DE808309C - Baeder zum anodischen Glaenzen von Gegenstaenden aus Eisen und Eisenlegierungen, insbesondere rostfreien Staehlen - Google Patents
Baeder zum anodischen Glaenzen von Gegenstaenden aus Eisen und Eisenlegierungen, insbesondere rostfreien StaehlenInfo
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Description
- Bäder zum anodischen Glänzen von Gegenständen aus Eisen und Eisenlegierungen, insbesondere rostfreien Stählen Vorliegende Erfindung betrifft Bäder zum anodischen Glänzen von Gegenständen aus Eisen oder Eisenlegierungen, insbesondere aus rostfreien Stählen. Bekanntlich kann in solchen Bädern Gegen-#tänden aus Stahl dadurch eine glänzende Oberfläche erteilt werden, daß sie darin als Anode geschaltet kurze Zeit meist bei höherer Temperatur einer Elektrolyse bei höheren Stromdichten unterworfen werden. Die bisher bekannten Bäder bestehen meist aus einer oder einer Mischung von mehreren höher konzentrierten anorganischen Säuren, wie Schwefelsäure, Phosphorsäure, Perchlorsäure, Fluorwasserstoffsäure und Zusätzen von Kohlenstoff verbindungen, Nvie Glycerin oder glycerinähnlichen Stoffen, einwertigen Alkoholen oder Alkylschwefelsäuren u. dgl. zumeist aliphatischen hohlen:toffverbindungen. Diese organischen Zusitze haben die Aufgabe, di-c Mindeststromdichte, bei der eine Glänzung durch die Säuren bewirkt wird, auf eine praktisch anwendbare Größe herabzusetzen und die Glänzung zu verstärken.
- Neben dies- r stärkeren oder schwächeren günstigen Auswirkung haben die bekannten organischen Zusatzstoffe meist immer die eine oder andere uner-,viinschte Nebenwirkung im Bade. So erteilen sie sehr häufig, um einige dieser Nebenwirkungen zu nennen, dem Bade die Neigung, bei der Elektrolyse zu schäumen, besonders wenn sie sich bei den meist höheren Gpbrauchstemperaturen und höheren Schwefelsäuregehalten der Bäder zersetzen, wie es beispielsweise bei den vielfach vorgeschlagenen glycerinähnlichen Zusatzstoffen leicht vorkommen kann. Andere Zusatzstoffe verlieren zu rasch ihre #,\lirkung, sei es daß sie bei der Elektrolyse verbraucht werden oder sich wie die einwertigen Alkohole oder Verbindungen dieser bei den Gebrauchstemperaturen allzu rasch, oft unter Bildung gesundheitsschädlicher Dämpfe, verflüchtigen. Wieder andere vermögen sich nicht in genügendem Umfange im Bade zu lösen. Der Schwierigkeit, gut wirkende organische Zusatzstoffe zu finden, welche frei von diesen Nachteilen sind, ist es zuzuschreiben, daß das bequeme anodische Glänzen, insbesondere in seiner Anwendung auf unlegiertes Eisen oder Stahl, trotz eines etwa 15jährigen Bekanntseins bis jetzt nur verhältnismäßig beschränkte Anwendung im praktischen Gebrauch gefunden hat.
- Es wurden nun organische Zusatzstoffe gefunden, welche sich durch besonders starke glanzerhöhende Wirkung auszeichnen und dabei keine den Betrieb der Bäder störende Nebenwirkungen haben.
- Die erfindungsgemäßen Zusatzstoffe sind die Sulfosäuren der aromatischen Kohlenwasserstoffe, insbesondere die des Benzols oder seiner Homologen wie die des Toluols, Xylols oder Äthylbenzols. Sie werden zweckmäßig in Mengen von 10 bis 3o Gewichtsprozenten angewandt, doch vermögen schon sehr viel geringere Anteile wie solche von einem oder wenigen Prozenten eine günstige Rückwirkung auf den anodischen Angriff des behandelten,Stahls auszuüben.
- Als besonders gute Bäder haben sich solche erwiesen, bei denen die erfindungsgemäßen Zusätze einzeln oder in Mischung zu vorwiegend Schwefelsäure oder Schwefelsäure und Phosphorsäure neben Wasser enthaltende Bäder treten. Bäder dieser Art können beispielsweise folgende Zusammensetzung haben: Beispiel i 370/0 Schwefelsäure, :23% Sulfosäure des Benzols oder Toluols, 40 % Wasser.
- Beispiel e 2507o Schwefelsäure, 15 0% Sulfosäure des Benzols oder Toluols, 3o % Phosphorsäure, 300/0 Wasser.
- Neben anorganischen Säuren können die erfindungsgemäßen Bäder auch Zusätze von organischen Säuren haben, welche beispielsweise zur Erhöhung des Auflösungsvermögens der Bäder für Eisen zugesetzt werden können.
- Als besonderer Vorzug der erfindungsgemäßen Bäder sind ihre geringen Herstellungskosten zu nennen, die einerseits auf der einfachen Herstellbarkeit des organischen Zusatzstoffs selbst, andererseits darauf beruhen, daß selbst zum Glänzen von unlegiertem Eisen oder Stahl die für Glänzbehandlungen besonders geeignete, aber teure Phosphorsäure entbehrt werden kann. Ein weiterer Vorzug ist, daß die erfindungsgemäßen Bäder schon bei sehr niedrigen Temperaturen, etwa schon ab 30° C, und bei relativ niedrigen Mindeststromdichten, bei eisenhaltigen Bädern bis zu 1o A/qdcm Stromdichte herab, eine Glanzwirkung zu ergeben vermögen.
Claims (1)
- PATENTANSPRI: CHE: 1. Bäder zum anodisc'hen Glänzen von Gegenständen aus Eisen und Eisenlegierungen., insbesondere rostfreien Stählen, bestehend aus anorganischen Säuren, Wasser und Kohlenstoffverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine oder mehrere Sulfosäuren der aromatischen Kohlenwasserstoffe enthalten. z. Bäder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Sulfosäuren des Benzols oder seiner Homologen Toluol, Xylol oder Athylbenzol einzeln oder in Mischung enthalten. 3. Bäder nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bäder als anorganische Säuren vorwiegend Schwefelsäure enthalten. .4. Bäder nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie als anorganische Säuren Schwefelsäure und Phosphorsäure enthalten. 5. Bad nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es etwa folgende Zusammensetzung hat: 37 % Schwefelsäure, 23 % der Sulfosäuren des Benzols oder Toluols, 400/0 Wasser. 6. Bäder nach Anspruch 4, bestehend aus 5 bis 35 % Phosphorsäure, 1o bis 25 % der Sulfosäuren des Benzols oder Toluols, Rest Schwefelsäure und Wasser.
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