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Vielfachumschalter für Rundfunkempfänger, insbesondere Wellenbereichumschalter
Die Erfindung bezieht sich auf einen solchen Vielfachumschalter für Rundfunkempfänger,
insbesondere Wellenbereichumschalter, bei dem der zylindrische Innenmantel eines
rohrförmigen Isolierstoffsockels zwei hintereinanderliegende Reihen von ortsfesten
Kontakten, eine im Innern des Sockels angeordnete drehbare Isolierstoffschaltwalze
dagegen mehrere in Längsrichtung der Walze sich erstreckende Kontaktbrücken zur
Verbindung von Kontakten der beiden ortsfesten Kontaktreilien trägt. Bei einem bereits
bekannten Schalter dieser Art besteht der Isolierstoffsockel aus einem einstöckigen
Rohr, (las an seinen Enden durch zwei zur Lagerung der Schalterwelle dienende Isolierstoffplatten
abgeschlossen ist. Die ortsfesten Kontakte sind durch die inneren Enden von die
Wandung des Sockels durchquerenden massiven Bolzen gebildet, die mit dem Sockelrohr
bei dessen Herstellung verpreßt sind. Die Kontaktbrücken an der Schaltwalze bestehen
nach Art von Kontaktbürsten je aus mehreren im wesentlichen U-förmig gebogenen Federblechstreifen,
die mit ihrem Mittelteil an der Walze befestigt sind, während die Stirnkanten ihrer
Schenkel an den ortsfesten l#,ontakten anliegen. Wenngleich dieser bekannte Schalter
im Vergleich zu anderen Wellenumschaltern den Vorteil einer gedrungenen Bauform
aufweist, hat er doch eine Reibe von schwerwiegenden Mängeln. So verursachen die
den rohrförmigen Sockel durchdringenden dicken Bolzen, von denen in jeder Reihe
eine größere Anzahl vorhanden ist, eine beachtliche Schwächung des Schaltersockels,
die leicht zu einem Bruch des Sockels führen kann. Ferner erfordern sie einen erheb
lichen
Aufwand an Messing, d. h. an Sparmetall. Die aus U-förmig gebogenen Blattfedern
bestehenden Kontaktbrücken sind nicht geeignet, den für schwache Hochfrequenzströme
erforderlichen gleichmäßigen Kontaktdruck zu gewährleisten, zumal die Blattfedern
beim Auflaufen auf die gegenüber der inneren Mantelfläche des Sockels vorspringenden
Enden der ortsfesten Kontaktbolzen leicht verbogen werden können. Dazu kommt; daß
die Kontaktbrücken die ortsfesten Kontakte nicht mit flächigen Teilen, sondern nur
mit den Endkanten der Blattfederschenkel berühren, was insbesondere bei schwachen
Hochfrequenzströmen ungünstig ist und in Verbindung mit dem ungleichmäßigen Kontaktdruck
dazu führt, daß bei Verwendung des Schalters in Rundfunkgeräten Störgeräusche entstehen.
Solche Störgeräusche können auch deshalb leicht auftreten, weil die Schaltwalze
in ihren verschiedenen Schaltstellungen nicht verrastet ist und deshalb keine Gewähr
dafür besteht, daß die Kontaktbrücken immer richtig auf die ortsfesten Kontakte
eingestellt sind.
