DE801414C - Vorrichtung zur automatischen Registrierung physikalischer oder chemischer Messgroessen von stroemenden Medien in Abhaengigkeit von deren Volumen - Google Patents

Vorrichtung zur automatischen Registrierung physikalischer oder chemischer Messgroessen von stroemenden Medien in Abhaengigkeit von deren Volumen

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DE801414C
DE801414C DEP32155A DEP0032155A DE801414C DE 801414 C DE801414 C DE 801414C DE P32155 A DEP32155 A DE P32155A DE P0032155 A DEP0032155 A DE P0032155A DE 801414 C DE801414 C DE 801414C
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Werner Dr Stein
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Henkel AG and Co KGaA
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Henkel AG and Co KGaA
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N25/00Investigating or analyzing materials by the use of thermal means
    • G01N25/14Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by using distillation, extraction, sublimation, condensation, freezing, or crystallisation

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Description

  • Vorrichtung zur automatischen Registrierung physikalischer oder chemischer Meßgrößen von strömenden Medien in Abhängigkeit von deren Volumen Die Erfindung bezicht sich auf eine Vorrichtung zur automatischen Registrierung von Diagrammen. die physikalische oder chemische Meßgrößen von strömenden Medien, insbesondere von Flüssigkeiten, in Abhängigkeit von deren Volumen darstellen, Derartige Diagramme werden im Laboratorium sehr häufig gebrazcht. So wird z. B. das Siederverhalten von Flüssogkeiten in einer Siedekurve dargestellt. da im Laufe der Zeit mehr und megr Feindestillationsapparaturen mit geringen Destillationsgeschwingkeiten und langen Betriebsdauern entwickeit worden sind, bestecht großes Interesse an der automatischen Registrierung von Siedekurven. Man hat zwar bei derartigen Destillationen die Siedetemperatur durch Temperaturschreiber registieren lassen, aber die so erhaltenen Temperaturkurven sind Zeit-temperatur-Diagramme, die mit den Siedekurven, die Ja Volumen-Temperatur-Diagrammae darstellen, nur dann übereinstimmen, wenn die Destillationsgeschwindigkeit im Verlauf der ganzen Destillation konstant geblieben ist. Diese Voraussetzung ist aber nicht immer erfüllt. gerade bei lang andauernden Destillationnen treten häufig Schwankungen der Destillationsgeschwindigkeit auf.
  • Die Vorrichtung nach der Erfindung gestattes es nun. Volumen-Temperatur-Diagramme automatische aufzuzeichnen, auch wenn die Destillationsgeschwindigkeit während der Destillation schwankt. Sie bestecht darin, das Destillat in einem Flussigkeitszähler zu leiten, der jeweils nach Durchlauf einr bestimmten, stets gleichen Flüssigkeitsmenge über eine electrische Schaltvorrichtung den Ablauf der Registrierfläche eines automatischen Temperaturschreibers für eine solche konstante Zeitspanne in Tätigkeit setzt, die notwendig ist, um eine bestimmte, stets gleiche Anzahl von Meßpunkten der Temperatur zu registrieren. Damit wird der Registrierstreifen nicht mehr in Abhängigkeit Volt der Zeit, sondern in Abhängigkeit von der überdestillierten Fliissigkeitsmenge belegt, und die durch die einzelnen Registrierpunkte gebildete Linie ist die Siedekurve.
  • Je nach den N'erhältnissen kann man Iiun durch Wahl eines Mengenzählers mit größerem oder geringerem Füllvolumen eine mehr oder neniger steile Siedekurve erhalten. Wendet man z. B. zur Destillation eine Flüssigkeitsmenge an, die genau das 100fache des Füllvolumens des Mengenzählers ausmacht, so entspricht jeder Registrierpunkt der Siedekurve einem Volumenprozent. Durch Veränderung der zur Destillation angewandten Flüssigkeitsmenge oder durch Wahl eines Mengenzählers mit anderem Füllvolumen kann man innerhalb der durch die apparativen Möglichkeiten gegebenen Grenzen die Steilheit und damit die (Genauigkeit der Siedekurve beliebig verändern.
  • Zum Zählen kleiner Flüssigkeitsmengen, wie sie insbesondere bei Laboratoriumsdestillationen anfallen, eignet sich besonders das Gerät nach Abb. 1.
