DE813604C - Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von kuenstlichem Nachhall bei Tonaufzeichnungen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von kuenstlichem Nachhall bei Tonaufzeichnungen

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DE813604C
DE813604C DEP12157D DEP0012157D DE813604C DE 813604 C DE813604 C DE 813604C DE P12157 D DEP12157 D DE P12157D DE P0012157 D DEP0012157 D DE P0012157D DE 813604 C DE813604 C DE 813604C
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Germany
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reverberation
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Expired
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DEP12157D
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English (en)
Inventor
Hans Friess
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Klangfilm GmbH
Original Assignee
Klangfilm GmbH
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K15/00Acoustics not otherwise provided for
    • G10K15/08Arrangements for producing a reverberation or echo sound
    • G10K15/10Arrangements for producing a reverberation or echo sound using time-delay networks comprising electromechanical or electro-acoustic devices

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Reverberation, Karaoke And Other Acoustics (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von künstlichem Nachhall bei Tonaufzeichnungen Es ist bekannt, einer Tonaufzeichnung hei der Aufnalitne oder nachträglich einen künstlichen Nachhall beizumischen. Zu diesem Zweck wird beispielsweise der aufzunehmende Ton über wenigstens einen getrennten Kanal in einem besonderen Nachhallraum filier Lautsprecher wiedergegeben und durch ein Mikrophon erneut aufgenommen und diese \likroplionströme der Originalaufzeichnung «vieder beigemischt. Ein solches Verfahren ist aber noch recht unbefriedigend, da sich die «'irkting des Nachhalls über das ganze aufzunehmende (,eliorsl)ektrtim gleichmäßig erstreckt. Es wurden hierüber eingehende Untersuchungen angestellt, die ergaben, daß eine erhebliche Wirkungsverbesserung durch eine besondere Verteilung des künstlichen Nachhalls auf das ganze (icli(»ii-sl)el;trtiin erreicht werden kann. Gemäß der Erfindung wird hierzu vorgeschlagen, den künstlichen Nachhall so einzurichten, daß er bei großer Stimmenzahl schwächer eingestellt wird als bei kleiner Stimmenzahl; dabei kann gegebenenfalls auch noch die Frequenzlage der Stimmen berücksichtigt werden. Die Wirkung ist also nach der Erfindung am günstigsten, wenn einer Einzelstimme, beispielsweise einer Gesangsstimme im abwechselnden Duett mit dem Orchester der stärkere Nachhall zugeordnet wird. Für die Ausführung dieses Verfahrens wird gemäß der weiteren Erfindung eine Einrichtung vorgeschlagen, bei der die in Frage kommenden Tonströme vor der Wiedergabe im Nachhall regelbar sind.
  • Die Erfindung und weitere dazugehörige Einzelheiten werden an Hand der Abbildung beispielsweise erläutert. Das Mikrophon Ml, es können natürlich auch mehrere sein, dient zur Aufnahme einer Tonszene, die beispielsweise aus einem mehrstimmigen Orchester besteht, mit Solopartien, die von einer Stimme des Orchesters oder auch von einer singenden Person bestritten wird. Die Mikrophonströme werden in üblicher Weise durch einen Verstärker Vi verstärkt und über den Regler R1 einmal einem oder mehreren Lautsprechern L in einem Nachhallraum N zugeführt und zum anderen über einen Regler R2 einer Aufzeichnungseinrichtung A, welche die Töne auf einen Film oder eine Platte usw. F1 aufzeichnet. An die Stelle einer Aufzeichnung kann natürlich auch gleich wieder eine akustische Wiedergabe treten. Die im Nachhallraum N wiedergegebenen Töne werden durch ein weiteres Mikrophon M2, es können auch hier mehrere Mikrophone Verwendung finden, aufgenommen und über einen Verstärker mit einem Regler R3 ebenfalls derAufzeichnungseinrichtung A unter Mischung mit den Originaltönen zugeführt und gleichzeitig mit dem Originalton aufgezeichnet bzw. akustisch wiedergegeben. Wenn die Solopartie aufgenommen wird, so kann ihr Anteil einmal durch den Regler R, für die akustische Wiedergabe im Nachhallraum und ferner die Größe des beizumischenden Nachhalls durch den Regler R, eingestellt werden. Diese Regler werden nun so eingestellt, daß bei der Aufnahme der Einzelstimme der größte Nachhall gegeben ist. Wenn nun das Orchester beispielsweise` mit einer zunehmenden Stimmenzahl einfällt, so wird der Regler derart umgestellt, daß der künstliche Nachhall mit zunehmender Stimmenzahl abgedrosselt wird, bis er beim Fortissimo am kleinsten ist; dabei kann es evtl. von Vorteil sein, die Einzelstimme für die Wiedergabe in dem Nachhallraum zu bevorzugen.
