DE807010C - Aufblasbare Matratze - Google Patents
Aufblasbare MatratzeInfo
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Description
- Aufblasbare Matratze Die Erfindung bezieht sich auf aufblasbare Matratzen derjenigen Art, bei welchen mit der Matratze ein Kopfkissen verbunden ist, das ebenfalls aufblasbar ist. Diese Matratzen werden üblicherweise aus gummierten und ähnlichen luftdichten Materialien hergestellt und dienen in erster Linie zum Gebrauch im Lager, am Strande oder auch als Schwimmfloß. In diesen Matratzen hat man bisher die Anordnung so getroffen, daß das Kopfkissen unabhängig von der Matratze aufgeblasen wurde, oder aber man hat Matratze und Kopfkissen durch einen Luftkanal miteinander verbunden, so daß beide gleichzeitig aufgeblasen wurden. Bei der letzteren Ausführungsform hatte man vorgeschlagen, die Matratze in eine Anzahl von Zellen zu unterteilen, die miteinander durch Luftkanäle verbunden waren, und eine dieser Zellen als Blasbalg zum Aufblasen der übrigen Zellen und des Kopfkissens zu benutzen.
- Es ist nun wünschenswert, das Kopfkissen auf eine geringere Spannung aufzublasen als die !Matratze. Bei den Ausführungsformen, in denen die Matratze eine ständige Luftverbindung zum Kopfkissen hat, besteht die Tendenz darin, daß das letztere zu stark aufgeblasen wird, wenn das KorpergeNvicht des Benutzers auf die Matratze \\ irksam wird, da nämlich in diesem Fall die Luft aus der :Matratze in das Kopfkissen gepreßt wird. Diese Ausführungsform ist also im Gebrauch nicht sehr befriedigend. Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer mit Kopfkissen kombinierten Matratze, bei welcher zwar wie bisher alle Teile gemeinsam aufgeblasen werden können, bei denen aber der Druck im Kopfkissen und in der Matratze .geregelt werden kann, je nach den Bedürfnissen des Benutzers, wodurch diesem ein größerer Komfort als mit den bisher bekannten Matratzen gegeben, trotzdem aber der Vorteil des Aufblasens im ganzen gewahrt wird.
- Eine aufblasbare DIatratze gemäß der Erfindung hat ein mit der Matratze aus einem Stück bestehendes oder mit ihr ständig verbundenes aufblasbares Kopfkissen, das mit dem Matratzeninnern durch einen Luftkanal verbunden ist, derart, daß dieser zwischen Matratze und Kopfkissen nach Belieben durch ein gemeinsames Ventil geöffnet oder geschlossen werden kann. Mit einer solchen Anordnung können Matratze und Kopfkissen gleichzeitig aufgeblasen werden bis zu einem gewissen Druck, dann kann das Ventil geschlossen werden, um einen weiteren Zufluß der Luft aus der Matratze zum Kissen zu verhindern. Es kann aber auch umgelehrt, wenn das Kopfkissen zu hart aufgeblasen wird, eine beliebige Luftmenge aus dem Kopfkissen in die Matratze .hinühergedrückt werden, wonach das 'Ventil wieder geschlossen wird, um das Kopfkissen vollständig von der Matratze abzuschließen. Damit ist aber gewährleistet, daß das vom Benutzer auf die Matratze ausgeübte Körpergewicht die relative Härte und Steifigkeit des Kopfkissens nicht ,beeinträchtigen kann.
- In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung enthält die Matratze im Innern einen Blasbalg zum gleichzeitigen Aufblasen von Matratze und Kopfkissen. Die Matratze selbst stellt eine einzige Zelle dar, "wobei deren Decke und Boden an geeigneten Punkten durch Zwischenverbindungen zusammengehalten werden, um einen steppdeckenähnlichen Effekt zu erhalten.
