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Wähler mit verschieden großen Schritten Die Erfindung bezieht sich
auf Wähler für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Schrittantrieb, bei
denen der Bürstenträger in verschieden großenSchritten geschaltet wird. Bei den
bekannten Wählern dieser Art ist die Endgeschwindigkeit der bewegten Schaltarme
und der zugehörigen Armträgerelemente bei der Dekadenwahl (große Schritte) so groß,
daß die stoßweise Abbremsung erhebliche Schwierigkeiten bereitet und eine sehr starke
Materialbeanspruchung sowie starke Erschütterungen verursacht. Die große Endgeschwindigkeit
der Schaltarme bei der Dekadenwahl läßt außerdem ein Weiterschleudern der Arme auf
die nächste Kontaktlamelle nicht mit der nötigen Sicherheit vermeiden. Bereits Abweichungen
von nur 5 % bei der Dekadenwahl bewirken eine Zwischeneinstellung zwischen zwei
Lamellen und eine solche von ioo/o bereits eine Abweichung von einem ganzen Schritt.
Die Erfindung vermeidet die Nachteile der bekannten @-Vähler dadurch, daß der Antrieb
für große Schritte durch eine Malteserkreuzfortschaltung erfolgt. Weitere Merkmale
der Erfindung sind, daß das Malteserkreuz Innen- oder Außenverzahnung hat; daß ferner
die Schaltarme des Wählers in die erforderliche Stellung durch Betätigung einer
Nockenscheibe ein- und ausgerückt werden, die nach Zurücklegung der großen Schritte
das Malteserkreuz außer Eingriff mit der Schaltwelle des Wählers bringt.
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An Hand zweier Ausführungsbeispiele ist die Erfindung näher beschrieben.
In der Abb. i ist der Antrieb eines solchen Wählers gezeigt. Abb. 2 zeigt den gleichen
Antrieb im Schnitt der Linie a-b in Pfeilrichtung gesehen. Abb.3 zeigt die Innenverzahnung
des Malteserkreuzes.
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Zur Ausführung großer Schaltschritte der Welle W des dargestellten
Drehwählers dient der Zehnermagnet ZM, dessen Ankerbewegung mittels
des
Schaltrades SR i und des Zahnrades ZR auf das Ritzel R übertragen wird. Auf der
Achse des Ritzels R sitzt der doppelarmige Drehhebel H init den beiden Zapfen Z
i und Z 2, die in Schlitzen A
des auf der Welle W lose sitzenden Malteserkreuzes
MK eingreifen und bei schrittweiser Drehung des Schaltrades SR i durch den Magneten
ZM eine Drehung des Malteserkreuzes herbeiführen. Gekuppelt ist das Malteserkreuz
MK mit dem auf der Welle W befestigten Schaltrad SR2 durch einen Zapfen Z 3 dieses
Schaltrades, welches in einer entsprechenden Bohrung des Malteserkreuzes MK liegt.
Das Schaltrad SR2 wird durch den Einer= magneten EM gesteuert, der aber erst
wirksam wird, nachdem durch den Umschaltemagnet UM
über das quer zur Welle
W gelagerte Schaltrad SR3 und die mit ihm starr verbundene Nockenscheibe NR die
Welle W in Achsrichtung nach rechts (vgl. Abb. i) verschoben und dadurch der Zapfen
Z3 des Schaltrades SR2 außer Eingriff mit dem Malteserkreuz MK gebracht worden ist.
Der Umfang der Nockenscheibe NR ist periodisch auf und ab steigend für drei Schaltstellungen
i, 2, 3 abgestuft, so daß die Welle W, deren Zapfen Z 4 am Umfang der Nockenscheibe
NR gegen den Druck der Rückstellfeder F anliegt, drei gegeneinander axial verschobene
Lagen einnehmen kann. Dementsprechend ergeben sich drei mögliche Lagen der Schaltarme
d, b, c zu den zugehörigen Kontaktlamellen a', b', c' der Kontaktbänke.
