DE812C - Mechanischer Strumpfstuhl zum Kuliren und Vertheilen für Herstellung regulärer Waaren - Google Patents
Mechanischer Strumpfstuhl zum Kuliren und Vertheilen für Herstellung regulärer WaarenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B11/00—Straight-bar knitting machines with fixed needles
- D04B11/26—Straight-bar knitting machines with fixed needles specially adapted for producing goods of particular configuration
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Description
1877.
Klasse 25.
BRAUER & LUDWIG in CHEMNITZ. Mechanischer Strumpfstuhl zum Kuliren und Vertheilen für Herstellung regulärer Waaren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. October »877 ab.
Diese Wirkmaschine ist ein sogen. Zweinadelstuhl, in welchem beim Kuliren nicht alle Platinen,
sondern nur eine um die andere (die fallenden Platinen) sich herabsenken und Schloifen
bilden, worauf beim Vertheilen diese fallenden Platinen gemeinschaftlich gehoben, die
stehenden gleichzeitig gesenkt werden, um in allen Nadellücken Schleifen zu bilden. Die
bisher bekannten mechanischen Wirkstühle, welche diese Arbeiten des Kulirens und Vertheilens
verrichten, haben für die fallenden Platinen je einzelne Hebel oder Schwingen, durch deren Vermittlung sie von Röfschen gesenkt
werden; unser Stuhl enthält aber diese Schwingen nicht, sondern das Röfschen drückt
direct auf die Platinen.
Die Platinen sind nun in zweierlei Art vorhanden: b und bt , Fig. 1 und 6, die langen,
6,, Fig. 8, sind die fallenden, die kurzen b, Fig. 9,
die stehenden; sie stecken alle in Schlitzen der Schienen c ct, und zwar reichen nur die fallenden
Platinen hinauf in die Theile ct, deren Schlitze
deshalb doppelt so weit auseinander stehen, wie die von c. Das Röfschen d wird direct über
sie hingeführt; da nun die Wände der Führungsschlitze in C1 stärker sind als gewöhnlich, wenn
alle Platinen fallende sind, so sind diese Führungen jetzt nicht so leicht zu verbiegen und
haltbarer als bisher. Nur die fallenden Platinen bt
werden durch Federn e in ihrer höchsten Lage gehalten, die stehenden b dagegen reichen mit
den vorspringenden Nasen 1 in die Nuth einer Schiene elt welche somit den Platinenbaum
bildet. Diese Schiene <?, trägt auch zugleich die
Federn e und wird von Stäben e3 und Hebeln
e3 et is durch Hubscheiben der Triebwelle ο
gehoben und gesenkt.
Zur Herstellung der für diesen Stuhl verwendeten Platinen benutzen die Erfinder Stahlblechstreifen,
Fig. 10, welche an den Stellen dünn gewalzt sind, an welchen aus ihnen die Nasen
und Kinnstücke zum Kuliren ausgestanzt werden. Zu ihrer Herstellung werden zwei Prefswalzen
AB, Fig. 1, verwendet, deren eine B eine Erhöhung B1 hat, durch welche bei jeder Umdrehung
der Blechstreifen C etwas dünner gedrückt wird, als in seiner übrigen Länge. Eine
andere Erhöhung B, knickt den Streifen da ein, wo eine Platine von der änderen abgebrochen
werden soll. Der Umfang von A oder B ist gleich der Länge einer Platine.
