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Spielzeugfigur mit durch ein Laufwerk bewegbaren Teilen Die Erfindung
bezieht sich auf eine Spielzeugfigur mit durcheinLaufwerkbewegbarenTeilen. Sie bezweckt
die Schaffung einer Spielzeugfigur, welche eine verbüffende und belustigende Spielwirkung
ausübt und dadurch einen erhöhten Spielreiz hat.
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Erfindungsgemäß besitzt die Spielzeugfigur -ein als gestaltliche Nachbildung
des Vorbildes, z. B. eines Clowns, ausgebildetes Figurengehäuse, das aus wenigstens
zwei Teilen besteht, die .zur wechselweisen Vergrößerung (Hochrecken) und Verkleinerung
(Zusammenducken) der Figur auseinander-und ineinanderschiebbar sind. Dieser Erfindungsvorschlag
kann derart verwirklicht werden, daB das den Rumpf darstellende Gehäuseteil gegenüber
dem die Beine wiedergebenden Gehäuseteil und/oder gegenüber dem den Kopf und den
Hals nachahmenden Gehäuseteil verschieblich ist. Bei dieser Ausbildung wird die
Figur also einerseits immer größer, während sie andererseits in sich zusammenschrumpft.
Dadurch entsteht ein außerordentlich spaßhafter Eindruck, der, namentlich wenn es
sich um eine Clow nfigur handelt, darin begründet liegt, daB' der sich aufreckende
Clown drohend oder übermütig wirkt, um im unmittelbaren Anschluß, wenn er sich zusanunenduckt,
den Eindruck des .Ängstlichen bzw. Scheuen hervorzurufen. Diese Wirkung wird natürlich
durch die möglicherweise ins Groteske gezogene Gestalt und Bemalung des Figurengehäuses
unterstrichen.
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In Weiterentwicklung des Erfindungsgedankens sind in Abhängigkeit
von der Verschiebung der Gehäuseteile andere Körperteile, z. B. die Augen, die Zunge,
die Arme o. dgl., bewegbar, so daß also beispielsweise die hochgereckte Figur mit
strahlend geöffneten Augen dreinschaut, während die zusammengeduckte Figur die Augen
ängstlich geschlossen hält. Ähnliche zusätzliche Wirkungen sind durch Bewegung anderer
Körperteile erzielbar.
Die Ausbildung der Spielzeugfigur ist vorzugsweise
derart getroffen, daß im Rumpfgehäuseteil ein Federlaufwerk befestigt ist, welches
über eine Kurvenscheibe auf einen Anschlag des Beingehäuseteils wirkt. Sinngemäß
wird vom Laufwerk über eine Kurvenscheibe ein Anschlag des Kopf-und Halsgehäuseteils
beeinflußt. Zweckvoll dient ein und dieselbe Kurvenscheibe, die als zweiarmiger
Knebel ausgebildet sein kann, sowohl für die Verschiebung des Rumpfgehäuses gegenüber
dem Beingehäuse als auch für die Verschiebung des Rumpfgehäuses gegenüber dem Kopf-
und Halsgehäuse. Die Anschläge, gegen welche sich die Kurvenscheibe anlegt, sind
von in das Rumpfgehäuse einragenden Verlängerungen des Bein- und des Halsgehäuses
gebildet. Vorzugsweise sind Führungsglieder vorgesehen, welche die Teile führen,
wenn sie ineinander- und auseinandergleiten.
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Wenn als zusätzliche bewegbare Körperteile die Augen benutzt sind,
so ist hinter den die Augenhöhlen nachahmenden Öffnungen des Kopfgehäuses eine Platte
auf und ab bewegbar, die unten mit Augendarstellungen und oben mit Darstellungen
geschlossener Augenlider versehen ist. Diese Augenplatte kann am vorderen Arm einer
Wippe sitzen, deren hinterer Arm mittels eines Fingers auf einer hochragenden Leitbahn
des Rumpfgehäuses bzw. des Laufwerks gleitet. Damit die Wippe nur in einer Schwenkrichtung
gesteuert bzw. angetrieben zu werden braucht, ist sie für die Bewegung in Gegenrichtung
durch ein Gewicht oder eine Feder belastet.
