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Reißbrett Die Erfindung bezweckt die Verbindung eines Reißbrettes
mit einem Möbelstück, wie es in technischen Büros gebraucht wird, z. B. einem Schreib-oder
Arbeitstisch, einem Aktenschrank oder Kasten für Papier in der Weise, daß es an
ihm in der Höhe verstellbar angebracht ist.
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Durch die Verbindung des Reißbrettes mit einem Möbelstück als Träger
wird ein besonderes Gestell für das Reißbrett eingespart. Dadurch wird die Büroausstattung
verbilligt und eine bessere Raumausnutzung erreicht. Höhenverstellbare Reißbretter
sind an sich bekannt.
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In den Abb. i bis 8 sind einige Ausführungsbeispiele für die Verbindung
des Reißbrettes mit einem Tisch dargestellt. Die Abb. 9 bis i i zeigen die Verbindung
des Reißbrettes mit einem Schrank. Die Abb. i stellt den Schreibtisch i von der
Seite und das Reißbrett 2 von vorn gesehen dar. In Abb. 2 sind Schreibtisch i und
Reißbrett 2 von oben gesehen dargestellt. Die Abb. 3 gibt den Schreibtisch i von
vorn und das Reißbrett 2 von der Seite gesehen wieder.
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Der Schreibtisch i ist mit einer abnehmbaren oder fest mit ihm verbundenen
Traverse 3 versehen, welche am Ende das vierte Tischbein 4 trägt. Mit ihm ist die
Führung 5 fest verbunden, auf welcher der Schlitten 6 gleitet, an dessen oberem
Ende der Träger 7 befestigt ist. Auf ihm ist, in an sich bekannter Weise, das Reißbrett
2 drehbar und feststellbar gelagert. Am Schlitten 6 ist ein Seil 8 befestigt, welches
über die Seilrolle 9 geführt und an ihr fest ist. Die Seilrolle 9 ist auf der Welle
io
befestigt, die in den Lagern 11 und 12 drehbar ist. Am anderen
Ende ist auf der Welle io das Kastenrad 13 fest. Auf der Welle ist der Hebel 14
drehbar angeordnet. Das Lager 12 ist mit einem Arm versehen, an dessen Ende die
Sperrklinke 15 drehbar gelagert ist (Abb. 4 und 5). Auf dem Hebel 14 ist eine zweite
Sperrklinke 16 drehbar angeordnet. Beide Klinken tragen je einen Stift, an dem die
Feder 17 angreift, wodurch die Sperrklinken in die Zähne des Kastenrades 13 gezogen
werden. Ein Steuerhebel mit den Vorsprüngen 18 und i9 ist bei 2o auf dem Hebel 14
drehbar gelagert. Am Lager 12 ist ein Hebel 21 drehbar angeordnet.
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Faßt man den Hebel 14 mit der linken Hand und hebt ihn an, so wird
dadurch das Reißbrett 2 durch die Sperrklinke 16, das Kastenrad 13, die Welle io
und die Seilrolle 9 mittels des Seiles 8 gehoben. Bei Beendigung der Bewegung wird
das Reißbrett 2 durch die Sperrklinke 15 in der neuen Stellung gehalten. Senkt man
den Hebel 14 wieder, um ihn dann erneut zu heben, so wird das Reißbrett 2 erneut
gehoben.
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Soll das Reißbrett 2 gesenkt werden, so hebt man den Hebel 14 unter
gleichzeitigem Druck mit dem Daumen auf den Vorsprung 18 des um den Punkt 20 drehbaren
Steuerhebels. Der auf. dem Steuerhebel sitzende Stift 22 klinkt dann die Sperrklinke
16 aus, so daß das Kastenrad 13 der Bewegung des Hebels 14 nicht folgt. Nach Beendigung
des Hubes gibt man den Vorsprung 18 frei, so daß die Sperrklinke 16 wieder einrastet,
und zieht nun den Vorsprung i9 mit dem Zeigefinger an. Dadurch klinkt der Stift
23 über den Hebel 21 die Sperrklinke 15 aus. Das Reißbrett 2 ruht jetzt vermittels
des Kastenrades 13 und der Klinke 16 im Hebel 14 und kann durch Senken desselben
gesenkt werden. Gibt man nun den Vorsprung i9 wieder frei, so ruht das Reißbrett
2 wieder über das Kastenrad 13 in der Klinke 15.
