DE80537C - - Google Patents

Info

Publication number
DE80537C
DE80537C DENDAT80537D DE80537DA DE80537C DE 80537 C DE80537 C DE 80537C DE NDAT80537 D DENDAT80537 D DE NDAT80537D DE 80537D A DE80537D A DE 80537DA DE 80537 C DE80537 C DE 80537C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glue
water
painter
sago
flour
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT80537D
Other languages
English (en)
Publication of DE80537C publication Critical patent/DE80537C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D189/00Coating compositions based on proteins; Coating compositions based on derivatives thereof
    • C09D189/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C09D189/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C08L89/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin, e.g. gelatin

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dermatology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bindemittel für Leimfarben.
Bekanntlich wird der sogen. Tafelleim für alle gewerblichen Zwecke in generell wirkender Weise hergestellt, nicht aber mit besonderer Berücksichtigung derjenigen Ansprüche, welche der Maler an denselben hinsichtlich seiner Verwendbarkeit bei Ausführungen von Leimfarbenanstrichen stellt.
Während es im Allgemeinen beim Leim auf möglichst grofse Bindekraft neben anderen, mehr äufserlichen Eigenschaften ankommt, wird bei seiner Verwendung zu Leimfarbenanstrichen verlangt, dafs er nicht nur grofse Bindekraft besitzt, sondern auch stark schleimig ist, um die Leimfarbe leicht und gleichmäfsig auftragen zu können.
Da bisher ein diese Anforderungen erfüllender fester, harter Leim nicht existirte, suchte man sich dadurch zu helfen, dafs man der mit gewöhnlichem Leim angerührten Wasserfarbe einen Absud von irländischem Moos zusetzte, was aber nur auf Kosten der Bindekraft des Leims geschehen konnte und aufserdem sehr zeitraubend war, weil Leim und Moos jedes für sich aufgelöst bezw. gekocht und das Moos aufserdem noch durch ein Sieb getrichtert werden mufste.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun, einen festen, harten Leim herzustellen, welcher den vom Maler gestellten Anforderungen voll entspricht, indem derselbe neben grofser Bindekraft auch den nöthigen Schleimgehalt in sich vereint und dadurch sowohl das Anstreichen, wie das Schabloniren, Liniiren, Decoriren etc. in einer vollendeten, bisher nicht bekannten Weise ermöglicht. Das Verfahren zur Herstellung dieses Malerleims, ist folgendes:
Es wird möglichst fetthaltiger, thierischer Leim ca. 14 Stunden in kaltem Wasser aufgequellt und, nachdem die aufgequellten Tafeln aus dem Wasser herausgenommen und in ein Kochgefäfs gebracht sind, so lange erhitzt, bis das Ganze eine gleichmäfsig dickflüssige Masse geworden ist. Das zur Verwendung kommende Quantum Wasser richtet sich nach der Ausgiebigkeit des Leims, im Allgemeinen kommen auf 100 Gewichtstheile Leim im festen Zustande 200 Gewichtstheile Wasser. Alsdann wird der aufgelöste Leim auf seinen Fettgehalt geprüft, indem man die Leimmasse bei nicht über 90° C. ca. 30 Minuten ruhig stehen läfst, worauf fast alle noch im Leim vorhandenen fetthaltigen Bestandtheile auf der Oberfläche sich zeigen.
Einem mehr fetthaltigen Leim werden dann auf 300 Gewichtstheile ca. 3 Gewichtstheile Cocusnufs- oder Stearinöl, einem sogen, mageren Leim dagegen.ca. 6 Gewichtstheile vorgenannter OeIe zugesetzt. Erfahrungsgemäfs eignen sich nur diese beiden Oelsorten zur Herstellung dieses Formleims, weil nur diese OeIe ohne Zuhülfenahme ätzender Stoffe (z. B. Pottasche, Seifenstein etc.) sich innig mit der Leimmasse vermengen lassen; andere OeIe würden sich vielleicht auf mechanischem Wege wohl vermengen lassen, aber nach dem Anrühren der Leimfarbe an die Oberfläche kommen.
OeIe werden dem Formleim zugesetzt, um zu erreichen, dafs derselbe geschmeidiger und
das Abblättern der mit demselben zu bereitenden Farben nach dem Anstreichen auf Gyps- und Kalkflächen vermieden wird.
Sobald sämmtliche öligen Bestandtheile sich mit dem Leim innig vermischt haben, was durch häufiges Umrühren der Masse erreicht wird, läfst man die Leimlösung bis auf ca. 500C. abkühlen und schüttet dann in dieselbe unter beständigem Umrühren nach und nach ca. 60 bis 70 Gewichtstheile Sago- oder Kartoffelmehl, wobei darauf zu achten ist, dafs die Temperatur von 500 C. nicht überschritten wird, weil sonst das Mehl die ganze Masse klumpig verdicken würde, so dafs man dieselbe nicht würde in Formen giefsen können. Das Sago- bezw. Kartoffelmehl sind die schleimerzeugenden Stoffe, welche dem Maler den bisher angewendeten Zusatz eines Absuds von irländischem Moos ersetzen sollen und dieses auch in der vollkommensten Weise thun, ohne im Geringsten die dem letzteren anhaftenden Nachtheile zu besitzen.
Der Schleimentwickelungsprocefs tritt dann ein, wenn der Maler die Formleimtafel beim Auflösen zum Kochen bringt, was unter Anwendung einer verhältnifsmäfsig grofsen Menge Wasser geschehen mufs. Es würde nicht möglich sein, solche bedeutende Menge Wasser gleich bei der Mischung des Sago- bezw. Kartoffelmehls mit dem Leim anzuwenden, dafs dadurch auch das Mehl aufgelöst wird, denn dieses Wasser müfste, um harte Tafeln herzustellen, durch Trocknen wieder entfernt werden. Ein derartiger Trocknungsprocefs würde aber entweder zu kostspielig sein oder eine solche lange Zeit in Anspruch nehmen,, dafs trotz aller eingemengten antiseptischen Hülfsmittel sämmtliche Tafeln total schimmelig und unbrauchbar werden würden.
Nachdem sich die der Leimlösung zugesetzten Stoffe vollständig mit ersterer vermengt haben, füllt man das Gemenge in Formen, läfst dasselbe erkalten und bringt es durch einen kurzen Trocknungsprocefs in einen festen harten Zustand.
Die auf solche Weise hergestellten Tafeln werden vom Maler wie der bisher gebrauchte Leim, nachdem dieselben in Wasser aufgequellt und gekocht worden sind, der mit Wasser angerührten Farbe zugesetzt, ohne irgend welche fernere Zuthaten.
Während jedoch zur Auflösung von gewöhnlichem thierischen Tafelleim auf Y2 kg nur ca. 2 1 Wasser genommen werden können, müssen zu dem gleichen Quantum dieses »Formleims« etwa 4 I Wasser benutzt werden, um das Kartoffel- bezw., Sagomehl zu verkleistern.
Die Zubereitung der Anstrichfarbe ist die denkbar einfachste und die mit dem Zusatz des Formleims versehene Farbe ist lange haltbar, während eine Farbe, welche andere den Schleimgehalt ersetzende Stoffe, z. B. irländisches Moos, enthält, schon nach kürzester Zeit verdirbt und unbrauchbar wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines Leimfarben-Bindemittels, darin bestehend, dafs man Leim, der in etwa der doppelten Menge Wasser gelöst und mit einigen Procenten Cocos- oder Stearinöl versetzt ist, bei einer 500 C. nicht übersteigenden Temperatur mit Sago- oder Kartoffelmehl versetzt, dann in Formen giefst und trocknet.
DENDAT80537D Active DE80537C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE80537C true DE80537C (de)