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Die Erfindung bezweckt, die geschilderten Mängel zu beseitigen und
einen Vielfachumschalter der eingangs erwähnten Art zu schaffen, der nicht nur eine
gedrungene, raumsparende Bauart hat, sondern sich gleichzeitig einerseits durch
einen sparsamen Verbrauch an Kontaktbaustoff, wie Messing o. dgl., anderseits dadurch
auszeichnet, daß eine möglichst großflächige Berührung zwischen den beweglichen
Kontaktbrücken und den ortsfesten Kontakten sowie ein überall guter und gleichmäßiger
Kontaktdruck gewährleistet ist. Dabei soll der Umschalter einfach und übersichtlich
im Aufbau sein und eine besonders wirtschaftliche Fertigung ermöglichen. Die gestellte
Aufgabe ist erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß die ortsfesten Kontakte
des Vielfachtunschalters aus mit ihnen einstöckige, radiale Anschlußfahnen aufweisenden
zylinderabschnittförmigen Blechplättchen bestehen, die am Sockel in der Weise gehalten
sind, daß ihre Anschlußfahnen in radiale Nuten an den einander zugekehrten Stirnflächen
von mehreren den rohrförmigen Sokkel bildenden Isolierstoffringen eingelegt und
auf deren Außenseite abgekröpft sind, während die beweglichen Kontaktbrücken aus
in Aussparungen der Isolierstoffwalze radial geführten U-förmigen Blechbügeln bestehen,
die je unter Wirkung von zwei an den kontaktgehenden Enden der Bügel angeordneten
Druckfedern stehen. Zweckmäßig sind dabei die zylinderabsclinittförmigen Metallplättchen
der Sockelkontakte noch dadurch zusätzlich in ihrer Lage gesichert, daß sie mit
ihren Stirnkanten an inneren, ringsumlaufenden Vorsprüngen der beiden Endringe des
Sockels sowie gegebenenfalls gleichzeitig an dem einwärts vorspringenden mittleren
Sockelring führen.
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Während die Kontaktbrücken im allgemeinen in bekannter Weise eine
\"erbindung zwischen den in N-erschiedenen 12eihen angeordneten ortsfesten Kontakten
bewirken, kann ein Teil oder wenigstens eine Brücke erfindungsgemäß auch zur gleichzeitigen
Verbindung eines ortsfesten Kontaktes der einen Reihe mit zwei ortsfesten Kontakten
der anderen Reihe benutzt werden, indem die Kontaktbrücke an einem Ende entsprechend
verbreitert ist. Die verbreiterte Brücke steht dabei unter Wirkung von drei Druckfedern,
von denen je eine einer kontaktgebenden Stelle der Brücke zugeordnet ist. Die kontaktgebenden
Teile der Brücken sind zweckmäßig nockenartig ausgepreßt.
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Der rohrförmige Sockel des Schalters ist an seinen Stirnenden durch
zwei mit Hilfe von durchgehenden, gleichzeitig die drei Isolierstoffringe zusammenhaltenden
Nieten befestigte Blechplatten abgeschlossen, die als Lagerschilde für die Schalterwelle
dienen, und von denen eine gleichzeitig als Rastenscheibe ausgebildet ist. Der Schalter
wird durch zwei an der Schaltwalze angeordnete, in radialer Richtung unter Federdruck
stehende Rollen verrastet, die in zwei je an einer Kante mit Rasten versehene Bogenschlitze
einer Abschlußplatte eingreifen. Die Drehachsen der Rollen können als Stabfedern
ausgebildet und von den beiden Schenkeln eines U-förmigen Drahtbügels gebildet sein,
der gleichzeitig als Bitnehmer für die Schaltwalze und als axialer Anschlag für
die Schalterwelle dient, indem er mit seinem Mittelteil in einer Querbohrung der
Welle sitzt, während er mit seinen Schenkeln durch zwei gegenüberliegende Längsschlitze
der Walze hindurchgreift.
