichend erregt ist, bringt er diese
Stange 49 in die Lage, in der sie ihrerseits das Antriebsoirgan des Brückenmagnets
28 mit dem Mitne'hmer im ersten Kanal kuppelt.
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Der Magnet 54 dient nicht nur als Antriebsmagnet, sondern ist auch
als Relais ausgebildet und betätigt den Schalter 55. Dieser ist in einem Leiter
56 angeordnet, der den Minuspol der Stromquelle bei jedem der Schalter 36 bis 39
mit einem der Wechselkontaktteile verbindet, d.h. mit demjenigen, der in der Ruhelage
dieser Schalter mit dem beweglichen Kontaktteil in Berührung steht. Durch das Schließen
des Schalters 55 infolge der Erregung des Antriebsmagnets 54 wird ein Stromkreis
geschlossen vom Pluspol, über den Schalter i9, den Leiter 24, die Brückenmagnetspule
28, den Leiter 32, den Schalter 36, den Leiter 56 und den Schalter 55 zum Minuspol.
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Der Strom in diesem Kreis erregt den Brückenmagnet 28. Dieser kann
nun den Mitnehmer 9 bewegen, der durch die Stange 49 mit dem Antriebsorgan des Magnets
28 gekuppelt ist. Die anderen Mitnehmer, die der gleichen Brücke zugeordnet sind,
sind nicht mit einer Stange gekuppelt und bleiben also in Ruhe. Durch die Wirkung
des Magnets 28 werden die auf dein bezogenen Mitne'hmer ruhenden Kontalktbügel mit
den festen Kontaktdrähten 2 in Berührung gebracht und wird die Verbindung, soweit
diese sich über den Kreuzstangenwähler erstreckt, hergestellt.
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Die Kupplungen zwischen Mitnehmer und Antriebsteil des Brückenmagnets
sind derart ausgebildet, daß sie nicht unterbrochen werden, solange der Mitnehmer
gezogen ist, auch wenn die Stange wieder in ihre passive Lage geführt wird. Der
Erregerstrom der Magnete 49 und 54 darf also jetzt ausgeschaltet werden. Dies bewirkt
der Brückenmagnet 28, der ja den Schalter 4o betätigt. Durch Erregung des Magnets
28 wird dieser Schalter geöffnet und infolgedessen der Strom, der den Magnet 54
erregte, unterbrochen.
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Die Tatsache, daß der Magnet 54, nachdem der Kondensator 45 sich über
seine Spule entladen hat, den Schalter 55 öffnet, darf nicht zur Folge haben, daß
der Erregerstrom des Brückenmagnets 28 unterbrochen wird, denn in diesem Fall würde
die gerade hergestellte telep'honische Verbindungwieder verlorenge'hen. Um letzteres
zu verhüten, sind die Schalter 36 bis 39 vorgesehen. Diese werden von den entsprechenden
Brückenmagneten betätigt. Wenn der Brückenmagnet 28 betätigt wird, öffnet er nicht
nur den Schalter 40, sondern legt zugleich den beweglichen Kontaktkörper des Schalters
36 um. Dieser ist ein Schalter mit stetigem Wechselkontakt,
d. h.
der eine Kontakt wird nicht unterbrochen, bevor der bewegliche Kontaktkörper mit
dem zweiten festen Kontaktkörper in Berührung gekommen ist. Durch Umlegen dieses
beweglichen Kontaktkörpers wird der Leiter 32 unmittelbar mit dem Minuspol der Stromquelle
verbunden. Der Magnet 28 verliert also durch das Öffnen des Schalters 55 nicht seine
Erregung und die Verbindung wird nur ausgelöst, wenn der Teilnehmer den Hörer auflegt
und infolgedessen den Schalteer i9 öffnet. Da die Erregung des Magnets 54 durch
den vozha.ndenen aufgeladenen Kondensator 45 etwas verzögert verschwindet, wird
die Verbindung zwischen dem Leiter 32 und dem Minuspol über den Schalter »hergestellt
vor Öffnung des Schalters 55 vom Magnet 54.