  • Das l)estillat liiuft in das Meßgefäß A und steigt in diesem an, bis es durch das Heberrohr B abgehebert wird. Beim Abhebern entsteht im Heberrohr ein Unterdruck, der das Quecksilber in dem am Heberrohr angesetzten Kontaktmanometer C verschiebt und so den Kontakt zwischen den beide eingeschmolzenen Drähten D schließt. Man verbindet die Kontakte des Kontaktmanometers mit der elektrischen Schaltvorrichtung nach der Erfindung; der bei der Kontaktgabe entstehende elektrische Impuls setzt über die Schaltvorrichtung die Regiestrierfläche in Lauf. Abb. 2 zeigt die Schaltskizze einer Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung. Die Schaltung besteht aus zwei Stromkreisen: dem Erregerstromkreis, der aus den Polen t und 2 der Stromquelle, der Kontaktvorrichtung 3 des Mengenzählers und der Erregerspule des Arbeitsstromrelais 4 gebildet wird, und aus dem Laststromkreis, der aus den beiden Polen r und 2 der Stromquelle, dem Lastkontakt des Relais 4 und dem Antriebsmechanismus des Registriergerätes 5 besteht. Das Arbeitsstromrelais 4 schaltet die Last bei Erregung sofort ein, die Abschaltutog der Last erfolgt mit einer gewissen Verzögerung, die vom Beginn der Erregung an bemessen ist.
  • Unter Antriebnmechanismus ist bei Registriergeräten mit Synchronmotor dieser selbst zu verstehen. Bei Geräten, die durch ein Uhrwerk angetrieben werden, ist damit nicht das Uhrwerk selbst gemeint, sondern eine Vorrichtung, die bei Stromdurchgang direkt oder indirekt die Arretiervorrichtung des Uhrwerkes löst und bei Unterbrechung des Stromdurchganges das Uhrwerk wieder arretiert. I)ies kann z. B. durch einen Eisenstift geschehen, der durch eine MAgnerspule bewegt wird. Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende; Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: Wird beim Abbebern der Flüssigkeit im Mengenzähler der Erregerstromkreis durch das Kontaktmanometer 3 geschlossen. so wird die Spule des Relais 4 erregt. dadurch der Laststutmkreis geschlossen, und das Registriergerät 5 arbeitet. Nach einigen Sekunden, sobald die Flüssigkeit im Mengenzähler abgelaufen ist, wird der Kontakt 3 geöffnet und der Erregerstrom für das Relais 4 abgeschaltet. l)ie Abschaltverzögerung dieses Relais ist nun so bemessen, daß der lasttromkrei von eginn der Erregung an nur so lange geschlossen bleibt, wie das Registriergerät zum Registrieren einer bestimmten, stets gleichen Zahl von Meßpunkten benötigt. Nach Ablauf der Abschaltverzögerung unterbricltt der Lastkontakt des Relais 4 den Laststromkreis, und das Registriergerät 5 wird stillgesetzt.
  • Nach errneuter Füllung des Menzenzählesr vollziechen sich die Vorgänge in beschriebener Reihenfolge Als Registriergerät kann man die pilzlichen Eitt-oder Mehrfarbeuschreiber benutzen. Die Abschaltverzögerung des Relais 4 wird inan in den meisten Fällen so wählen, daß der Schreiber einen Meßpunkt registiert; inbesonderen Fällen, insbesondere bei Mehrfarbenschreibern, kann man aber auch mit längeren Verzörungszeiten arbeiten, so daß z. B. bei einem Sechsfarbenschreiber alle sechs Farben durchlaufen werden. dadurch hat man die Möglichkeit, außer der Siedetemperatur auch andere Eigenscitaften des Destiliates. sofern sie sich direkt oder indirekt auf elektriscvhem Wege messen lassen, zu registrieren, wie z. B. Wärmeleitfähigkeit, elektrische Leitfähigkeit, pH-Wert, Dielektrizitätskonstante, spezifisches Gewicht u. a. Die Änderung dieser Kennzahlen läßt in Verbindung mit der Siedekurve in vielen Fällen Rückshlüsse auf die chemische Konstitution der Fraktionen zu. Wird das spezifische Gewicht mitregistriert, so hat man die Möglichkeit die sich aus der Siedekurve ergebenden Volumeprozente in Gewichtsprozente umzurechnen.
  • Schließt man eine Vorriclttung an, die beim Arbeiten des Kontaktmanometers 3 des Mengenzählers automatisch die Vorlage wechselt, so hat man die Möglichkeit, das Destillat in Fraktionen zerlegt aufzufangen. In dem gleichzeitig erhaltenen Diagramm sind die physikalischen Eigenschaften jeder einzelnen Fraktion registriert. Auch kann man Signalvorrichtungen anschließen, die z. B. bei Erreichen einer bestimmten Destillatmenge ein Signal geben.
