DE80338C - - Google Patents
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- DE80338C DE80338C DENDAT80338D DE80338DA DE80338C DE 80338 C DE80338 C DE 80338C DE NDAT80338 D DENDAT80338 D DE NDAT80338D DE 80338D A DE80338D A DE 80338DA DE 80338 C DE80338 C DE 80338C
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- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
- G04B15/00—Escapements
- G04B15/10—Escapements with constant impulses for the regulating mechanism
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Electromechanical Clocks (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Steigrad a, Fig. 1, hat radiale Zähne; die Gabel b wirkt nur einseitig gegen das
Pendel c; mit ihr fest vereinigt ist auf der Achse d das horizontale Gewicht e, welches
?egen eine auf der hinteren Platine befindliche verstellbare Auflage f drückt, sowie der
doppelarmige Ganghebel A. Dessen linke Seite ist der Ruhe-, der rechte ist der Antriebhebel.
. Wenn das Pendel von links nach rechts schwingt, so hebt es die Gabel aus, der auf der schiefen
Fläche des Antriebhebels befindliche Zahn 7 hilft je nach der dem Steigrade eigenen Kraft
hierbei mit. Hat der Radzahn die Grenze der Fläche erreicht, so fällt er von ihr ab. Die
linke Ruheklaue ist einstweilen in das Rad eingetreten, der nächste vor ihr befindliche Zahn 1
hat sich ihr während dessen genähert und fällt auf sie auf. Während das Pendel im Ergä'nzungsbogen
nach rechts weiter schwingt, tritt auch die Ruheklaue tiefer in das Rad ein. Auf
dem Rückschwünge des Pendels hebt sie sich wieder aus dem Rade, bis der aufliegende
Zahn die unterste Kante erreicht hat, dann fällt er ab und der nächste vor der Hebeklaue
befindliche Zahn 6 fällt auf diese. Da nun aber die Gewichlschwere von e gröfser
ist als die Kraft im Steigrade, so legt sich die Gabel, während das Pendel nach links weiter
schwingt, einstweilen fest gegen die Auflage/. Auf dem Rückwege hebt das Pendel >die Gabel
wieder aus und der Vorgang wiederholt sich. Das Pendel schwingt den linken Ergänzungsbogen
mithin ganz frei, den rechten unter dem Einflüsse der reibenden Ruhe, der Antrieb erfolgt
durch die Erleichterung, welche durch das Steigrad dem Gewicht e bei dem Heben
auf der rechten Klaue ertheilt wird. Das Rad geht hierbei um einen ganzen Zahn vorwärts,
die Hemmung ist eine solche mit »dem todten Schlage«.
frei
Hebung
Ruhe
frei
Ruhe.
Vorstehendes Schema veranschaulicht die Vorgänge hierbei besser (die obere Linie bedeutet
die Schwingung von links nach rechts, die untere die" entgegengesetzte).
frei
Hebung, voll
Rückfall
frei ^T
Hebung
t > schwach.
Bei Fig. 1, J? ist die Ruheklaue schwach excentrisch,
es besitzt der erste Theil der rechten Ergänzungsbogenschwingung ein wenig Rückfall,
beim zweiten und dem dem Haupthebebogen gegenüberliegenden findet ein wenig Hebung statt.
frei
ι Hebung, voll ι
Ruhe
frei
I Hebung, voll I
Ruhe.
Beim Ganghebel C ist eine beiderseitige Hebung (Pendelbeschleunigung durch das Steigrad)
vorhanden, der Hebungswinkel ist deswegen nur von halber Gröfse, die Ruhefläche ist concentrisch.
frei ι Hebung, voll | Rückfall
I 15 schwach.
frei I Hebung, voll I Hebung
D ist ebenfalls mit doppelter Hebung, jedoch ist die Ruheklaue nach Art von B mit ein wenig
Rückfall verbunden.
E ist ein nach Art von D nur aus Stahlblech gebogener Ganghebel, F ist ein gewöhnlicher
Haken, der durch Bildung einer Hebefläche auf der linken Klaue in einen Ganghebel
nach Art von D umgestaltet worden ist.
Der Auflagetheil f der Gabel besteht entweder aus einem verbiegbaren oder aus einem
seitlich umgebogenen, verstellbaren Stift. Bei Fig. ι ist ein doppelarmiger Hebel ZI1 vorhanden,
dessen kurzer Arm in einen waagrechten, als Auflage dienenden Stift f endigt, der lange
Theil / ragt dann über die Platine hinaus.
