DE807934C - Weisstorfstechmaschine - Google Patents

Weisstorfstechmaschine

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Publication number
DE807934C
DE807934C DEP54650A DEP0054650A DE807934C DE 807934 C DE807934 C DE 807934C DE P54650 A DEP54650 A DE P54650A DE P0054650 A DEP0054650 A DE P0054650A DE 807934 C DE807934 C DE 807934C
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DE
Germany
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peat
plow
cut
white
chain belt
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Expired
Application number
DEP54650A
Other languages
English (en)
Inventor
August Anton Moellenberg
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AUGUST ANTON MOELLENBERG
Original Assignee
AUGUST ANTON MOELLENBERG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C49/00Obtaining peat; Machines therefor
    • E21C49/04Obtaining peat; Machines therefor by digging in the form of peat sods

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Weißtorfstechmaschine Das Stechen von Weißtorf aus der Moormasse zwecks Gewinnung von trockenem Torf zur Herstellung von Torfstreu, Torfmull, Torffasern und sonstigen Weißtorfprodulcten wird seit altersher von Hand ausgeführt. Verschiedene `'ersuche, diesen Arbeitsvorgang zu mechanisieren, haben bisher zu keinem Erfolg geführt. Die dafür gebauten Maschinen waren zu unhandlich und hatten zu wenig Leistung. Bis heute befindet sich keine Weißtorfstechmaschine im Dauereinsatz. Da dasWeißtorfstechen von Hand eine außergewöhnlich schwere Arbeit ist, die zudem unter schwierigsten >umständen im Freien und auf ewig nassem Grunde ausgeführt werden muß, besteht in der ganzen Weißtorfindustrie der dringende Wunsch nach einer leistungsfähigen Weißtorfstechmaschine.
  • Die vorliegende Erfindung ist eine Weißtorfstechmaschine von einfacher Bauart und großer Leistung. Sie besteht aus einem Fahrgestell z, das auf zwei Raupen an der Moorwand entlang fahren kann. Die darauf angebrachten Einrichtungen werden durch einen Motor (Diesel-, Benzin- oder Elektromotor) angetrieben. Seitlich an dem Fahrgestell befindet sich ein heb- und senkbares Kettenband 2, dessen Oberteil 3 an einer Strebe 4 fest gelagert ist, während das untere Teil 5 in einem beweglichen Lager ruht, das vermittels einer Winde über demAusleger 6 den Erfordernissen des Betriebes entsprechend gehoben und gesenkt werden kann. Das Kettenband 2 besteht aus zwei im Abstand von etwa 5o cm nebeneinanderlaufenden Ketten. In je etwa 20 cm Entfernung sind auf diesen beiden Ketten Winkel 7 aus dünnem Stahlblech von etwa 6o cm Länge und 20 cm Breite angebracht. Am unteren Teil des Kettenbandes ist ein pflugartiges Gebilde 8 so angeordnet, daß es immer parallel zur Fahrtrichtung steht und bei jeder Höhe des Kettenbandes waagerecht ins Moor einschneiden kann. Damit dies erreicht wird, hängt das Kettenband in einem Parallelogramm. Neben dem unteren Teil des Kettenbandes ist auf der gleichen Achse je auf beiden Seiten eine Messerscheibe 9 angebracht, die mit dem Kettenband umläuft und beim Fortschreiten der Stechmaschine zwei senkrechte Schnitte durch die Moormasse zieht. Diese Messerscheiben können übrigens auch durch zwei türkensäbelartig gebogene Messer ersetzt werden, die an dem unteren Teil befestigt sind.