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Wenn nun ein zweiter der an die Schalter i9 bis 22 angeschlossenen
Teilnehmer zu telephonieren wünscht, darf er nicht mit dem gleichen Kanal des Kreuzstangenwählers,
sondern muß mit einer freien Leitung verbunden werden. Nicht der Stangenmagnet 49
darf also dem Anruf dieses zweiten Teilnehm-ers Folge leisten, sondern ein ainderer
Stangenmagnet muß dies machen. Um dieser zweiten Bedingung zu entsprechen, wird
nach der Erfindung ein Gitter fester Kontaktdrähte des Kreuzstangenwählers verwendet,
wobei die Drähte eines jeden Paares isoliert voneinander angeordnet sind. Dieses
Gitter wird nicht zur Führung der Sprechströme verwendet. Der eine Draht dieses
im Schaltbild mit 57, 58 und 59 bezeichneten Paares ist mittels eines Leiters 61,
62 und 63 (an die Kontaktbüchsen i i in Fig. 2 anzuschließen) mit dem einen Ende
der Spule eines Hilfsrelais 64, 65 und 66 verbunden, dessen anderes Ende mit dem
Leiter 23, also mit dem Pluspol der Stromquelle verbunden ist. Jedem Stangenmagnet
ist ein solches Hilfsrelais zugeordnet, ausgenommen dem letzten.
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Der andere Draht des Paares 57 ist mit dem negativen Ende der Spule
des entsprechenden Stangenmagnets verbunden. Dies trifft auch bei den Drahtpaaren
58, 59 und 6o zu, nur ist bei letztgen:anuten der Außendraht nicht verbunden, die
der Kanal des Paares 6o kein Hilfsrelais enthält. Dieser Draht ist im vorliegenden
Fall also nicht wirksam. (Letzteres gilt natürlich nicht für die anderen Draahtpaare
des gleichen Kanals, insbesondere nicht für die von den Sprechströmen durchflossenen.)
Die Erregung der Spule 28 hat also nicht nur zur Folge gehabt, daß der mit der Stange
49 gekuppelte Mitnehmer die den Sprechstrom führenden Kontaktbügel auf ihre festen
Kontaktdrähte niedergelassen 'hat, sondern auch, daß der Kontaktbügel 67, der mit
dem Paar fester Kontaktdrähte 57 zusammen arbeitet, den Erregerstrom des Hilfsrelais
64 schließt. Dieses Hilfsrelais arbeitet mit d Tn Schalteer 48 zusammen, der bisher
die Spule des Stangenmagnets 5o des benachbarten Kanals kurzgeschlossen hielt. Durch
Erregung des Hilfsrelais 64 wird dieser Stromkreis geöffnet und infolgedessen der
Kurzschluß der Spule 5o aufgehoben, Trotzdem wird die Spule noch nicht erregt, denn
da der Brückenmagnet 28 den Schalter 40 geöffnet hat, ist der zuvor über den Schalter
48 fließende Strom unterbrochen. Es wird bloß die Spule 5o für das nächstfolgende
Gespräch freigegeben.
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Angenommen wird, daß ein zweiter Teilnehmer, dessen Gerät an die Brücke
!angeschlossen ist, dem der Brückenmagnet 30 zugeordnet ist, seinen Hörer
abhebt. Dieser Teilnehmer schließt infolgedessen den Schalter 2i. Es fließt dann
Strom vom Pluspol der Stromquelle über den Leiter 23, die Schalter 2i und 42 zum
Kondensator 45 und zur Spule 54 und weiter über Schalter 46 und 47. Weiter durchfließt
der Strom die jetzt nicht mehrkurzgeschlossene Spule des Stangenmagnets 5o, der
also zur Verfügung des erwähnten zweiten Teilnehmers steht.
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Wie bereits gesagt, darf dieser Strom nicht auch den Stangenmagnet
49 erregen. Um dies zu verhüten, wird die Kombination eines der festen Kontaktdrähte
des Paares 57 und des entsprechenden beweglichen Kontaktkörpers (Kontaktbügel) 67
als Schalter benutzt, um den Stangenmagnet 49 kurzzuschließen und diesen also außer
Tätigkeit zu setzen. Hierdurch wird der ersten der vorerwähnten Bedingungen entsprochen.
