DE79795C - - Google Patents

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DE79795C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23JREMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES 
    • F23J15/00Arrangements of devices for treating smoke or fumes
    • F23J15/02Arrangements of devices for treating smoke or fumes of purifiers, e.g. for removing noxious material
    • F23J15/022Arrangements of devices for treating smoke or fumes of purifiers, e.g. for removing noxious material for removing solid particulate material from the gasflow

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Exhaust Gas After Treatment (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
PH. LIEPE in MÜNSTER i. W. Funkenfänger.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. März 1894 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Funkenfänger für Lokomotiven und Lokomobilen, welcher den Auswurf zündbarer Funken aus dem Schornstein wirksam verhüten und gleichzeitig verhindern soll, dafs infolge Zuschlagens oder Verstopfens der Schutzvorrichtung die Einwirkung des auszupuffenden Dampfes auf die Anfachung des Feuers und damit die Dampfentwickelung beeinträchtigt wird.
Fig. ι zeigt einen Verticalschnitt durch den Schornstein und ."
Fig. 2 einen solchen in der Linie Y- Y der Fig. i.
Fig. 3 bis 6 stellen Einzelheiten dar.
Die durch die Siederohre in waagrechter Richtung hindurchfliegenden Kohlen- und Koksstückchen werden in der Rauchkammer durch den heftigen Schlag des auszupuffenden Dampfes mit in die Höhe gerissen, so dafs sie hier eine nach vorn gekrümmte, aufsteigende Curve beschreiben müssen.
Namentlich trifft dies bei den durch die mittleren Siederohrreihen fliegenden Funken zu, was durch die Ablagerung der zu Boden gefallenen Löschetheilcherj, in der Rauchkammer bewiesen wird, welche vorn an der Rauchkammerthür in der Mitte immer am stärksten ist und nach den Seiten und nach hinten hin abnimmt.
Die Verstopfungen der Funkenfänger treten daher auch in erster Linie vorn in der Mitte ein.
Ein engmaschiger, das Durchfliegen von Funken verhütender Funkenfänger wird die beste Wirkung auf die Dampfentwickelung ausüben, wenn sein freier Querschnitt mindestens ι Y4 bis ι Y2 des Querschnitts an der engsten Stelle des Schornsteins beträgt. Dieser Bedingung kann am günstigsten entsprochen werden, wenn der Funkenfänger so tief als möglich, also thunlichst dicht über der obersten Siederohrreihe angeordnet wird.
Um während der Fahrt, ohne anhalten zu müssen, den Funkenfänger zu jeder beliebigen Zeit reinigen zu können, ist eine vom Führerstand aus in Thätigkeit zu setzende Schüttelvorrichtung erforderlich. Der dicht über den Siederöhren liegende Funkenfänger mufs dann wegen der Lage der Ein- und Ausströmungsrohre in drei Theile zerlegt werden; nur der mittlere Theil B braucht mit der Schüttelvorrichtung verbunden zu werden, während die beiden Seitentheile A, welche die Ein- und Ausströmungsrohre umschliefsen, festliegend eingerichtet werden können.
Die waagrecht angeordneten festen Seitentheile A, Fig. 2, sind durchföchte Blechplatten, welche bis an . die Rauchkammermantelplatten heranreichen und zwischen Rohr- und Thürwand eingepafst sind, woselbst sie die Dampf-Ein- und -Ausströmungsrohre dicht umschliefsen.
Als Unterlagen für diese Seitentheile dienen je zwei aus Flacheisen hergestellte Consolen C und D, welche an den Mantelblechen der Rauchkammer fest angeschraubt sind. Nach der Mitte der Rauchkammer zu tragen dieselben je ein ungleichschenkliges Winkeleisen E, dessen verticaler Schenkel nach hinten zu abgeschnitten ist (Fig. 1).

