DE815043C - Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 1-(p-Oxyphenyl)-2-amino-propanols-(1) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 1-(p-Oxyphenyl)-2-amino-propanols-(1)

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DE815043C
DE815043C DEP21408A DEP0021408A DE815043C DE 815043 C DE815043 C DE 815043C DE P21408 A DEP21408 A DE P21408A DE P0021408 A DEP0021408 A DE P0021408A DE 815043 C DE815043 C DE 815043C
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  • Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 1-(p-Oxyphenyl)-2-amino-propanols-(1) Das Verfahren bezieht sich auf die Herstellung von am Stickstoff substituierten r-(p-Oxyphenyl)-2-aminopropanolen-(r) der allgemeinen Formel I, in der R' und R" Kohlenwasserstoffreste bedeuten, aus dem Z-(p-Oxyphenyl)-2-amino-propanon-(r) der Formel II. Es ist bereits bekannt, daB man aus einem primären Amin und einem Aldehyd oder Keton durch katalytische Hydrierung der beiden Komponenten im geeigneten Lösungsmittel sekundäre Amine darstellen kann. Die Reaktion verläuft so, daß die Aminogruppe des primären Amins sich an die Carbonylgruppe des Aldehyds oder Ketons zum Aldehydammoniak (III) oder unter Wasserabspaltung zur Schiffschen Base (IV) anlagert, Verbindungen, die dann durch Aufnahme von i Mol Wasserstoff in die sekundären Amine der allgemeinen Formel (V) übergehen entsprechend dem folgenden Schema: Auf die gemeinsame Hydrierung eines a-Aminoketons mit einem Keton schien diese Reaktion nicht übertragbar zu sein, da zu erwarten war, daß das a-Aminoketon unter den Bedingungen, unter denen es mir einer zugesetzten Carbonylverbindung reagiert, sich mit sich selbst unter doppelter innerer Aldehydammoniakbildung und Wasserabspaltung zu einem Dihydropyrazin (VI) vereinigt, Verbindungen, die erfahrungsgemäß durch Verlust zweier Wasserstoffatome sehr leicht in das stabile Pyrazinsystem (VII) übergehen entsprechend dem Schema: Es wurde jedoch überraschenderweise gefunden, daß es in dem speziellen Fall des i-(p-Oxyphenyl)-2-aminopropanons-(i) (II) möglich ist, durch gemeinsame katalytigche Hydrierung mit einem Keton der allgemeinen Formel VIII, in der R' und R" Kohlenwasserstoffreste bedeuten, in sehr guter Ausbeute zu Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zu gelangen Zur Durchführung der Reaktion wird das auf übliche Weise, z. B. durch Umsetzen des p-Acetoxy-a-brompropiophenons mit wäßrigem Ammoniak dargestellte Aminoketon der Formel II in organischen Lösungsmitteln, die ein gewisses L6sungsvermögen für Wasser besitzen und keine Carbonylgruppe enthalten, und in denen es selbst schwer löslich ist, insbesondere in niederen Alkoholen, suspendiert, das Keton in äquimolekularer Menge oder auch in geringerem Überschuß hinzugefügt und das Gemisch unter Wasserstoff in Gegenwart eines Hydrierungskatalysators bei Atmosphärendruck oder auch bei erhöhtem Druck geschüttelt. Als Hydrierungskatalysatoren sind Raney-Nickel oder Edelmetallkatalysatoren wie Palladiumhydroxyd auf Bariumsulfat oder Platinmohr, vorzugsweise aber Platinoxyd geeignet. Es werden 2 Mol Wasserstoff aufgenommen, die Ausgangsverbindung II geht in Lösung und die gesuchten Verbindungen. der allgemeinen Formel I entstehen in guter Ausbeute. Enthält das angewandte Keton in den Resten R' und R" leicht hydrierbare Doppelbindungen, so werden auch diese unter Aufnahme von entsprechend mehr Wasserstoff abgesättigt.
  • Als Ketone sind aliphatische oder aromatisch-aliphatische Ketone, z. B. Aceton, Acetophenon, Benzalaceton oder Berzylaceton, verwendbar. Überraschend ist, daß hierbei eine Selbstkondensation des Aminoketons II nicht in nachweisbarem Betrag eintritt, obwohl die Reaktionsbedingungen, wie die Konstitution der Endprodukte zeigt, für die Reaktion zwischen einer Carbonylgruppe und einer Aminogruppe günstig sind.
  • Als Lösungsmittel wird vorzugsweise Methanol verwendet. Man kann aber auch Äthyl- oder Isopropylalkohol verwenden.
  • Das neue Verfahren zeichnet sich vor allen anderen bekannten Verfahren zur Darstellung von Verbindungen der allgemeinen FormelI durch besondere Einfachheit und besonders leichte Zugänglichkeit der Ausgangsmaterialien aus.
  • Die Aufarbeitung der Reaktionslösungen erfolgt in üblicher Weise. Da das Endprodukt I mindestens zwei asymmetrische ungleichwertige Kohlenstoffatome enthält, ist die Bildung von jeweils mindestens zwei stereosomeren Racematen möglich. Im allgemeinen bildet sich jedoch bei Anwendung von symmetrischen Ketonen (R' = R") eines der theoretisch möglichen Stereoisomeren in bevorzugter Menge. Bei Anwendung von unsymmetrischen Ketonen der Formel R'-CO-R" bilden sich immer Gemische von Stereoisomeren, die in üblicher Weise getrennt werden können.
