DE825679C - Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Fadenresten an Spindeln von Spinn- und Webmaschinen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Fadenresten an Spindeln von Spinn- und Webmaschinen

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DE825679C DEB3309A DEB0003309A DE825679C DE 825679 C DE825679 C DE 825679C DE B3309 A DEB3309 A DE B3309A DE B0003309 A DEB0003309 A DE B0003309A DE 825679 C DE825679 C DE 825679C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H73/00Stripping waste material from cores or formers, e.g. to permit their re-use
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2701/00Handled material; Storage means
    • B65H2701/30Handled filamentary material
    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

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  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Fadenresten an Spindeln von Spinn- und Webmaschinen 13ei den sogenannten Nothrop-Spinn- und -Wehautomaten fallen in großer Zahl Spindeln an, auf denen noch Fadenreste in mehreren Windungen aufgespult sind. Bekanntlich darf die Wicklung derartiger Spulen nicht bis zum letzten Rest aufgearbeitet werden, da sonst der Faden abreißt.
  • Diese Spindeln sind deshalb in der Nähe des Kopfendes mit einer dünnen Metallhülse umgeben, die in Verbindung mit einem Kontaktstift die Spindel stillsetzt, wenn die Wicklung so weit aufgearbeitet ist, daß der Kontaktstift die Metallhülse der Spindel berührt und dadurch einen den Spindelantrieb) aufhebenden Stromkreis schließt. Die nach dem Stillsetzen der Spindeln auf diesen noch verbleibenden Fadenreste müssen entfernt werden, ehe die Spindeln neu bespult werden.
  • Bekannt sind Einrichtungen zum Entfernen dieser Fadenreste, die mit Hilfe von Messern und messerartigen Zangen arbeiten, durch welche die Fadenreste von den Spindeln abgeschnitten und abgezogen werden. Diese Einrichtungen sind kostspielig und haben den großen Nachteil, daß die scharfen Werkzeuge die Oberfläche derMetallhülse stark angreifen, so daß die Spindeln schon nach verhältnismäßig kurzer Betriebszeit aus der Fabrikation herausgenommen werden müssen.
  • Nach der Erfindung wird die Befreiung der Spindeln von den Fadenresten dadurch 1wirkt, daß die die Fadenreste tragenden Spindeln einem entgegen dem Wicklungssinn des Fadenrestes mit großer Geschwindigkeit in Schraubenlinienform geführten Luftstrom ausgesetzt werden. Der Luftstrom wird vorzugsweise an der Spindel entlanggesaugt. Es wäre aber auch denkbar, den Luftstrom an der Spindel entlangzublasen.
  • Die Vorrichtung zur Durchführung dieses neuen Verfahrens besteht aus einer zum Einstecken der Spindeln eingerichteten hülsenförmigen Düse mit an der Innenseite angeordnetenDrallführungen, die mit dem dem Einsteckende abgegekehrten Ende an eine Absaugvorrichtung angeschlossen ist. Von der durch die Düse gesaugten und durch die Drallführungen um die eingesteckte Spindel mit großer Geschwindigkeit in Schraul>enlinienform entgegen demWindungssinn des Fadenrestes kreisenden Luft wird der Fadenrest sofort abgewickelt und über das freie Spindelende abgezogen. Zwischen der Düse und der Saugpumpe wird ein Behälter vorgesehen, der durch ein Sieb in einen großen Sammelraum für die Fadenreste und einen an die Saugpumpe angeschlossenen kleinen Absaugraum unterteilt ist.
  • Das neue Verfahren kann also mit einfachen Mitteln durchgeführt werden. Infolge des völligen Wegfalls mechanisch bewegter Bauteile sind die Einrichtungen betriebssicher. Da an den Spindeln nur Luft vorbeigeführt wird, ist mit keinerlei Verl schleiß der Spindeln zu rechnen. Das Entfernen des Fadenrestes geht derart schnell vor sich, daß Leistungen pro Vorrichtung von über 2000 Stück in der Stunde durch eine einzige weibliche Hilfskraft oder einen Kriegsbeschädigten erreicht werden können. Besondere Voraussetzungen sind nicht notwendig, da die Arbeitsweise, die lediglich darin besteht, jede Spindel in die Düse einzustecken und wieder herauszuziehen, denkbar einfach ist. Die Grenzen der Leistung liegen nur in der physischen Höchstleistung der Bedienung.