Der Zug der Röfschen d (es sind deren sechs an einer Stange, da der Stuhl zu sechs Längen eingerichtet
ist) erfolgt durch eine Schnur / von zwei Schnurrädern /, (je eins auf jeder Stuhlseite) an
der Triebwelle 0. In der Nuth eines jeden Rades gleitet ein kurzer Schieber q, an welchen je
ein Ende der Zugschnur / gebunden ist. Dieser Schieber wird von dem Rade /, herumgenommen
durch den vorstehenden Stab q,, welchen eine Feder in die Nuth hinausdrückt. Ist die
Länge des Röfschenzuges vollendet, also der Schieber q auf die richtige Umdrehungsgröfse
(etwa % einer Umdrehung) von/, mitgenommen worden, so stöfst ein Stift q2 des Stabes qt an
die Knagge /4 (Fig. 1); dadurch wird qt nach
innen, vom Schieber q hinweg gezogen und letzterer und die Röfschen stehen still. Wirkt
so auf einer Stuhlseite ein Stab qt ziehend auf
seinen Schlitten q und die Röfschen, so mufs der Stab qt der anderen Seite verhindert werden,
bei der Umdrehung von /, den leer zurückgehenden Schieber q zu erfassen. Zu dem
Zwecke sind neben jedem Rade /, die Platten S (Fig. 6) angebracht, welche von Hebeln Q R
und Qi Ri gehalten und abwechselnd an ihre
Schnurenräder geschoben werden. Die Röfschen d nehmen durch die Feder P, Fig. 1 u. 6,
den Verbindungsstab Q Qt einfach durch Reibung abwechselnd nach rechts und links. Jede
Platte .S zieht, wenn sie an ^1 liegt, den StLI ^2
und den Stab qt einwärts, so dafs letzterer
dann q nicht fangen kann.
Die Röfschenstange d2 mit den oberen Platinenführungen
c Ci ist an zwei Bolzen * befestigt
und mit denselben in Lagern des Gestelles / auf und ab verschiebbar; sie ruht mit
Schrauben k (Fig. 1) auf dem Hebel kk%h
und durch diesen und die Stellschraube k3 auf
dem oberen Winkeleisen des Gestelles. Durch Drehen der Schraube k3 kann nun die ganze
Röfschenführung gehoben und gesenkt werden, ist also für Herstellung von fester oder lockerer
Waare zu verstellen.
Das Mühleisen m (Fig. 1 und 6) ruht auf
Stäben mt und wird durch Hebel tnt m6 bewegt;
es dient zugleich als Platinenpresse.
Die Fadenführer / (einer für jeden Längen) gleiten mit ihren Kästchen auf der Stange h
4258
(Fig. ι und 6); sie werden zur Arbeit der Längen V (Fig. 5) der Strümpfe verwendet. Die
anderen Fadenführer/1 dienen mit den ersteren
gemeinschaftlich zum Wirken der Fersen-, theile W1 . Ihre Verschiebung erfolgt durch
j die Mitnehmer RK von der Röfschenstange. Letztere trägt, auf eine Stange G, durch Feder
und Lederstücke aufgeprefst, aber doch verschiebbar, den Rahmen H, durch welchen die
Stange G leer geht, wenn die Fadenführer am Ende ihres -Hubes an / (Fig. 6) anstofsen.
! Diese Stücke t werden durch Zahnstangen y z
\ (Fig. 7} and Klinken ζ tt (Fig. 1) beim Mindern
einwärts geschoben. Damit der Fadenführer niefit an die Nasen der kulirenden Platinen
stöfst, so rückt er bei jeder Reihe um eine Nadel weiter zur Seite als nöthig wäre und
bleibt vor einer stehenden Platine, in Ruhe; man erreicht dieses, indem man die Klinke ζ
um '/j Zahntheilung (also eine Nadel) zurückgehen
läfst (wie punktirt in Fig. 7), so dafs der an / stofsende Fadenführer das Stück t um eine
Nadel zurückschiebt. Am Ende des Kulirens aber geht /4 und ζ wieder vor und schiebt
auch / und den Fadenführer wieder in die richtige Stellung. Durch A1 A1 ΑΛ u. Ac (Fig. 1)
wird die Stange h etwas gedreht und die Fadenführer schwingen beim Maschenbilden abwärts
durch die Nadelreihe, beim Mindern aber aufwärts, um den Mindernadeln η Platz zu lassen.