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Wie leicht ersichtlich, hat der Vielfachumschalter nach der Erfindung
eine gedrungene, raumsparende Bauform. Sowohl die ortsfesten Kontakte samt zugehörigen
Anschlußfahnen als auch die beweglichen Kontaktbrücken können aus dünnem Blech (etwa
von o,6 mm Stärke) gestanzt und gepreßt sein, wodurch trotz verhältnismäßig großflächiger
Ausbildung der Kontakte der Aufwand an Messing gering ist. Durch die Anordnung je
/einer Druckfeder an jeder Kontaktstelle der Brükken ist ein guter und gleichmäßiger
Kontaktdruck gewährleistet, während gleichzeitig eine Flächenberührung zwischen
den Brücken und den ortsfesten Kontakten stattfindet. Damit sind die besonders hei
schwachen Hochfrequenzströmen sehr wesentlichen Voraussetzungen für einen guten
Stromübergang erfüllt, so daß die Entstehung von Störgeräuschen in einem mit dein
Umschalter ausgestatteten Rundfunkgerät vermieden ist. Für diesen Erfolg ist zugleich
bedeutsam, daß der Schalter in seinen verschiedenen Schaltstellungen wirksam verrastet
ist, und daß die Kontaktbrücken beim Schalten auf den ortsfesten Kontakten schleifen,
so daß sich an den wirksamen Flächen keine Oxydschicht bilden kann, sondern stets
reine Metallflächen miteinander in Berührung kommen. Wie ferner ersichtlich, hat
der Schalter einen einfachen und übersichtlichen Aufbau. Die einschließlich ihrer
Fahnen fertig gebogenen bzw. gepreßten ortsfesten Kontakte brauchen nur in die zugehörigen
Ringe des Sockels und die beweglichen Kontaktbrücken mit ihren Federn nur in die
Aussparungen der Schaltwalze eingesetzt zu werden.
Alle Kontakte
sind nach dem Zusammensetzen des Sockels und dem Einfügen der Schaltwalze in die
Schaltkammer ohne weiteres in ihrer Lage gesichert, so daß keine besonderen Befestigungsmittel
angebracht zu «-erden brauchen. Der mit seinem Mittelteil in einer Querbohrung der
Schalterwelle eingreifende Drahtbügel, der gleichzeitig als Mitnehmer für die Schaltwalze,
als Anschlag für die Schalterwelle sowie an seinen Schenkeln als Achsen und Stabfedern
für die Rastenrollen dient, stellt ein besonders wirksames 1\-Iittel zur Vereinfachung
der Bauart des Schalters dar. Die auf die Schenkelenden des Bügels aufgesteckten
Rollen können in einfacher Weise dadurch gegen Axialverschiebung gesichert sein,
daß sie sich mit kleinen Flanschen einerseits an den Rändern der die Rasten enthaltenden
Schlitze einer Stirnplatte, anderseits an einem Innenflansch des benachbarten Isolierstoffringes
des Sockels abstützen.
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Bei einem Urischalter mit in einem radialen Einschnitt einer Schaltwalze
gelagerten Doppelkontaktrolle ist es bekannt, aus Stanzlingen aus dickem Blech bestehende
ortsfeste Kontakte in Nuten eines die Schaltwalze umgebenden Isolierstoffringes
anzuordnen und durch zwei die Schaltkammer abschließende Isolierstoffplatten abzudecken.
Bei diesem Schalter sind die Kontaktstücke gegen radiale Verschiebung durch an ihren
Enden vorgesehene seitliche Verbreiterungen gesichert, die teils außerhalb des Sockelringes,
teils in Erweiterungen der radialen Nuten liegen. Die mit der Doppelkontaktrolle
der Schaltwalze zusammenw irkenden Flächen der ortsfesten Kontakte werden von den
geschnittenen und deshalb rauhen Stirnkanten der Stanzlinge gebildet. was insbesondere
in Verbindung mit der Ausbildung des die ortsfesten Kontakte überbrückenden Teiles
des beweglichen Schaltkontaktes als Doppelrolle eine mangelhafte Berührung ergibt.
