DE82138C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L31/00—Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00
- F01L31/08—Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear
- F01L31/10—Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear the drive being effected by eccentrics
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. Juli 1894 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Kurbelschleifengetriebe, bei welchem vermittelst
einer Sondereinrichtung die Gleitbahn der Schleife verstellt werden kann, wodurch
das Bewegungsgesetz letzterer ein anderes und der Hub veränderlich wird. *
Die Einrichtung besteht darin, dafs die Gleitbahn nicht wie bei der gewöhnlichen Kurbelschleife
direct von dem verschiebbaren Schleifenbügel gebildet wird, sondern dafs diese in
einer Ringscheibe angeordnet, welche drehbar in den Bügel eingesetzt ist.
Auf beiliegender Zeichnung sind verschiedene Ausführungen dargestellt..
Fig. i, 3 und 4 zeigen solche Kurbelschleifen mit geradliniger Gleitbahn.
Fig. 2 ist ein Querschnitt von Fig. 1.
Fig. 5 stellt eine Kurbelschleife dar, bei welcher die Mittellinie der Gleitbahn nach
einem endlichen Radius gekrümmt ist.
Bei Fig. 7 und 8 wird die gekrümmte Bahn durch Lenker ersetzt.
Fig. 9 und 10 sind Querschnitte der Fig. 7
und 8.
Fig. 11 stellt eine Curvenconstruction dar, wie solche bei schiefwinkliger Lage der Gleitbahn
entsteht.
Die Construction und Wirkungsweise des Kurbelschleifengetriebes ist nun folgende.
In dem durch Geradführung oder Lenker d
geführten oder um einen Punkt u
schwingenden Bügel c (Fig. 5) ist eine Ringscheibe
α drehbar gelagert, in deren Schlitz (Bahn) der auf dem Kurbelzapfen n>
der Welle ν drehbar angeordnete Gleitstein b eingreift, welcher bei Rotation der Welle in dem Schlitze
der Scheibe α gleitet und den Bügel c in der Richtung A-B verschiebt.
Bei rechtwinkliger Stellung der Gleitbahnmittellinie x-x (Fig. 1) zur Bewegungsrichtung
A-B erfolgt die Verschiebung des Bügels c genau nach dem von dem Kurbelzapfen n>
beschriebenen Kreise s, woraus ohne Weiteres hervorgeht, dafs bei beliebigen Drehwinkeln
der Kurbel die auf A-B projicirten Wege des Kurbelzapfens w und des Bügels c immer
einander gleich sind, und dafs der Hubwechsel der Kurbel und des Bügels zu gleicher Zeit
erfolgt.
Bei schiefwinkliger Stellung der Gleitbahnmittellinie x-x zur Bewegungsrichtung A-B,
gleichgültig, ob die Lage nach links oder rechts zu geneigt ist (Fig. 3 und 4), erfolgt die
Verschiebung des Bügels c nicht mehr nach dem Kurbelkreise s, sondern nach einer geschlossenen
elliptischen Curve ρ, wie solche in Fig. ι ι constructiv dargestellt ist.
s sei wieder der vom Kurbelzapfen beschriebene Kreis, χ-χ die Lage der Mittellinie,
so ist ersichtlich, dafs, wenn die Kurbel z. B. im todten Punkt links (1) steht, bei Drehung
derselben in der Pfeilrichtung die Mittellinie x-x noch so lange nach links verschoben
wird, bis dieselbe Tangente zum Kurbelkreis 5 wird und hier erst der Hubwechsel des
Bügels c eintritt, während die Kurbel schon den Winkel d nach einwärts durchlaufen hat.
Der Bügel hat sich hierbei um die Strecke i-a weiter nach links über den Kreis s hinaus
bewegt, während der Kurbelzapfen w die Strecke i-ß auf A-B nach rechts zurückgelegt hat.
/2. Aiiflage, ausgegeben am g. August igoo.l
Errichtet man im Punkte α eine Senkrechte auf A-B, zieht durch den Berührungspunkt 2
eine Parallele zu A-B, so gehört der Schnittpunkt 2' einer elliptischen Curve an. Bei
Weiterbewegung der Kurbel nach 3 gelangt Punkt α nach 1; eine Senkrechte in 1 errichtet
und eine Parallele durch 3 zu A-B gezogen, giebt Schnittpunkt 3'. In analoger Weise erhält man die Schnittpunkte 4', 5' 16',
welche mit einander verbunden die elliptische Curve ρ darstellen,, nach welcher nun die
Verschiebung des Bügels c genau so erfolgt, als wenn der Kurbelzapfen w direct in einer
gleichen elliptischen festliegenden Bahn geführt würde.
