DE79100C - Vorrichtung zum Anziehen von Wagen-Bremsen - Google Patents
Vorrichtung zum Anziehen von Wagen-BremsenInfo
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- DE79100C DE79100C DENDAT79100D DE79100DA DE79100C DE 79100 C DE79100 C DE 79100C DE NDAT79100 D DENDAT79100 D DE NDAT79100D DE 79100D A DE79100D A DE 79100DA DE 79100 C DE79100 C DE 79100C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16D—COUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
- F16D49/00—Brakes with a braking member co-operating with the periphery of a drum, wheel-rim, or the like
- F16D49/16—Brakes with two brake-blocks
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.
Patentirt im Deutschen Reiche vom io. Juni 1894 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Wagen-Bremse, welche bereits bei sehr geringem
Kraftaufwande augenblicklich und kräftig angezogen wird.
Fig. ι ist ein Längsschnitt und Fig. 2 ein Querschnitt nach der Linie X- Y von Fig. 2,
des wesentlichen Theils der Bremse.
Fig. 3 ist zum Theil Längsschnitt, zum
Theil Seitenansicht eines mit der Bremse ausgerüsteten schweren Wagens, z. B. eines
Omnibus.
Fig. 4 ist ein Grundrifs eines Theiles von Fig. 3.
Fig. 5 ist eine Seitenansicht eines Theiles eines mit der Bremse versehenen leichten
Wagens.
Fig. 6 ist der Grundrifs von Fig. 5.
In Fig. ι und 2 ist die Einrichtung dargestellt,
welche das Andrücken der Bremsklötze an die Wagenräder vermittelt; dieselbe
besteht im wesentlichen aus zwei mit Gewinde entgegengesetzter Richtung versehenen
Schraubentheilen A und B. Die freien Enden der Schrauben setzen sich in Stangen Ä und B'
fort, an welche Scheerenglieder A" B", Fig. 3 und 4, anschliefsen, die eine Verbindung des
eigentlichen Bremsmechanismus mit anderen Theilen vermitteln. Die Schrauben A und B
laufen in entsprechendes Muttergewinde tragenden Hülsen C bezw. D, welche durch eine
Muffe E derart verbunden werden, dafs zwischen den Hülsen ein freier Raum F verbleibt.
In einem Theil dieses Raumes ist eine Spiralfeder G untergebracht, deren äufseres
Ende G' im Innern der Muffe E durch eine Schraube G" befestigt ist, welche von aufsen
eingezogen wird, und deren inneres Ende H mit einer Achse H' in fester Verbindung steht,
wobei die Achse sich nach beiden Seiten in vierkantige Stangen //' fortsetzt, welche in entsprechenden
achsialen Löchern//' der Schrauben A B Führung erhalten. Bei dieser Anordnung
können die Stangen A' B' und infolge dessen auch die Schrauben A B sich nicht drehen;
wenn die Muffe E nun gedreht wird, so werden die damit verbundenen Hülsen C D
gleichfalls gedreht und durch diese Bewegung wird eine entgegengesetzte Hin- und Herbewegung
der Schrauben A B in den Muttern C D erzeugt. Wenn nun das Scheerenglied A"
der Stange Ä mit einem festen Theil verbunden ist, derart, dafs die Schraube A sich
in Längsrichtung nicht bewegen kann, so wird durch die Drehung der Muffe E einerseits der
Vorschub der ganzen Vorrichtung, d. h. der Hülsen C D und Muffe E, auf der Schraube A
veranlafst und andererseits der Vortrieb der Schraube B in der Mutter D bewirkt, vorausgesetzt,
dafs die Schraube B eine solche Längsbewegung ausführen kann. Es wird danach
die Geschwindigkeit, mit welcher die Schrauben A B einander genähert werden, doppelt so
grofs wie diejenige sein, mit welcher sich die Näherung bei einer einzigen Schraube, welche
in einer einzigen Mutter läuft, vollziehen würde.
Die Anbringungsweise der vorbeschriebenen Vorrichtung für die Herstellung einer Wagenbremse
ist in den Fig. 3 und 4 bezw. 5 und 6 in zwei Ausführungen ersichtlich gemacht.
Bei der Bremse für schwere Wagen, z. B. einem Omnibus, ist für jeden Bremsklotz eine
BremsmufFe vorgesehen. Hier ist das Scheerenglied A" der Stange A' der Schraube A mit
einem festen Theil K der Wagenachse L in Verbindung gebracht.
Das Scheerenglied B" der Stange B' der Schraube B steht mit einem Gliede K' des
Hebels L' in Verbindung, der an einem Ende bei M unter dem Wagenkasten drehbar befestigt
und am anderen Ende mit dem Bremsklotz M' versehen ist, der gegen den Radreifen
M" wirkt. Die Bremsvorrichtung für das andere Rad ist entsprechend eingerichtet.
Die Muffe E liegt danach zwischen der Achse L und dem den Bremsklotz tragenden Hebel L'.
Die Umfläche der Muffe E bildet eine Rinne E', in welche sich eine Kette O legt,
von der ein Ende mit Hülfe einer Schraube an der Muffe befestigt ist. Das andere Ende
dieser Kette O ist an der zweiten Muffe E befestigt bezw. auf dieselbe aufgewickelt, welche
die Bremse für das andere Rad bethätigt. Der mittlere Theil dieser Kette führt über zwei
Rollen α b, welche sich um am Wagenboden befestigte Achsen drehen und symmetrisch zu
. jeder Seite der Wagenlängsachse angebracht sind, und über eine dritte Rolle c, die als
Spannrolle bezw. als Zugmittel dient und zu diesem Zweck in einem Kloben d befestigt
ist, dessen Kopf mit der Zugkette e verbunden ist, die vom Sitz aus durch das Dedal bezw.
den Tritthebel f, sowie das Hebelwerk g h i bethätigt wird. Führungsrollen j k, welche am
Wagenkasten angebracht sind, sichern die Führung der Kette e, deren Spannung durch
die Stange / geregelt werden kann, welche sich in der Hülse m des Hebels i verschrauben
läfst.