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Es leuchtet ein, daß in diesem Fall die 'beweglichen Kontaktkörper,
die mit dem Gitter zusammen arbeiten, von dem die Drähte 57 einen Teil bilden, nicht
in Richtung Y, sondern in Stangenrichtung X
miteinander verbunden sein
müssen, so daß diese nicht aus in Querrichtung durchlaufenden beweglichen Kontaktdrähten
bestehen können, wie es ibei den den Sprechstrom führenden ,beweglichen Kontaktkörpern
zutrifft.
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Die zweite Verbindung wird nun weiter hergestellt, wie bereits in
bezug auf die erstgenannte beschrieben wurde.
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Auch heben ajuf ähnliche Weise, wie oben geschildert, die anderen
Hilfsrelais 65 und 66 die Sperrung der benachbarten Stangenmagnete auf und sperren
die beweglichen Kontaktkörper 68, 69 und 7o die Stangenmagnete des Kanals, dem sie
selbst zugeordnet sind.
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Die Drähte 57 bis 6o können auch beide mit den Enden der Spulen 49
bis 52 und die .beweglichen Kontaktkörper mit den Spulen der Hilfsrelais verbunden
sein. Dies erhellt aus Fig. 4.
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Wenn die zuerst hergestellte Verbindung ausgelöst wird, kommt der
bewegliche Kontaktkörper 67 wieder frei von den Drähten 57 zu liegen. Der Erregerstrom
des Hilfsrelais 64 wird infolgedessen ausgeschaltet und der Schalter 48 wieder geschlossen.
Der Erregerstrom der Hilfsrelais 55 und 56 fließt aber auch über den beweglichen
Kontaktkörper 67. Durch Unterbrechung des Kontaktes zwischen dem beweglichen Kontaktkörper
67 und den Drähten 57 könnte die Spule 49 also in Reihe mit der Spule eines dieser
Hilfsrelais und sogar mit zwei oder mehreren parallelgeschalteten Spulen dieser
Relais zu liegen kommen. Um dies zu verhüten, ist im Erregerstrom dieserRelais ein
Schalter mit Arbeitskontakt (7i,72) angeordnet, der ebenso wie die Überbrückungsschalter
46, 47 und 48 vom Hilfsrelais des vorangehendenKanals betätigtwird.
Es
betätigt z. B. das Hilfsrelais 64 den Schalter 71
im Erregerstromkreis des
Hilfsrelais (>5 und dieses wieder den Schalter 72 in demjenigen des Hilfsrelais
66. Wenn der erstgenannte Kanal frei wird, kommen also mit dem Hilfsrelais 64 die
Hilfsrelais sämtlicher belegter Kanäle zurAberregung, wonach sämtliche Stamgenmagnete
bis auf den Stangenmagnet 49 gesperrt sind. Beim nächstfolgenden Anruf wird also
letzterer aufs neue wirksam.
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In Fig.5 ist das Schaltbild einer Anlage dargestellt mit vier Kreuzstangenwählern
73, 74, 75 und 76. Jeder Wähler, an den 2o Teilnehmer angeschlossen sind, kann Anschluß
an zehn Leitungen erlangen. Die Verbindung dieser Leitungen unter sich führt über
zwei andere Kreuzstange-nwä'hler 77 und 78, die wegen ihrer Funktion Kupplungswähler
genannt werden. Die anderen werden TeilnehmerWähler genannt. Die Ausgangsleitungen
der Teilnehmerwähler- sind mit den Brücken der Kupplungswähler verbunden. An die
festen Kontaktdrähte der Kupplungswähler können Drähte von Signal- oder Prüfungssystemen
angeschlossen werden, sowie Leiter, die den Gleichstrom von der zentralen Stromquelle
den Sprechkanälen zuführen. Diese festen Kontaktdrähte dienen weiter zur gegenseitigen
Verbindung der Teilnehmergeräte.
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Damit jeder der angeschlossenen 8o Teilnehmer mit einem beliebigen
der übrigen 79 verbunden werden kann, ist die eine Hälfte der Ausgangsleitungender
Teilnehmerwähler an den Kupplungswähler77 und die andere Hälfte an den Kupplungswähler
78 angeschlossen.
