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Speiseeismaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine Speiseeismaschine,
deren die Eisbüchsen aufnehmender Behälter um 9o° verstellbar und mittels einer
Kurbel drehbar ist.
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Bei bekannten derartigen Eismaschinen ist u. a. die umständliche Bauweise
und der große Platzbedarf nachteilig. Bei diesen Maschinen ist der Behälter in einem
Schwenkrahmen gelagert, welcher seinerseits in einem sperrigen Gestell untergebracht
ist. Diese Tragteile sind sowohl bei der Beschikkung des Behälters als auch beim
Eisverkauf hinderlich. Sie bedingen außerdem verhältnismäßig große Abmessungen der
Maschine. Hinzu kommt, daß bei diesen Maschinen ein kompliziertes System von Kupplungen
und Sicherungen nötig ist, um einerseits das Schwenken des Behälters aus der Entnahmelage
in die Drehlage, anderseits die Betätigung der Kurbel zu ermöglichen. Diese Bauteile
sowie namentlich auch die seitlich außerhalb des Behälters und in der Höhe der Kurbelwelle
vorgesehenen Behälterlager erschweren und verteuern die Herstellung der Maschine,
vergrößern ihre Abmessungen in beachtlicher Weise und machen ihre Handhabung mühsam
und zeitraubend. Besonders mangelhaft ist bei den bekannten Maschinen außerdem das
Ablassen des Behälterinhalts, nämlich des Salzwassers. Dieses muß durch die Öffnung
entleert werden, welche zum Einfüllen der Eisstücke dient und welche wegen deren
Ausmaße ziemlich groß sein muß. Beim Abnehmen des Verschlusses dieser Öffnung strömt
das salzige Schmelzwasser unter solcher Wucht aus, daß in der Regel nicht nur das
Bedienungspersonal, sondern auch der betreffende Raum verschmutzt und durchnäßt
wird.
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Durch die Erfindung werden diese Mißstände zuverlässig behoben. Zu
diesem Zweck ist erfindungsgemäß
der Behälter in einem in dessen
Entnahmelage unterhalb von ihm befindlichen, uni 90° verstellbaren Träger gelagert.
Als solcher dient ein seitlich vom Maschinengestell abstehender Arm. Dieser ist
zweckvoll derart angeordnet und schwenkbar, daß die Kurbel in der Drehlage des Behälters
höher zu liegen kommt als in dessen Entnahmelage und daß die Kurbel sich beim Drehen
in einem der \rmhölie des Bedienenden etwa entsprechenden Bodenabstand befindet.
Zweckvoll ist der Tragarm außerdem so ausgebildet und gelagert, daß er in der Entnahmelage
des Behälters seitlich gerichtet ist, während er in der Drehlage des Behälters nach
oben ragt. Es empfiehlt sich deshalb, den Tragarm oben auf einem Maschinengestell
gelenkig anzubringen, welches säulen- oder ständerförmig ist.
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Die Erfindung ermöglicht die Herstellung einer Speiseeismaschine,
welche sich durch verhältnismäßig große Kapazität bei kleinen Abmessungen auszeichnet.
Die Maschine kann daher auch bei beengten Raumverhältnissen aufgestellt werden.
Von besonderem Vorteil ist, daß durch die Erfindung die Handhabung der Maschine,
und zwar sowohl zur Eisentnahme als auch zur Drehung des Behälters erleichtert ist
und daß alle Teile jederzeit bequem zugänglich sind. In der Entnahmelage des Behälters,
wenn dieser also mit senkrechter Achse von dem seitlich abstehenden Tragarm getragen
wird, bildet die Maschine ein ungefähr säulen-oder ständerartiges Bauganzes, das
keine abstehenden, sperrigen Teile aufweist. In der Drehlage des Behälters dagegen,
wenn dieser also um seine Achse zwecks Bildung des Speiseeises in den Eisbüchsen
gedreht wird, ist die Angriffsstelle der Kurbel so angehoben, daß sie in der richtigen
Arbeitslage für einen ausgewachsenen Menschen steht. Die Dreharbeit ist daher weniger
anstrengend als bisher. Trotzdem befindet sich aber infolge der geschickten Lösung
der gestellten Aufgabe der Behälter mit den Eisbüchsen in der Entnahmelage ebenfalls
in einer für erwachsene Menschen leicht zugänglichen Stellung. Es besteht also in
beiden Fällen der geeignetste Bodenabstand. Von besonderem Vorteil ist, daß das
Verstellen des Behälters um 9o° nur eines Verschwenkens des Tragarmes bedarf. Weitere
Maßnahmen sind nicht erforderlich. Die Maschine ist daher leicht bedienbar.
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Erfindungsgemäß ist der Behälter in dem Schwenkarm mittels der zu
seiner Drehung dienenden Welle gelagert, auf welche die Kurbel unmittelbar, also
ohne Zwischenglieder, aufbringbar ist. Es dient also das gleiche Glied für den Antrieb
und für die Lagerung des Behälters. Die Behälterwelle ist vorzugsweise mit einer
im Behälterinnern ausmündenden, sperrbaren Durchbohrung versehen, durch welche das
Schmelzwasser abgelassen werden kann. Darin liegt ein besonders wichtiger Vorteil
der Erfindung, denn die obenerwähnten, beim Ablassen des Behälterinhaltes sich bisher
ergebenden Mängel sind nunmehr zuverlässig beseitigt, obgleich sich an der großen
Einfüllöffnung des Behälters nichts ändert und dessen übrige Bauweise auch unverändert
bleibt. Es ist lediglich mit Hilfe der Durch-Bohrung der Welle erreicht, daß das
Abwasser in einer festgelegten Richtung und so stark austritt, daß es unschwer und
völlig mit Hilfe eines untergestellten Gefäßes aufgefangen werden kann. Darüber
hinaus kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Stärke des austretenden
Wasserstrahls regelbar sein, indem in die Durchbohrung der Behälterwelle ein dünner
Stößel eingelassen ist, der oben einen die Ausmündung abdeckenden bzw. freigebenden
Ventilteller trägt und unten mittels eines Querstabes mit einer Verstellmutter der
Welle verbunden ist.