  • Das Verfahren läßt sich auch auf die sogenannten Fleyerspindeln anwenden, wobei lediglich geringfügige, durch die Gestalt und die größeren Abmessungen dieser Spindeln bedingte Abänderungen der die Spindeln aufnehmenden und den kreisrunden Luftstrom führenden Düse notwendig werden.
  • An Hand der Zeichnung,ist die Erfindung näher erläutert, es zeigt Fig. I den Längsschnitt einer für Nothrop-Spindeln bestimmten Düse, Fig. 2 eine Stirnansicht derselben von der Einsteckseite, Fig. 3 die Anordnung dieser Düse an dem im Längsschnitt gezeigten Absaugbehälter, Fig. 4 den Längsschnitt einer für Fleyerspindeln bestimmten Düse, Fig. 5 eine Stirnansicht derselben von der Einsteckseite und Fig. 6 und 7 eine Vorder- und Seitenansicht eines Apparates einer weiteren Ausführungsform.
  • Die in den Fig. I und 2 dargestellte, für die Behandlung der Nothrop-Spindeln bestimmte Düse hat einen im Innern von der Eintrittsseite nach der Austrittsseite verjüngten, hülsenförmigen Körper 1.
  • An der Eintrittsseite ist in die Hülse I ein Kopfstück 2 eingeschraubt, mit dem gleichzeitig eine in die Hülse passende Büchse 3 festgelegt wird. Die letztere ist an der Innenseite mit einer Drallführung versehen, die z. B. als fünfgängiges Trapezgewinde 4 ausgebildet ist, dessen Steigung etwa der Länge der Büchse 3 entspricht. Das Kopfstück2 bildet über der Drallbüchse 3 eine Glocke, die oben eine Öffnung 5 hat, durch welche die mit den Fadenresten behafteten Spindeln 5 in der in der Fig. 1 strichpunktiert angedeuteten Weise eingesteckt werden. An die Öffnung 5 schließen in dem Kopfstück Schlitzausnehmungen 6 an, die nach Lage und Zahl den am Anfang der Dralll>üchse 3 auslaufenden Drallnuten entsprechen. Im vorliegenden Beispiel sind es also fünf Schlitze 6.
  • Das andere Ende der Hülse I trägt ein Schraubstück 7, welches zum Anschluß derAbsaugleitung8 benutzt wird. Dieses Schraubstück hält in der Hülse I eine zweite Drallbüchse g fest, die ähnlich ausgebildet ist wie die Drallbüchse 3 und nur etwas kleinere Abmessungen hat. Die Anordnung der Drallführungen in den Büchsen 3 und 9 ist so gewählt, daß ihre Gänge entgegengesetzt dem Windungssinn des auf der eingesteckten Spindel sitzenden Fadenrestes verlaufen.
  • Durch die Düse wird mittels einer weiter unten näher beschriebenen, an den Rohrstutzen 8 angeschlossenen Absaugvorrichtung Luft gesaugt. Die Saugleitung der Pumpe ist so I>emessen, daß im Rohrstutzen 8 mit einem Vakuum von 65 bis 80 0/U gerechnet werden kann. Die hierzu erforderliche große Luftmenge strömt durch die Schlitzausnehmungen 6 des Kopfstückes 2 etwa in radialer Richtung ein und wird bei ihrem Durchgang durch die die eingesetzte Spindel umgebende Drallführung 3 in eine schraubenlinienförmige Bewegung gezwungen. Die um die Spindel entgegen dem Windungssinn des Fadenrestes mit großer Geschwindigkeit kreisende Luft faßt das Fadenende und wickelt den Fadenrest in einem Bruchteil einer Sekunde von der Spindel ab. Der abgewickelte Faden wird von dem Saugluftstrom durch den Rohrstutzen 8 abgeführt. Die zweite Drailführung 9 bewirkt, daß der Drall der Saugluft durch die ganze Düse hindurch aufrechterhalten bleibt.
