DE802284C - Doppelpendel-Neigungswaage mit mehrmaligem Zeigerumlauf - Google Patents

Doppelpendel-Neigungswaage mit mehrmaligem Zeigerumlauf

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DE802284C
DE802284C DEP19534A DEP0019534A DE802284C DE 802284 C DE802284 C DE 802284C DE P19534 A DEP19534 A DE P19534A DE P0019534 A DEP0019534 A DE P0019534A DE 802284 C DE802284 C DE 802284C
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DE
Germany
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inclination
pendulum
lever
balance
indicator lever
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Expired
Application number
DEP19534A
Other languages
English (en)
Inventor
Johan De Jongh
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Tacho Schnellwaagenfabrik G M
Original Assignee
Tacho Schnellwaagenfabrik G M
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Publication date
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G1/00Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Doppelpendel-Neigungswaage, bei welcher der Ausschlagwinkel der Neigungspendel derart auf je einen Anzeigehebel übertragen wird, daß das Ende dieses Hebels eine der Waagenbelastung proportionale Bewegung ausführt.
Es ist bei derartigen Wägevorrichtungen bekannt, die Belastung durch einen mehrmals umlaufenden Zeiger anzuzeigen, wodurch man neben einem kleineren Anzeigekopf einen größeren Teilstrichabstand erhält, so daß das Ablesen begünstigt wird.
Der Nachteil der bekannten Bauarten liegt darin, daß die mathematischen Zusammenhänge nicht klar ersichtlich sind bzw. daß die Proportionalität der Gewichtsanzeige empirisch, d. h. durch eine Näherungslösung erzielt wird. Aus diesem Grunde müssen die Bauelemente solcher Waagen mit einer besonders großen Genauigkeit hergestellt werden.
Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu beseitigen und durch Verwendung einfacher mathematischer Zusammenhänge zu erreichen, daß ohne Benutzung von Näherungskurven die Bewegung des Gewichtszeigers der Waagenbelastung proportional ist. Da das mathematische Prinzip hierbei klar erkennbar ist, wird die Justierung der Waage wesentlich vereinfacht.
Dieses Ziel wird gemäß der Erfindung bei einer Doppelpendel-Neigungswaage der eingangs genannten Art dadurch erreicht, daß jeder Anzeigehebel je auf einem besonderen Tragarm des zugehörigen Neigungspendels derart gelagert ist, daß die äußere Strecke des Anzeigehebels die gleiche Länge hat wie der erwähnte Tragarm und daß der äußere Endpunkt des Anzeigehebels auf einer durch die Drehpunkte der Neigungspendel verlaufenden Horizontalebene geführt ist.
Eine besonders günstige Bauweise entsteht nach einem weiteren Merkmal 4er Erfindung dadurch, daß der Tragarm je in der Mitte des Anzeigehebels angreift, so daß der für die Anzeige benutzte innere Endpunkt des Anzeigehebels sich auf einer durch den Drehpunkt des Neigungspendels gehenden senk-
rechten Geraden bewegt. Diese geradlinige Bewegung läßt sich ohne weiteres über ein Gehänge üblicher Art zur Betätigung des Zeigerwerkes ausnutzen, z. B. mit Hilfe eines Zahnstangengetriebes. Dadurch, daß je der äußere Endpunkt der Anzeigehebel auf der durch die Drehpunkte der beiden Neigungspendel gehenden Horizontalebene geführt ist und die Bahn des entgegengesetzten Hebelendpunktes in der Lotrechten, also parallel zur Bewegungsrichtung der Waagenbrücke, verläuft, wird eine besonders einfache Justierung und Übersichtlichkeit der Waage erzielt.
In Abb. ι ist der Grundgedanke der Erfindung schematisch veranschaulicht, und zwar für den bevorzugten Anwendungfall, daß jeder Tragarm die halbe Länge des zugehörigen Anzeigehebels hat und jeder Anzeigehebel an seinem freien Ende auf einer durch die .Drehpunkte der Neigungspendel gehenden Horizontalebene geführt ist. Es bedeuten Af1
ao bzw. M2 die Drehpunkte der beiden Neigungspendel, r den Radius der Kreissegmente mit dem Mittelpunkt M1 bzw. M2, an welchen über je ein elastisches Band die Lasten P1 bzw. P2 angreifen, also an beiden Segmenten die Gesamtlast P = P1 + P2
»5 angreift, S1 bzw. S2 die Schwerpunkte der beiden Pendelgewichte G1 und G2, A1 bzw. A2 die Drehpunkte der Anzeigehebel.
Zum Beweis der zur Last proportional geradlinigen Bewegung der Punkte B1 bzw. B2 genügt es, nur das rechte Pendelsystem zu betrachten. In diesem bezeichnet j den Abstand des Schwerpunktes S1 vom Pendeldrehpunkt Af1, X1 den Abstand des Schwerpunktes Jf1 von der durch M1 gehenden Geraden D1, die auf der Verbindungslinie der Pendeldrehpunkte Af1 und Af2 senkrecht steht, F1 den Abstand des Punktes B1 von M1.