Für die Doppelkontaktrolle ist nur eine einzige, auf ihre Aclise drückende Feder
vorhanden, so daß ein gleichmäßiger Kontaktdruck an allen Kontaktstellen nicht gewährleistet
ist. Obwohl die ortsfesten Kontakte aus Blech gefertigt sind, ist der dafür erforderliche
Messingaufwand verh:iltnismäliig groß. weil im Hinblick darauf, daß die Stirnkanten
der Stanzlinge die wirksamen Kontaktflächen bilden sollen, für die ortsfesten Kontakte
ein besonders dickes Blech ver-'wendet werden muß. :\ucli für die Doppelkontaktrolle
wird verhältnismäßig viel -Metall gebraucht. Die Verrastung des Schalters geschieht
durch die Kontaktrolle, zu welchem Zwecke die vom Isolierstotti-irig und deti darin
eingebetteten Kontaktstücken gebildete -;clialtkaininer sternförinig ausgebildet
ist. Diese Sternform bedingt in Verbindung mit den in Urweiterungen der Nuten des
Isolierstoftritiges liegenden Verbreiterungen der Kontaktstücke eine große Wandstärke
des Isolierstoffringcs und damit eine verhältnismäßig große Grundfläche des Schalters.
Endlich können sich an den Kontakten leicht Oxydschichten bilden, weil wegen der
Verwendung) einer drehbaren Kontaktrolle keine Schleifbewegung erfolgt, also eine
selbsttätige Reinigung der Kontakte nicht stattfindet. Alle diese Mängel, welche
den bekannten Schalter für die Verwendung als Umschalter für schwache Hochfrequenzströme,
insbesondere als Wellenbereichumschalter an I2,undfunkgeräten ungeeignet machen,
sind bei dem den Erfindungsgegenstand bildenden Schalter vermieden.
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Bei einem Drehschalter mit sämtlich in einer Reihe angeordneten ortsfesten
Kontakten und in Schlitzen einer Schaltscheibe drehbar und verschiebbar geführten
Kontaktbrücken ist es bereits bekannt, die Kontaktbrücken an beiden Enden durch
eine Feder zu belasten. Dabei bestehen die Kontaktbrücken aus Stanzstücken aus dickem
Blech, und die wirksamen Kontaktflächen sind durch bogenförmig verlaufende Schnittkanten
gebildet. Die Brücken wirken mit den gewölbten Mantelflächen von aus zylindrischen
Bolzen bestehenden ortsfesten Kontakten zusammen, die in Nuten an der Innenseite
eines Isolierstoffringes mit Hilfe von Schrauben gehalten sind, die durch radiale
Bohrungen des Isolierstoffringes in mit Gewinde versehene Querbohrungen der Bolzen
eingeschraubt sind. Dieser bekannte Schalter besitzt eine sehr große Grundfläche,
erfüllt also nicht die bei der Erfindung gestellte Bedingung einer gedrungenen und
raumsparenden Bauweise. Außerdem ist die Berührung der Kontaktbrücken mit den ortsfesten
Kontakten mangelhaft, so (laß der Schalter sich für schwache Hochfrequenzströme
und insbesondere für Rundfunkgeräte nicht eignet, zumal eine wirksame Verrastung
des Schalters in seinen verschiedenen Schaltstellungen fehlt. Endlich ist auch der
Metallaufwand für die Kontakte ziemlich erheblich.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. Dabei
zeigen Fig. r bis 3 einen Wellenbereichumschalter in Seitenansicht, Vorderansicht
und Ansicht von der Rückseite, Fig. I einen Längsschnitt nach der Linie A-A in F
i g. 6, Fig. 5 einen Längsschnitt nach der Linie B-B in Fig. 6, Fig. 6 einen Querschnitt
nach der Linie C-C in Fig. 5, Fig.7 eine als Rastenscheibe dienende Stirnplatte
in Ansicht, Fig. 8 eine etwas abgeänderte Ausführungsform im Schnitt nach der Linie
C-C in Fig. 6, Fig. c) die linke Hälfte der Fig. 8 in einem etwas vergrößerten Maßstabe.