  • Die so erhaltenen Siedekurven entsprechen den theoretischen unter der Voraussetzung, daß die Abschaltverzögerung des Relais 4 dem Schreiber genau angepaßt ist, d. h. nach Registrieruitg einer inonter gleichen Anzahl von Meßpunkten abschaltet. Ist das nicht der Fall. so ist die Zahl der Meßpunkte je Volumeneinheit nicht immer dieselbe, und die Registrierkurve entspricht nicht mehr der theoretischen Siedekurve. Derartige Fehler kann man vermeiden, wenn man das Registriergerät durch eine innerhalb desselben angebrachte Vorrichtung stillsetzt, sobald die gewünschte Zahl von Meßpunkten registriert ist. Eine derartige Vorrihtung ist in Abb. 3 dargestellt. Auf einem noch näher zu kennzeichnenden Rad 9 des Antriebsmechanismus des Registriergerätes befindet sich der Nocken 8, der in Ruhelage die obere Feder des Blattfederkontaktes 7 anhebt und damit den Kontakt öffnet.
  • Beim Arbeiten des Registriergerätes bewegt sich das Rad 9, der Nocken 8 gibt die obere Feder frei, und der Kontakt wird geschlossen. Erst wenn der Nocken 8 in seine ursprungliche Stellung zurückkehrt, wird der Kontakt wieder geöffnet. Dieses Öffnen des Kontaktes kann durch eine geeignete Schaltung, wie in Abb. 4 dargestellt, zum Stillsetzen des Registriergerätes benutzt werden. Auch bei dieser Schaltung sind Erregerstromkreis, bestehend aus den Poen 1 und 2 der Stromquelle, der Lontaltvorrichtung 3 des Mengenzählers und der Erregerspule des Arbeitsstromrelais 4, und Laststromkreis, bestehend aus den Polen 1 und 2 der Stromquelle, dem Lastkontakt des Relais 4 und dem Antriebsmechanismus6 des Registriergerätes 5, vorhanden. Auch hier ist das Relais 4 ein Relais mit verzögerter Abschaltung der Last nach Einschalten der Erregung. In den Laststromkreis ist parallel zum Lastkontakt des Relais 4 der Unterbrecherkon takt 7 geschaltet, der durch den Nocken 8 des Rades 9 betätigt wird. Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Beim Arbeiten der Kontaktvorrichtung 3 des Mengezählers wirdf die Spule des Arbeitsstromrelais 4 erregt, der Lastatrimkreis wird geschlosen, und die Antriebsvorrichtung 6 des Registriergerätes 5 arbeitet. Sobald sich das Rad 9 in Bewegung setzt, gibt der darauf befindliche Nokken 8 den Blattfederschalter 7 fre, und der Laststromkreis ist auch uber diesen Kontakt geschlossen.
  • Die Verzögerungszeit des Relais 4 muß größer sein als die zum Schließen des Unterbrecherkontaktes 7 im Registriergerät benötigte und kleiner als die zum erneuten Öffnen dieses Kontaktes nach einmaliger Umdrehung des Rades 9 benötigte Zeitspanne. Ist nun die Verzögerungszeit des Relais 4 abgelaufen und wird der Kontakt dieses Relais geröffnet, so bleibt der Laststromkreis so lange über den Unterbrecherkontakt 7 geschlossen, bis nach einer Umdrehung des Rades 9 der Nocken 8 den Unterbrecherkontakt 7 öffnet und damit die Antriebsvorrichtung 6 stillsetzt. Auf diese Weise wird das Registriergerät an einem stets gleichen Punkt seiner Betriebsperiode stillgesetzt und so verhindert, daß bei Schwankungen der Verzögerungszeit des Relais 4 eine ungleichmaßige Anzahl von Meßpunkten registriert wird. DIe hier beschriebene Schaltung läßt sich derart abändern, daß man den Blattfederschalter 7 nicht direkt in den Laststromkreis des Antriebsmechanismus legt, sondern in den Erregerstromkreis eines Relais dessen Lastkontakte den Laststromkreis öffnen oder schlißen. Auch kann man an Stelle des Blattfederschalters einen anderen Schalter geeigneter Konstruktion wählen.
