DE79197C - Bespritz- und Begiefsapparat - Google Patents
Bespritz- und BegiefsapparatInfo
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- DE79197C DE79197C DENDAT79197D DE79197DA DE79197C DE 79197 C DE79197 C DE 79197C DE NDAT79197 D DENDAT79197 D DE NDAT79197D DE 79197D A DE79197D A DE 79197DA DE 79197 C DE79197 C DE 79197C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61H—PHYSICAL THERAPY APPARATUS, e.g. DEVICES FOR LOCATING OR STIMULATING REFLEX POINTS IN THE BODY; ARTIFICIAL RESPIRATION; MASSAGE; BATHING DEVICES FOR SPECIAL THERAPEUTIC OR HYGIENIC PURPOSES OR SPECIFIC PARTS OF THE BODY
- A61H9/00—Pneumatic or hydraulic massage
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
JULIEN BELLEVILLE in PARIS. Bespritz- und Begiefsapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. März 1894 ab.
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende hydrotherapeutische Bespritzoder
Begiefs -Vorrichtung (-Apparat) ist von ringförmiger Gestalt und kann in lothrechter
Richtung auf- und abgehoben werden. Ihre Einrichtung soll es dem Kranken ermöglichen,
ohne Schwierigkeit und ohne Unterstützung einer dritten Person schnell und äufserst regelmäfsig
das Wasser - Heilverfahren nach Pfarrer Kneipp (zu Wörishofen in Bayern) selbst zur
Anwendung zu bringen.
Diese Bespritzvorrichtung besteht hauptsächlich aus einem ringförmigen metallenen Spritzrohr
A1 welches auf seiner gesammten Innenfläche mit Löchern von etwa 2 mm Durchmesser
versehen ist.
Der Winkel, unter welchem das Wasser aus dem Rohre austritt, beträgt etwa 300 gegen
die Waagrechte nach unten. Die Zahl der Spritzlöcher, welche etwa 36 beträgt, kann
nach Bedarf vermehrt oder vermindert werden;
auch kann der Durchmesser der Spritzlöcher vergröfsert oder verkleinert werden.
Das in vollen Linien ausgezogene ringförmige Spritzrohr zeigt dessen Stellung am
tiefsten Punkte, während die strichpunktirte Lage die höchste Stellung dieses Rohres nach
erfolgter Aufwärtsverschiebung angiebt.
b ist ein Ronranschlufs für das Wasserzuleitungsrohr
an das Spritzrohr, c ein Schraubstöpsel zum Oeffnen beim Reinigen des Spritzrohres,
wobei das Reinigen unter Wasserdruck erfolgt.
d sjnd Schellen zum Anhängen zweier Gehänge e; f ist ein U-förmig gebogenes Metallrohr,
welches den Rohranschlufs b mit dem Gummischlauch F verbindet.
B ist ein dreieckförmiges Gestell aus Metall,
an welchem folgende Theile angebracht sind:
. ι. die Röllchen C für die beiden Schnüre
oder Seile E, durch welche das ringförmige
Spritzrohr A lothrecht auf- und abbewegt wird;
2. der Hahn D für die Zuführung des Wassers nach dem Spritzrohr; dieser Hahn
wird mittelst Schnüre und Handgriffe g vom Benutzer des Apparates selbst bethätigt, wobei
die Drehbewegung des Kükens dieses Hahnes zum Oeffnen und Abschliefsen durch einen
Anschlag h begrenzt wird. .
E sind zwei Schnüre, welche an die Gehänge e am Spritzrohr angebunden werden
und an ihren anderen Enden mit einem Gegengewicht i belastet sind, um das Gewicht des
Spritzrohres A ganz oder theilweise auszugleichen.
Der schon oben angeführte Gummischlauch F leitet das Spritzwasser vom Hahn D nach dem
Spritzröhr A über.
G ist ein Sammelbehälter für das. aus dem Spritzrohr A ausgetretene Spritzwasser, nachdem
mit letzterem der in der Mitte dieses Behälters Stehende allseitig bespritzt bezw. begossen
ist.
Das dreieckige Gestell B wird in beliebiger Höhe befestigt, um den Weg des auf- und
abwärts geführten Spritzrohres A beliebig verändern zu können. Die Veränderung dieses
Weges ist nöthig, um den die Vorrichtung Benutzenden von den Füfsen bis zum Kopf zu
bespritzen. Zu diesem Zwecke kommt eine
Bohle zur Verwendung, die auf einen an der Mauer des Badezimmers sitzenden Knaggen
(Console) aufgelegt oder auf vier lothrecht stehenden Eisen- oder Holzträ'gern aufgehängt
wird.