  • Wie die Fig. 3 zeigt, ist zwischen die hier mit D bezeichnete Düse und die Absaugleitung der Saugpumpe ein Behälter II eingeschaltet. Die Düse ist mit ihrem Rohrstutzen 8 an die eine Stirnseite des Behälters II angeschlossen, die als um ein Scharnie 12 aufklappbarer Deckel 13 ausgebildet ist, welcher mittels einer Druckschraul,e I4 dicht auf den Rand des Behälters aufgepreßt werden kann.
  • Am anderen Ende ist der Behälter 1 1 durch ein Einsatzstück 15 abgeschlossen, das den zum Anschluß der Pumpe dienenden Stutzen I6 hat und einen Hohlraum I7 bildet, der von dem großen Behälterraum I8 durch ein beispielsweise aus Filzplatten und Metallgittern bestehendes Sieb I9 abgetrennt ist. Dieses Sieb 19 heilt die angesaugten Fadenreste von der Pumpe fern, und sie werden in dem Behälterraum I8 gesammelt. Durch die Anordnung des Deckels I3 ist die von Zeit zu Zeit notwendige Abführung der im Behälterraum I8 gesammelten Fadenreste erleichtert.
  • Die Fig. 4 und 5 zeigen eine Ausfuhrungsform der Düse, die für das Reinigen der sogenannten Fleyerspindeln geeignet ist. Die Düse hat einen Rohrmantel 20, der an den beiden Enden Schraubstücke 21 und 22 trägt. Das Schraubstück 21 ist das Kopfstück; es ist im wesentlichen zylindrisch untl hat einen Flansch 23. Zwischen dem Rand des Rohrmantels 20 und einem Absatz des Schraubstückes 21 ist eine Büchse 24 eingespannt, die an ihrer Innenseite in gleicher Weise wie die Drall-I>iichse3 nach Fig. 1 mit schraubenlinienförmig entgegen dem NVindungssinn des Fadenrestes der Spindel verlaufenden Drallführungen 25 versehen ist. Auf dem Flansch 23 des Schraubstückes 21 ist ein diesen iibergreifender Ring 26 drehbar gelagert. Die Führung des Ringes 26 auf dem Flansch 23 erfolgt mittels in dem Ring 26 angeordneter Stiftschrauben 27, die in eine Ringnut 28 des Flansches 23 eingreifen. Zwischen dem Flansch 23 und dem Ring 26 sind flache Backen 29 radial verschiebbar angeordnet, die je mit einem Führungsstift 30 in einem exzentrisch zur Achse der Düse verlaufenden Kurvenschlitz 31 des Ringes 26 geführt sind.
  • Infolge dieser Anordnung können die Backen 29 durch I)rehen des Ringes 26 unter Benutzung des hierzu vorgesehenen Handgriffes 32 radial verschonen werden. Die Backen 29 dienen zum Unterfassen des Kopfes der in die Düse eingeführten SpiiidelS uiid werden entsprechend den Abmessungen der Spindel eingestellt. Dicht vor dem Flansch 23 hat der Mantel des Schraubstückes 21 Bohrungeii 33, die als zusätzliche Lufteinziehöffiiungen dieiien und in einem spitzen Winkel zur radialen Richtung geführt sind. Durch die Lage dieser Bohrungen erhält die Luft bereits l>eim Eintritt in die Oüse einen Drall.
  • Das Schraubstück 22 entspricht dem Schraubstiick 7 in Fig. I. Es dient zum Anschluß an die Shsaugvorrichtung. AuBerdem ist das Schraubstiick 22 nach dem Austritt hin auf einen kleineren l)urchmesser verjiingt und nimmt in dem reduzierten Teil eine zweite Drallbüchse 34 auf. l)ie Wirkungsweise der Düse und ihre Anordnung ist die gleiche, wie die der Düse nach Fig. I.