  • Beispiele 1. i-(p-Oxy-phe;@yl)-2-isopropylamino-propanol-(i). 30,09 i-(1)-Oxyphe?iyl)-2-amino-propanon-(i) (II) mit einem Kristallwassergehalt von 16 bis 18% vom Schmelzpunkt r66 bis 168' (unter Zers.) werden mit einem Überschuß an Aceton (12 ccm) und o,5 g Platinoxyd in 13o ccm reinem Methanol unter Wasserstoff geschüttelt. Nach etwa 15 Stunden sind 2 Mol Wasserstoff aufgenommen, und die Hydrierung kommt praktisch zum Stillstand. Man erwärmt, um etwa ausgeschiedenes Reaktionsprodukt in Lösung zu bringen, filtriert vom Katalysator und erhält durch Einengen der Methanollösung 85°/o der Theorie der in der Überschrift genannten Base, die nach dem Umkristallisieren aus Methanol konstant bei 173 bis 174° schmilzt. Das in üblicher Weise dargestellte Chlorhydrat schmilzt bei 235 bis 236° unter Zersetzung.
  • 2. i-(p-Oxyphetiyl)-2-(a-methvl-y-phenyl-propylamino)-propanol-(i). 30,0 g kristallwasserhaltiges 1-(p-Oxyphenyl)-2-amino-propanon-(i) werden mit 27,0 (1,2 Mol) Benzylaceton und o,5 g Platinoxyd in 13occm Methanol unter Wasserstoff geschüttelt. Wenn nach etwa 6 bis 8 Stunden 7,61 Wasserstoff aufgenommen sind und die Hydrierung praktisch zum Stillsta-id kommt, wird vom Katalysator abgesaugt. In dem Filtrat befinden sich zwei stereoisomere Racemformen der in der Überschrift genannten Base, die in reinem Zustand bei i i i bis 112' bzw. 139 bis 140' schmelzen. Man erhält sie durch fraktioniertes Einengen der Methanollösung oder in Form des Gemisches ihrer Chlorhvrlrate, wenn man die Methanollösung mit wäßriger konzentrierter Salzsäure gerade kongosauer macht. Man dampft im Vakuum zur Trockne, kocht den kristallinen Rückstand mit 7o ccm Aceton aus, saugt heiß ab und erhält so 8o0 ;oder Theorie des Chlorhydratgemisches, das in diesem Zustand bei 21o bis 211' schmilzt, während die Chlorhydrate der reinen Komponenten bei 222 bis 223' bzw. 223 bis 224' schmelzen.
  • An Stelle von Methanol kann man mit demselben Ergebnis Äthanol als Lösungsmittel verwenden. Die Hydrierung dauert dann nur etwas länger als bei der Verwendung von Methanol. An Stelle von o,5 g Platinoxyd kann man ferner io g io°/oiges Palladiumhydroxyd auf Bariumsulfat verwenden. Nur dauert dann die Hydrierung wesentlich länger.
  • 3. i-(p-Oxyphenyl)-2-(a-methyl-y-phenylpropylamino)-propanol-(i). 3o,o g i-(p-Oxyphenyl)-2-aminopropanon-(i)werden mit 27,ogBenzylaceton in3ooccm Methanol unter Zusatz von 25 g Raney-Nickel 24 Stunden unter Wasserstoffüberdruck gerührt. Man filtriert vom Katalysator ab, dampft das Filtrat im Vakuum zur Trockne, nimmt den Rückstand in 200CCm Methylenchlorid auf und schüttelt diese Lösung mit 2 n-Salzsäure durch, aus der beim Stehen ein Gemisch der Chlorhydrate stereoisomerer Basen der in der Überschrift angegebenen Konstitution vom Rohschmelzpunkt 196 bis 1g8° auskristallisiert.
  • 4. i-(p-Oxyphenyl)-2-(a-methyl-y-phenylpropylamino)-propanol-(i). 30,o g i-(p-Oxyphenyl)-2-aminopropanon-(i) werden wie in Beispie13 hydriert, nur daß an Stelle von 27,O g Benzylaceton die gleiche Menge Benzalaceton eingesetzt wird. Es werden etwas mehr als 3 Mol Wasserstoff aufgenommen. Die Aufarbeitung liefert ein Chlorhydratgemisch vom Rohschmelzpunkt 21o bis 211' in der gleichen Ausbeute wie bei Versuch 3.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Derivaten des i-(p-Oxyphenyl)-2-amino-propanols-(i) der allgemeinen Formel C H3 R' (p) HO-C,;H4-CH(OH)-CH-NH-CH, R" in der R' und R" Kohlenwasserstoffreste bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man i-(p-Oxyphenyl)-2-amino-propanon-(i) in solchen organischen Lösungsmitteln suspendiert, in denen es selbst schwer löslich ist, die aber ein gewisses Lösungsvermögen für Wasser besitzen, wie insbesondere in niederen Alkoholen, und zusammen mit einem Keton der Formel
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel Methanol verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysator Platinoxyd verwendet wird.
DEP21408A 1948-11-11 1948-11-11 Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 1-(p-Oxyphenyl)-2-amino-propanols-(1) Expired DE815043C (de)

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