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Die Erfindung ist an einem Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung veranschaulicht.
Diese zeigt in Fig. i eine Seitenansicht einer Eismaschine mit in Entnahmestellung
befindlichem Behälter, Fig. 2 eine Seitenansicht dieser Eismaschine mit in Drehlage
befindlichem Behälter, Fig. 3 eine Draufsicht zu Fig. i, Fig. 4 die Behälterwelle
im Schnitt und in vergrößerter Darstellung.
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Der Behälter i nimmt beim gezeichneten Ausführungsbeispiel zwei Eisbüchsen
2 und 3 auf. Diese umgibt in dem Behälter die übliche Mischung aus Eis und Salz.
Die Bestandteile dieser Mischung sind durch die Einfüllöffnung 4 einbringbar, welche
so groß ist, daß die Eisbrocken bequem hindurchgehen.
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Der Behälter i ist in dem Tragarm 9 gelagert, welcher sich unterhalb
des Behälters befindet, wenn dieser die Entnahmelage einnimmt (s. Fig. i). Der Behälter
sitzt in dieser Arbeitsstellung also sozusagen auf dem Träger 9. Dieser ist als
schwenkbarer Arm ausgebildet, welcher mittels einer ihn und die Lageraugen 23 durchsetzenden
Welle 24 an dem Maschinengestell 13 schwenkbar gelagert ist. Er legt sich in der
Entnahmestellung des Behälters mit seiner Unterkante auf die Fläche 12 auf und wird
in der Drehlage des Behälters durch die Klinke io gesichert, welche sich in die
stufenartige Raste i i einlegt.
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DieAusbildung gemäß der Erfindung ermöglicht, wie Fig. i und 2 erkennen
lassen, daß der Behälter i in seiner Entnahmelage sich, was seinen Bodenabstand
anlangt, in der richtigen Gebrauchshöhe befindet, aber auch in seiner Drehlage so
angeordnet ist, daß die Handkurbel 14, mit Hilfe welcher er in Umdrehung versetzbar
ist, sich hinsichtlich des Bodenabstandes in der einer erwachsenen Person entsprechenden
Armhöhe befindet. Dies ist dadurch erreicht, daß infolge der vorgesehenen Schwenkbarkeit
des Tragarmes 9 die Stelle, an welcher die Kurbel angreift, in der Drehlage des
Behälters höher liegt als in dessen Entnahmelage. Ebenso vorteilhaft ist, daß der
Schwenkarm 9 in der Drehlage des Behälters nach oben ragt und dabei die Fortsetzung
des illaschinengestells bildet, das mithin säulen- bzw. ständerförmig gestaltet
sein kann.
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Die Drehung des Behälters i erfolgt mit Hilfe der Welle ä, welche
in den Boden 25 des Behälters eingreift und zugleich zu dessen Lagerung im Schwenkarm
c) dient. Die Welle durchsetzt das
feststehende Zahnrad 5, welches
mit den Planetenrädern 6 und 7 kämmt, die auf Achsbolzen sitzen, welche die Böden
der Eisbüchsen 2 und 3 durchgreifen und die in diese Büchsen einsetzbaren Abstreifer
26 aufnehmen. Infolgedessen erfahren die EiSb11chSen 2 und 3 sowie ihre Abstreifer
26 eine axiale Drehung, wenn die Planetenräder 6 und 7 sich auf dein Sonnenrad 5
abwälzen, sobald der Behälter i mittels der Welle 8 in Drehung versetzt wird. Die
Folge ist eine dauernde Umspülung der Außenwände der Eisbücllseii mit dem abkühlenden
Inhalt des I@ehälters. Es wird dessen Inhalt außerdem lotternd durcheinandergewirbelt,
mithin vermischt. Es ist daher gewährleistet, daß die Bildung des Speiseeises in
den Büchsen 2 und 3 verliältnismäßig rasch sich vollzieht. Auch insofern ist die
-Maschine, was ihre Kapazität anlangt, sehr fortschrittlich.
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Die Behälterwelle 8 durchsetzt den Schwenkarm 9 und nimmt an ihrem
freien Ende unmittelbar die Kurbel 14 auf. Es sind also keine Zwischenglieder notwendig.
Die Kurbel ist ohne weiteres aufsteckbar und abziehbar.
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In der Drehlage des Behälters i werden die Eisbüchsen 2 und 3 mittels
eines durch die Schraube 16 festspannbaren Steges 1.3 geschlossen gehalten.
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Die Welle 8 ist axial durchbohrt, wie Fig.4 zeigt. In ihr befindet
sich ein dünner Stößel 18, welcher oben den Ventilteller 17 trägt, der die Ausmündung
der Durchbohrung i9 in das Behälterinnere abschließt oder freigibt. Unten ist der
Stößel 18 durch den Quersteg 22 mit der diesen Steg tragenden Mutter 20 verbunden,
welche auf dem mit Gewinde versehenen Hals 21 verstellbar ist. Es wird somit, je
nachdem die Mutter 20 nach oben oder nach unten gedreht wird, der Stößel 18 angehoben
oder gesenkt. Es kann demnach mit seiner Hilfe der Auslauf des Behälterinhalts geregelt
werden.