- In den Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise gezeigt. Es zeigt Fig. i die perspektivische Ansicht einer Matratze mit Kopfkissen, Fig. 2 dieselbe Matratze im vergrößerten Querschnitt mit Teilschnitten, Fig.3 das zwischen Kopfkissen und Matratze eingeschaltete Zwischenventil im Schnitt, Fig.4 einen senkrechten Längsschnitt durch dieses Ventil, Fig. 5 eine perspektivische Darstellung der Blasbalgeinrichtung mit Teilschnitten, Fig. 6 die perspektivische Darstellung von Ober-und Unterfläche der Matratze zusammenhaltenden Zwischengliedern.
- Die Matratze i mit dem Kopfkissen 2 besteht aus zwei Bahnen von gummiertem Stoff, die an den Kanten 3 miteinander verbunden sind, wobei der Kopfkissenteil2 vom Hauptmatratzenteil dadurch getrennt ist, daß die beiden Bahnen längs einer Linie 4 im Innern zusammengeklebt sind. Um die gemeinsame Aufblasung von Matratze und Kopfkissen und die Trennung beider Teile durch Ventilwirkung herbeizuführen, ist ein Gummiformstiick oder ähnliches Organ 5 (s. Fig. 3 und 4) zwischen Kopfkissen und Matratze eingeklebt, das einen Kanal 6 enthält, der an eine Querbohrung 7 anschließt, die nach außen öffnet. In die Querbohrung 7 paßt ein Pfropfen 8, der, fest in die Querbohrung 7 eingesetzt, nicht nur die Verbindung zur Außenluft, sondern auch den Verbindungskanal 6 abschließt. Wird der Pfropfen teilweise herausgezogen, wie das in Fig. 3 gezeigt ist, dann kann die Luft, wie durch Pfeile angedeutet, aus dem Matratzenraum in den Kopfkissenraum einfließen, während bei völligem Abschluß des Ventils jeder Luftdurchfluß von einem zum anderen Teile abgeschlossen ist. Zur völligen Entlüftung von Matratze und Kopfkissen wird der Pfropfen 8 vollständig herausgezogen.
- Der eingebaute Blasbalg wird, wie Fig. 2 zeigt, zweckmäßig in der Nähe des Fußendes der Matratze angeordnet. Er besteht aus einem zylindrischen Teil aus Gummistoff, der oben und unten durch Decke und Boden aus gleichem Material abgeschlossen ist. In der Decke ist eine zentrale Öffnung vorgesehen. Diese Decke ist an die obere ?Matratzendecke i in der Mitte angeklebt. Und hier ist ein Rückschlagventil io angeordnet, das in seiner Ausbildung einem bereits vorgeschlagenen Rückschlagventil entspricht, mit der Maßgabe, daß das Ventil,% mit Ausnahme der Gummiklappe, aus Kunstharz gepreßt ist und mit einer Abschlußkappe i i versehen ist, die mittels Schnur an der ':Matratze befestigt ist und beim Aufblasen der Matratze abgeschraubt wird.
- Im Innern enthält der Blasbalg eine die Außenform und die axiale Spannung aufrecht haltende Schraubenfeder 12, und in der Seitenwandung ist ein Rückschlagventil 13 angeordnet. Dieses Ventil gestattet den Luftzutritt aus dem Blasbalginnern zum Matratzenraum, während das Rückschlagventil io den Eintritt der Außenluft in das Blasbalginnere kontrolliert.
- Um der Matratze ein steppdeckenähnliches Äußeres zu geben und die Decke über die ganze Ausdehnung möglichst gleichmäßig zu halten, sind Decke und Bodenfläche der Matratze an geeigneten Punkten durch Zwischenbänder 14 gehalten, und zwar, wie Fig.6 zeigt, in der Form, daß zwei Bänder im mittleren Teil miteinander vernäht sind und ihre freien Enden nach außen rechtwinklig abgebogen und in dieser Lage zwischen je zwei Scheiben 15 eingeklebt sind, von denen die inneren Scheiben Schlitze zum Durchlassen der Bandenden aufweisen.