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Die Bügel von je 20 Eingangsleitungen der Teilnehmerwähler, die an
die Brücken von Wählern 73 bis 76 angeschlossen sind, sind mit 79, 80,
81
und 82 bezeichnet.
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Vom Kreuzstangenwähler 73 ist ein Bündel 83 von fünf Leitungen mit
Brücken des Kupplungswählers 77 verbunden; ein zweites Bündel 84 enthält die übrigen
fünf Leitungen, die mit dem Kupplungswähler 78 verbunden sind.
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Es kann vorkommen, daß die fünf Leitungen des Bündels 83 nicht alle
belegt sind, während der Kupplungswähler 77, durch Teilnehmer über zwei oder mehrere
der anderen Teilnehmerwähler verteilt, voll belegt ist. Wenn dann ein an den Wähler
73 angeschlossener Teilnehmer eine Verbindung suchen würde, würde er über einen
freien Kanal des Bündels 83 an den belegten Kupplungswähler 77 gelangen, dort 'keinen
freien Stangenmagnet finden und .das Besetztsignal hören. Auf dem anderen Kupplungswähler
78 gibt es zwar noch Platz, aber da bei einem System nach Fig. 3 immer der erste
freie Stangenmagnet gewählt wird, kommen die Kanäle des Bündels 84 ohne weitere
Hilfsmittel nicht heran.
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Dem kann durch Anwendung der Erfindung abgeholfen werden, indem im
Kupplungswähler 77 eines der Gitter fester Kontaktdrähte zum Sperren der Leitungen
des Bündels 83 bestimmt wird.
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Fig. 6 zeigt dieses Gitter. Die Paare fester Kontaktdrähte sind mit
ioi bis iio nume@riert. Durch die Leiter85 ist jeder Draht mit einemDraht
| des nebenliegenden Paares verbunden. Ein Draht |
| des Paares toi ist auf diese Weise mit einem Draht |
| des Paares rot, der andere Draht des Paares 102 |
| mit einem Draht des Paares 103 verbunden, usw. |
| Der erste Draht 86 des Paares ioi und der letzte 87 |
| des Paares i io sind nicht mit einem Draht eines |
| anderen Paares verbunden. Der erstgenannte Draht |
| 86 ist mit einem der Pole der zentralen Gleich- |
| stromquelle verbunden, z. 13. mit dem positiven. |
| Der Draht 87 ist mit einem Ende der Spule eines |
| Relais 88 verbunden, von der das andere Ende mit |
| dem zweiten Pol der zentralen Stromquelle ver- |
| bunden ist. |
| Solange der Kupplunäswähler nicht vollbelegt |
| ist, ist der Erregerstromkreis des Relais 88 nicht |
| geschlossen. In der Figur ist aber dargestellt, daß |
| der Wähler voll belegt ist. Auf jedem Paar fester |
| Kontaktdrähte ist nämlich ein Kontaktbügel an- |
| geordnet, der die leiden Drähte des Paares ver- |
| bindet. Es verbindet z. 13. der Kontaktbügel 89 |
| die Drähte des Paares ioi, der Kontaktbügel 9o in |
| einer anderen Brücke die Drähte des Paares 102 |
| usw. Die zwanzig Brücken sind durch gestrichelte |
| Linien 9i dargestellt. |
| Von dem einen Pol der zentralen Gleichstrom- |
| quelle kann also der Erregerstrom des Relais 88 |
| über den Draht 86 zum Kontaktbügel 89 und weiter |
| über den zweiten Draht des Paares ioi und die |
| Verbindung 85 zwischen diesem Draht zum einen |
| Draiht des Paares 102, Kontaktbügel 9o und wieder |
| über den anderen Draht des Paares 102 USW. durch |
| einen größeren oder kleineren Teil sämtlicher fester |
| Kontaktdrähte 103 bis iio fließen, und schließlich |
| über den Draht 87 die Spule des Relais 88 erreichen. |
