DE36896C - Mechanische Ränderwirkmaschine - Google Patents

Mechanische Ränderwirkmaschine

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DE36896C
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Germany
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needles
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needle
coulirening
mechanical
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Expired - Lifetime
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DENDAT36896D
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English (en)
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CHEMNITZER STRICKMASCHINENFABRIK in Chemnitz i. Sachsen, Zschopauerstrafse 65
Publication of DE36896C publication Critical patent/DE36896C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B7/00Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
    • D04B7/04Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2S: Flecht- und Strickmaschinen.
Mechanische Ränderwirkmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Februar 1886 ab.
Die unter dem Namen Ränderwaare bekannte, wegen ihrer grofsen Elasticität sehr beliebte Rechts- und Rechts-Wirkwaare erhält einen gewissen Glanz, sobald durch die Herstellungsweise eine vollständige Gleichmäfsigkeit in der Maschengröfse erreicht wird. Tadellose Ränderwaare liefern bis jetzt nur die Handstühle und die grofsen, mehrtheiligen mechanischen Ränderstühle, während die handliche Strickmaschine, deren Verwendung sich für den kleineren Betrieb besonders eignet, noch nicht die gewünschte Qualität der Ränderwaare erzeugt. Die vorliegende Ränderwirkmaschine besitzt die Vortheile einer Strickmaschine und die auf ihr gefertigte Waare kommt derjenigen des Handstuhles gleich.
Die beiden beweglichen Nadelbarren tragen die unter nahe einem rechten Winkel zu einander arbeitenden Zungennadeln α und b, Fig. 1 und 2. Die horizontal liegenden Zungennadeln α werden einzeln in ihren Nuthen durch das Schlofsexcenter e, Fig. 3 und 4, zurückgeschoben; letzteres wirkt aber nicht direct, wie bei der gewöhnlichen Strickmaschine, gegen die umgebogenen Nadelenden, sondern gegen die Platinen d, welche die Nadeln frei umschliefsen. Diese Nadelplatinen d sind vorn, wo das Excenter e angreift, so breit, dafs dieselben ober- und unterhalb des letzteren in Nuthen geführt werden können. Diese Construction schliefst ein seitliches Verdrücken der Nadeln, wie solches bei der üblichen Strickmaschineneinrichtung der Fall ist, vollständig aus und gestattet, eine unbrauchbar gewordene Nadel leicht durch eine andere zu ersetzen. Das gemeinschaftliche Vorschieben der Nadelplatinen bezw. Zungennadeln erfolgt durch die Platinenschiene i, Fig. 1 und 3, welche mittelst Hebels Z1 z2 durch eine Hubscheibe der Hauptwelle A bewegt wird und sich gegen Vorsprünge d1 der Nadelplatinen d legt; gegen diese Vorsprünge wirkt auch die Schiene h, wenn ein gemeinschaftlicher Rückgang der Stuhlnadeln erforderlich ist.
Der Schlofskasten g mit seinem Excenter e, Fig. 3, ist bei einer Reihe nach rechts zu bewegen und mufs hier so lange stehen bleiben, bis die verticalen Nadeln b die Maschen ausgearbeitet haben, worauf bei der nächsten Reihe die rückgängige Bewegung des Schlofskastens zu erfolgen hat. Um die gewünschte Bewegung hervorzubringen, steht die Hauptwelle A, Fig. i, 2 und 5, derart durch Zahnräder mit der Kulirwelle B in Verbindung, dafs letztere eine Umdrehung vollendet, während erstere deren zwei ausführt. Die Kulirwelle B trägt rechts und links je eine Kurbel B1 mit Rolle B2, welche gegen ihren Hebel C trifft. Diese Hebel besitzen eine solche Form, Fig. 2, dafs dieselben bei der Drehung der Kulirwelle B um den Winkel α, d. i. eine halbe Drehung der Hauptwelle A, in ihrer Lage verharren. Die Hebel stehen durch die Schnuren fu Fig. 3 und 5, mit dem Schlofskasten in Verbindung.