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Der Schalter besitzt einen im wesentlichen rohrförmigen Sockel, der
aus drei hintereinanderliegenden Iolierstoffringen 1, 2. 3 von rechteckigem Querschnitt
besteht. Die beiden Endringe 2, 3 weisen je einen kleinen Innenflansch 15 zum teilweisen
Abschluß des vorn Sockel umschlossenen Schaltraumes auf. An der Vorder- und Rückseite
des Sockels befindet sich je eine Stirnplatte I, 5 aus Blech, die an drei Vorsprüngen
des benachbarten Endringes anliegt. Die drei Isolierstoffringe 1, 2, 3 und die beiden
Stirnplatten :I, 5 sind
durch drei Niete 6 verbunden, die durch
achsparallele Bohrungen bzw. Löcher der Ringe und der Scheiben hindurchgesteckt
sind.
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In der vorderen Stirnwand .I sind zwei Gewindelöcher 16 zum Eingriff
zweier Schrauben vorgesehen, mit denen der Schalter an einer Gerätewand, lfontageplatte
o. dgl. befestigt wird. In den metallenen Stirnplatten q.., 5 ist eine Welle 7 gelagert,
die hinten eine im Hohlraum des Schaltersockels 1, 2, 3 angeordnete Schaltwalze
8 aus Isolierstoff, vorn dagegen einen nicht dargestellten Handgriff trägt. Die
Walze 8 ist mit der Welle 7 durch einen im wesentlichen U-förmigen Bügel 9, i o
aus federndem Draht gekuppelt, der mit seinem Mittelteil9 in einer Querbohrung der
Welle sitzt, wohingegen seine Schenkel io in zwei radiale und längs durchlaufende
Schlitze i i der Walze 8 eingreifen. Der Mittelteil 9 des Bügels sichert durch ll)stützung
an der vorderen Stirnplatte q gleichzeitig die Welle 7 gegen Verschiebung nach vorn,
während ihre entgegengesetzte Verschiebung. durch Abstützung einer Schulter des
abgesetzten hinteren Wellenendes an der hinteren Stirnplatte 5 verhindert ist. Die
Schenkel io der Bügel 9, io ragen nach hinten aus den Schlitzen i i der Schaltwalze
8 heraus und dienen als Träger bzw. Drehachsen für zwei Rastenrollen 12, die auf
die Schenkelenden frei drehbar aufgesteckt sind. Die Kastenrollen 12 befinden sich
in zwei in Durchmesserrichtung gegenüberliegenden, an ihrer äußeren Bogenkante mit
mehreren, z. B. je drei Kerben oder Rasten 13 versehenen Bogenschlitzen 1q. der
hinteren Stirnplatte 5 und werden durch die nach Art von Stabfedern wirkenden Schenkel
io der Drahtbügel radial nach außen bzw. in die Rasten 13 gedrückt. Außer zur Verrastung
des Schalters dienen die Rollen 12 gleichzeitig im Zusammenwirken mit den Enden
der Bogenschlitze 1q zur Begrenzung der Drehung der um etwa 8o° hin und her drehbaren
Schaltwalze B. Die Rollen 12 sind gegen Verschiebung auf den Bügelschenkeln io dadurch
gesichert, daß sie sich mit kleinen Bunden oder Flanschen einerseits an den Rändern
der Bogenschlitze 1:I, anderseits am Innenflänsch 15 des hinteren Isolierstoffringes
3 des Sockels abstützen. Die aus den Bogenschlitzen 14 und den Rollen 12 bestehende
Kastenvorrichtung ist durch eine aus dünnem Blech bestehende, flach gewölbte Kappe
17 abgedeckt, die an der Platte 5 mit Hilfe von tun deren Rand gebogenen Zungen
angeklammert ist.