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Die Spielwirkung der Figur kann dadurch eine Erhöhung erfahren,daßdieFigur
sich auch auf ihrer Standfläche bewegt, z. B. um ihre eigene Achse dreht. Gemäß
der Erfindung ist dieser Erfolg erzielbar, obwohl die Figur keine Laufglieder besitzt,
sondern eine gegenüber dem Gehäuse unbewegliche Bodenplatte aufweist. Die Bewegung
der Spielzeugfigur auf der Standfläche geschieht erfindungsgemäß durch Vibration,
die vom Laufwerk dadurch veranlaßt ist, daß die Reglerachse senkrecht gerichtet
und mit einen stark exzentrischen Regler versehen ist. Auf diese Weise werden durch
den Schwung des exzentrischen Reglers auf das Figurengehäuse außermittige ruckweise
Stöße ausgeübt, welche eine allmähliche seitliche Bewegung und Drehung des Gehäuses
zur Folge haben. In Verbindung mit, dem Hochrecken und Zusammenducken der Figur
entsteht dadurch der Eindruck, als ob die Figur trippelnd hin und her trete, um
ihre Unruhe zu meistern.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in schematischer
Darstellung veranschaulicht. Es zeigt Fig. i eine Ansicht einer Clownfigur in hochgereckter
Stellung, Fig. 2 eine Ansicht dieser Figur in zusammengeduckter Stellung, Fig. 3
die hochgereckte Figur mit aufgeschnittenem Gehäuse von vorn gesehen, Fig. 4 die
hochgereckte Figur mit aufgeschnittenem Gehäuse von der Seite gesehen, Fig. 5 die
hochgereckte Figur mit aufgeschnittenem Gehäuse von hinten gesehen, Fig.6 die zusammengeduckte
Figur mit aufgeschnittenem Gehäuse von hinten gesehen, Fig. 7 Schnitt nach A-B der
Fig. 4.
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Die dem gezeichneten Ausführungsbeispiel zugrunde liegende Clownfigur
hat ein Gehäuse, das aus den drei Teilen i, 2 und 3 besteht. Das Teil i ist die
Nachbildung des Rumpfes und der Arme, mit einem Clownkittel bekleidet. Das Teil
2 gibt diemitschlotternden und faltigen Hosen versehenen Beine des Clowns wieder.
Das Gehäuseteil 3 ist eine Nachahmung des Clownkopfes und des Halses. Wie schon
die Zeichnung erkennen läßt, sind die Gehäuseteile der Gestaltung und der Bemalung
nach so ausgebildet, daß sie das groteske Aussehen eines Clowns möglichst naturgetreu
widerspiegeln. Dies gilt namentlich für das Clowngesicht.
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Im Innern des Rumpfgehäuses i ist ein Federlaufwerk angebracht, dessen
Feder 4, die mittels der Steckachse 5 aufgezogen werden kann, das auf dieser Achse
sitzende Zahnrad 6 in Drehung versetzt. Dieses kämmt mit dem Ritzel 7, das auf der
Achse 8 sitzt, welche auch das Zahnrad 9 trägt, das mit dem Ritzel io der Achse
i i im Eingriff steht, auf welcher das Zahnrad 12 sitzt, das das Ritzel 13 der Achse
14 antreibt. Auf dieser sitzt das Kronenrad 15, welches mit dem die Reglerachse
16 in Drehung versetzenden Ritzel 17 kämmt. Unten an der Reglerachse ist der Regler
18 angebracht, der als stark außermittiges Schwungglied ausgebildet ist und z. B.
den Grundriß eines Kreissektors besitzt.
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Die Befestigung des Laufwerks an dem Rumpfgehäuse erfolgt mit Hilfe
der Lappen i9, welche an die hintere Platine 2o des Lauf«-erks angewinkelt und mittels
umgebogener Zapfen 21 am Rumpfgehäuse festgelegt sind.
