DE79973C - - Google Patents

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DE79973C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04DTRIMMINGS; RIBBONS, TAPES OR BANDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D04D9/00Ribbons, tapes, welts, bands, beadings, or other decorative or ornamental strips, not otherwise provided for

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Decoration Of Textiles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
HUGO BOTSCHEN in WIEN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Juni 1894 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und die dazugehörige Vorrichtung, um aus Stoffen aller Art geschnittene Bänder mit aufgeklebten und aufgeprefsten Rändern herzustellen , ohne den Stoffstreifen, welcher zur Festigung des Randes dient, umbörteln oder das Band selbst an den Kanten umbiegen zu müssen.
Die bekannten Verfahren sind mehr oder weniger umständlich und eignen sich nicht zur Herstellung von geschnittenen Bändern, die gleichzeitig geschmeidig sein sollen. Weiter ist auch das Verfahren, welches dahin zielt, die Kanten des Bandes mit einem der Grundfarbe des Bandes verschiedenfarbigen Rande zu versehen, ziemlich kostspielig.
Das Bestreben war daher dahin gerichtet, aus Stoffen aller Art auf eine einfachere, raschere und daher billigere Weise geschnittene Bänder zu erzeugen, welche vollkommen geschmeidig sind und mit verschiedenfarbigen Rändern oder sonstigen Dessins bezw. Längsstreifen versehen werden können.
In der beiliegenden Zeichnung ist in
Fig. ι eine Ansicht und in
Fig. 2 ein Querschnitt der Vorrichtung, welche zur Herrichtung des Stoffes, aus welchem die Bänder geschnitten werden sollen, dient.
Die Fig. 3 und 4 zeigen Details derselben.
Das neue Verfahren zur Herstellung von Bändern aus Stoffen irgend welcher Art mit aufgeklebten und eingeprefsten Rändern besteht im wesentlichen darin, dafs vorerst auf dem ganzen Stoffe in Abständen, die der Breite der zu erzeugenden Bänder entsprechen, Streifen aus Stoff dadurch aufgeklebt werden, dafs man dieselben, nachdem sie an ihrer Rückseite mit Kautschuk oder einer anderen Klebemasse versehen wurden, sammt dem Stoffe durch eine gewöhnliche Gauffrirmaschine, deren Prefswalze erwärmt ist, laufen läfst und nachher den Stoff, dem aufgeklebten Streifen entsprechend, in Längsstreifen schneidet, welche nun das fertige Band darstellen.
Wenn man zu den Randstreifen verschiedenfarbige Stoffe verwendet, so wird man einen grofsen Effect erzielen. Nach diesem Verfahren können auf den Bändern auch mehrere Längsstreifen zur Verzierung oder zur Herstellung von Bändern in bestimmten Nationalfarben angebracht werden, weiter können die beiden • Randstreifen, welche zu einem Bande gehören, event, auch mit Spangen oder sonstigen Dessins mit einander verbunden werden, in welchem Falle man ein dessinirtes Band erhält.
Die Prefswalze kann entweder glatt, moirirt, gerippt oder mit Dessins versehen sein, welche der Breite des Bandes oder nur der Ränder desselben entsprechen, so dafs man aus einem glatten Stoffe glatte, gerippte oder aber an den Rändern mit Mustern versehene Bänder zu erzeugen im Stande ist.
Da nach dem vorbeschriebenen Verfahren die Ränder der Bänder nicht eingefafst werden, somit keine dreifache, sondern nur eine zweifache Stoffdicke erhalten, so sind sie geschmeidig und es stellt sich deren Herstellung auch billiger als die der Bänder mit eingewebtem verschieden-
farbigen Rande, aber auch billiger als die nach der bisher üblichen Weise erzeugten geschnittenen Bänder.
Die Vorrichtung, welche an der Gauffrirmaschine angebracht werden mufs, , um das vorstehende Verfahren durchzuführen,« besteht entweder aus:
Rinnen a, welche auf einer von dem Arm b getragenen Stange c gelenkartig aufgezogen sind. Diese Rinnen dienen den Randstreifen als Führung und müssen daher bis an die Papierwalze d reichen. Die Prefswalze e wird erwärmt und ist zu diesem Zwecke mit der Gasleitung f versehen. Die Rinnen werden, entsprechend der Breite des zu erzeugenden Bandes, mit Stiften oder Stellschrauben h an der Stange befestigt. Wenn nebst den Randstreifen auch noch Längsstreifen als Verzierung auf dem Bande angebracht werden sollen, so müssen auch für diese die entsprechenden Führungsrinnen auf der Stange c aufgezogen werden; oder aus:
Stellringen g, welche auf der Stange c einfach aufgezogen sind und mittelst Schrauben in dem gewünschten Abstande von einander festgehalten werden. In diesem Falle laufen die Streifen über die Stange c und werden von den Ringen g geführt.
Stoff und Streifen sind stets derart durch die Maschine zu führen, dafs ersterer auf der Papierwalze läuft und letztere von der Gauffrirwalze an den Stoff angeprefst werden.
Die Herstellung der Bänder ist nun folgende: Vorerst werden die Rinnen oder Stellringe entsprechend der Breite der zu erzeugenden Bänder, event, auch die für die Verzierungsstreifen, auf der Stange c eingestellt, sodann wird der Stoff, aus welchem die Bänder geschnitten werden sollen, zwischen Prefswalze und Papierwalze geführt, und endlich werden die Streifen zu den Walzen gebracht und gleichzeitig an der Rückseite mit einem Klebestoffe bestrichen. Nun läfst man den Stoff und die Streifen durch die Maschine laufen. Der Stoff, auf welchem, nachdem er die Maschine passirt hat, die Streifen fest aufkleben, wird schliefslich der Mitte der Randstreifen entsprechend zu Bändern geschnitten. Auf diese Art können somit auch Bänder von verschiedener Breite auf einmal erzeugt werden; in diesem Falle wird man das Band event, nicht nach der Mitte des Randstreifens schneiden, sondern die gewünschten Randbreiten einhalten. Man hat es also vollkommen in der Hand, sowohl die Band- als auch die Randbreiten ganz nach Belieben zu ändern.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung geschnittener Bänder aus Stoffen aller Art, darin bestehend , dafs auf eine Stoffbahn, entsprechend der Breite der zu erzeugenden Bänder, Streifen, die an ihrer Rückseite mit Kautschuk oder einer anderen Klebemasse bestrichen sind, dadurch aufgeklebt oder aufgeprefst werden, dafs man Stoff und Streifen durch eine Gauffrirmaschine laufen läfst, deren Prefswalze erhitzt wird und event, gerippt oder mit Mustern versehen ist, und sodann den Stoff, entsprechend den aufgeklebten Randstreifen, zu Bändern schneidet.
2. Ein Verfahren der durch den Anspruch i. gekennzeichneten Art, sofern bei demselben aufser den Randstreifen noch Verzierungsstreifen auf den Grundstoff aufgeklebt werden, um gemusterte Bänder zu erzielen.
3. Zur Durchführung des im Anspruch 1. gekennzeichneten Verfahrens eine Bandführung, bestehend aus Rinnen (a) bezw. Stellringen (h), welche auf einer von Armen (b) getragenen Stange (c) aufgezogen sind und entsprechend der Breite der zu erzeugenden Bänder bezw. der Abstände der aufzuklebenden Verzierungsstreifen auf der Tragstange (c) festgestellt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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