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Die Endringe 2, 3 des Schaltersockels tragen an ihrer inneren 1Nlantelfläche
je eine Reihe von in kleinen Abständen angeordneten ortsfesten Kontakten 18 und
i9, die je aus einem zy#linderabschnittförmigen Blechplättchen bestehen. Die Kontaktplättchen
führen sich mit ihren Stirnkanten einerseits an den Innenflanschen 15 der beiden
Endringe 2, 3, anderseits an dem gegenüber letzteren etwas einwärts vorspringenden
mittleren Sockelring i. Sie sind in ihrer Lage durch mit ihnen einstückige Anschlußfahnen
2o gehalten, die zwischen dem zugehörigen Endring 2 bzw. 3 und dem Mittelring i
radial nach außen geführt sind. Die Anschlußfahnen 2o greifen nämlich in radiale
Nuten 21 an den Stirnflächen des Mittelringes i ein und sind an der Außenseite des
Sockels abgekröpft, wodurch eine Verschiebung der Fahnen 2o und der damit zusammenhängenden
Kontaktplättchen 18, i9 sowohl in Drehrichtung des Schalters als auch in radialer
Richtung verhindert ist. Die Abkröpfungen 22 der Anschlußfahnen 20 liegen in äußeren
Ringnuten des Schaltersockels, die durch ringsumlaufende Aussparungen 23 an den
Endringen 2, 3 gebildet sind. An ihren einander benachbarten Endkanten sind die
Kontaktplättchen 18, i9 nur durch Luftspalte voneinander getrennt, was insofern
vorteilhaft ist, als die Kontaktbrücken der Schaltwalze nicht an zwischen den ortsfesten
Kontakten liegenden Isolierstoffflächen schleifen und dort einen Metallabrieb erzeugen
können. Der Anschluß der Leitungen an die Kontakte geschieht im Beispiel durch Löten,
weshalb die außen am Sockel frei stehenden Endteile der Fahnen 20 mit kleinen Löchern
versehen sind. Gewünschtenfalls können die Enden der Fahnen aber auch zu Schraubklemmen
ausgebildet oder mit solchen versehen sein. Die Zahl der ortsfesten Kontakte 18
und i9 in jeder Reihe bzw. jedem Endring 2 und 3 und ihre Bogenlänge, die bei den
verschiedenen Kontakten beliebig unterschiedlich gewählt werden kann, hängen von
der auszuführenden Schaltung ab.
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Am Mantel der SclialtN, alte 8 ist eine gleichfalls der gewünschten
Schaltung entsprechende Anzahl von in Längsrichtung der Walze sich erstrekkenden
Kontaktbrücken 24 und 25 zur Verbindung der ortsfesten Kontakte vorgesehen. Die
Brücken 2,4, 25 bestehen aus im wesentlichen U-förmig gebogenen Blechplatten, die
in Aussparungen 26 der Schaltwalze radial verschiebbar geführt sind. Sie stehen
unter Wirkung von sie auswärts bzw. gegen die ortsfesten Kontakte drückenden Federn
27, die sich gleichfalls in den "lussl)arungen 26 führen. Beim Drehen der Schaltwalze
8 gleiten die Brükken 2,4, 25 dort, wo sie von den ortsfesten Kontaktplättchen i8,
i9 ablaufen, mit ihren mittleren Teilen auf dein einwärts vorspringenden Mittelring
i des Sockels, der somit als Gleit- und Stützfläche für die Kontaktbrücken beim
Schaltvorgang dient. Da die Brücken sich in Längsrichtung der Schaltwalze erstrecken,
stellen sie in erster Linie Verbindungen zwischen den in verschiedenen Reihen liegenden
ortsfesten Kontakten 18 und i9 her. In manchen Fällen ist jedoch auch eine Verbindung
zwischen ortsfesten Kontakten der gleichen Reihe erforderlich. Um diese zu ermöglichen,
können eine oder mehrere Kontaktbrücken an einem Ende verbreitert sein, wie dies
im gezeichneten Beispiel bei der Brücke 25 gezeigt ist. Um einen guten Anpressungsdruck
zu erzielen, ist jeder Kontaktstelle der Brücken 24, 25 eine eigene Feder 27 zugeordnet.