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Bei der zeichnerisch wiedergegebenen Ausgangsschaltstellung i der
Nockenscheibe NR sind sämtliche Kontaktarme a, b, c von den zugehörigen Kontaktlamellen
a', b', c' entfernt. Ankommende Wahlimpulse (Zehnerimpulse) betätigen den
Zehnermagneten ZM. Bei jedem Impuls wird das Schaltrad SR i um einen Zahn weiter
geschaltet. Mittels Zahnrad ZR i und Ritzel R wird bei jeder Impulsreihe der doppelarmige
Drehhebel H mit den Zapfen Z i und Z 2 um i 8o' gedreht. Dabei schaltet sich das
Malteserkreuz MK um einen Teilabschnitt (36°) fort. Dementsprechend wird die Schaltwelle
W jeweils um elf kleine Schritte weiter gedreht. Nach Beendigung der Zehnerimpulse
wird der Umschaltemagnet UM kurz erregt, so daß die Nockenscheibe NR um einen
Schritt weiter dreht, und der Zapfen Z4 der .Welle W von der Schaltstellung i auf
die ansteigende Schaltstufe 2 der Nockenscheibe NR gelangt. Hierdurch wird die Wählerwelle
W so weit nach rechts verschoben, daß der Schaltarm c mit der Kontaktlamelle c'
in Berührung kommt, während die Schaltarme a und . b ihre Kontaktlamellen noch nicht
berühren. Zugleich ist der Zapfen Z 3 des Schaltrades SR 2 infolge der Verschiebung
der Wählerwelle W nach rechts außer Eingriff mit dem Malteserkreuz gekommen, welches
außerdem durch die Zapfen Z i und Z2 des Hebels H in der jeweils erreichten Lage
festgehalten wird. Bei anschließender Wahl wird jetzt der Einermagnet
EM impulsweise betätigt und der Schaltarm c auf den Prüfkontakt c' des gewünschten
Anschlusses gesteuert. Das Malteserkreuz MK macht diese Drehbewegung nicht mehr
mit. Kurz nach dem Prüfen wird wiederum der Umschaltemag net UM kurz erregt
und die Nockenscheibe NR um einen weiteren Schritt fortgeschaltet, so daß der Zapfen
Z 4 der Welle W auf die höchste Schaltstufe 3 der Nockenscheibe NR gelangt und die
Welle W ganz nach rechts in die Durchschaltestellung unter gleichzeitiger Kontaktgabe
der Schaltarme a, b gedrückt wird.
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Beim Auslösen der Verbindung wird wiederum die Nockenscheibe NR durch
kurze Erregung des Umschaltemagneten UM um einen Schritt weiter geschaltet,
wodurch der Zapfen Z4 auf die absteigende Schaltstufe 2 gelangt, so daß die Welle
W durch Federkraft wieder nach links verschoben wird. Die Schaltarme a, b werden
von der Kontaktbank a', b' abgehoben, und der Wähler läuft in bekannter Weise
durch impulsweise Betätigung des Einermagneten EM in die Ruhelage, in welcher
die Drehung des Wählers unterbrochen wird. Gleichzeitig wird der Umschaltemagnet
UM nochmals erregt, die Nockenscheibe NR um einen weiteren Schritt gedreht,
so daß der Zapfen Z4 der Welle W auf die unterste Schaltstellung i der nächsten
Schaltstufenperiode der Nockenscheibe NR gelangt. Die Welle W wird danach in ihre
äußerste linke Lage verschoben, wobei der Zapfen Z3 des Schaltrades SR2 in die zugehörige
Bohrung des Malteserkreuzes fällt und damit wieder Schaltrad und Malteserkreuz untereinander
kuppelt. Eine weitere Ausführungsmöglichkeit für die Malteserkreuzfortschaltung
besteht in einer Innen- statt einer Außenverzahnung (Abb.3). In diesem Falle wird
das Malteserkreuz als Kreisring angefertigt und die Schlitze A werden an der Innenseite
ausgeführt.