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Die Erfindung betrifft einen Schuhabsatz, der bei gleicher "Materialbeschaffenheit
gegenüber (lern bis jetzt üblichen Normalabsatz mehr als die dreifache Lebensdauer
und dabei noch die Eigenschaft der äußerst leichten Auswechselbarkeit besitzt.
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Davon ausgehend, daß die hintere Kante des Schuhabsatzes dem weitaus
größten Verschleiß unterworfen ist, hat man eine Reihe Lösungen geschaffen, diesem
Problem zu begegnen. In der Hauptsache zeichnen sich zwei Richtungen ab. Die eine
Richtung ist, die gefährdete Stelle durch Aufnageln von härterem und widerstandsfähigem
Material zu schützen. Hierunter fällt die Benagelung, die Anbringung von eisernen
Plättchen. Kanten (sog. Hufeisen tisw.). Dieser Weg ist durch (las Geräusch. das
der so geschützte Schuh beim Gehen verursacht, unbeliebt. Aber auch der dadurch
bedingte harte Gang und nicht zuletzt der Umstand, daß die abgelaufenen Schutzeisen
immer wieder <.furch Annageln neuer ersetzt werden müssen, leidet der eigentliche
Absatz außerordentlich. Die zweite Richtung sieht vor, den abgetretenen Absatzfleck
ganz oder auch teilweise abzunehmen und ihn durch einen neuen zu ersetzen. Zur Erleichterung
dessen sind die Absätze normalisiert, so daß man einen fertig zugeschnittenen Fleck
nur aufzunageln braucht. Hierzu gehört eine gewisse Geschicklichkeit, so daß in
den seltensten Fällen der Träger des Schuhes selbst diese Arbeit vornimmt. Der eigentliche
Absatz des Schuhes leidet auch hier durch wiederholten Wechsel wie im ersten Falle.
Weiterhin nimmt dieser Weg eine große Materialvergeudung mit in Kauf, da der abgenommene
Fleck immer nur an einer verhältnismäßig kleinen Stelle abgetragen ist.
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In Erkenntnis der erwähnten Mängel geht die "Teuerung einen vollkommen
neuen Weg. Sie geht davon aus, daß die hintere Seite des normalen Absatzes immer
halbkreisförmig ist, die vordere mehr oder weniger gerade Seite Raum bzw. Fläche
genug zur Stützung gibt, um den Absatz praktisch in zwei Teile, eine kreisrunde
Scheibe und ein Formstück, aufzuteilen. Dabei ist die Scheibe in ihrer Achse drehbar
befestigt. Wird nun auch hier die eine Kante, gewöhnlich ist es die hinten schräg
nach außen liegende, abgetreten, so wird durch Lösen der Befestigungsschraube die
abgetretene Stelle nach innen, zwischen Scheibe und Formstück gedreht und die Scheibe
wieder festgeschraubt. Durch die kreisrunde Form ist die Außenseite des :'Absatzes
wieder vollkommen erstellt. Das abgetretene Stück kommt durch seine neue Lage nicht
mehr zum Gebrauch. Der Druck, der der abgenutzten Stelle -zukäme, wird durch das
danebenliegende Formteil aufgenommen. Nach vollkommenem "'erbrauch der Scheibe kann
diese einfach abgeschraubt und durch eine neue ersetzt werden, eine Arbeit, die
leicht von jedermann selbst ausgeführt werden kann. Das gleiche gilt auch für das
Formstück, das wohl seltener, aber ebenso leicht nach Abnehmen der Scheibe ausgewechselt
werden kann. Beide Absatzteile, die Scheibe sowie das Formstück, sind zweckmäßig
auf einer gemeinsamen Platte zusammengefaßt, die einmal am Schuh angeschraubt wird
und dann für ständig einen einwandfreien Sitz der Teilstücke gewährleistet. Als
"Material für die Teilstücke empfiehlt sich Hartgummi. Die Vorteile der Neuerung
sind jedoch nicht durch die "Materialbeschaffenheit bedingt, sondern kommen jedem
verwendeten Material gleichermaßen zugute.
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Der besseren Darstellung halber ist in der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel
gezeigt. Fig. i zeigt eine Ansicht des Absatzes von unten; Fig. 2 stellt den Querschnitt
dar. Aus Fig. i ist zu ersehen, wie das Normalprofil eines Absatzes in zwei Teilstücke,
eine kreisrunde Scheibe a und ein Formstück b. aufgeteilt ist. Fig. 2 zeigt, wie
beide Teilstücke, die Scheibe a sowie das Formstück b, auf eine Platte bzw. Gehäuse
c befestigt sind. Nahei ist zuerst das Formstück b eingeschoben und durch zwei Nasen
auf der einen Seite und durch einen _lnsatz an der Scheibe a auf der anderen Seite
gehalten. Die Scheibe a selbst ist durch eine Deckscheibe d mittels einer
Schraube e im Gehäuse c verschraubt.