- Aus der Zeichnung und Beschreibung ergibt sich, daß es zum Aufblasen der Matratze lediglich entsprechender Betätigung des Blasbalges bedarf, um bei entsprechender Teilöffnung des Zwischenventils in Matratze und Kopfkissen den gewünschten Druck zu erhalten. Sind Matratze und Kopfkissen auf den gewollten Druck gebracht, dann kann das Ventil, um die beiden Räume voneinander abzuschließen, geschlossen werden, oder man kann umgekehrt, wie oben erwähnt, auch Luft aus dem Kopfkissen wieder zurück in die Matratze drücken, um das gewollte Druckverhältnis zwischen beiden Räumen herzustellen. Um lvl atratze und Kopfkissen völlig zu entleeren, wird der Ventilpfropfen 8 ganz herausgezogen, so daß die Luft frei nach außen aliströinen kann.
- Um einen Druckausgleich zwischen dein Matratzenraum und dem Blasbalginnern herbeizuführen, wird zweckmäßig in der Blasbalgwandung eine kleine Lecköffnung 16 angeordnet, durch welche Luft aus dem l@7atratzenraum in das Blasbalginnere einströmen kann, um das Blasbalginnere auf den Matratzeninnendruck zu bringen.
Claims (6)
- PATEN T A N S P R Ü C H E r. Aufblasbare Matratze mit einem mit ihr aus einem Stück bestehenden bzw. fest verbundenen Kopfkissen, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit der Hand zu betätigendes Ventil (7, 8) zwischen Matratze (1) und Kopfkissen (2) angeordnet ist.
- 2. Aufblasbare Matratze nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Ventil (7, 8) die in Matratze und Kopfkissen befindliche Luft mit der Außenluft zwecks Entleerung in Verbindung gebracht werden kann.
- 3. Aufblasbare Matratze gemäß der AIisprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (7, 8) die Form eines ganz oder teilweise herausziehbaren Pfropfens (8) hat und durch entsprechende Einstellung desselben den Luftfluß von Matratze zu Kopfkissen und umgekehrt ermöglicht oder ganz unterbindet. .i.
- Aufblasbare Matratze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftverbindung in Gestalt eines Gummiformstückes (5) ausgebildet ist, das durch Klebung in seiner Lage befestigt ist und in welchem ein Längskanal (6) zu einer Querbohrung (7) führt, die einen ganz oder teilweise herausziehbaren Pfropfen-Ventilkörper (8) enthält, wobei das eine Ende der Querbohrung mit der Außenluft und das andere Ende entweder mit dem Kopfkissen oder mit der Matratze in Verbindung steht.
- 5. Aufblasbare Matratze nach einem der Ansprüche r bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Matratze und das mit ihr aus einem Stück bestehende Kopfkissen aus einer oberen und unteren Bahn aus luftdichtem Stoff bestehen, die' durch Randverklebung miteinander verbunden sind und bei welcher der Kopfkissenrauin voni Matratzenraum durch eine über die ganze Breite der Matratze sich erstreckende Klebenaht (4) abgetrennt ist und die Oberfläche und Unterfläche der Matratze durch an geeigneten Stellen angeordnete Zwischenbänder (I4) so zusammengehalten werden, daß eine steppdeckenähnliche Gestalt herbeigeführt wird.
- 6. Aufblasbare Matratze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenbänder (14) aus zwei im mittleren Teil zusammengeilähten Bändern bestehen, deren nach außen abgebogene Enden zwischen zwei Scheiben (15) eingebettet sind, die ihrerseits oben und unten an die Matratzenhaut angeklebt sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| GB5475/47A GB621435A (en) | 1947-02-25 | 1947-02-25 | Improvements in inflatable mattresses |
Publications (1)
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Also Published As
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