DE809451C - Verfahren zur schonenden Destillation bitumenhaltiger hochsiedender Erdoelrueckstaende oder aehnlicher Kohlenwasserstoffgemische auf Bitumen und OEldestillate - Google Patents
Verfahren zur schonenden Destillation bitumenhaltiger hochsiedender Erdoelrueckstaende oder aehnlicher Kohlenwasserstoffgemische auf Bitumen und OEldestillateInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10C—WORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
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Description
- Verfahren zur schonenden Destillation bitumenhaltiger hochsiedender Erdölrückstände oder ähnlicher Kohlenwasserstoffgemische auf Biturnen und Uldestillate Hei Gier Destillation bitumenhaltiger Erdölrückstände oder ähnlicher Kohlenwasserstoffgemische in einem Röhrenofen mit nachgeschaltetem Verdampfer wird üblicherweise in -diesen Verdampfern ein ansehnliches Flüssigkeitsvolumen gehalten, um durch Einblasen von direktem Dampf das Bitumen von noch verdampfbaren Anteilen zu befreien und ein Bitumen mit möglichst hohem Erweichu @gspunkt bei maximaler Destillatgewinnung zu erreichen. Es ist bekannt, daß b:i den zur Gewinnung harter ßitu#nina und von hochflammenden Zylindertil@<lestillaten notwendigen höhen Verdampfungstemperaturen bereits starke und störende Krackerscheinungen auftreten. Das :Ausmaß derselben hängt von der Höhe der Reaktionstemperaturen und der Reaktionszeit alt. Zwischen der letzteren und der Krackintensität besteht eine lineare Beziehung. Gegenstand der Erfindung ist, idieses Kracken dadurch weitgehend zu vermeiden, daß der Krackrea1,tionsfaktor Zeit weitgehend reduziert wird durch extreme Verminderung des Flüssigkeitsvolumens im Verdampfer. Die Verminderung des Zeitfaktors im Röhrenofen sel'bs,t kann durch Einblasen von Dampf oder Zusatz eines leichtsiedenden Garriers auf bekannte Weise wirksam erfolgen. Gewöhnlich fließt der Destillationsrückstand im Verdampfer noch über Stripperböden. .die nach dem Prinzip der vorliegenden Erfindung wegbleiben müssen. Auch auf die Injektion von direktem Dampf in den Verdampfersumpf wird verzichtet, und das Flüssigkeitsvolumen wird durch Anordnung eines niedrigen Niveaus in einem außerordentlich verengten Ansatz des Badens auf wenige Liter reduziert, die lediglich einen Dämpfeverschluß sicherstellen. Durch diese starke Reduktion des Bitumenvolumens wird die Aufenthaltsdauer desselben im Verdampfer von bisher etwa einer Stunde oder oft mehreren Stunden auf etwa eine Minute oder weniger reduziert, wodurch @d@ie vor allem im Bitumen sich abspielenden Krackreaktionen reduziert werden. Dies hat zur Folge, daß das vom Bitumen abgetriebene Destillat beinahe frei ist von Zersetzungsprodukten, was im Falle der Herstellung von Schmierölen eine große Rolle spielt. Da die üblicherweise entstehenden Zersetzungsprodukte in der Hauptsache niedriger sieden als das Bitumen. finden sie sich im Falle ihrer Bildung in den Schmieröldestillaten, deren Qtkalität dadurch wesentlich verschlechtert wird. So sinkt durch Kracken die Ausbeute an Zylinderöl und jene an leichtsiedenden Destillaten, wie Gasöl und niedrig viskosen Schmieröldestillaten nimmt stark zu. Die Farbe der Öldestillate, ihre Farbstabilität sowie ihre Raffinierbarkeit wird durch einen Gehalt an gekrackten Teilen verschlechtert, häufig auch der Erstarrungspunkt. Diese =Yachteile werden durch die vorliegende Erfindung weitgehend vermieden. Aus einem gegebenen Rückstandsöl wurde z. B. in betrieblicher Verarbeitung auf einer Röhrendestillationsanlage (Vakuum-Pipestill) folgendes Ergebnis erzielt: Ofenaustritt .I30°, Gasbildung 6o kg/11 Luftäquivalent, Ausbeute an leichten Öldestillaten 570/0. Ausbeute an Zylinderöl Flp. 32o° 70/0, Ausbeute an Bitumen 23%, Farbe .der Maschinenöldesti'llate: dunkel, RaffinierbarkeitderMaschinenöldestillate:mäßig. Durch Verringerung des flüssigen Inhalts des Bodenteiles der Vakuumkolonne von rund 5ooo Liter auf rund 5o Liter wurde folgende Änderung !, des Ergebnisses erzielt (bei gleichem Durchsatz) Ofenaustrittstemperatur q.30°, Gasbildung 5 kg/h Luftäquivalent, Ausbeute an leichten Öldestillaten 500/0, Ausbeute an Zylinderöl F1p.32o° 9%, Ausbeute an Bitumen gleicher Härte 26%, Ausbeute an Ausblasedestillat vom Bitumen 30/0, Maschinenöldestillate: hell und gut raffinierbar. Da die kurze Verweilzeit des Bitumens im Vakuumverdampfer nicht ausreicht, tim eine wirksame Austreibung dec noch enthaltenen leichten Teile mittels offenen Dampfes zu erzielen, muß nach vorliegendem neuen: Verfahren das :Ausdampfen in einem besonderen Vakuumausdämpfer .erfolgen. Das dort anfallende Destillat enthält gekrackte Anteile und wird deshalb zw eckmäßigerweise nicht mit den übrigen Destillaten vermischt, soweit es sich um die Gewinnung 'hochwertiger Schmieröldestillate 'handelt.
- Es sei darauf hirngewiesen, daß auch heute bereits Vakuumkolonnen bei der Schlnieröldestillation häufig einen verjüngten Durchmesser im Bitumenteil aufweisen. Diese Verjüngung erfüllt aber keineswegs die Forderungen hinsichtlich der Verweilzeit des Bitumens, die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden. In der Regel sind in diesen Bitumensektionen auch noch Fraktionier- bzw. Stripperböden zu finden. Es handelt sich 'hier mehr um eine relative Erweiterung der Kolonnen im Dämpfeteil mit dem Ziel, durch großen Dämpfequerschnitt einen möglichst geringen Vakuumverlost durch die Fraktionierböden sicherzustellen.
Claims (1)
- PATE\TA\SPRUCH: Verfahren zur schonenden Destillation bitumenhaltiger, hochsiedender Erdölrückstände oder ähnlicher Köhlenwasserstofffgemische auf Bitumen und Öldestillat mittels Röhrenofens und nachgeschalteten Vakuumverdampfers, dudurch gekennzeichnet, @daß im Verdampfer ein außerordentlich geringes Flüssigkeitsvolumen aufrechterhalten wird, so daß die mittlere Verweilzeit des Bitumens im Verdampfer etwa eine Minute oder weniger beträgt, Und daß das Bitumen nach Verlassen des Verdampfers in bekänn.ter Weise einem besonderen Vakuumdampf. ausblasegefäß zugeführt wird. Angezogene Druckschriften: Journal of the Institution of Petroleum TechnOlOgists, Vol. 17, Nr. 93, Juli r931, S. 425 bis 443.
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1949
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Non-Patent Citations (1)
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