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Grubenstempel Die Erfindung bezieht sich auf einen mehrteiligen eisernen
Grubenstempel mit mehreren um den Innenstempel angeordneten Keilkörpern. Der Innenstempel
besitzt ein kreuz- oder sternförmiges Profil und eignet sich besonders zur L'hertragung
hoher Drücke. wie sie zur Zeit ]in Bruchbau sehr häufig auftreten.
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Es sind Stempel bekannt, bei denen mehrere Keilstücke um einen rohrförmigen
Innenstempel herum angeordnet sind. Um jedoch bei dieser Art Stempel eine gleichmäßige
Druckverteilung zu erreichen, ist eine getiatte Bearbeitung der anliegenden runden
Flächen notwendig. \\as einerseits den Stempel Nvesentlich verteuert, anderseits
für den rauben 13erg\%-erksltetriel> ungeeignet ist. Ferner sind Stempel bekannt,
bei denen ein kreuzförmiger Innenstempel in vier den Unterstempel bildenden Winkeleisen
gleitet. Der notwendige Reibungswiderstand dabei durch eine Schelle erzeugt. Ein
anderer bekannter Stempel benutzt als Innenstetnpel ein T-ähttliclles Profil, dessen
Schenkel je einen Winkel von 12o° einschließen, und schweißt in die Winkel gleichschenklige
Füllstücke, um so zu ebenen Anlageflächen zu gelangen. Diese Stempel werden utt\-erltiiltttistnäßig
schwer und sind in ihren Schloßteilen zu ausladend.
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1)ie Erfindung will einen Stempel verwirklichen. an NNelcltetu die
durch den Gebirgsdruck hervorgerufenen Kräfte durch keibungskräfte aufgenotrmett
«-erden, wobei diese am Stempel im «°esentlichen Normalkräfte hervorrufen und die
dabei unvermeidlich auftretenden Ilorizotttall;räfte m@g-]Mist gering rehalten werden.
so daß die Reibungskörper durch möglichst schwache Schloßbänder gehalten \\ erden
können. Gleichzeitig soll damit der Vorteil erzielt N\erden, eine möglichst wenig
auskragende Schloßkonstruktion zu verwirl;lirhen.
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Zur l.ü#ung dieser Aufgabe sieht die Erfindung
einen
mehrteiligen eisernen Grubenstempel mit mehreren um den Innenstempel angeordneten
Keilkörpern vor, bei dem die einzelnen Keilkörper selbsthemmend sind, im Zusammenwirken
mit einem oder mehreren anderen Keilkörpern jedoch eine nichtselbsthemmende Keilneigung
ergeben, so daß der Stempel bei Druckaufnahme verhältnismäßig starr ist, jedoch
selbst unter hoher Last leicht geraubt werden kann. Als Innenstempelprofil benutzt
die Erfindung ein Kreuzprofil, in dessen Winkel-0 Öffnungen innere Keilkörper möglichst
tief einb Z,
dringen, also nach außen wenig vorstehen. Es ergibt sich daraus
zugleich die Möglichkeit, infolge der Ausnutzung der Nutenreibung große Reibungskräfte
von allen Seiten gleichmäßig am Innenstempel zu erzeugen. Die Keilkörper werden
von einem Schloßband gehalten, das mit einer Lösevorrichtung, vorzugsweise einem
unterhalb des Schlosses angeordneten Keilring, zusammenwirkt. Die Schloßkonstruktion
hält sich dadurch sehr nahe am Innenstempelprofil, und die Kräfte werden gleichmäßig
um das Profil herum verteilt. Die äußeren Keile bzw. das Schloßband weisen auf ihrer
Unterseite Keilflächen auf, die auf entsprechenden Keilflächen der Lösevorrichtung
aufliegen. Letztere ruht auf einem am Außenstempel befestigten Flansch, der auf
der Stirnseite des Außenstempels derart befestigt ist, daß er zwischen den Kreuzschenkeln
des Innenstempels in den Innenraum des Außenstempelprofils vorspringt und dabei
gleichzeitig die inneren und äußeren Keilkörper gegen axiale Bewegung sichert. Die
Keilkörper können z. B. die in den Innenraum des Außenstempels vorspringenden Flanschteile
mit einer hakenartigen Verlängerung umfassen. Das kreuzförmige Innenstempelprofil
weist an seinen äußeren Schenkelenden Werkstoffanhäufungen auf, um seine Biegesteifigkeit
zu erhöhen. Außerdem werden die nach innen verlegten Gleitflächen vor Beschädigungen
geschützt.
