DE8084A - Verbesserungen an einer atmosphärischen Gaskraftmaschine - Google Patents
Verbesserungen an einer atmosphärischen GaskraftmaschineInfo
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Description
1879.
Klasse 46.
ALBERT TODT in FRANKFURT a. O. Verbesserungen an einer atmosphärischen Gaskraftmaschine.
Zusatz-Patent zu No. 6344 vom 22. Januar 1879.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. April 1879 ab.
Längste Dauer: 21. Januar 1894.
Die Verbesserungen erstrecken sich auf die Kühlung des Treibcylmders, auf das zuverlässige
Schliefsen der Klappen des Treibkolbens und auf die Zuführung des Gasgemisches zur Maschine
vor dem Anlassen derselben.
Zum Zwecke der guten Kühlung im Innern des Treibcylinders sind nahe am Boden desselben
zwei Röhren R R1 angebracht. Die erstere hat unten ein nach innen sich öffnendes
Ventil beliebiger Art und taucht in ein Gefäfs, in welches beständig kaltes Wasser zufliefst.
Das obere Ende der Röhre ragt in den Treibcylinder hinein, ist kappenfprmig geschlossen
und mit einer grofsen Anzahl feiner, nach dem oberen und vorderen Theile des Treibcylinders gerichteten Oeffhungen versehen.
Das Rohr R1 mündet mit seinem oberen
Theile an der tiefsten Stelle des Treibcylinders, ist unten U-förmig aufgebogen und mit einem
nach aufsen sich öffnenden Ventile beliebiger Art versehen.
Ist die Gasverpuffung erfolgt und bei geschlossenem Treibkolben eine anfangs schwache
Zusammenziehung der verbrannten Gase im Treibcylinder eingetreten, so wird Wasser im
Rohre R aufgesaugt und durch die feinen Oeffnungen der Rohrkappe in den Cylinder eingespritzt.
Hierdurch entsteht eine sehr wirksame Abkühlung und Verdichtung der Verbrennungsgase, '.wodurch die Leistung der Maschine
wesentlich gesteigert wird. Das verbrauchte Wasser fliefst, wenn der Treibkolben geöffnet
ist und vorwärts geht, durch das Rohr R1 ab.
Die. Verpuffung des Gasgemisches erfolgt, je nach dem Kraftdedarf, bei sehr verschiedenen
Stellungen des Treibkolbens. Um nun in jeder beliebigen Stellung des Treibkolbens nach erfolgter
Verpuffung und bei Beginn der Zusammenziehung der Gase sofort die Kolbenklappen selbstthätig zu schliefsen und dadurch das Eindringen
atmosphärischer Luft in den Cylinder zu verhindern, schliefst eine der Kolbenklappen,
in der Zeichnung die obere, frei herabhängend ihre zugehörige Oeffnung. Die andere Klappe
oder auch eine Anzahl von Klappen wird in der innersten Stellung des Kolbens aufgestofsen
und durch den Klinkhebel d an der Nase <?,
während des Auswärtsganges des Treibkolbens offen gehalten. Erfolgt nach einem beliebigen
Kolbenwege die Gasverpuffung, so wird die obere Klappe aufgeschleudert, stöfst mit ihrer
Nase ί·, den Klinkhebel d zurück, und sämmtliche
Klappen können frei zurückfallen und sofort bei beginnender Zusammenziehung der Gase
den Kolben schliefsen.
Um vor dem Anlassen der Maschine erst die Zuleitungsröhren und die Gaskammer V mit
Gas zu füllen, was namentlich bei Anwendung von Generatorgasen nothwendig ist, ist an V
noch ein nach einer Esse führendes Rohr A1,
mit Drosselklappe angebracht. Diese letztere wird einige Zeit vor dem Anlassen der Maschine
offen gehalten, wobei durch den Luftzug in der Esse Gas aus dem Generator durch die
Vorwärm- und Kühlvorrichtung und die Zuleitungsröhren nach der Gaskammer V gesaugt
wird. Beim Anlassen der Maschine wird die Drosselklappe wieder geschlossen. Es bedarf
dann nur einer Umdrehung der Kurbelwelle, um die Maschine sofort in Gang zu bringen.
Claims (3)
1. Die durch vorstehende Beschreibung und beiliegende Zeichnung erläuterte Wasserkühlung
des Innern vom Treibcylinder bei der durch die Patentschrift des Hauptpatentes dargestellten atmosphärischen Gaskraftmaschine.
2. Die beschriebene und gezeichnete Schliefsvorrichtung der Ventile des Treibkolbens
bei derselben Gaskraftmaschine.
3. Die dargestellte Vorrichtung zum selbstthätigen Aufsaugen der Generatorgase zur
Gaskammer, in Anwendung auf die erwähnte Gas kraftmaschine.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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