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Die Neigung des Reißbrettes 2 kann in an sich bekannter Weise in den
Zapfen der Lager 7 vorgenommen werden.
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An Stelle der beschriebenen Vorrichtung zum Heben und Senken des Reißbrettes
2 kann eine in den Abb. 6, 7 und 8 dargestellte angewandt werden. In der Abb. 6
ist das Reißbrett 2 von vorn und der Arbeitstisch i .von der Seite gesehen dargestellt.
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Der Arbeitstisch i mit der Traverse 3 und dem seitlichen Tischbein
4 sowie die Schlittenführung 5 und 6 und die an sich bekannte Lagerung des Reißbrettes
2 in den Zapfen der Lager 7 sind wieder dieselben wie oben beschrieben. Am Arbeitstisch
i ist ein Träger 24 angebracht, welcher das Lager 25 trägt, in dem der Hebel 26
drehbar angeordnet ist. Er greift am Reißbrett 2 unter eine Rolle 27 und trägt am
anderen Ende ein Gegengewicht 28, durch welches das Gewicht des Reißbrettes 2 ausgeglichen
wird. Es kann am Arbeitstisch i eine Führung vorgesehen sein, welche das Gegengewicht
28 stets in gleicher Entfernung vom Lager 25 hält, wie der Schwerpunkt des Reißbrettes
2 liegt.
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Die Abb. 7 und 8 geben eine Konstruktion wieder, bei der auf die Schlittenführung
des Reißbrettes verzichtet ist. An ihrer Stelle ist nur ein Bügel 29 vorgesehen.
Er hält die Platte 36, auf welcher der Träger 7 befestigt ist, an die Führung 5
angedrückt. Die senkrechte Lage der Platte 36 und damit des Reißbrettes 2 wird durch
die Parallelogrammführung der beiden Hebel 26 erhalten. Die Hebel 26 sind in den
beiden Lagern 25 und an der Platte 36 in den beiden Lagern 37 drehbar angeordnet.
Das Gegengewicht 28 hat ebenfalls zwei Lagerpunkte. Es kann jedoch auch einer derselben
wegfallen.
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Die Verbindung des Reißbrettes 2 mit einem Schrank 38 zeigen die Abb.
9 vom Reißbrett 2 aus und io und i i von der Seite gesehen. Am Schrank 38 sind zu
beiden Seiten desselben in den Lagern 39 je zwei Hebelpaare 4o drehbar gelagert.
An ihren anderen Enden 4i und 42 sind die Hebelpaare durch je ein Verbindungsstück
43 zuin Parallelogramm geschlossen. In Abb. io und i i ist das vordere Verbindungsstück
nicht dargestellt. Die unteren Hebel 40 sind in ihrem Drehpunkt 42 durch eine Stange
44 miteinander verbunden, welche gleichzeitig die Achse für die Drehpunkte 42 bildet.
An den Drehpunkten 41 ist das Reißbrett 2 gelenkig angeordnet. An jeder Seite des
Reißbrettes 2 ist bei 45 je eine Gleitschiene oder Kastenschiene 46 drehbar gelagert.
Ihre Gleit- oder Kastenbahn ruht in der Stange 44 und kann durch an sich bekannte
Mittel mit ihr verklemmt werden, so daß sie nicht in ihrer Gleitbahn gleiten kann.
Durch Feststellen an verschiedenen Stellen der Gleitbahn 46 kann man nun dem Reißbrett
2 jede beliebige Neigung bis zur Waagerechten geben. Heben des Reißbrettes 2 erfolgt
durch Anheben desselben. Das Gewicht des Reißbrettes 2 wird durch das Gegengewicht
47 ausgeglichen. Letzteres ist thittels des über die Rolle 48 laufenden Seiles 49
an der Stange 44 befestigt. Das Innere des Schrankes ist von der dein Reißbrett
2 abgewandten Seite aus zugänglich.