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In den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es zeigt Abb. i einen Ausschnitt aus einem Längsschnitt durch eine
Ausführungsform gemäß der Erfindung, Abb. 2 einen Querschnitt nach der Linie 11-1I
der Abb. i, Abb. 3 einen Ausschnitt aus einem Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform
gemäß der Erfindung.
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In den Abbildungen bezeichnet i den kreuzförmigen Innenstempel, der
in dem Außenstempel 2 gleiten kann. In die `'Winkelöffnungen des Innenstempels legen
sich die inneren Keilkörper 3, die sich anderseits auf den Keilkörper 4 (Abb. i)
bzw. auf die schräge Schloßbandfläche 5 (Abb.3) abstützen. Diese Keilkörper 3 sind
als Einzelkörper selbsthemmend, während sie im Zusammenwirken mit ein oder mehreren
anderen Keilkörpern, z. B. 3', nichtselbsthemmend wirken. Es kommt der in Abb. i
mit x bezeichnete Winkel zur `'Wirkung.
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Die äußeren Keilkörper 4 nehmen gemäß Abb. i das oder die Schloßbänder
6 in Nuten ; auf, um eine gegenseitige Führung zu sichern. Auf der unteren Fläche
der Keilkörper 4 bzw. nach Abb. 3 auf der Unterseite des Schloßbandes 15 sind keilige
Nocken 8 angeordnet, die auf Keilstücken 9 des Keilringes io aufliegen. Der Keilring
io, der drehbar ausgeführt ist, gleitet auf einem Flansch i i, der am Außenstempel
befestigt ist. Dieser Flansch t i reicht zwischen den Kreuzschenkeln des Innenstempels
in das Außenstempelprofil hinein und bildet dort Vorsprünge 12, die den Rutschweg
der Keilstücke 3 begrenzen. Die Begrenzung kann z. B. durch hakenartige Fortsätze
13 der Keilkörper 3 erfolgen, indem diese Fortsätze 13 die Vorsprünge 12
locker umgreifen. Damit sind die Keilkörper 3 in ihrer Höhenlage zitin Innenstempel
festgelegt. behalten aber in waagerechter Richtung ihre notwendige Beweglichkeit.
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Soll der Stempel gesetzt werden, so wird der Keilring to utn ein Stück
gedreht, z. B. durch Schläge auf an (lern Keilring vorgesehene Schlagnocken oder
Aussparungen 14, in welche Hebel, Schlüssel o. dgl. eingesteckt werden können. Durch
die Drehung des Keilringes io wird über die Keilflächen 9 und 8 das Keilstück 4
samt Schloßring 6 gehoben. Dies verursacht ein Anpressen des Keilstückes 3 in die
Schenkelöffnungen des Innenstempels i, der somit festgehalten wird. Nimmt der Stempel
Druck auf, so wird dieser im wesentlichen über die Keilstücke 3 auf den Unterstempel
übertragen. Die dabei auftretenden Horizontalkräfte sind derart gering, daß sie
von schwachen Schloßbändern aufgenommen werden. Beim Rauben wird der Keilring io
um ein kleines Stuck zurückgedreht wodurch wiederum die Keilflächen 9 und 8 aufeinander
abgleiten und dadurch das Keilstück 4 gesenkt wird. Da bei diesem Vorgang sämtliche
um den Innenstempel herum angeordnete Keilstücke 4 gleichzeitig frei werden, kommen
die nichtselbsthemmenden Neigungen, Winkel x, zur Wirkung, so daß ein leichtes Rauben
möglich ist. Infolge des Absenkens der Keilstücke 4 können sich die Keilstücke 3
waagerecht verschieben und geben damit den Innenstempel frei.
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Bei dem Stempel nach Abb.3 sind die Keilstücke 4 mit den Schloßbändern
6 durch ein entsprechend geneigt angeordnetes Schloßband 15 ersetzt. Die übrige
Bauweise dieses Ausführungsbeispieles kann in ähnlicher Weise, wie in Abb. i dargestellt,
erfolgen.