DE813779C - Vorrichtung zur Behandlung von Reihenpflanzungen, insbesondere zur Bekaempfung des Ungeziefers an Pflanzen im Feldanbau - Google Patents
Vorrichtung zur Behandlung von Reihenpflanzungen, insbesondere zur Bekaempfung des Ungeziefers an Pflanzen im FeldanbauInfo
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
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- A01B49/04—Combinations of soil-working tools with non-soil-working tools, e.g. planting tools
Landscapes
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Description
Die Krfinclung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zur Behandlung von Reihenpflanzungen, insbesondere zur Bekämpfung des Ungeziefers an Pflanzen
und Feldanbau.
In der Landwirtschaft treten in den Sommermonaten jeden Jahres hohe Arbeitsspitzen auf, die
in kurzer Zeit bewältigt werden müssen. Beispielsweise beim Kartoffelanbau sind in kurzer Folge
mehrmals Hack- und Häufelarbeiten auszuführen. Außerdem ist das Ungeziefer, vor allem der immer
mehr überhandnehmende Kartoffelkäfer zu bekämpfen. Jede Arbeit bedingt ein sorgfältiges
Durchgehen der Reihen und wird noch vielfach stets für sich ausgeführt.
Um nun solche Arbeiten zusammenlegen zu können und dadurch Zeit und Arbeitskräfte für
andere wichtige Arbeiten zu erhalten, ist gemäß der Erfindung vorgesehen, bei solchen Reihenpflanzungen,
wie z. B. Kartoffelanbau, zwei Arbeiten in einem Arbeitsgang verrichten zu können. Gemäß
der Erfindung wird hierbei die Hack- und Häufelarbeit mit der Kartoffelkäferbekämpfung
vereinigt, und zwar geschieht dies vorteilhaft in der Weise, daß der Hack- oder Häufelpflug mit
einer Stäubeeinrichtung zur Unschädlichmachung des Kartoffelkäfers oder sonstigen Ungeziefers verbunden
ist. Hierbei wird das Stäubegerät auf dem Pflugbaum angeordnet und erhält Stäuberohre, die
nach jeder Seite des Pflugbaumes zu den Pflanzen führen. Der Antrieb des Stäubegerätes erfolgt
zweckmäßig von dem Stelzenrad, z. B. mit Hilfe einer Pleuelstange o. dgl. Die Stäuberohre können
je nach der Größe der Pflanzen in der Höhe verteilt werden. Ferner kann man sie erfindungsgemäß
auch so einstellen, daß die Bestäubung je nach Bedarf mehr oder weniger von unten oder unmittelbar
von den Seiten erfolgen kann. Die ganze Stäubeeinrichtung wird ferner in ihren Ausmaßen
und in der Befestigungsart so gehalten, daß sie auf den Pflug leicht aufsetzbar und auch wieder
abnehmbar ist, so daß der Pflug auch für sich allein gebraucht werden kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung bringt viele
ίο Vorteile. Durch die Verbindung der Ungezieferbekämpfung
mit der Hack- und Häufelarbeit durch den Pflug findet eine intensivere Stäubearbeit als
bisher statt, so daß die Gewähr gegeben ist, daß jede Kartoffelreihe von zwei Seiten durchblasen
wird. Praktisch tritt Mehrarbeit durch die Ungezieferbekämpfung bei der erfindungsgemäßen
Hack- und Häufelarbeit nicht in Erscheinung, da das Stäuben während des Hackens oder Häufeins
selbsttätig vor sich geht. Nur die wenigen Minuten,
ao die man zur Einfüllung des Stäubemittels in den Vorratsbehälter benötigt, stellen die zusätzliche
Arbeitszeit für die Kartoffelkäferbekämpfung dar. Zugleich mit der intensiveren Bestäubung ist durch
die erfindungsgemäße Vorrichtung aber ejn spar-
a5 samer Staubverbrauch gewährleistet, da die Staubabgabe
genau reguliert werden kann und die Bestäubung in jedem Falle zweckentsprechend erfolgt.
