DE806672C - Einrichtung zur Enthaertung von Wasser - Google Patents
Einrichtung zur Enthaertung von WasserInfo
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Description
- Einrichtung zur Enthärtung von Wasser Bekanntlich kann die Uinsetz- und I# lockungszeit in chemischen Wasserauf bereitungsanlagen durch folgende drei -Maßnahmen verkürzt «erden: i. durch innige l\iischung der Flockungschemikalien mit dem aufzubereitenden Wasser, 2. durch Impfung des Wassers finit Kristallen und Kristallkeimen, 3. durch hohe VorNwärmuug des aufztil)ereitenden Wassers.
- Die Erfindung gestattet es. alle drei Maßnahmen gleichzeitig zur _1ni@-eudun g zu bringen und damit kleinstmögliche bi msetz- und Flockungszeiten zti erreichen, wodurch man mit verhältnismäßig kleinen Reaktionsbehältern auskommt.
- Die Erfindung besteht darin, daß im Wasserraum eines Reaktionsbehälters ein mit Dampf oder rückgeführtem Kesselwasser betriebener Strahlapparat zur Mischung des Wassers finit der angesaugte»
Enthärtung notwendige Fällungschemikalienlösung zugegeben. Durch die starke Turbulenz in der Düse wird die verlangte innigste Mischung der Fällungscliemikalienlösung mit dem Rohwasser bewirkt. Die ini Treibdampf oder im rückgeführten Kesselwasser enthaltene Wärme bewirkt die notwendige Vorwärmung des zu enthärtenden Wassers. Das aus der difttisorartigen Fangdüse mit verringerter Geschwindigkeit oben austretende Wasser, welches spezifisch leichter ist als dersonstigeBehälterinhalt, schichtet sich auf das untere kältere, spezifisch schwerere Wasser, wobei sich eine ziemlich scharfe Trennlinie zwischen dem kühleren und dem wärmeren Wasser im Behälter ausbildet, die erfahrungsgemäß längere Zeit bestehen bleibt. Wenn der Strahlapparat so bemessen wird, daß mehr `'Wasser umgewälzt als durch die Rohrleitung c wieder zugeführt und durch die Überlaufleitung d abgeführt wird, verschiebt sich die genannte Trennlinie zwischen warmem und kaltem Wasser nach unten, bis sie an die Ansaugöffnung g des Strahlapparates gelangt. Sowie das derFall ist, wird derStrahlapparat warmes Wasser mit ansaugen, und die Temperatur des aus dem Diffusor austretenden Wassers wird steigen. Nun wird der am Austritt des Diffusors angebrachte Temperaturfühler e des Dampfregelventils f den Dampfzutritt zum Strahlapparat so weit drosseln, daß die Trennlinie zwischen warmem und kaltem Wasser nicht unter die Ansaugöffnung g des Strahlapparates sinken kann; sie bleibt also ständig in dieser Höhe. Durch die Trennlinie 1a wird der Behälter chemisch in zwei Abteilungen geteilt. Im unteren Teil finden die Reaktionen statt, für die eine geringe Reaktionstemperatur ausreicht, z. B. die Einwirkung der durch die Leitung i zugeführten Ätzkalklösung auf das durch die Rohrleitung k zugeführte Rohwasser. Über der Trennlinie lt sollen die Reaktionen stattfinden, für welche eine hohe Wassertemperatur notwendig oder erwünscht ist, z. B. die Reaktion der durch die Leitung fzugeführten Sodalösung. Die in der oberen warmen Wasserschicht entstehenden Reaktionsprodukte, wie Kristalle und Kristallkeime, sinken ungehindert nach unten in die untere kalte Zone und wirken dort in bekannter Weise als Reaktionsbeschleuniger. Schließlich sammeln sich alle festen Reaktionsprodukte ganz unten in Schlammform und können dort nach Bedarf durch den Hahn m abgelassen werden. Durch Einbau von mehreren, z. B. zwei oder mehr der beschriebenen Strahlapparate, wie in Abb. 2, kann inan es erreichen, daß drei oder mehr Zonen im Reaktionsbehälter entstehen, z. B. unten eine kalte, darin in der -Mitte eine warme und oben eine heiße Zone und man kann so z. B. eine Kalk-Soda-Enthärtung mit Trinatriumphosphatnachenthärtung auf einfachste Weise verwirklichen. In diesem Falle wird man natürlich das chemisch aktivste Chernikal, z. B. das Trinatriumphosphat, der obersten heißen Wasserschicht zumischen, damit es nicht vorzeitig verbraucht wird. Auch in dem Fall, daß mehr als zwei Wasserzonen im Behälter hergestellt werden, sinken die festen Reaktionsprodukte durch alle Zonen ungehindert nach unten und wirken als Reaktionsbeschleuniger.h@illungsrhcmikalieulösung und zur Vorwärmung des von nuten in den Rehälter eintretenden Wassers angebracht wird. In der Zeichnung ist die Erfindung in zwei Aus- führungsbeispielen dargestellt. Abb. i zeigt einen senkrechten Schnitt durch einen Reaktionsbehälter mit einem Strahlapparat, Abb.2 einen Reaktions- hchä lter mit zwei Strahlapparaten. Der Strahl- apparat besteht aus einer Treibdüse a, die mit I )ziml)f oder mit aus dem Dampfkessel zuriickge- iiihrtein. unter Druck stehendem Kessel-%N-asser ge- speist wird. Der Treibstrahl saugt das Wasser aus (1(°11i Behälter an und drückt es in die difftisorartig ausgebildete Fangdüse b. An geeigneter Stelle, -%co noch Unterdruck gegenüber dem Druck im Behälter herrscht, beispielsweise an der Einschnürung des 1)ittusor s, \\ ird durch kleine ()ttutingen die für die
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Entliärtung von Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß im Wasserraum eines Reaktionsbehälters ein mit Dampf oder rückgeführtem Kesselwasser betriebener Strahlapparat zur Mischung des Wassers mit der angesaugten Fällungschemikalienlösung und zur Vorwärmung des von unten in den Behälter eintretenden Wassers angebracht wird.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Anbringung eines Temperaturfühlers mit einem von diesem betätigten Regelventil in der Zuleitung des Treibdampfes bzw. des Treibwassers des Strahlungsapparates an geeigneter Stelle des Behälters die Trennschicht zwischen heißem und kaltem Wasser im Behälter von selbst auf einer von diesem bestimmten Höhe gehalten wird.
- 3. Einrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch Anbringung von zwei oder mehr Strahlapparaten übereinander drei oder mehr Wasserschichten verschiedenerTemperattir undverschiedenerChemikalienbeimischung erzeugt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP20420D DE806672C (de) | 1948-11-03 | 1948-11-03 | Einrichtung zur Enthaertung von Wasser |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEP20420D DE806672C (de) | 1948-11-03 | 1948-11-03 | Einrichtung zur Enthaertung von Wasser |
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| DE806672C true DE806672C (de) | 1951-06-18 |
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Family Applications (1)
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| DEP20420D Expired DE806672C (de) | 1948-11-03 | 1948-11-03 | Einrichtung zur Enthaertung von Wasser |
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| DE (1) | DE806672C (de) |
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1948
- 1948-11-03 DE DEP20420D patent/DE806672C/de not_active Expired
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