Dementsprechend stehen im Beispiel die Brücken 24 unter `'Wirkung von zwei an ihren
mit den ortsfesten Kontakten zusammenwirkenden Enden angeordneten Federn, während
bei der Brücke 25 am einen Ende eine Feder, am
| anderen Ende dagegen zwei ucbeneinanderliegende |
| Federn ccrrgesellen sind. 1)ie mit dcti ortsfesten |
| Kontakten in ltet-iilirting tretenden Teile der Kon- |
| taktl)riicken 24. 2; sind ferner zur lrzielutig einer |
| nuten Anlage nocketlartig ausgcpreßt. Dalwi «-eisen |
| die Irrüchen 21 11i1 beiden l:u<len je eine Aus- |
| pressung auf. @c()lliiige'geti die Irrricke 25 an einem |
| Ende eine. am anderen linde dagegen zwei Aus- |
| pressun gell hat. |
| Irci dein abge;in<lertcn lrcispicl nach Fig. S 1111c1 9 |
| umgreift der mittlere Bring r des rohrförmigen Sok- |
| kels mit an sötten 1>eidetl Stirnseiten vorgesehenen |
| Kragen 28 die an ihren unieren Stirnseiten etwas
tu |
| gesetzten l:itdr-ing(2 2. 3. )\ ()durch die drei den
Sockel |
| bildenden l#,'itl,ge i. -2 u11(1 3 ancinamler geführt
und |
| zentriert sind. Die :\tlschlul.ifahnetl 20 der SOCkeI- |
| kontaktc t`, i9 liegen dalwi in Nuten 21 der Iwiden |
| Eudrit>ge 2. 3 und sind 11111 die Kragen 28 heruni- |
| gekröpft. |
| Die Ausführung gemäh lig. d und 9 unter- |
| scheidet sich c0111 lret@l)icl flach Vig. i bis j -ceiter |
| dadurch, cla[i die inneren ritigsutnlaufenden Vor- |
| sprünge i ; der @indritlge 2, 3 als Gleit- und Stütz- |
| flächen für <Nie I@@)tltahtlrrüchcn 2l. 25 der Schalt- |
| walze heim Sdmhcorgmlg (dienen. Zu dein Zweck |
| halsen sie im wescntliclien clie I#orl11 Von breiten, |
| aber wenig ( rrsl)ringetlden 1 rindern. «-elche die |
| Enden der hc»ltahtlrrückerl filrei-greifetl. 1)e1 nItt- |
| lere sockclring 1 springt flicht hehr eimcärts Vor. |
| 1-Ieim Drelleil der SC11altWalZe 8 gleiten deshalb die |
| Kcmtahtlrrüchetl 21. 2; (101t. \\o sie die Sockelkon- |
| taktpliittchett i@. 1o verlassen, auf den vorspri»gen- |
| dcn lrüllciertl i ; clrr Iaiclrill@re. was vorteilhafter ist |
| als das (@1@@IL'll ihrl'r mittleren Teile auf (1e111
Mlttel- |
| ring r. _\111.4(r als (NIMM für die Kontakt- |
| brücketl der Schaltwalze kliiwii die ringsttmlaufen- |
| den \-c;i-sprünge 15 der Kldritlge 2. 3 m iecler wia |
| beint cl-sien I;eispiel z111- Viihrmig der zylindcral)- |
| scllnittf<irntigetl Sockelkc»a:d;tl>lüttcllcn t@. i9 an |
| deren :iulrerell @tinlkatltetl dienen. |
| Im Rahmen der liriinclullg sind _\lr:in<lerungen |
| des dargestclltcti @reislricles sowie andere Aus- |
| führullgsfc»-tnell micl :\nwendungcn niiiglicli. So |
| köiitttc'ti insbesondere z%\ei oder mehrere je aus |
| eincni rolir@iirmigetl Sc)clccl reit ortsfesten Kon- |
| takten tuld ('hier Scli;tltt\-;tlze mit Krnltaktbrücketl |
| hestelleitdc Schalteili'leiten ill -\chsrichtltng hinter- |
| einander angeordnet seile. c\,,l)ei die Sclittlt\c<i.lzcit |
| s ännlich auf Welle sitzen. |
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