  • I>ie Drallführungen erzeugen um die Spindel herum einen schraulenl inienförmig verlaufenden Luftstrom, der infolge seines entgegen dem Wicklungssinn des Fadens gerichteten Drehsinnes den Faden rasch von der Spindel abwickelt und ihn in den Sammelraum I8 trägt.
  • Die Fig. 6 und 7 zeigen eine weitere Ausführungsform mit zwei nebeneinander angeordneten hülsenförmigen Körpern I, die oben die Kopfstiicke 2 mit den Saugöffnungen 6 tragen. Unten ist der hülsenförmige Körper 1 durch Schraubstück 7 mit der Absaugleitung 8 verbunden, die mit dem Saugbehälter 34 in Verbindung steht. Der Hohlkörper I mit der Absaugleitung 8 ist auf dem Deckel befestigt, der um Scharnier 12 gedreht und zum Entfernen der Fadenreste geöffnet werden kann. Durch Schraube 14 kann der Deckel 13 ge schlossen und geöffnet werden. Der Saugbehälter 34 ist mit einem Motor 35 zum Antrieb der im Behälter 34 angeordneten Saugpumpe in Verbindung.
  • In dem Behälter34 ist eine ähnliche Siebanordnung wie im Behälter II (Fig.3), um die Fadenreste aufzufangen. Auf dem Behälter 34 ist eine nach vorn schräg zulaufende Tischplatte 36 mit Umfassungsrändern. Auf diese Tischplatte werden die noch mit Fadenresten versehenen Spindeln selbsttätig zugeführt, welche infolge der schrägen Tischplatte nach unten rollen, wo sie von der Person, die den Apparat bedient, abgenommen und in den hülsenförmigen Körper I zurri Entfernen der Fadenreste eingesteckt werden. Die beiden Saugkörper I können von einer Person bedient werden. Die leergesaugten Spindeln werden der weiteren Benutzung wieder zugeführt.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRUCHE: I. Verfahren zum Entfernen vonFadenresten auf Spindeln von Spinn- und Webmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die die Fadenreste tragenden Spindeln einem entgegen dem Wicklungssinn des Fadenrestes mit großer Geschwindigkeit in Schraubenlinienform geführten Luftstrom ausgesetzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der in Schraubenlinienform geführte Luftstrom an der Spindel entlanggesaugt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen I und 2, gekennzeichnet durch eine zum Einstecken der Spindeln eingerichtete hülsenförmige Düse (1, 20) mit an der Innenseite angeordneten Drall führungen (3, 9 bzw. 24, 34), die mit dem dem Einsteckende abgekehrten Ende an eine Absaugvorrichtung angeschlossen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drallführungen innerhalb der die Spindel umgebenden Hülse (I, 20) durch mehrgängige Gewinde mit großer Steigung erzeugt sind.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Drallführungen besonderen Büchsen (3, 9 bzw. 24, 34) angehören, die in den Hülsenkörper (1, 20) eingesetzt sind.
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Kopfstück (2) des Düsenkörpers (I) die Einstecköffnung (5) für die Spindel und außerdem ein Kranz von Lufteintrittsschlitzen (6) ausgespart sind, welche letztere nach Lage und Zahl der am Anfang der Drallführung (4) auslaufenden Drallnuten entsprechen.
  7. .7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Kopfstück (21) des Düsenmantels (20) Haltebacken (29) für die eingesteckte Spindel mittels eines Steliringes (26) radial einstellbar angeordnet sind.
  8. 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (D) zum Reinigen der Spindeln an einem Behälter (11) angeschlossen ist, der durch ein Sieb (19) in einen großen Sammelraum (I8) für die Fadenreste und einen an eine Saugpumpe an geschlossenen kleinen Absaugraum (I7) unterteilt ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (D) an die eine als aufklappbarer Deckel (I3) ausgebildete Stirnseite des Behälters (II) angeschlossen ist.
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