Um lockere und feste Waare erzeugen zu können, ist folgende Einrichtung getroffen worden: Die Schlofsschiene f steht zu beiden Seiten durch die Theile ρ mit je einem Winkelhebel 111, Fig. 2 und 6, in Verbindung; jeder Arm Z1, welcher durch eine Feder nach oben gezogen wird, trifft mit seiner Stellschraube Z2 gegen ein Excenter m, welche gemeinschaftlich
von der Welle η verstellt werden können. Je tiefer die Arme Z1 gesenkt werden, desto weiter wird die Schiene f und damit das Schlofsexcenter e bezw. die Nadeln α zurückgezogen und dadurch eine längere Masche gebildet. Die Nadelplatinen rf, Fig. 3, stofsen bei ihrem Rückgange mit dem Vorsprung rf, an die Platinenschiene i an, um vollständig gleich lange Maschen zu erzeugen; diese Platinenschiene mufs demnach gleichzeitig mit der Schlofsschiene verschoben werden. Hierzu trägt jedes der beiden Verbindungsgliederp, Fig. 6, einen Ansatz P1, dessen Stellschraube die Entfernung zwischen Ende des Schlofsexcenters und Platinenschiene, d. i. gleich der Platinenlänge bis zum Vorsprung rf,, genau einzustellen ermöglicht. Da die Platinenschiene i durch eine Feder zum Anliegen an genannte Stellschrauben gebracht wird, verschiebt sich diese gleichzeitig mit der Schlofsschiene f, während die Entfernung beider stets dieselbe Gröfse behält.
Die verticalen Nadeln b, Fig. 1, werden gemeinschaftlich durch das Verbindungsstück q3, die Hebel qx q„ und das Excenter der Hauptwelle A -gehoben und gesenkt; ebenso erhält das Abschlagblech r durch Hebel s eine auf- und niedergehende Bewegung. Die verticalen Nadeln und das Abschlagblech lassen sich, nach Oeffnung des Riegels ro, um ihre Gelenke zurückschlagen, um ein bequemes Aufstofsen der Waare zu ermöglichen.
Um zu verhüten, dafs sich die Zungen beider Nadelreihen, noch ehe der Faden in die Nadelhaken eingelegt ist, schliefsen, sind die Zungenabwehrer t und fj, Fig. ι und 2, angeordnet. Beide werden durch Excenter, Hebel ν und Zugstangen u von der Hauptwelle aus bewegt. Beim Vorgange der beiden Nadelreihen α und b legt sich der obere Zungenabwehrer t zwischen dieselben, den Fadenführer zurückdrückend, geht darauf zurück, um den nun arbeitenden Fadenführer frei passiren zu lassen, und nun tritt der untere Zungenabwehrer ts in Thätigkeit, um beim Kuliren ein Zuspringen der Zungen der verticalen Nadeln vollständig auszuschliefsen.
Der Vorgang der Maschenbildung ist nun kurz folgender: Die horizontalen Nadeln α bewegen sich nach vorn, während die verticalen Nadeln b aufsteigen, bis die Zungen beider Nadelreihen durch die alten Maschen getreten, sind; darauf werden sämmtliche Nadeln so weit gemeinschaftlich zurückgezogen, Fig. 7, dafs der Faden sicher in die Nadelhaken gelangen kann. Nun erfolgt das einzelne Zurückziehen der horizontalen Nadeln durch das Schlofsexcenter (s. Fig. 3), wodurch der Faden in Maschen verwandelt wird, während die Henkel die verticalen Nadeln umschliefsen, Fig. 8; hierauf erfolgt der gemeinschaftliche Niedergang dieser Nadeln, die Henkel werden ebenfalls in Maschen verwandelt und von dem Abschlagblech abgeschlagen, Fig. 9. Beide Nadelreihen gehen nun in die anfängliche Stellung über.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine mechanische Rä'nderwirkmaschine mit zwei in Fangstellung angeordneten Reihen von Zungennadeln (a b), in welcher alle erforderlichen Nadelbewegungen (mit Ausnahme der zum Kuliren erforderlichen) je für die betreffende Reihe gleichzeitig erfolgen und in welcher zugleich die beim Kuliren erreichbare Schleifenlänge mittelst Versetzung des Schlittenbettes (f) in der Richtung der kulirenden Nadeln verändert wird.
2. Eine mechanische Ränderwirkmaschine der unter 1. festgesetzten Art, sofern ■ an derselben für die sichere Offenhaltung der Nadelzungen vor dem Abschlagen der alten
■ Waare über die volle Arbeitsbreite reichende schwingende Schienen (Zungenabwehrer H1). angeordnet sind und das Schlofsexcenter zwischen den doppelten Führungen der Nadelplatinen bewegt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT36896D Mechanische Ränderwirkmaschine Expired - Lifetime DE36896C (de)

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