Family

ID=353077

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT80537D Active DE80537C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE80537C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69321476T2 (de) Zusammensetzung für modelliermasse und verfahren zur herstellung
DE80537C (de)
DE4135330C1 (en) Building material used as replacement for wood - comprises mixt. of old paper, water, and starch which is worked to the wood type prod. using heat and pressure
DE4200678C2 (de) Zumischkomponente bei der Farb- und Malmittelherstellung mit Eibestandteilen
DE707516C (de) Verfahren zur Herstellung einer streichfaehigen Fischpaste
DE67634C (de) Herstellung von Fettemulsionen
DE747260C (de) Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Abfallstoffen, insbesondere Kuechenabfaellen
DE884469C (de) Verfahren zum Herstellen von Emulsionen als Stanz-, Pressen- und Formoele
DE78793C (de) Verfahren zur Herstellung eines Farbenbindemittels
DE12925C (de) Universal-Malerfarbe, we'che zu Wasser-, Lack- und Oelfarben verwendbar ist
DE409032C (de) Verfahren zur Herstellung von Schuhcreme, Bohnermassen u. dgl. Erzeugnissen
DE10356441A1 (de) Verfahren zur Herstellung von streichfähigem Speisefett
DE93541C (de)
DE175402C (de)
DE738794C (de) Verfahren zum Herstellen eines Mehles, das zur vereinfachten Herstellung von Kartoffelkloessen dient
DE102014204049A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Pflegemittels sowie Pflegemittel
DE106723C (de)
DE258882C (de)
DE145616C (de)
DE3338027C2 (de) Abbeizgelee und Verfahren zu dessen Herstellung
AT62874B (de) Verfahren zur Erzeugung eines Reinigungsmittels für Tapeten, Zimmerdecken und -wände, Gobelins usw.
DE133477C (de)
AT147701B (de) Verfahren zur Verhütung der Oxydation von Fetten, Ölen und deren Gemischen.
DE19845636A1 (de) Emulsion mit hohem Gehalt an einer Senfkomponente
DE292282C (de)