  • Das den Nocken S tragende Rad 9 kann ein Zahnrad des Antriebsmechanismus sein: es darf in der Zeitspanne, die zwischen dem Registrieren zweier Meßpunkte oder, beim Registrieren mehrerer verschiedenartiger Meßgrößen, zwischen dem Registrieren zweier Gruppen von Meßpunkten vergeht, höchstens eine Umdrehung machen. Außer im Antriebsmechanismus selbst sind derartige Räder z. B. die Programmscheiben, die in Punktschreibern den Fallbügel betätigen, oder in Mehrfarbenschreibern die Schaltwalzen, die beim Wechseln der Registrierfarbe die den Farben entsprechenden Meßstellen einschalten. Bringt man z. B. auf der Schaltwalze eines Sechsfarbenschreibers 1, 2, 3 oder 6 Nocken an, so kann man je Volumeneinheit 6, 3, 2 oder @ Meßpunkt registrieren lassen.
  • Die bisher beschriebenen Vorrichtung arbeiten nur unter der Voraussetzung, daß die zum Entleeren des Mengenzählers notwendige Zeitspanne geringer ist als die zum Registrieren der Meßpunkte notwendige Zeit. Das ist nun keineswegs immer der Fall. Insbesondere bei größeren Apparaturen und bei zähen Flüssigkeiten kann das Entleeren des Mengenzählers länger daueren als das Registrieren der Meßpunkte. Um noch unter diesen Umständen noch ein einwandfreies Funktionieren der Vorrichtung zu gewährleisten, arbeitet man mit einer Schaltung nach Abb. 5. Bei dieser Schaltung liegt in dem Erregerstromkreis des Arbeitsstromrelais 4 der Lastkontakt des Ruhestromrelais 10, und die Erregerspule dieses Relais ist einerseits uber die Kontaktvorrichtung 3 mit dem einen Pol und andererseits direckt mit dem anderen Pol der Stromquelle 1-2 verbunden. Beide Relais arbeiten mit verzöferter Abschaltung der Last nach Einschalten der Erregung. Der Laststromkreis wird durch die Pole 1 und 2 der Stromquelle, den Lastkontakt des Arbeitsstromrelais 4 und den Antriebsmechanismus des Registriergerätes 5 gebildet.
  • Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Beim Arbeiten der Kontaktvorrichtung 3 des Mengenzählers erhält die Erregerspule des Ruhestromrelais 10 Strom. Da dieses Relais mit Vorzögerung abschaltet, so erhält über den Lastkontakt dieses Relais auch die Erregerspule des Relais 4 Strom, dessen Lastkontakt wird geschlossen, und das Registriergerät 5 beginnt zu arbeiten. Sobald die Verzögerung des Ruhestromrelais 10, die sehr kurz sein kann, abgelaufen ist, wird der Lastkontakt des Ruhestromrelais geöffnet und damit der Erregerstromkreis des Arbeitsstromrelais 4 unterbrochen. Dadurch wird erreicht, daß die Spule des Relais 4 kurze Zeit nach der Erregung wieder stromlos wird, auch wenn die Kontaktvorrichtung 3 längere Zeit geschlossen bleiben sollte. Das Registriergerät arbeitet nun so lange weiter, bis die Abschaltverzögerung des Relais 4, gerechnet vom Einschalten der erregung an, abgelaufen ist oder bis der Unterbrecherkontakt im Registriergerät dieses abschaltet. Der Lastkontakt des Ruhestromrelais 10 bleibt weiterhin so lange geöffnet, wie der Kontakt 3 geschlossen ist, d. h. solange Flüssigkeit im Mengenzähler abgehebert wird. Erst beim Öffnen dieses Kontaktes wird die Erregerspule des Relais 10 stromlos, der Lastkontakt dieses Relais wird geschlossen und damit die Verbindung zwischen der Erregerspule des Arbeitsstromrelais 4 und der Kon- taktvorrichtung 3 des Mengenzälllers wiederhergestellt. Damit befindet sich die Vorrichtung wieder in der Ausgangsstellung.
  • Zur Schonung der Kontakteinrichtung des Mengenzählers empfiehlt es sich, Relais mit hochohmigett Erregerspulen zu verwenden. Auch kann man die Erregerspule der Relais in einen eigenen lii ifsstromkreis niedriger Spannung legen.
  • I)ie Vorrichtung nach der Erfindung läßt sich nun nicht tour für I)estillationen anwenden, man katon sie sowohl im Laboratorium, z.R. hei Desorptionsmethoden, als auch beim Arbeiten im Betriel> überall dort anwenden, wo physikalische Konstanten von strömenden Medien, insbesondere von Flüssigkeiten, in Abhängigkeit von deren Volumen registriert werden sollen. Beim Arbeiten in größerem Maßstabe kann man den hier beschriebenen Mengenzähler, je nach den vorliegenden Verhältnissen, durch andere Meßgeräte ersetzen, wie z. B.