Bei Fig. 2 ist g ein an der Pendelstange c
befestigter verschieb - oder verschraubbarer Kegel, mittelst dessen der Abfall geordnet
wird, was bei Fig. 1 durch Verbiegen der.Gabel
unterhalb des Auflagestiftes erfolgt, h ist eine
auf dem waagrechten Theile der Gabel angebrachte cylindrische, excentrisch durchbohrte
Rolle, i ist eine ebensolche, doch ist sie leicht drehbar, während die Rolle h fest drehbar ist.
Beide, sowie auch der Kegel g bestehen aus hartem Holze und dienen zum Ordnen des
Abfalles, zum Halten des Oeles oder zum Ersparen desselben, zum Dämpfen eines beim
Berühren des Pendels entstehenden Tones und zur Verminderung der Reibung. Die Rolle i
besitzt concentrisch mit dem Gabelstift ein Klemmgewicht K, welches verstellbar ist und
das die Rolle in ihrer bestimmten Lage erhält. Der Abfall wird hier durch Verschieben oder
Verdrehen des Klemmgewichtes geordnet, an der Pendelstange findet keine Reibung statt.
Eine gleichmäfsige Kraft, welche eine Uhr treibend bewegt, z. B. ein Gewicht, enthält bereits
in hohem Mafse die Hauptbedingungen isochronischer Pendelschwingungen in sich,
namentlich wenn es in Verbindung mit einem längeren und schweren Pendel vorhanden ist.
Wenn durch die Auslösungen der Schlagwerke, durch die Eingriffe u. s. w. wieder Ungleichmäfsigkeiten
in der Kraft des Steigrades entstehen und hierdurch die Pendelschwingung beeinflufst wird, so genügt überhaupt bereits
eine bessere Hemmung, um diese auszugleichen.
Etwas ganz anderes ist es bei der ungleichmäfsig treibenden Federkraft, die zuletzt im
voll aufgezogenen Zustande oft über das Doppelte der Anfangskraft wirkt. Wenn eine
bessere Hemmung, wie es der Graham-Gang ist, nun auch in Verbindung mit einem längeren,
schweren Pendel einen ziemlichen Ausgleich bewirkt, so ist diese Hemmung nicht nur etwas
schwer herzustellen, sondern sie genügt nicht bei Federzuguhren mit kurzen Pendeln, und
man wendet hier lieber den Hook'schen rückfallenden Hakengang an.
Rückfallende Hemmungen haben bei Kraftvermehrung jedoch eine Beschleunigung des
Ganges zur Folge. Ruhende Hemmungen bewirken, das Gegentheil, sie haben einen
gröfseren Ergänzungsbogen zur Folge, bei dessen Durchlaufung die Pendelschwingung
durch die reibende Ruhe etwas verzögert wird. Doch ist die verzögernde Wirkung nicht so
stark, als die beschleunigende bei der rückfallenden. Läfst man bei gleicher Antriebskraft
ein Pendel, das erst von einer Uhr mit ruhender Hemmung richtig gegangen ist, von
einer Uhr mit freier Hemmung treiben, so geht die Uhr etwas vor. Auch die freie Hemmung
verzögert die Schwingung des Pendels bei Kraftvermehrung, jedoch nicht in dem Mafse als eine ruhende. Wenn sie bei Kraftvermehrung
noch verzögernd wirkt, so mufs sie mithin in Verbindung mit der beschleunigenden
Wirkung der rückfallenden Hemmung gebracht werden, um einen Ausgleich zu erzielen.
Es handelt sich nur darum, dafs der Mechanismus, der dadurch entsteht, nicht allzu verwickelt
wird und dafs man das Mais der Wirkung von jeder Art der beiden Hemmungen richtig herausfindet, so dafs auch der Ausgleich
wirklich vorhanden ist.
Dies war der leitende Gedanke, der mich zur Erfindung der Hemmungen veranlafste.
Ich blieb jedoch hierbei nicht stehen,;sondern
stellte mir die Aufgabe, die Hemmung so einzurichten, dafs man es in der Hand habe,
jenes Mais je nach Bedarf zu verändern.