Eine Behinderung des Pflügers oder Pferdes durch den Staub tritt nicht ein. Das Gerät ist an
jedem Pflugfabrikat leicht anzubringen und wird in der Anschaffung sehr billig. Da die Hack- und
Häufelarbeit meistens mit der Kartoffelkäferbekämpfung zusammenfällt oder sich gut in den
Bekämpfungstermin des Kartoffelkäfers verlegen läßt, tritt eine wesentliche Ersparnis an Arbeitszeit
und Arbeitskraft ein.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführung des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen
Geräts, während
Fig. 2 eine Vorderansicht darstellt.
Auf dem Pflugbaum 1 des Hack- oder Häufelpfluges wird das Stäubegerät gemäß der Erfindung angeordnet, das im wesentlichen aus einem oder mehreren, das Stäubemittel aufnehmenden Vorratsbehältern 2 besteht, von denen Rohre 3 bzw. 4 zu den Pflanzenreihen führen. Die Befestigung der Stäubeeinrichtung auf dem Pflug kann in einfacher Weise durch Halter 5 an den Sterzen oder Schelle 6 o. dgl. erfolgen. Das Stäubegerät wird zweckmäßig durch das Stelzenrad 7 angetrieben, beispielsweise, indem mit Hilfe einer Pleuelstange 8 o. dgl. die erforderliche Bewegung für das Stäubegerät von dem Rad 7 abgenommen wird.
Auf dem Pflugbaum 1 des Hack- oder Häufelpfluges wird das Stäubegerät gemäß der Erfindung angeordnet, das im wesentlichen aus einem oder mehreren, das Stäubemittel aufnehmenden Vorratsbehältern 2 besteht, von denen Rohre 3 bzw. 4 zu den Pflanzenreihen führen. Die Befestigung der Stäubeeinrichtung auf dem Pflug kann in einfacher Weise durch Halter 5 an den Sterzen oder Schelle 6 o. dgl. erfolgen. Das Stäubegerät wird zweckmäßig durch das Stelzenrad 7 angetrieben, beispielsweise, indem mit Hilfe einer Pleuelstange 8 o. dgl. die erforderliche Bewegung für das Stäubegerät von dem Rad 7 abgenommen wird.
Die Rohre 3 und 4 sind verstellbar, damit je nach der Größe der Pflanzen und sonstigen Erfordernis
die Bestäubung zweckentsprechend vorgenommen werden kann. Hierzu sind die Rohre ein- oder mehrmalig gelenkig, so daß sie in der
Höhe und in der Pflugrichtung verstellt werden können. Beim Durchgehen der Pflanzenreihen mit
dem Hack- oder Häufelpflug werden die einzelnen Pflanzen hierbei intensiv bestäubt. Da jede Furche
der Hack- oder Häufelarbeit wegen durchgegangen werden muß, ist durch die erfindungsgemäße Einrichtung
die Gewähr für eine erfolgreiche zweiseitige Bestäubung gegeben.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Behandlung von Reihenpflanzungen,
insbesondere zur Bekämpfung des Ungeziefers an Pflanzen im Feldanbau, dadurch gekennzeichnet, daß der Hack- oder
Häufelpflug (1) mit einer Stäubeeinrichtung in der Weise verbunden ist, daß das Stäubegerät
(2) auf dem Pflugbaum (1) angeordnet ist und Stäuberohre (3, 4) nach jeder Seite des
Pflugbaumes (1) zu den Pflanzen führen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stäubegerät (2) durch das Stelzenrad (7), z. B. mit Hilfe einer Pleuelstange
(8) oder ein ähnliches Mittel angetrieben wird.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäuberohre
(3, 4) seitlich bis zu den Pflanzenreihen
. reichen und verstellbar sind. go
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte
Stäubeeinrichtung (2) aufsetz- und wieder abnehmbar am Pflug (1) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
0 1477 9.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP12503A DE813779C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Vorrichtung zur Behandlung von Reihenpflanzungen, insbesondere zur Bekaempfung des Ungeziefers an Pflanzen im Feldanbau |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP12503A DE813779C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Vorrichtung zur Behandlung von Reihenpflanzungen, insbesondere zur Bekaempfung des Ungeziefers an Pflanzen im Feldanbau |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE813779C true DE813779C (de) | 1951-09-17 |
Family
ID=7364105
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP12503A Expired DE813779C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Vorrichtung zur Behandlung von Reihenpflanzungen, insbesondere zur Bekaempfung des Ungeziefers an Pflanzen im Feldanbau |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE813779C (de) |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP12503A patent/DE813779C/de not_active Expired
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