  • Kipitmengenzähler, Ovalradzähler, Gasuhren usw., sofern diese eine Kontaktvorrichtung halten, die nach Durchgang einer bestimmten Menge betätigt wird. Insbesondere bei kontinuierlichen Arbeitsverfahren läßt sich diese Vorrichtung vorteilhaft verwenden, weil sie Diagramme liefert, bei denen die Meßgrößen in Abhängigkeit von der anfallenden Flüssigkeitsmenge aufgetragen sind. Damit hat man die Möglichkeit, aus dem erhaltenen Diagramm l)urchschnittswerte dieser Meßgrößen für eine in einer bestimmten Betriebsperiode angefallene Stoffmenge zu errechnen.
  • Als Registriergeräte braucht man nicht immer Punktschreiber zu verwenden. Außer diesen können auch andere automatische Registriergeräte benutzt werden, sofern sie sich in beschriebener Weise periodisch für kurze Zeit in Betrieb setzen lassen.
  • Als derartige Geräte seien beispielsweise diejenigen genannt, die die Meßwerte als parallele Striche von verschiedener Länge aufzeichnen, wobei die Kurve durch die Endpunkte der Striche gebildet wird.
  • I)erartige Geräte werden z. B. zur Messung des spezifischen Gewichtes von Gasen nach dem Effusiometerprinzip verwandt.
  • Im Sinne der Erfindung ist es auch anzusehen, wenn die Einrichtung auf solche Registriergeräte angewandt wird. die die chemische Zusammensetzung von strömenden Medien durch direkte lXestimmung der fraglichen Komponente oder auf dem Wege der Messung bestimmter physikalischer Konstaugen des Gemisches messen. Als Vertreter der erstgenannten Gruppe seien Geräte genanIlt. die z. B. den Kohlendioxyd- oder Olefingehalt von Gasen durch Absorption der zu bestimmenden Komponente in geeigneten Absorptionsmitteln und durch Messung der Volumenabnahme bestimmen. Als Vertreter der letzteren Gruppe seien Geräte genannt, die z.B. den Sauerstoffgehalt brennbarer Gase durch Bestimmung der Wärmetönung bei der katalytischen Verbrennung, den Kohlenoxydgehalt von Gasen durch Ultrarotabsorption, den Kohlendioxydgehalt von Gasen durch Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit oder den Wassergehalt von Flüssigkeiten durch Bestimmung der Dielektrizitätskonstanten messen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRUCHE: I. Vorrichtung zum automatischen Registrieren physikalischer oder chemischer Meßgrößen von strömenden Medien in Ai>hättgigkeit von deren Volumen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mengenzähler jeweils nach I)urchgang einer stets gleichen Menge des strömenden Mediums über eine elektrische Schaltvorrichtung den Kaltlauf der Regi strierfläche eines Registriergeräts für eine konstante Zeitspanne bestimmt, die ausreicht, um eine stets gleiche Anzahl von Messungen der abhängigen Meßgrößen zu registrieren.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruche, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits die Stromquelle, die Kontaktvorrichtung (3) des Mengenzählers und die Erregerspule eines Arbeitsstromrelais (4) mit verzögerter Abschaltung und andererseits die Stromquelle, der Lastkontakt des Relais (4) und der Antrieb der Registrierfläche des Registriergerätes (5) in je einem Stromkreis liegen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Laststromkreis parallel zum Lastkontakt des Relais (4) ein im Registriergerät (5) befindlicher LTnterbrecherkontakt (7) geschaltet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den aus der Stromquelle, der Kontaktvorrichtung (3) und der Spule des Arbeitsstromrelais (4) mit verzögerter Aitschaltuitg gebildeten Erregerstromkreis der Lastkontakt eines Ruhestromrelais (lo) mit verzögerter Abschaltung geschaltet ist und daß die lq,rregerspule dieses Relais mit der Stromquelle und der Kontaktvorrichtung (3) des Alengenzählers einen Stromkreis hildet.
DEP32155A 1949-01-21 1949-01-21 Vorrichtung zur automatischen Registrierung physikalischer oder chemischer Messgroessen von stroemenden Medien in Abhaengigkeit von deren Volumen Expired DE801414C (de)

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