Claims (1)

  1. Dadurch, dafs die beiden durchlochten Seitenbleche A die Consolen C und D noch etwas überragen, wird je eine C-förmige Rinne gebildet, in welcher die seitlichen, aus Winkel- und Flacheisen b und d, Fig. 15, gebildeten Führungslappen des mittleren beweglichen Theiles B liegen. In der Ruhelage ist B von hinten nach vorn geneigt. Um ein zu weites Vorrutschen des Theiles B und ein Reiben an der Rauchkammerthür zu vermeiden, ist durch jede der beiden Rinnen E vorn bei der ersten Console C ein Bolzen F, Fig. 1 und 2, durchgesteckt, welcher gleichzeitig als Führung für den Theil B beim Heben und Senken desselben durch die Schüttelvorrichtung dient.
    Der Theil B wird durch ein engmaschiges Drahtnetz e gebildet, welches auf einem rechteckigen Rahmen f aufgebunden und zwischen den beiden Seitentheilen A A angeordnet ist.
    Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform wird durch einen Winkelrahmen a, je ein ungleichschenkliges Winkeleisen b und eine Deckplatte _d eine C-förmige Rinne gebildet, in welche der Rahmen f mit dem Drahtnetz e eingesetzt wird. Den vorderen und hinteren Abschlufs des Theiles B bildet je ein ungleichschenkliges Winkeleisen c, welches mit seinem verticalen Schenkel so an die Vorder- und Rückseite des Winkelrahmens a angenietet wird, dafs die horizontalen Schenkel nach innen zu liegen kommen, damit auch hier wieder C-förmige Rinnen gebildet werden, in welchen der Rahmen f liegt.
    Um ein zu tiefes Durchhängen des Drahtnetzes zu verhüten, sind unter demselben Flacheisen g angebracht.
    Die Schüttelvorrichtung besteht aus einer mit einem Handgriff versehenen Zugstange N, Fig. 6, die mittelst eines Gabelschlosses an das untere Ende einer gekröpften Welle L angreift. Das andere Ende dieser Welle trägt einen Hebel K, an welchem eine Stange J mit gabelförmigem Kopf angreift. Die Stange J ist mit der Mitte des vorderen Abschlufswinkeleisens c des beweglichen Theiles B geeignet verbunden.
    Die Zugstange kann je nach der Anordnung der Pumpen und sonstigen Armaturen auf dem Führerstande der Lokomotive entweder in ganzer Länge gerade sein (Fig. 7), oder es mufs das hintere Ende auf dem Führerstande gekröpft werden.
    Damit auch während des Hebens und Senkens des Theiles B keine Funken durch die wegen der Ausdehnung nöthigen Zwischenräume zwischen Funkenfänger und Rohrwand bezw. Rauchkammerthür hindurchfliegen, ist an dem Schutzblech der Rauchkammerthür oberhalb des Funkenfängers und an der Rohrwand oberhalb der obersten Siederohrreihe je ein winkelförmig gebogenes Schutzblech T bezw. U angebrächt (Fig. 1).
    Diese Anordnung eines Funkenfängers mit Schüttelvorrichtung verhütet den Auswurf zündbarer Funken auch bei stärkster Dampfspannung und hohem Füllungsgrad und beeinträchtigt die Dampfentwickelung in keiner Weise. Es ist nur erforderlich, dafs der Lokomotivführer regelmäfsig in bestimmten Zeitabschnitten die Schüttelvorrichtung des Funkenfängers in Bewegung setzt, indem er den Handgriff der Zugstange N einige Male kräftig hin- und herzieht. Dadurch wird der Theil B des Funkenfängers gehoben und gesenkt und werden bei dem harten Aufschlagen auf die Führungsleisten die in den Maschen des Drahtnetzes haften gebliebenen Kohlentheile nach unten geworfen.
    Die Anwendung des Funkenfängers ist nicht auf Lokomotiven beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf Lokomobilen u. s. w.
    Patent-Aνspruch:
    Funkenfänger für Lokomotiven (Lokomobilen u. s. w.), gekennzeichnet durch die Anordnung zweier festen, aus gelochtem Blech gebildeten, auf je zwei festen Consolen gelagerten horizontalen Seitentheile und eines mittleren, aus Diagonaldrahtgeflecht gebildeten, in der Ruhelage schräg nach vorn geneigten Siebes, welches von dem Standort der Bedienungsmannschaften durch eine geeignete Hebelanordnung mittelst einer Zugstange mit Handgriff beliebig oft derart gehoben und gesenkt werden kann, dafs bei der hierdurch erfolgenden Reinigung des Siebes eine Erleichterung des Entweichens von Funken nicht erfolgen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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