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An die Vorderplatine 22 des Laufwerks sind Laschen 23 angebogen, deren
waagerechtes Endteil 24 als Öse ausgebildet ist, durch welche die Führungsstäbe
25 hindurchgreifen,welche in dem Beingehäuse, und zwar an dessen Bodenplatte 26,
mittels eines abgewinkelten Halteteils 27 befestigt, z. B. angelötet sind. Am oberen
Ende besitzen die Führungsstäbe 25 ein knopfartiges Begrenzungsglied 28.
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Das Kopf- und Halsgehäuse sitzt auf der Platte 29, welche an den Schieber
3o angebogen ist, der als Führungsglied für das Kopfgehäuse bei dessen Verschiebung
dient. Der Schieber gleitet an der Rückplatine 2o des Laufwerks auf und ab. Er hat
eine Ausnehmung 31, durch welche die Aufzugsachse 5 hindurchragt. Außerdem weist
er einen Längsschlitz 32 auf, durch welchen der Befestigungslappen i9 hindurchgreift.
Es ist daher der Schieber bei seiner Aufundabbewegung geführt. Zu dieser Führung
tragen auch die an die Rückplatine 2o angebogenen Nasen 33 bei, welche sich mit
ihren eingewinkelten Enden lose auf den Schieber 30 auflegen.
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Am Laufwerk ist oben mittels des Steges 34 die Leitwand 35 befestigt,
auf welcher gleitend der Tastfinger 36 aufsitzt. Dieser ist an den einen Arm 37
einer zweischenkeligen Wippe angebogen, die
um die Achse 38 schwenkbar
ist. Die Achse ist in Gestalt von Blechspitzen in geeignete Eindrückungen 39 des
Kopfgehäuses drehbar eingesetzt. Am anderen Arm 40 der `Tippe ist eine Platte 41
angebracht, welche unten mit Augendarstellungen 42 versehen ist. Oberhalb dieser
Augen befinden sich Darstellungen geschlossener Lider. Gegebenenfalls genügt es
sogar, oberhalb der Augen einen fleischfarbenen Streifen aufzumalen. Der Wippenarm
37 ist durch ein Gewicht 43 belastet. DieAugendarstellungen*befinden sich bei der
in Fig. 4 dargestellten Lage der Wippe hinter den Öffnungen 44 des Kopfgehäuses.
Diese Üffnungen stellen Augenhöhlungen dar. Wird die «Tippe in Richtung des Pfeiles
X geschwenkt, so gelangen die Liderdarstellungen bzw. der fleischfarbene Streifen
hinter die Augenhöhlungen, so daß gemäß Fig. 2 der Eindruck geschlossener Augen
entsteht.
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Wenn (las Laufwerk, nachdem die Feder mittels der Steckachse 5 und
eines Schlüssels aufgezogen worden ist, in Tätigkeit tritt, so wird die auf der
Achse 8 sitzende Kurvenscheibe 45, welche beim gezeichneten Ausführungsbeispiel
als zweiarmiger Knebel gestaltet ist, in Drehung versetzt. Sie stützt sich dabei
mittels ihres einen Endstücks 46 gegen die Anschlagleiste 47 ab, welche an die Verlängerung
48 des Beingehäuses 2 angewinkelt ist. Außer-(lern drückt sie mittels ihres anderen
Endstückes 49 gegen die Querleiste 5o, die unten an der als Schieber 3o ausgebildeten
Verlängerung des Halsgehäuses sitzt. Infolgedessen werden das Beingehäuse gegenüber
dem Rumpfgehäuse nach unten und das Kopfgehäuse gegenüber dem Rumpfgehäuse nach
oben gedrückt, bis der Knebel die Stellung gemäß Fig. 3, 4 und 5 einnimmt. Da aber
die Spielzeugfigur mit ihrer Bodenplatte 26 auf der Standfläche aufsteht, so ist
es tatsächlich derart, daß das Rumpfgehäuse sich gegenüber dem Beingehäuse hebt
und das Kopfgehäuse sich aus dem Rumpfgehäuse herausschiebt. Es entsteht daher der
überraschende Eindruck des Immer-größer-Werdens. Diese Erscheinung wirkt besonders
stark, weil das Größerwerden sich an zwei Stellen der Figur vollzieht. Umgekehrt
sinken, wenn der Knebel 25 sich weiterdreht, bis er allmählich die Stellung gemäß
Fig. 6 einnimmt, die Teile in sich zusammen. Es senkt sich das Rumpfgehäuse nach
unten und schiebt sich dabei über das Beingehäuse. Zugleich schiebt das Kopfteil
sich in das Rumpfteil hinein. Dieser Vorgang führt zu dem Eindruck, die Figur ziehe
das Genick ein und gehe ängstlich in die Knie. Das geschilderte Größerwerden und
Kleinerwerden der Figur wiederholt sich dauernd, solange das Federwerk läuft.
