DE81103C - - Google Patents

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DE81103C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D7/06Preparation via sodium or potassium magnesium carbonate

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Verfahren des Patentes Nr. 79221 weist, ebenso wie das Ammoniak-Sodaverfahren, den Mangel auf, dafs mit der Mutterlauge beträchtliche Mengen Natriumbicarbonat und Chlornatrium verloren gehen. Man hat zwar versucht, beim Ammoniak-Sodaverfahren diesem Uebelstande dadurch abzuhelfen, dafs man das gelöst bleibende Natriumbicarbonat mittelst Chlornatrium ausfällte. Abgesehen jedoch davon, dafs hierdurch ein wesentlicher Verlust an relativ theurem Chlornatrium bedingt wird, scheitert das Verfahren auch an der geringen Löslichkeit des gleichzeitig in der Mutterlauge enthaltenen Chlorammoniums, welches daher zugleich mit dem Natriumbicarbonat durch das zugesetzte Chlornatrium ausgefällt wird.
Die vorliegende Modification des Verfahrens nach Patent Nr. 79221 gestattet nun, diesen Mangel zu beseitigen. Da nämlich einerseits die Anwesenheit auch gröfserer Mengen von Chlormagnesium die Umwandlung des Chlornatriums in Natriumbicarbonat mittelst Magnesiumbicarbonat nicht beeinflufst und andererseits, infolge der aufserordentlichen Löslichkeit des Chlormagnesiums, ein Ausfällen desselben durch Chlornatrium nicht eintritt, so kann man die natriumbicarbonathaltige Mutterlauge immer wieder zur Herstellung der Magnesiumbicarbonatlösung und zur Umsetzung derselben mit Chlornatrium verwenden. Erst nachdem sich die Lauge nahezu völlig mit Chlormagnesium gesättigt, wird sie, wie in dem Haupt-Patente beschrieben, auf Magnesia verarbeitet.
Die Ausführung des Erfindungsgedankens würde sich in det Praxis beispielsweise wie folgt gestalten:
In einem Behälter I wird Magnesia (bezw. präparirter Dolomit theilweise) mittelst Kohlensäure und Wasser unter 5 bis 6 Atm. Druck . zu Magnesiumbicarbonat gelöst. Die Lösung wird sodann durch Anwendung eines geringen Ueberdruckes in einen zweiten, unter gleichem Druck' stehenden Behälter II allmälig übergeführt, bis auf einen geringen trüben Rest. Nach Verschlufs der Verbindung zwischen beiden Behältern wird in den Behälter II eine möglichst concentrirte Chlornatriumlösung oder ein Brei aus fein zertheiltem Chlornatrium in solcher Menge eingeführt, dafs nach erfolgter Umsetzung zu Chlormagnesium und Natriumbicarbonat immer noch eine, wenn auch noch so geringe Menge Magnesiumbicarbonat, dagegen kein Chlornatrium in Lösung bleibt. Hierbei ist der Druck durch Zuführung von Kohlensäure stets auf 5 bis 6 Atm. zu erhalten.
Die über dem ausgefallenen Natriumbicarbonat stehende und abgeklärte Flüssigkeit, welche Chlormagnesiüm und Natriumbicarbonat gelöst enthält, wird nun wieder in den Behälter I zurückgedrückt, in welchem von neuem Kohlensäure und Magnesia (bezw. präparirter Dolomit) unter Druck zugeführt und Magnesium-
bicarbonat gebildet wird. Die gewonnene Lösung wird wiederum in den Behälter II gedrückt und zur Umwandlung neuer Mengen Chlornatrium in Natriumbicarbonat verwendet. Das in diesem Behälter befindliche gefällte Natriumbicarbonat kann, nach jeder einzelnen oder auch nach mehrmaliger Ausfällung, in ein Reservoir III (unter Druck) übergeführt werden.
Dieser Procefs wird so lange fortgeführt, bis die Mutterlauge sich nahezu völlig mit Chlormagnesium gesättigt hat, was bei der bedeutenden Löslichkeit desselben sehr lange dauert.
Das in dem Reservoir III angesammelte Natriumbicarbonat wird von der anhaftenden Flüssigkeit getrennt, gewaschen und in bekannter Weise weiter verarbeitet. Die 'hierbei erhaltene Mutterlauge (falls dieselbe noch nicht mit Chlormagnesium gesättigt ist), sowie das Waschwasser werden wieder in I zur Lösung neuer Mengen von Magnesiumbicarbonat verwerthet.
In der Praxis empfiehlt es sich, das ganze Apparatsystem (I, II und III) beständig mit der Kohlensäurequelle in Verbindung zu lassen, damit etwaige Verluste an Kohlensäure sofort ersetzt werden
halten bleibt.
und der Druck constant er-

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Ausführungsform . des durch Patent Nr. 79221 geschützten Verfahrens zur Darstellung von Natriumbicarbonat aus Chlornatrium und Magnesiumbicarbonat, dadurch gekennzeichnet, dafs die natriumbicarbonathaltige Mutterlauge bis zu ihrer annähernden Sättigung mit Chlormagnesium zur Herstellung von Magnesiumbicarbonat verwendet wird.
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