Der Kloben d setzt sich in der der Kette e
entgegengesetzten Richtung in eine Stange η fort, welche in den Stegen ο o1 des Wagenbodens
Führung erhält und auf welche eine Feder ρ gesteckt ist, die den Kloben d und danach
auch den Tritthebel f in seine Ruhe- bezw. Ausgangslage zurückführt.
Wenn auf den Tritthebel f Druck ausgeübt wird, so dafs sich derselbe in Richtung des
; Pfeiles bewegt, so werden das Hebelwerk g h i, die Kette e, Stange η mit Kloben d und
Rolle c und dadurch auch die Theile der Kette ο sich im Sinne der Pfeile bewegen
und die Enden der Ketten ο werden sich in ihren Nuthen E' von den Muffen E abwickeln,
diese Muffen und die damit verbundenen Mutterhülsen CD drehen, was nach
dem Vorgesagten den schnellen Vortrieb der Schrauben B gegen die Schrauben A und danach
ein kräftiges Anziehen der Bremsklötze M' gegen die Radreifen M" zur Folge hat.
Während der Drehung der Muffen E werden die inneren Federn G derart gespannt, dafs,
wenn der Druck auf den Tritthebel f nachläfst, die Federn sich abspannen und dadurch
eine Drehung der Muffen E und der Mutterhülsen CD im entgegengesetzten Sinne wie
vorher veranlafst wird; es erfolgt dadurch eine Entfernung der Schrauben A und B von
einander vbezw. der Schraube B von der Schraube A. Die Folge davon ist natürlich,
dafs auch die Bremsklötze M' von den Radreifen M" gelöst werden.
Wenn der Druck auf den Tritthebel aufhört, so bewirkt die Feder p, welche gegen
die Stange η wirkt, eine Rückführung des Klobens d mit der Rolle c, so dafs die Kette e,
das Hebelwerk g h i und der Tritthebel, f
wieder ihre ursprüngliche Lage einnehmen können. Die Federn G der Muffen E sind
danach nur für die Lösung der Bremsklötze M' und die Anspannung der Querkette O wirksam.
Infolge der Anbringung dieser Kette O kann der Radkranz die Arbeitsweise des Bremsmechanismüs
in keiner WTeise beeinträchtigen. Wenn ein Bremsklotz vor dem anderen zur
Anlage an den Radkranz gelangt, so wird unter dem Einflufs des Druckes auf den Tritthebel
f, auf der Seite der Kette O Zug ausgeübt, wo der Bremsklotz noch nicht zur
Wirkung gebracht ist.
In Fig. 5 und 6 ist die Bremseinrichtung in Anwendung bei einem leichten Wagen, z. B.
einem sogen. Coupe dargestellt. Eine einzige Muffe E genügt in diesem Falle; dieselbe ist
in der Längsachse des Wagens unter dem Boden desselben angebracht und bei q festgelegt,
während das Ende der anderen Schraube in Längsrichtung beweglich und in der Mitte
eines Hebels r gelenkig angebracht ist, an welchen die Stangen ss1 angreifen, die wiederum
mit den die Bremsklötze tragenden Hebeln L' in Verbindung stehen.· Diese Hebel sind um
einen festen Punkt drehbar, welcher durch eine Achse t gebildet wird, die mit dem
Wagenkasten- durch zwei Stangen verbunden ist, und zwar eine horizontale Stange t" und
eine verticale Stange t'; die Verbindung mit der Achse erfolgt durch eine Stange u. Die
Zugkette v, welche die Muffe E bewegt, wird über eine Rolle v' unter dem Wagenkasten
geführt und wird ebenfalls durch einen Tritthebel oder eine andere Vorrichtung zum
Zwecke des Anziehens der Bremse bethätigt. Diese beiden Ausführungsformen der Bremse
sind nur als Beispiele dargestellt und beschrieben worden und sollen danach die Erfindung
nicht auf diese beschränken. Es kann unter Wahrung des Erfindungsgedankens die innere Feder in der Muffe auch fortfallen und
durch eine andere Feder ersetzt werden, die
Claims (1)
- auch aufsen angebracht werden kann und die Muffe zurückführt, welche in diesem Fälle mit den Mutterhülsen aus einem einzigen Stück besteht.Pateντ-Anspruch:Eine Vorrichtung zum Anziehen von Wagen-Bremsen, gekennzeichnet durch eine drehbare Muffe (C D E) mit rechtem und linkem Muttergewinde für zwei nicht drehbare Schrauben (A B), von denen die eine fest und die andere, ebenso wie die Muffe, in Längsrichtung verschiebbar ist zu dem Zweck, durch Drehung der Muffe das mit der verschiebbaren Schraube in Verbindung stehende Bremsgestänge mit doppelter Geschwindigkeit anzuziehen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79100C true DE79100C (de) |
Family
ID=351759
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79100D Expired - Lifetime DE79100C (de) | Vorrichtung zum Anziehen von Wagen-Bremsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79100C (de) |
-
0
- DE DENDAT79100D patent/DE79100C/de not_active Expired - Lifetime
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