DE79458C - Betriebs - Vorrichtung für Springbrunnen." - Google Patents
Betriebs - Vorrichtung für Springbrunnen."Info
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- DE79458C DE79458C DENDAT79458D DE79458DA DE79458C DE 79458 C DE79458 C DE 79458C DE NDAT79458 D DENDAT79458 D DE NDAT79458D DE 79458D A DE79458D A DE 79458DA DE 79458 C DE79458 C DE 79458C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05B—SPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
- B05B17/00—Apparatus for spraying or atomising liquids or other fluent materials, not covered by the preceding groups
- B05B17/08—Fountains
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
Die vorliegende Betriebs - Vorrichtung für Springbrunnen ist im wesentlichen dadurch
gekennzeichnet, dafs das Saugen und Drücken des Wassers für den Springbrunnen durch
halbkugelförmige oder kuppelartige Kautschukoder Gummiballons erfolgt, welche mit Saug-
und Druckcylindern in dichter Verbindung stehen und durch Kolben bethätigt werden,
die von einem beliebig construirten Uhr- oder Räderwerk in Betrieb gesetzt werden, wobei
zum Ausgleich des Druckes des geprefsten Wassers eine Regulirvorrichtung angebracht ist,
welche aus einem in einen Cylinder dicht eingesetzten halbkugel- oder kuppelartig geformten
Kautschuk- oder Gummiballon besteht, der durch eine Feder nach der Seite des Wasserdruckes
geprefst wird und nur bei eintretendem Wasserüberdruck, welcher nach jedem Kolbenhub
erfolgt, nach Ueberwindung der Federkraft, entsprechend dem Ueberdrucke, emporgedrückt
wird und den Raum zur Aufnahme des eingeprefsten Wassers vergröfsert, nach allmäligem Austreten des Wassers durch die
Feder allmälig wieder niedergedrückt wird, so dafs das Wasser stets unter gleichmäfsigem
Druck sich befindet und demnach der Springbrunnen stets mit einem gleichmäfsigen und
gleich hoch getriebenen Wasserstrahl-arbeitet.
Eine derartige Betriebs-Vorrichtung ist auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht, und
zwar zeigt Fig. 1 die Vorrichtung in der Längsansicht mit der Regulirvorrichtung im Verticalschnitt,
Fig. 2 einen verticalen Querschnitt der Regulirvorrichtung, die übrige Einrichtung in
der Seitenansicht, Fig. 3 eine Oberansicht der Gesammteinrichtung, den einen Saug- und
Druckcylinder im Horizontalschnitt.
Die Fig. 4 bis 7 sind Einzeltheile in vergröfsertem Mafsstab.
Durch ein einem Uhrwerk ähnliches Räderwerk, bestehend aus einer Aufziehschnecke a,
Schneckenrad b, Federtrommel c, Trommelrad d und Räderwerk efghik, Schnecke /,
Schwungrad m, Windflügel n, werden vermittelst einer an der Achse g1 des Zahnrades g
angebrachten Kurbel g2 und der mit dieser
gelenkig verbundenen zwei Hebel gs gs die
in Backen gigi, welche auf der Platte gs
befestigt sind, geführten Kolbenstangen ge gß
in ihrer Längsrichtung hin- und herbewegt und wirken bei dieser Hin- und Herbewegung
abwechselnd gegen die halbkugel- oder kuppelartig geformten Ballons 0 0, welche an Cylindern
01O1 dicht befestigt sind. Diese Cylinder
ο1 sind, wie aus Fig. 6 und 7 im Längen- und Querschnitt ersichtlich, durch einen
Zwischenboden ο2 in zwei Kammern getrennt, welche durch eine Oeffnung o3 in Verbindung
stehen, welch letztere durch eine Ventilplatte oi
aus Kautschuk oder Leder beim Druck des Wassers verschlossen wird. Die dem Ballon
zugekehrte Kammer des Cylinders ο1 steht durch Rohr ο5 mit der Regulirvorrichtung in
Verbindung. Die zweite Kammer steht durch
Rohr ο6 mit dem eventuell durch ein Sieb s
abgeschlossenen Wasserzuführungsrohre o7 in Verbindung.
Die Regulirvorrichtung besteht, wie aus Fig. 4 und 5 im Längs- und Querschnitt ersichtlich,
aus einem Cylinder ρ, welcher an einem Ende offen und durch einen nach einwärts
reichenden halbkugel- oder kuppelartigen Ballon pl abgeschlossen ist, welcher durch eine
um einen Führungsstift ps gelegte Feder p2
niedergedrückt wird. Ein Zwischenboden p4
trennt den Innenraum des Cylinders ρ in zwei Kammern, von denen die untere durch eine
aufrechte Wand p5 in zwei Räume getheilt ist, von denen jeder mit dem einen Wasserdruckrohr
o5 in Verbindung steht und durch Oeffnungen pa, die durch Ventilplatten (Lederplatten) ρΊ verdeckt sind, in die obere Kammer
des Cylinders p mündet.
Die die Ventile bildenden Plättchen o4 bezw. p1 werden durch Stäbchen o9 o9 bezw.
ps ps derart gehalten, dafs sie' sich an den
Oeffnungen o3 bezw. ρβρβ zum Durchlafs des
Wassers abheben können, nach erfolgtem Durchflufs aber wieder vor die Oeffnungen
legen und dieselben verschliefsen.
Die Vorrichtung ist in den Fig. 2 und 3 in den Mittelstellungen der Prefskolben gezeigt.