  • Es ist nicht unbedingt notwendig, daß dieser Vorgang für die Änderung des Nachhalls kontinuierlich erfolgt. Es kann auch, je nach Art der musikalischen Darbietung, eine absatzweise Einstellung ausreichend sein. Es ist vorteilhaft, Vorkehrungen in dem Nachhallraum zu treffen, die geeignet sind, den Nachhall dieses Raumes einzustellen, beispielsweise in Abhängigkeit von der Frequenz des Gehörspektrums. Solche Mittel sind an sich bekannt. Der Gedanke der Erfindung ist natürlich auch ohne weiteres da anzuwenden, wo beispielsweise mehrere Tonträger vorher nachhallarm aufgenommen worden sind und nachträglich zu einer Tonaufzeichnung zusammengeschrieben oder direkt wiedergegeben werden. Dies soll in einem weiteren Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
  • Der Film F2 enthält eine Stimme, z. B. eine Gesangsstimme, und der Film F$ ein Orchester, das zur Untermalung dient. Diese beiden iBänder sollen beispielsweise gemischt wieder aufgezeichnet werden; Einrichtungen dafür sind hinreichend bekannt in Form der Bandspieler. Die Abtastströme beider Bänder werden unter Verstärkung über den Verstärker V2 bzw. V3 gemeinsam auf den Lautsprecher im Nachhallraum gegeben. Ihr Anteil kann dabei über den Regler R5 und R4 bemessen werden. Die Aufnahme und die Wiederaufzeichnung erfolgt dann in der vorher beschriebenen Weise. Solange das Orchester auf dem Band F3 nicht spielt, ist der Nachhall für das Band F2 auf den größten Wert eingestellt; wenn das Orchester wieder einfällt, wird der Nachhall entsprechend der zunehmenden Stimmenzahl abgedrosselt. Dies kann entweder durch den Regler R3 geschehen, gegebenenfalls auch durch den Regler R4 allein; im letzteren Falle würde die Einzelstimme auf dem Band 2 bevorzugt sein. Die Einzelstimme kann bereits bei der Originalaufnahme bevorzugt aufgenommen werden. Diese von der Lautstärke abhängige Einstellung des künstlichen Nachhalls verbessert die natürliche Klangwirkung ganz erheblich. An die Stelle des Films kann jeder beliebige Aufzeichnungsträger treten, also beispielsweise ein Magnetophonband, es kann dabei auch von Magnetophonbändern auf einen Film umgespult werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufzeichnen oder Wiedergeben einer von einer zeitweilig verschiedenen Anzahl über wenigstens einen getrennten, mit Nachhallvorrichtungen versehenen Kanal geleiteter Stimmen erzeugten Klangfolge; dadurch gekennzeichnet, daß der Nachhall bei großer Stimmenzahl schwächer eingestellt wird als bei kleiner Stimmenzahl.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß der Nachhall mit zunehmender Stimmenzahl schwächer eingestellt wird und umgekehrt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Nachhall bei Einzelstimmen am stärksten eingestellt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Nachhall bei größter Stimmenzahl am schwächsten eingestellt wird.
  5. 5. Einrichtung zur Ausübung der Verfahren nach Anspruch i bis 4, gekennzeichnet durch eine Reglereinrichtung (R3), die es gestattet, den Nachhall, welcher der Originaldarbietung zuzumischen ist, zu regeln.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch Regler (R1, R2), die es gestatten, den Anteil der zur Wiedergabe im Nachhallraum dienenden Tonströme für verschiedene Stimmen verschieden einzustellen.
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