Diese Veränderungen waren jedoch nur insoweit anzubringen möglich, als sie in einer
willkürlichen Vermehrung des erforderlichen Rückfalles bestehen, es mufste die Hemmung
so eingerichtet werden, dafs die Uhr mit vermehrter Kraft immer noch ein wenig nachging,
so dafs man durch die Einstellvorrichtung den Rückfall vermehren und dadurch das
rechte Mafs von jeder Art erhalten konnte. Auch mufste ich hierbei im Auge behalten,
dafs die Hemmungen für Gewichtuhren diese Nofhwendigkeit weniger, die für Federzuguhren
mehr erforderten.
Ich gestaltete demnach die Pendelschwingung für alle Arten von treibender Kraft zunächst
einerseits frei, andererseits für Gewichtuhren nur mit Ruhe A und C, Fig. i, für Federzuguhren
mit Ruhe und ein wenig Rückfall B D bis F. Bei beiden Arten von Hemmungen
läfst sich nun der Rückfall dadurch vermehren, dafs man den Antriebhebel des Pendels, die
Gabel, nach erfolgtem Abfall des Radzahnes von der Ruhefläche noch etwas weiter nach
links, die Hebefläche dadurch noch etwas tiefer in das Rad eintreten läfst. Hierzu ist es nöthig,
die Auflage der Gabel dementsprechend zu verändern. Diese Klaue treibt das Rad vor dem
Auflegen der Gabel etwas zurück, und dieses Zurücktreiben, dieser Rückfall wirkt nun an
sich etwas beschleunigend, er vermindert aber auch den freien Ergä'nzungsbogen mit seiner
verzögernden Wirkung. Um das Einstellen des Rückfalles bewirken zu können, ohne den
Gang der Uhr hierbei zu stören, ist der doppelarmige Hebel / Z1 angebracht, gegen' dessen
einen1 Arm Z1 mit f sich die Gabel legt, während
der andere längere Z über die Platine hinausragt. Wenn die Uhr von hinten zu öffnen ist, genügt eine Schraube mit excentrischem
Kopfe, ein gekröpfter Stift oder ein gerader solcher, der durch Seitwärtsbiegen verändert
wird. Ein schwacher Klang, der durch das Auflegen der Gabel entsteht, kann durch
Anbringung eines weichen Materials beseitigt werden.
Die Verbindung des seitlichen Gabelantriebes wird aber auch viele andere doppelarmige
Pendelhemmungen in theilweise freischwingende umgestalten und diese nach ihrem Charakter
verändern und den Gang der Uhr verbessern, die Pendelschwingung mehr oder weniger isochronisch
gestalten. In Verbindung mit dem gewöhnlichen Haken wird die nachgehende Wirkung beim Ablaufen der Federn ziemlich
ganz aufgehoben, bei den Graham-, Stiften-, Brocot- und anderen ruhenden Hemmungen
wird die Gangbeschleunigung verringert.
Die Körper g, h und i, Fig. 2, gewähren in
ihrer Einfachheit viele Vortheile, h und i gestatten eine theilweise Erleichterung des Gewichtes
e. Letzteres mufs so schwer sein, dafs es bei voller Federkraft beim Zeigerstellen nach
vorwärts zu sich nicht ausheben, lüften läfst.
Claims (2)
1. Eine mit einseitig wirkender und das Pendel nur zeitweilig (auf einer Seite des Ausschlages)
antreibender Gabel versehene Pendeluhrhemmung (Fig. 1) für beliebige
Steigrad-Zahnformen, gekennzeichnet durch einen Anker, der das Pendel den nicht freien Theil seiner Schwingung ruhend
oder mit Rückfall durchlaufen läfst, in Verbindung mit einem stellbaren Gabelanschlage/,
durch den zur Erzielung eines gleichmäfsigen Ganges bei veränderlicher Triebkraft des Steigrades der freie und der
nicht freie Theil der Pendelschwingung geregelt werden kann.
2. Eine Pendeluhrhemmung der unter 1. gekennzeichneten
Art, bei der zur Regelung des Abfalles an der Pendelstange eine verschiebbare Kegelhülse g oder an der Gabel
eine excentrische Rolle h oder i angebracht ist (Fig. 2).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80338C true DE80338C (de) |
Family
ID=352902
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80338D Active DE80338C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80338C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DK95657C (da) * | 1958-10-04 | 1963-03-25 | Villiam Pedersen | Stige. |
-
0
- DE DENDAT80338D patent/DE80338C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DK95657C (da) * | 1958-10-04 | 1963-03-25 | Villiam Pedersen | Stige. |
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