Aus Fig. ι geht rjervor, daß
P1 ■ r = G1 · X1 = G1-S- sin φ.
(ι)
Da die Strecke MxA1 = A1C1 = A1B1 = t ist und der Punkt C1 sich auf der Geraden C1M1 bewegt, muß sich der Punkt B1 auf der hierzu senkrechten Geraden .B1Af1 bewegen. Der Ausschlagwinkel φ der Pendelgewichte ist durch die Punkte D1M1S1 festgelegt. Ferner sind die Winkel zwischen den Punkten A1M1C1 und den Punkten A1 C1M1 ebenfalls gleich φ, so daß der Winkel B1A1M1 gleich 2 φ ist.
Hieraus folgt
Y1 = 21 · sin φ oder
In die Gleichung (1) eingesetzt, ergibt sich
_ Gi · s __ , _ Gi · s ..,
Pr = -1— . γ oder P1 = -* ■ Y1
1 2t 1 1 2t ■ r 1
Da der Ausdruck = -C konstant ist, erhält
2t ■ r
man für
Die Last P1 ist also der Bewegung des Punktes B1 proportional.
In der Zeichnung ist ferner ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Gezeigt sind die Neigungspendel mit der Vorrichtung für die proportionale Anzeige, und zwar in
Fig. 2 in Vorderansicht in unbelastetem Zustand, Fig. 3 teils im Schnitt, teils in Seitenansicht,
Fig. 4 im Grundriß,
Fig. 5 in Vorderansicht wie Fig. 2, jedoch unter voller Belastung. 'V
Die'Belastung wirkt in bekannter Weise über elastische Bänder 1 auf die' Kreissegmente 2 der Neigungspendel, die mittels Schneidet*; 3yauf den Pfannen 4 ruhen. Je auf einem Tragä-rtn der Pendel befindet sich die Schneide 5, auf welcher^ich je ein Anzeigehebel 6 mittels der Pfanne 7 drehtf/Jeder Hebel 6 weist an seinem freien Ende ein Führungsrad 8 auf, das an dem Führungsstück 9 derart abläuft, daß sich die Drehachse des Rades 8 in der waagerechten, durch die Schneiden beider Neigungspendel gehenden Ebene bewegt.
An seinem anderen Ende besitzt jeder Anzeigehebel 6 eine Pfanne 10, in welcher ein bewegliches Gehänge 11 mittels Schneide 12 aufgehängt ist. In dem Gehänge 11 ist ein Bügel 13 schwingend in den beiden Zapfen 14 angebracht, der die Zahnstange 15 trägt, die ihrerseits die Drehung des Ritzels 16 und Zeigers 17 und damit die Gewichtsanzeige auf der Skalenscheibe 18 bewirkt.
Da der Zeiger 17 mehrere Umdrehungen ausführt, im allgemeinen bis fünf, ist die Skalenscheibe 18 mit Schaulöchern ausgerüstet, während mit dem schon erwähnten Gehänge 11 eine mit Gewichtsangaben versehene Kulisse 19 in Verbindung steht, die das der jeweiligen' Anzeige entsprechende Zusatzgewicht in den Schaulöchern der Skalenscheibe
18 sichtbar werden läßt, da bei einer Belastung der Waage das Gehänge 11 und somit auch die Kulisse
19 sich entsprechend heben.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Doppelpendel-Neigungswaage mit mehrmaligem Zeigerumlauf, bei welcher der Ausschlagwinkel der Neigungspendel derart auf je einen Anzeigehebel übertragen wird, daß das Ende dieses Hebels eine der Waagenbelastung proportionale Bewegung ausführt, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Anzeigehebel (B1, C1 in Abb. 1) je auf einem Tragarm (Af1, A1) des zugehörigen Neigungspendels derart gelagert ist, daß die äußere Strecke (A1, C1) des Anzeige- "5 hebeis (B1, C1) die gleiche Länge hat wie der Tragarm (Af1, A1) und daß der äußere Endpunkt (C1) des Anzeigehebels (B1, C1) auf einer durch die Drehpunkte (Af1 bzw. Af2) der beiden Neigungspendel verlaufenden Horizontalebene 1»° geführt ist.
2. Doppelpendel-Neigungswaage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (M1, A1) je in der Mitte (A1) des Anzeigehebels (B1, C1) angreift, so daß der für die An- iss zeige benutzte innere Endpunkt (B1) des An-
zeigehebels (B1, C1) sich auf einer durch den Drehpunkt (M1) des Neigungspendels gehenden senkrechten Geraden bewegt (vgl. Abb. i).
3. Doppelpendel-Neigungswaage nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die geradlinige waagerechte Bewegung des äußeren Endpunktes des Anzeigehebels (6 in Abb. 2 bis 5) durch einen an einem Führungsstück (9) mit waagerechter Führungsfläche geführten, reibungsarm gelagerten Wälzkörper, z. B. Rolle (8), erzielt ist.
4. Doppelpendel-Neigungswaage nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Gehänge (11) eine mit Gewichtsangaben versehene Kulisse (19) verbunden ist, die das der jeweiligen Anzeige entsprechende Zusatzgewicht in Schaulöchern der Skalenscheibe (18) sichtbar werden läßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
3374 2.
DEP19534A 1948-10-26 1948-10-26 Doppelpendel-Neigungswaage mit mehrmaligem Zeigerumlauf Expired DE802284C (de)

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