Der für das Spritzrohr nöthige Druck wird durch einen Wasserbehälter von mindestens 25 1
Inhalt hervorgerufen, der in einer Höhe von 2 bis 6 m über der Vorrichtung Aufstellung
findet. Ein Metallrohr von 25 mm lichter Weite verbindet den Wasserbehälter mit dem
Hahn jD für das Spritzrohr A. Ein mit Scala
versehener und in die genannte Rohrleitung eingesetzter Hahn dient dazu, das Spritzrohr
von dem Wasserbehälter abzusperren und nach Bedarf den wirklichen Druck des Wassers
im Behälter gegen die Spritzlöcher zu vermindern, indem man die Durchgangsöffnung
dieses Hahnes mehr oder weniger' vergröfsert.
Verwendung des vorstehend beschriebenen Apparates:
1. das vollständige Begiefsen mit Hülfe des ringförmigen Spritzrohres vollzieht sich in ringförmigen
Zonen auf der gesammten oder einem Theil der Oberfläche des Körpers. Die erste
Verschiebung des Spritzrohres (von den Füfsen nach dem Kopfe) mufs immer schnell erfolgen;
was die zweite Verschiebung (vom Kopfe nach den Füfsen) anlangt, so verlangsamt man sie
nach Bedarf über die ringförmigen Zonen; man kann auch die Wirkung des Wassers verstärken,
wie beispielsweise gegen die Schultern, die Nierengegend und die Kniee;
2. das ringförmige und schnelle Begiefsen wird innerhalb vier oder fünf Secunden von
den Füfsen nach dem Kopfe und umgekehrt bewirkt;
3. das ringförmige Begiefsen kann in Form schwacher Wasserstrahlen erfolgen, die bei
gleichbleibender Temperatur und unter gleichbleibender Stärke des Auftreffens des Wassers
auf der gesammten Umfläche des Körpers gleichzeitig und in hinter einander liegenden
lothrechten Zonen hervorgerufen werden, woraus sich eine vpllkommene Regelmäfsigkeit
bei dem allmälig erfolgenden Begiefsen der gesammten Körperoberfläche ergiebt;
4. der Abflufs des Wassers1 pro Secunde sowie die Stärke des Auftreffens der Wasserstrahlen
können vor Beginn des Bades mit Hülfe eines besonderen Hahnes mit graduirter Durchgangsöffnung nach Bedarf geregelt werden;
man kann auf diese Weise je nach Bedürfnifs einfache Abspülung, mehr oder weniger kräftige
Begiefsungen und ' volle Stärke einer Brause erzielen; '
5. um das gleichmäfsige Herabrieseln' des Wassers entlang des Körpers zu erleichtern,
sind die Wasserstrahlen etwa unter 300 geneigt; sie treffen sich sämmtlich in der Mittelachse
des Spritzrohres. ,
Jeder Wasserstrahl hat seinen eigenen Treffpunkt am Körper und treibt bei seiner Berührung
mit der Haut durch Ausbreiten auf derselben die Luft weg, was die Berührung des kalten Wassers zu einer um so innigeren und
seine Wirkung zu einer um so stärkeren und wirksameren macht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Apparat zum Begiefsen und Bespritzen des menschlichen Körpers, gekennzeichnet durch ein auf- und abwärts zu bewegendes, den Körper ringförmig umgebendes Spritzrohr (A), welches . unter ganzer oder theilweiser Ausgleichung seines Gewichtes heb- und senkbar aufgehängt ist und aus welchem das Spritzwasser unter schrägem Winkel gegen die Körperoberfläche auftrifft, wobei die Menge des durch eine nachgiebige Schlauchleitung (F) zugeführten Spritzwassers vom Badenden selbst geregelt und diese Leitung in jeder Höhenlage des Spritzrohres an- oder abgestellt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79197C true DE79197C (de) |
Family
ID=351849
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79197D Expired - Lifetime DE79197C (de) | Bespritz- und Begiefsapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79197C (de) |
-
0
- DE DENDAT79197D patent/DE79197C/de not_active Expired - Lifetime
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