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Wenn das Kopfgehäuse sich nach unten in das Rumpfgehäuse hineinschiebt,
so drückt der Finger 36 auf die Leitbahn 35 mit der Wirkung, daß der Wippenarm 37
angehoben, die Wippe somit in Richtung des Pfeiles X verschwenkt wird. Infolgedessen
bewegt sich die Augenplatte 41 nach unten. Dabei schieben sich die Augendarstellungen
42 von den Augenöffnungen nach unten weg, während die darüherhefindlichen Liderdarstellungen
bzw. der diese ersetzende Farbstreifen hinter die Augenhöhlen 44 gelangen. Der Clown
schließt also bei seinem Zusammenducken die Augen. Beim Hochrecken öffnet er die
Augen, da dabei der Druck zwischen dem Finger 36 und der Leitbahn 35 aufhört und
das Gewicht 43 die Wippe in Gegenrichtung des Pfeiles X ausschwingt.
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Während sich die oben erläuterten Vorgänge abspielen, dreht sich die
Achse 16 mit dem Regler 18. Infolge dessen Exzentrizität schiebt sich die Figur
vibrierend auf der Standfläche hin und her und dreht sich dabei um sich selbst.
Wie bereits erwähnt, wird durch dieses scheinbare Hinundhertrippeln der Eindruck
des verängstigten Clowns gesteigert.
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Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und erläuterte Ausführungsbeispiel
beschränkt. Es sind im Rahmen des Erfindungsgedankens mannigfaltige bauliche Abweichungen
möglich. So sind z. B. Varianten erreichbar, indem der Kurvenscheibe 45 ein entsprechender
Kurvenverlauf gegeben wird. Außerdem können an Stelle der Augen oder zusätzlich
zu diesen andere Körperteile bewegt werden, z. B. derart, daß die Figur die Zunge
herausstreckt und einzieht, daß der Clown mit den Ohren wackelt, daß er beim Hochrecken
die Arme hebt und beim Zusammenducken herabhängen läßt u. dgl. Es braucht für den
Antrieb der zusätzlich bewegten Körperteile nicht unbedingt eine gesonderte Antriebsvorrichtung,
z. B. eine Wippe mit Gleitfinger, vorgesehen zu werden. Es kann gegebenenfalls der
Antrieb von der Kurvenscheibe. abgeleitet werden.
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Die Erfindung ist insbesondere nicht auf eine Clownfigur oder eine
sonstige Scherzfigur beschränkt. Es sind auch andere Menschen- und Tierfiguren im
Sinne der Erfindung ausbildbar. So kann z. B. die Erfindung für ein sich wechselweise
hochschnellendes und niederkauerndes Tier, Hund, Katze o. dgl., benutzt werden,
wobei möglicherweise als zusätzlich bewegbare Körperteile die Kiefer zum Offnen
und Schließen des Maules schwenkbar sein mögen. Auch kann, namentlich bei Tierfiguren,
ein akustisches Glied, z. B. eine Quietschstimme, in Tätigkeit gesetzt werden, die
im Rhythmus der Verschiebung der Gehäuseteile anspricht.