DE82017C - - Google Patents

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DE82017C
DE82017C DENDAT82017D DE82017DA DE82017C DE 82017 C DE82017 C DE 82017C DE NDAT82017 D DENDAT82017 D DE NDAT82017D DE 82017D A DE82017D A DE 82017DA DE 82017 C DE82017 C DE 82017C
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Germany
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steam
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B27/00Starting of machines or engines
    • F01B27/02Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines
    • F01B27/04Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines by directing working-fluid supply, e.g. by aid of by-pass steam conduits
    • F01B27/06Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines by directing working-fluid supply, e.g. by aid of by-pass steam conduits specially for compound engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
EMIL NEUHAUS in CHEMNITZ. Anfahrvorrichtung für Verbundlokomotiven.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. Oktober 1894 ab.
Um die zum Anfahren bei jeder Kurbelstellung nöthigen Vorrichtungen an Verbundlokomotiven möglichst einfach zu gestalten und nicht besondere Apparate und Steuerungstheile anbringen zu müssen, welche die Beaufsichtigungsarbeit des Lokomotivpersonals vermehren, kann man die Function solcher Apparate, das Abschliefsen des Verbinders und Zuführen von frischem Kesseldampf in den Niederdruckcylinder durch dessen Schieber unmittelbar besorgen lassen.
Zu diesem Zweck sind am Schieber besondere Kammern K angeordnet, welche den vom Hochdruckcylinder kommenden Dampf (Verbinderdampf) nach dem Niederdruckcylinder leiten und bei den gröfsten Füllungen und denjenigen Kurbelstellungen, bei welchen nur ein Kolben die Bewegung der Lokomotive einleiten mufs, mit den Dichtungsstegen t den Verbinder abschliefsen und dadurch das Ueberströmen von Kesseldampf nach dem Hochdruckcylinder und Auftreten von Gegendruck in demselben verhindern.
Der Verbinderdampf strömt nicht wie üblich nach dem Schieberkasten des Niederdruckcylinders, sondern in besondere am Schieberspiegel angeordnete Räume R, und beim Oeffnen des Eingangsregulators tritt gleichzeitig Dampf in. den Schieberkasten des Hoch- und Niederdruckcylinder s.
Die Eingangskanäle des Niederdruckcylinders stehen bei reiner Verbundwirkung der Lokomotive bis etwa 60 pCt. Füllung vermittelst der Kammern K nur mit den Räumen R in Verbindung, während sie bei gröfseren Füllungen auch nach dem Schieberkasten hin geöffnet werden, um frischen Kesseldampf abwechselnd in dieselben treten zu lassen.
In Fig. ι bis 3 ist der Schieber in der Mittelstellung gezeichnet, es ist ersichtlich, dafs derselbe als Kanalschieber ausgebildet ist, an dessen beiden Enden die Kammern K angeordnet sind. Die seitlichen Dichtungsstege des Schiebers sind so bemessen oder erhalten Aussparungen 0 derart, dafs die äufsere Ueberdeckung des Schiebers aufserhalb der Kammern gröfser ist als die sonst übliche innerhalb derselben, um die Eingangskanäle des Cylinders nach dem Schieberkasten zu, in welchem sich stets Kesseldampf befindet, bei der Verbundwirkung der Lokomotive stets geschlossen zu halten and nur bei den gröfsten Füllungen öffnen zu lassen, damit frischer Dampf zum Anfahren in dieselben treten kann.
In Fig. 4 ist der Schieber bei normaler Verbundwirkung in der gröfsten Abweichung nach rechts gezeichnet und man sieht, dafs die Eingangskanäle nach dem Schieberkasten hin noch geschlossen sind.
In Fig. 6 ist der Schieber bei etwa 85 pCt. Füllung in der gröfsten Abweichung nach rechts gezeichnet; in dieser Stellung, linke Kurbel beinahe senkrecht, rechte Kurbel beinahe waagrecht, ist der Verbinder abgeschlossen, und der entsprechende Eingangskanal nach dem Schieberkasten zu geöffnet, und der in demselben befindliche Kesseldampf kann direct auf den Kolben wirken. Bei der Rückwärtsbewegung des Schiebers aus dieser Stellung kann während eines kleinen Drehwinkels der Kurbel bis zu Beginn der Expansion Dampf aus dem Cylinder nach dem Verbinder überströmeri, es
ist dies aber weniger schädlich, da dann im Hochdruckcylinder wieder Dampfeintritt begonnen hat und die rechte Kurbel mit in Thätigkeit ist. -. ■
In Fig. 5 sind die Kurbelstellungen gezeichnet, bei welchen nur ein Kolben die Bewegung der Lokomotive einleitet.
Aus diesen Betrachtungen geht hervor, da'fs sich eine mit der vorstehend beschriebenen Anfahrvorrichtung ausgerüstete Verbundlokomolive in den für das Anfahren in Betracht kommenden Kurbelstellungen, in welcher nur ein Kolben zur Wirkung kommen kann, genau so verhält wie eine Zwillingslokomotive.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Anfahrvorrichtung für Verbundlokomotiven, dadurch gekennzeichnet, dafs zur Aufnahme des Verbinderdampfes besondere Räume (R) am Niederdruckcylinder angebracht sind, während der Schieberkasten durch ein Rohr mit dem Kesseldampf in Verbindung steht, wobei die Austrittsöffnung der Räume (R) nach dem Schieberkasten des Niederdruckcylinders hin durch am Schieber fest oder beweglich angebrachte Stege (t) in den Kurbel-Stellungen des Anfahrens abgeschlossen werden, damit der im Niederdruckschieberkasten befindliche frische Hülfsdampf nicht durch den Verbinder nach dem Hochdruckcylinder gelangen kann, und der Schieber die Eingangskanäle des Cylinders derart überdeckt, dafs ein Oeffnen derselben nur bei den gröfsten Füllungen stattfindet, um Hülfsdampf eintreten zu lassen, während für die gewöhnlichen Füllungsgrade der Dampf aus den Räumen (R) durch die Räume (K) des Schiebers in den Cylinder tritt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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