| Dieses Relais betätigt einen Schalter, der sämtliche |
| den Kanälen des Bügels 83 zugeordnete Stangen- |
| magnete sperrt. Dieser Schalter ist in Fig. 6 nicht |
| dargestellt. Er kann vom ersten überbrückungs- |
| schalt.er der Gruppe 84 gebildet werden, d. 'h. in |
| Fig. 3 vom Schalter 47. Dieser ist zu diesem Zweck |
| als ein Schalter mit Umschaltkontakten ausgebildet. |
| Er ist m-it einem zweiten festen Kontaktkörper |
| versehen, der mit dem negativen Ende der Spule 49 |
| verbunden ist, wie durch die gestrichelte Linie 92 |
| in Fig.3 dargestellt ist. Die Stan,genmagnete49 und |
| 5o muß man sich hierbei als den Bügeln 83 zu- |
| geordneten vorstellen, und die Stangenmagnete 51 |
| und 52 als dem Bündel 84 zugeordnet. Daß in Fig.3 |
| nur insgesamt vier Kanäle statt zehn dargestellt |
| sind, bildet keinen grundsätzlichen Unterschied |
| gegenüber der Einrichtung nach Fig. 5. Wie bereits |
| -bemerkt, können zwischen den Stangenmagneten 49 |
| und 5o und zwischen den Stangenmagneten 51 und |
| 52 eine beliebige Anzahl andere hinzugefügt sein. |
| Wird -der Schalter 47 in Fig. 3 vom Relais 88 in |
| Fig. 6 umgelegt, so sind die Stangenmagnete 5o |
| und 49 und sämtliche gegebenenfalls dazwischen- |
| liegende gesperrt. Der Strom, der über .einen der |
| Schalter i9 bis 22 von einem Teilnehmer ge- |
| schlossen wird, wird also seinen Weg unmittelbar |
| über den Schalter 47 .und Leiter 92 nehmen und |
| nicht eine der Spulen der Stangenmagnete des |
| Kanals 83 erregen. |
Damit dieser Strom hingegen einen der Stangenmagnete, die. einem
Kanal des Bündels 84 zugeordnet sind, zu erregen vermag, ist der Schalter 47 als
ein Schalter mit Umschaltkontakten ausgebildet. Er ist derart verbunden, daß er
in der einen Lage (Ruhelage) die Spule 51, d. h. den ersten St.angen@magnet des
Bündels 84, und in der anderen Lage. die Spulen 49 und 5o, d.
h. die Stangenmagnete
des Bündels 83 überbrückt. Wenn der Schalter 47, entweder durch Erregung des Relais
88 oder durch Aberregung des Hilfsrelais 65, umgelegt wird, wird beim nächstfolgenden
Gespräch ein Kanal des Kupplungswählers 78 belegt. In diesem Kanal wird dann auf
ähnliche Weise, wie beimTeilnehmerwählererläutert, einfreier Stangenmagnet betätigt.
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Was hier in bezug auf das Bündel 83 des Wählers 73 erwähnt ist, gilt
ebenfalls für die Bündel der anderen Teilnehmerwähler, die an dem Kupplungswähler
77 angeschlossen sind. Wären eines oder mehrere dieser Bündel zufällig bereits besetzt,
so hätte die Überbrückung der Spulen ihrer Stangenmagnete keine weitere Auswirkung,
da diese doch bereits kurzgeschlossen waren. Sie verursacht auch keine Störung,
denn wenn einer dieser Kanäle frei wird, bedeutet dies, daß der Kupplungswähler
77 nicht weiter voll belegt ist und daß also auch die durch den Schalter 47 bewirkte
Überbrückung der Spulen der Stangenmagnete, die dem ,an diesen Kupplungswähler angeschlossenen
Bündel zugeordnet sind, verschwindet.
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Wie dann weiter der anzurufende Teilnehmer mit dem ,gleichen Kanal
verbunden wird, ist eine außerhalb des Rahmens dieser Beschreibung liegende Frage,
da diese nicht weiter mit der Erfindung im Zusammenhang steht. Letzteres betrifft
eine Aufgabe, die durch bekannte Systeme von Wählern und Registern lösbar ist.