Ist nach Beendigung des Längens, der Führer /1 mit in Gang zu bringen, so wird der
Mitnehmer K desselben eingerückt, das neue Anstofsstück M (Fig. 6 und 7) herabgebogen
und das Stück U (Fig. 6) zur Verlängerung von / umgelegt. Dann ziehen die Röfschen
beide Fadenführer gleichzeitig mit fort und beim Ausschube nach rechts wird der hintere Führer/
aufgehalten durch Anstofsen an / (Fig. 6 rechts), der vordere durch Anstofsen an M; beim
Schübe nach links wird der hintere Führer aufgehalten durch M und der vordere durch U
auf / (Fig. 6 links). Jeder Faden ist dann über die Breite W1 (Fig. 5) gelegt. Die Stange A
trägt endlich noch die sogen. Spitzfadenführer/3;
dies sind Drahthaken, welche kurz vor der Ferse zu dem Faden, welcher den Längen V
(Fig. 5) arbeitet, noch zwei Faden auf ■ die Breite WW (Fig. 5) legen; dadurch wird der
Längentheil über der Ferse, die sogen, »hohe
Ferse«, verstärkt. Diese Führer /3 dürfen nur auf die Breite W= Wt verschoben werden, sie
sind deshalb alle an eine Stange A1 geschraubt, welche sich in Lagern * X1 verschiebt und eine
Kapsel yy% (Fig, 7) trägt, welch letztere durch eine Feder y an sie geklemmt ist. Zwei
Arme yt dieser verschiebbaren Kapsel erfassen
den Mitnehmer yt von den hinteren Fadenführern
/3. Die Reibung von y auf A1 ist so
grofs, dafs die /3 von den / mit fortgeschoben werden; wenn aber am Ende des kurzen Schubes
von /3 die Stange A1 mit den Schrauben x,
oder x3 an χ oder xt anstöfst, so bleibt sie
mit dem /3 stehen und die Kapsel y% gleitet
leer auf ihr fort.
Die Nadelbarre at ist in gewöhnlicher Weise
mit Stäben a2 in Lagern a3 verschiebbar. Die
Mindermaschine H1 wird durch den Haken r
an die Stuhlnadeln herangezogen. Für Herstellung französicher Fufsspitzen hat sie die, in
Fig. 3 und 4 gezeichnete Einrichtung. Der schmale Decker N steht, wie üblich, eine Nadeltheilung
vom breiten JV, entfernt; durch das Anstofsstück t des Fadenftihrers wird mittelst u
und /3 der breite Decker N% um zwei Nadeln
nach innen geschoben, wobei er den schmalen Ni um eine Nadel mit fortnimmt. Schwingt
nun die Mindermaschine von der Stuhlnadelreihe zurück, so kommen die Klinken u ux
aufser Eingriff mit t} und die Feder E zieht Nt
wieder um eine Nadel zurück, zum Anstofs an JD. Beim nächsten Mindern pafst nun die
Klinke U1 genau in einen Zahn von /3 und u
auf einen halben Zahn. Zur Umsteuerung der Bewegung des .Maschenbildens in die des Minderns
enthält die Triebwelle o, wie gewöhnlich, eine lange verschiebbare Nabe O1 mit den Hubscheiben
; dieselbe wird, wie bisher, durch Kette und Hebel /7 (Fig. 1) verschoben. Dabei zieht
ein Arm fa den Hebel /s und neigt die
Platte pi gegen das Schnurenrad /, hin. Diese
Platte p-i drängt den Stift ^2 und Stab q, einwärts,
so dafo der Schieber nicht gefangen und auf eine Umdrehung nicht kulirt wird. Während
dieser Umdrehung geschieht das Mindern.
Claims (8)
- Patent-Ansprüche:ι . Die Anordnung der Platinen für das Kuliren und Vertheilen ohne Schwingen.
- 2. Die Herstellung der dünnen Platinennasen durch Walzen anstatt durch Schleifen.
- 3. Die Vorrichtung zur Bewegung des Röfschens und ihre Andrückung.
- 4. Die Führung der stehenden Platinen in einer Nuthenschiene, ohne die üblichen Federn. ;
- 5. Die gleichzeitige Verstellung aller Röfschen gegen das Platinenwerk.'
- 6. Die Fadenführer - Anordnung für Längen, Ferse und hohe Ferse.
- 7. Die Einrichtung, den Fadenführerausschub während des Kulirens um eine Nadel zu verändern.
- 8. Die Mindervorrichtung für Herstellung französischer Fufsspitzen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.4259
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE812T | 1877-10-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE812C true DE812C (de) |
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ID=70976597
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE812DA Expired - Lifetime DE812C (de) | 1877-10-15 | 1877-10-15 | Mechanischer Strumpfstuhl zum Kuliren und Vertheilen für Herstellung regulärer Waaren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE812C (de) |
-
1877
- 1877-10-15 DE DE812DA patent/DE812C/de not_active Expired - Lifetime
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