Jeder Stellung der Gleitbahn entspricht eine andere elliptische Curve und wird diese um
so gestreckter, je schiefer die Gleitbahn x-x zu A-B steht, woraus hervorgeht, dafs der Hub
des Bügels c mit der Schrägstellung der Gleitbahn zunimmt und am kleinsten ist bei senkrechter
Stellung.
Das Kurbelschleifengetriebe nach den Fig. 7 und 8 besteht wieder aus dem Bügel c und
einer in diesem gelagerten Ringscheibe a. Ein Lenker b verbindet den Kurbelzapfen w und
den Zapfen i, welch letzterer bei Fig. 7 innerhalb, bei Fig. 8 aufserhalb der Ringscheibe a
angeordnet ist. Es ist ersichtlich, dafs bei Rotation der Welle ν die Lenker um i schwingen,
und dafs das Centrum der Ringscheiben a Kreisbögen beschreibt, die einer gekrümmten
Bahn nach Fig. 5 entsprechen.
Auch hier lassen sich bei beiden Fig. 7 und 8 ähnliche geschlossene elliptische Curven darstellen,
wenn Drehpunkte i aufserhalb der Achse A-B liegen, wie oben gezeigt, und zwar
ist die Verschiebung des Bügels c wieder gleich dem Durchmesser des Kurbelkreises s, wenn
Drehpunkte i in der Achse A-B liegen. Dieselbe wird gröfser, wenn Drehpunkte i aufserhalb
derselben liegen.
Statt der Kurbel iv kann auch ein entsprechendes
Excenter Verwendung finden.
Die Kurbelschleifengetriebe lassen sich nun für die verschiedensten Zwecke verwenden, unter
anderen für Pumpen, Stanzen, Pressen, hauptsächlich aber, als Steuergetriebe für alle Arten
Einlafsorgane, wie Schieber, Ventile, Hähne u. s. w.
Die Wirkungsweise der Kurbelschleife als Steuergetriebe ist folgende: :
Bedeutet in Fig. 11 A die Stellung der
Maschinenkurbel im todten Punkt links, so liegt die Steuerwellenkurbel w ebenfalls im
todten Punkt links und findet bei senkrechter Stellung der Gleitbahn zu A-B Nullfüllung
statt, da in dieser Lage der Hubwechsel der Steuer- bezw. Maschinenkurbel und des Bügels
gleichzeitig stattfindet. Je mehr nun die Gleitbahn aus der senkrechten Lage in eine schiefere
gebracht wird, desto später erfolgt der Hubwechsel des Bügels c und desto gröfser wird
der Füllungsgrad der Maschine, weil der Hubwechsel des Bügels immer dann eintritt, wenn
die Gleitbahnmittellinie Tangente zum Kurbelkreise s wird und bei Schieferstellung dieser
der Berührungpunkt mit dem Kurbelkreise immer weiter von der Todtpunktlage der
Steuerkurbel abrückt.
Bei der in Fig. 11 gezeichneten schiefwinkligen
Gleitbahnlage x-x erfolgt der Hubwechsel des Bügels c, wenn die Kurbel den
Winkel & durchlaufen hat, also im Punkt 2 steht. Entspricht nun z. B. die Strecke 1 - a
der Weite des Einströmungskanals, so wäre derselbe rechts geöffnet worden und würde
gerade wieder geschlossen werden, wenn die Kurbel w um einen gleichen Winkel 6 nach
Punkt 3 weitergedreht worden wäre. Genau derselbe Vorgang wiederholt sich, wenn die
Kurbel w von dem anderen todten Punkt aus gedreht wird und findet durch Umlegen der
Gleitbahnmittellinie aus der schiefwinkligen Lage nach rechts in eine solche nach links
(Fig. 4 und ' Fig. 3) oder umgekehrt ein Umsteuern der Maschine statt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Dampfmaschinensteuerung, dadurch gekennzeichnet, dafs das Antriebsexcenter oder die Antriebskurbel in die Schleife einer Scheibe greift, die in einem geradlinig geführten Bügel rechtwinklig oder schief zu dessen Schubrichtung eingestellt werden kann, welche Stellbarkeit es ermöglicht, den Hub des Excenters oder der Kurbel über den Durchmesser des Kurbelkreises hinaus zu vergröfsern und die Stange des Bügels ohne Einfügung von Gelenken als Antriebsstange für den Schieber oder für das Ventil der Dampfmaschine zu verwenden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE82138C true DE82138C (de) |
Family
ID=354562
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT82138D Active DE82138C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE82138C (de) |
-
0
- DE DENDAT82138D patent/DE82138C/de active Active
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