  • Die Wirkungsweise der Torfstechmaschine ist wie folgt: Die Maschine wird auf dem Moor in Gang gebracht und das untere Teil des Kettenbandes 2 so weit gesenkt, daß es zunächst etwa 20 cm tief ins Moor eintaucht. Dabei schneidet der Pflug 8 waagerecht etwa 20 cm tief unter der Mooroberfläche entlang, während die beiden Messerscheiben die entsprechenden senkrechten Schnitte vollführen, so daß ein ausgeschnittenes Moorprisma entsteht. In dieses Prisma tauchen die absteheneen angeschärften Schenkel der Stahlblechwinkel ein und zerteilen das Moorprisma in einzelne Soden. :Diese Soden werden nun von den Winkeln des Kettenbandes mitgenommen, wobei sie von dem oberen gebogenen Ende des Pfluges 8 vor dem Herunterfallen geschützt sind, und gelangen zum Oberteil 3 des Kettenbandes und rutschen dann über ein schräges Blech io. auf das Querband ii. Auf diesem Querband ii ist versteilbar ein Abstreifer 12 angebracht, der die einzelnen Soden über das Trockenfeld verteilt.
  • Um zu verhindern, daß an der Schneide des Pfluges 8 sich die zahlreich im Moor befindlichen Wollgrasfasern ansetzen und die Schneidwirkung beeinträchtigen, ist das Messer des Pfluges erfindungsgemäß aufgeteilt, wie auf der Zeichnung in Abb. 2 dargestellt ist. Der Pflug besteht aus mehreren Messern 13, deren Schneiden die ganze Breite des beabsichtigten Schnittes bedecken, zwischen sich aber einen so breiten Raum lassen, daß die sich um die Schneiden legenden Wollgrasfasern seitlich abrutschen und durch die Zwischenräume mit dem geschnittenen Torf nach hinten abgehen. Dadurch bleiben die Schneiden des Pfluges immer sauber und schneidfähig.
  • Die Stahlblechwinkel 7 können auf dem Kettenband durch Federn oder Führungen so angeordnet werden, daß sie immer senkrecht in das abgeschnittene Moorprisma eintauchen und so immer einen senkrechten Schnitt ausführen. Die Weißtorfstechmaschine schneidet sich stufenweise immer tiefer ins Moor ein, wobei das untere Teil des Kettenbandes bei Jedem Beginn um weitere 20 cm gesenkt wird. Dieser `,'urgang kann so oft wiederholt werden, wie der Weißtorf ansteht, was im allgemeinen nicht mehr als i,5o m ist.
  • Die Erfindung ist geeignet, auf einfache Art die schwierige Arbeit des Torfstechens von Hand zu ersetzen. Sie bringt der Wirtschaft dadurch einen großen Vorteil, denn es gibt verhältnismäßig wenig Arbeitskräfte, die diese außergewöhnlich schwere Arbeit leisten können und wollen. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung leistet so viel, wie sonst 6o schwer arbeitende Menschen leisten können.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum maschinellen Stechen von Weißtorf vermittels eines an dem Torfabbaurand auf Raupen entlang laufenden Geräts, dadurch gekennzeichnet, daß der Weißtorf an der Abbauwandseite durch eine mitlaufende Messerscheibe oder durch ein türkensäbelartiges Messer abgeschnitten, der abgeschnittene Streifen von unter. her durch einen besonders ausgebildeten Pflug vom Untergrund gelöst, das so gebildete Weißtorfprisma durch ein mit gleicher Geschwindigkeit umlaufendes und mit radial angeordneten Messern versehendes Kettenband auf Sodenbreite geschnitten und dann vermittels dieses Bandes nach oben befördert und auf ein quer laufendes Band abgelegt wird, das die Soden zum Trockenfeld bringt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhinderung des Ansammelns von Wollgrasfasern der Pflug mehrteilig in der Form ausgebildet ist, daß die Wollgrasfasern an den Schneidenentlangrutschen und durch die zwischen den einzelnen Teilen des Pfluges bestehenden Lücken nach rückwärts abgehen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die radial auf dem Kettenband angebrachten Messer vermittels einer besonderen Führung oder durch zweckentsprechend angebrachte Federn so angeordnet werden, daß sie senkrecht in das Torfprisma einschneiden.
DEP54650A 1949-09-13 1949-09-13 Weisstorfstechmaschine Expired DE807934C (de)

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