Bei Bewegung der Kurbel g2 im Sinne des bei derselben in Fig. 3 eingezeichneten Pfeiles
wird der in Fig. 2 links und in Fig. 3 oben befindliche Ballon 0 in den Cylinder ο1 gedrückt
und preist das aus einem beliebigen höherstehenden Behälter o8 durch die Rohre
o7 o6 in den Bodenzwischenraum und von da
durch die Oeffnung o3 nach Abheben des Ventils o4 in die Kammer unter dem Ballon 0
gelangte Wasser durch das Rohr o5 in die eine Abtheilung der unter dem Boden pi befindlichen
Kammer, von wo es durch die Oeffnung ρ% nach Abheben der Ventilplatte pn
in die Kammer unter dem Ballon p1 gelangt. Da der Zuflufs in den letzterwähnten Raum
rascher erfolgt, als das Wasser durch ein verengtes Mundstück am oberen Ende des den
Strahl des Springbrunnens erzeugenden Steigrohres o10 ausströmen kann, so hebt das eingeprefste
Wasser den Ballon pl so weit empor, dafs der dadurch vergröfserte Kammerraum zur
Aufnahme des Wassers ausreicht.
Nun wird die beim Emporheben des Ballons p1 zusammengedrückte Feder p2 einen
solchen Druck auf das Wasser ausüben, dafs dasselbe mit ziemlich gleichmäfsigem Druck
zur Ausströmung gelangt und infolge dessen die Höhe des Wasserstrahles eine ziemlich
konstante bleibt.
Ist das überschüssige Wasser aus der Kammer unter dem Ballon ρ1 ganz oder theilweise
ausgetrieben, so gelangt beim weiteren Betrieb des Apparates aus dem zweiten Cylinder, bei
welchem nun die Einpressung des Ballons ο erfolgt, das Wasser in der beschriebenen Weise
in die Kammer unter dem Ballon p1 und wird in der gleichen Weise, wie bereits erwähnt,
mit dem regulirten Druck im Strahl ausgetrieben.
Um den Hebeln gs gs, sowie den Kolbenstangen
g& g® eine sichere Führung zu geben,
sind dieselben an den Gelenkstellen g1 g7 mit
Hebeln gs gs drehbar verbunden.
Die Hebel gs gs sind an Stiften g9 g9 oscillirend
angebracht und zeigen die strichpunktirten Linien in Fig. 3 ihre äufsersten Stellungen bei der durch die Kurbel g'2 hervorgerufenen
Hin- und Herbewegung der Hebel g-3 g& Zum Abstellen des Apparates dient
ein Hebel q, welcher um Stift ql drehbar gelagert
und über diesen Drehpunkt hinaus zu einem Handhebel q'2 verlängert ist, und welcher
an dem anderen Ende einen Stift qs trägt, der durch einen Schlitz g4 der Platte g·5 in
den Raum des Räderwerks, und zwar speciell in den Bereich des Flügelrades η reicht.
In den Fig. 2 und 3 ist der Hebel q in der Sperrstellung dargestellt, in welcher der Stift ^3
das Flügelrad η an der Drehung verhindert. Wird nun der Hebel q in der beim Schlitz ql,
Fig. 3, durch Pfeil angedeuteten Richtung 'bewegt, so gelangt der Stift qs aus dem Bereich
des Flügelrades η und das Werk kann sich nun in Bewegung setzen.
Selbstverständlich kann das Triebwerk auch eine von der gezeigten abweichende Stellung
zu dem Regulator und den Wasser-Zu- und Abflufsrohren einnehmen, ebenso wie diese
Rohre mit verschiedenen Wasserbehältern in Verbindung gebracht werden können, ohne
vom Wesen der Erfindung abzuweichen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:• 1. Eine Betriebs - Vorrichtung für Springbrunnen, gekennzeichnet durch zwei abwechselnd, arbeitende, durch Zwischenboden o2 in je zwei Kammern getheilte Saug- und Druckcylinder o1 o\ welche mit halbkugel- oder kuppelartig geformten, mit den convexen Seiten aus den Cylindern herausragenden Gummiballons 0 0 versehen sind, gegen welche von einem Uhr- oder Räderwerk vermittelst Führungsstangen gs g3 bethätigte Drücker g6 g6 abwechselndφ wirken, so dafs beim HineindrUcken des einen Ballons in den Cylinder und Heraustreiben des in demselben befindlichen Wassers ein Saugen im zweiten Cylinder stattfindet.
- 2. Eine Betriebs - Vorrichtung für Springbrunnen nach Anspruch 1., versehen mit einer zur Hervorbringung eines gleichmäfsigen Wasserstrahls dienenden Regulir-vorrichtung, welche aus einem mit den Druckrohren o5 o5 der Saug- und Druckcylinder O1O1 und dem Ausflufsrohre ow in Verbindung stehenden Cylinder ρ gebildet wird, in welchen ein halbkugel- oder kuppelartig geformter Gummiballon ρ x, durch eine Feder p'2 angedrückt, hineinragt, sodafs beim Betrieb das aus den Cylindern ol ol in den Regulirraum unter dem Ballon p1 geprefste Wasser sich daselbst durch Auftreibung dieses Ballons ansammeln kann und unter der Einwirkung der Druckfeder p2 stets gleichmäfsig zur Ausstrahlung gelangt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREL
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79458C true DE79458C (de) |
Family
ID=352097
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79458D Expired - Lifetime DE79458C (de) | Betriebs - Vorrichtung für Springbrunnen." |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79458C (de) |
-
0
- DE DENDAT79458D patent/DE79458C/de not_active Expired - Lifetime
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